Bin ich zu schwach mich zu trennen? Hilfos, ist das psychische Gewalt oder werde ich verrückt?

    • (1) 01.04.17 - 14:29

      Hallo ihr Lieben da draußen,
      Ich brauche einfach mal einen Rat, ich weiß nicht, an wen ich mich sonst wenden soll. Vielleicht hat ja jemand ähnliches erlebt...ich lebe in einer sehr destruktiven Beziehung, bin aber, warum auch immer, scheinbar zu schwach, mich daraus zu lösen...ich frage mich langsam, was noch passieren muss, damit ich endlich begreife, dass ich gehen muss. Mein Partner und ich kommen überhaupt nicht mehr miteinander klar. Wir reden so gut wie kein Wort miteinander, und wenn, dann wird nur geschrien, verletzt und gestritten. Klar, Streit gibt es überall mal, aber wir scheinen überhaupt nicht mehr miteinander kommunizieren zu können, haben keinen Zugang zueinander. Mittlerweile ist es auch so, dass ich innerlich komplett resigniert habe und mich in mich selbst zurückgezogen habe, weil ich gar keine Kraft mehr für diese ganzen Kämpfe habe. Ich weiß nicht mehr, was ich noch tun soll, fühle mich einfach nur ohnmächtig und hilflos und so wütend, vor allem auf mich selber, weil ich zwar sehe, dass die Situation nicht mehr zu retten ist, aber trotzdem wie verzweifelt daran festhalte.

      Und ich verstehe nicht, warum das so ist.
      Mein "Partner" ist ein sehr jähzorniger Mensch. Von einer Sekunde zur nächsten kann er vom Liebsten Menschen der Welt zum kältesten, abweisendsten überhaupt werden. Er kann nicht sachlich streiten. Wenn er sauer wird, dann schaltet er in eine Art "Zerstörungsmodus" , er kann sich nicht einfach streiten oder wegen einer bestimmten Sache sauer sein, bei ihm ist dann sofort das Gegenüber in seiner Gesamtheit schlecht und wird systematisch abgewertet. Hexe, Psychopathin, Schlampe, Halt die Fresse, ich hab eh schon lange keinen Bock mehr auf dich, das sind noch die harmloseren Dinge, die er dann in meine Richtung loslässt.

      Ich fühle mich wie gefangen, ohnmächtig, weil ich nie weiß, woran ich bei ihm bin. Zum Beispiel ist es so, dass ich grundsätzlich jeden Tag allein mit unserer zweijährigen Tochter aufstehe, mit ihr frühstücke, spiele, sie anziehe, für die Kita fertig mache etc, er schläft weiter, bis er aufstehen und zur Arbeit muss. Am Wochenende das gleiche, da kommt er meist erst spät in der Nacht nach Hause(zw drei und fünf Uhr) betrunken, und ist logischerweise dann nicht in der Lage, mit uns gemeinsam am nächsten Morgen aufzustehen, weil er seinen Rausch ausschlafen muss.

      Und da geht es schon los. In einem Moment erzählt er mir, wie dankbar er mir dafür ist, dass ich ihn so entlaste, und dass er am nächsten Morgen auch mit uns aufsteht und ich Recht habe, er könne nicht ständig nachts unterwegs sein und trinken und mich alles allein machen lassen und er würde jetzt auch Verantwortung übernehmen. Wenn es dann aber darum geht, dass er tatsächlich mal gemeinsam mit uns aufsteht, oder wenn ich krank bin und auch mal etwas länger im Bett bleiben will, führt das IMMER zum Streit. Selbst, wenn wir besprochen haben, dass er früh nach Hause kommt und morgens mit unserer Tochter aufsteht, damit ich mich einmal ausschlafen kann, weiß ich eigentlich schon vorher, wie es laufen wird: er kommt morgens um fünf betrunken nach hause, wenn die Kleine dann um Sieben aufsteht, sagt er, er hätte nicht mal zwei Stunden geschlafen und würde jetzt ganz sicher nicht aufstehen. Wenn ich dann sage, dass ich das nicht in Ordnung finde, dann wird er ausfallend, hält mir vor er würde ja arbeiten gehen und hätte deshalb das Recht, auch mal einen trinken zu gehen und Dampf abzulassen. Das ist ja auch gar nicht das Problem, soll er von mir aus gerne machen, ich WILL ja sogar, dass er seine Auszeiten hat und um die Häuser zieht oder was auch immer für sich selbst tut, ist ja nur verständlich. Aber es ist halt grundsätzlich so. Jedes einzelne Wochenende. Seit zwei Jahren. Nicht mal an meinem Geburtstag oder am Muttertag durfte ich mal ausschlafen. Und es ist auch so, dass er sich einfach nicht mit mir abspricht. Er verlässt das Haus, um irgendwas zu erledigen, und dann höre ich oft stundenlang nichts mehr, bis er eben dann mitten in der Nacht betrunken nach Hause kommt. Oder er sagt, er kommt heute auf jeden Fall mal früh nach Hause. Das bedeutet eigentlich grundsätzlich: vor vier Uhr morgens brauchst du nicht mit mir zu rechnen. Er weiß, dass es mir wichtig ist, dass wir uns absprechen und er nicht einfach sein Ding macht, ohne Rücksicht auf Verluste, aber Sobald er ein bier intus hat, hat er scheinbar vergessen, dass er eine Familie und ja irgendwo auch Verantwortung hat. Er ruft an und sagt "ich steige in zehn minuten ins taxi" und vier stunden später ist er immer noch nicht da. Dann kommt er irgendwann nach hause und irgendwas ist dazwischen gekommen bla bla, aber auf die Idee, mir kurz bescheid zu sagen, dass er doch nicht kommt damit ich nicht unnötig warte, kommt er nicht. Und wenn ich versuche, ihn anzurufen, ist er grundsätzlich nicht erreichbar.

      Oft gibt er dann vor, zu arbeiten und macht mir auch das zum Vorwurf, er würde ja nicht feiern gehen sondern hart arbeiten. Wo ich mich immer frage, wie gut man sich auf seine Arbeit konzentrieren kann, wenn man betrunken ist, aber das sei mal dahingestellt.

      Zu dem Thema arbeiten: ich habe meinen Job verloren, als ich in Elternzeit war und leider noch nichts neues gefunden, ich würde sehr sehr gern wieder arbeiten! Und es ist auch nicht so, dass ich nur Däumchen drehe. Wenn die Kleine morgens in der Kita ist, wasche ich Wäsche, räume auf, mache sauber, gehe einkaufen, bereite das Abendessen vor, schaue nach Jobs, schreibe Bewerbungen und dann ist der Vormittag auch schon wieder vorbei, ich muss die Kleine abholen und bin dann den Rest des Tages mit ihr beschäftigt. Aber auch da genau das gleiche: ich mache alles, er rührt keinen Finger. An sich finde ich das ok, solange ich zuhause bin, und manchmal sagt er mir, dass er sieht, wie viel ich tue und wie sehr ich ihn den Rücken freihalte für seine berufliche Zukunft, in dem ich meine eigene zurückstelle und ihm die ganze Arbeit abnehme. Wenn er dann aber wütend wird, sagt er, dass es schließlich auch meine Aufgabe sei, zu putzen, waschen, "Haushälterin und Kindermädchen" zu sein, er würde ja schließlich so hart arbeiten und ich solle doch mal bitte acht Stunden täglich im Büro sitzen...(was ich ja gern würde). Er stellt dass dann immer so dar, als sei er der Versorger und ich ihm die Haus- und Kinderarbeit quasi "schuldig". Was aber nicht so ist.

      Obwohl er das dreifache verdient(ich bekomme mom noch alg I), zahle ich denselben Anteil der Miete, zahle Strom, Wasser und GEZ, zahle unsere gesamten Lebensmittel und sämtliche Anschaffungen für unsere Tochter sogar alleine. Ich trage also wirtschaftlich mindestens den genauso viel bei wie er, wenn nicht mehr. Aber das spielt für ihn dann keine Rolle.

      In einem Moment sagt er mir, dass er es eigentlich gut findet, dass ich noch nicht wieder arbeite, weil ich ihm so alles im Haushalt abnehme und es auch so gut für unsere Tochter ist, dass ich am Nachmittag Zeit für sie habe und dass es eigentlich besser wäre, wenn ich noch länger zuhause bliebe, im nächsten Moment(also immer dann, wenn ich mal seine Unterstützung bräuchte), heißt es wieder "ich hab das gar nicht nötig, ich gehe schließlich arbeiten und du bist nur zuhause"...ich weiß einfach nie, was er nun wirklich meint.

      In einem Moment sagt er mir, dass die Wohnung toll aussieht und danke danke, du hast das Bad geputzt, im nächsten regt er sich auf, dass der Boden nicht vernünftig gewischt wurde und seine Socken nicht ordentlich zusammengefaltet sind. Ich schrubbe den Balkon, kaufe Möbel, Pflanzen, mache alles schön, findet er toll, aber die weiße Wäsche hab ich schon wieder nicht gewaschen, jetzt muss er damit zu seiner Mutter fahren, weil er die Sachen schnell braucht(auf die Idee, mal selbst ne Maschine anzuschmeißen, kommt er nicht, seine Ansage dazu: ich habe von Anfang an gesagt, dass ich Wäsche waschen scheiße finde, ich mache das nicht!)...Egal was ich tue, es ist nie genug, irgendwas findet er immer, worüber er sich beschweren kann, ich habe das Gefühl, auf einem Minenfeld unterwegs zu sein, ich weiß nie, wo ich hintreten kann, ohne das gleich die nächste Bombe hochgeht.

      Wenn wir uns streiten, läuft es meistens so ab, das er anfängt zu schreien, dann fange ich an zu heulen, was ihn erst so richtig wütend macht und dann wird er beleidigend und geht auf die persönliche Ebene, beschimpft mich und wertet mich ab. Wenn ich dann sage, dass es mir sehr wehtut, wie er mit mir umgeht, schreit er, dass es ihm wehtut, wie ich mit ihm umgehe und dass ich ihn runtermache (ich sitze vor ihm und weine und bettel ihn an, nicht so zu schreien - das ist dann meine "heulmasche" wie er es nennt und das mache ich nur, um ihn zu provozieren, sagt er). Er fängt dann an mich zu beschimpfen und redet so laut und schnell und bösartig, dass mir ganz schwindelig wird und ich wirklich nicht mehr weiß, wo oben und unten ist. Dann sagt er mir, ich wäre ein Psycho und eine Hexe und würde Spielchen mit ihm spielen und wie sehr er mich hasst. Dass alles tut mir so weh, dass ich manchmal das Gefühl habe, innerlich zu zerreißen. Aber das scheint ihn nur anzuspornen, weiterzumachen. Manchmal frage ich mich langsam wirklich, ob ich verrückt werde.
      Nach solchen Streits ist es ganz unterschiedlich. Mal kommt er danach ganz "reumütig" an und entschuldigt sich, sagt, er wäre so ein schlimmer mensch und hätte so ein glück, mich zu haben und gelobt besserung, manchmal, selbst wenn es exakt dieselbe Situation ist, ist er sich keiner Schuld bewusst, sagt, mit meinem Verhalten würde ich ihn schließlich dazu bringen, so gemein zu sein, dass sei alles meine Schuld. Und wenn ich weine, dann traumatisiere ich meine Tochter, dafür macht er mich immer wieder fertig. Aber dass er mich vor ihr anschreit, beleidigt und ihm auch mehrfach schon die Hand ausgerutscht ist, spielt keine Rolle.

      Er sagt mir immer, ich würde alles zu meinen Gunsten verdrehen, wobei ich eigentlich denke, dass es umgekehrt ist, aber so langsam weiß ich wirklich gar nichts mehr. Ich habe mich eigentlich immer für eine relativ starke Frau gehalten, aber mittlerweile kann ich kaum aufstehen, jede Bewegung tut mir weh, alles tut einfach nur noch weh von diesen ganzen Kämpfen und Streits.

      Oft, wenn wir uns streiten, ist es auch so, dass er dann mittem im Streit einfach "aussteigt" und die Situation verlässt, und dann wird das ganze totgeschwiegen. Wir reden ein paar Tage nicht miteinander, dann tut er auf einmal so, als wäre nix gewesen und macht weiter wie bisher. So richtig geklärt und aus dem Weg geräumt wird bei uns nichts. Wenn ich das dann anspreche, kotzt er mir meist seine Gedanken vor die Füße(hält einen Monolog aus seiner Sicht und putzt mich dabei ordentlich runter) und wenn ich dann etwas dazu sagen will, sagt er, er hat jetzt keinen Bock, darüber zu reden und damit ist das Thema erledigt. Bei mir staut sich mehr und mehr ungeklärtes auf, ich habe bauchschmerzen, weil so viele dinge in mir rumoren, ich sie aber nicht zur sprache bringen kann. Wenn mich etwas stört, traue ich mich oft gar nicht erst, es anzusprechen, weil ich Angst habe, dass dabei eh nichts rauskommt, außer dass er böse wird und wir uns streiten und ich dafür einfach keine Kraft mehr habe. Wenn wir Abends die Kleine ins Bett bringen, lege ich mich oft schon dazu, "verstecke mich quasi, weil ich Angst habe vor einer Auseinandersetzung oder einem Streit und weil ich auch nicht so wie er so tun kann als wäre nichts.

      Ich habe schon mehrfach vorgeschlagen, dass wir eine Paartherapie machen oder uns einen Mediator suchen, um wieder miteinander ins Gespräch zu kommen, aber das hält er nicht für nötig.

      Ich will mittlerweile einfach nur noch weg, ich will meiner Tochter nicht vorleben, dass eine Partnerschaft nur aus Streit und Gewalt besteht, aber ich schaffe es einfach nicht. Ich fühle mich so kraftlos. Was hält mich hier? Warum bin ich nicht schon längst weg? Wieso bin ich so schwach? Was kann ich tun, um hier rauszukommen? Ich habe auch große Angst vor einer Schlammschlacht und dass er versucht, unsere Tochter gegen mich aufzuhetzen, sollte ich es tatsächlich schaffen und mich trennen. Auch liebt sie ihren Papa über alles und ich fürchte mich sehr davor, ihr erklären zu müssen, dass sie Papa dann evtl nur noch am Wochenende sieht...Aber das kanns doch nicht sein, was mich hält? Warum halte ich so verzweifelt an meinem "happy-family"traum fest, obwohl der sich längst in einen Alptraum verwandelt hat?

      Ich wünsche mir so, endlich die Kraft zu finden um da rauszukommen, um wieder zu mir selbst zu finden und auch unsere Tochter zu schützen...
      Was für ein endlos-text...und ich könnte ewig so weiterschreiben...also falls das irgendwer gelesen hat und vielleicht einen rat hat, wäre ich sehr dankbar...

      • Bei all dem verstehe ich auch nicht, warum du dich nicht trennen willst oder kannst. Du weißt, dass du es musst, du hast ein Kind, Verantwortung und eine Vorbildfunktion, du MUSST dich trennen. Für dein Kind. Du lebst ihr ein völlig verstörendes und gefährliches Weltbild vor, wenn du nicht gehst. Sie orientiert sich an dem, was sie bei euch sieht und hält das für normale. Das ist gefährlich, denn so wird sie, wenn du nicht endlich die Kraft zur Trennung aufbringst, dein Verhalten kopieren und sich ebenso psychisch misshandelt lassen. Lass das nicht zu, du bist die Mutter, du bist in der Verantwortung alles in deiner macht stehende zu tun um sie zu schützen. Aber genau das machst du eben nicht, wenn du dich nicht endlich zusammen reißt und etwas unternimmt. Du schützt sie nicht, du duldest seelische Gewalt an dir und an ihr, du bist in dem Moment Krim Vorbild und du gefährdest die Zukunft deines kindes. Vielleicht rüttelt dich das was, sei eine Mutter, schütze dich und dein kind, handle erwachsen und verantwortungsbewusst.

        Hallo.

        Es ist extrem schwierig, aus einer solchen Beziehung alleine rauszukommen ... vor allem, wenn man schon so am Boden ist, wie Du.

        Du solltest Dich dringend an eine Beratungsstelle wenden, damit Dich jemand durch die Trennung begleitet. Caritas, ProFamilia, Sozialdienst katholischer Frauen ... eventuell kann Dir auch ein Frauen-Notruf weiterhelfen; vielleicht auch "Der weisse Ring", der Dir sicher zumindest Beratungsstellen nennen kann.
        Du musst einfach mal gucken, was es bei Dir in der Gegend gibt.

        Diese Organisationen können Dich nicht nur durch (therapeutische) Beratungsgespräche unterstützen, sondern beraten Dich auch bei allen behördlichen Dingen (Jugendamt, Arbeitsamt).
        Ein Anwalt wäre auch nicht so schlecht, da es auch um Unterhalt für das Kind und Dich gehen wird.

        Des weiteren kopierst Du schon mal alles, was mit Finanzen zu tun, vor allem seinen Lohnzettel, wenn möglich.

        Hast Du eine gute Freundin und/oder Familie, wo Du schon mal alle wichtigen Unterlagen, auch Deine eigenen, lagern kannst?
        Freunde und Familie solltest Du auch unbedingt ins Boot holen. Möglicherweise musst Du mit Deinem Kind sofort weg, wenn die Trennung erst einmal ausgesprochen ist.

        Und lies mal hier ... Du bist NICHT falsch ...
        https://www.re-empowerment.de/

        Alles Gute und viel Kraft.
        LG

        Du tust mir so Leid!

        Ich kann deine Ohnmacht verstehen. Er hat dich wahrscheinlich schon so weit, dass du mittlerweile selber glaubst, dass du an allem Schuld bist!

        Du musst dich trennen, nicht nur für dich sondern auch für deine Tochter!

        Sie bekommt das doch alles mit. Möchtest du das sie irgendwann sieht, dass Papa Mama schlägt?

        Möchtest du das sie später auch so einen Mann hatt, der sie runterputzt und ihr gegenüber gewalttätig wird? Ich denke nicht!

        Such dir Hilfe! Vielleicht kannst du ja erst mal zu deinen Eltern gehen, oder zu Freunden.

        Lass dich beim Job Center beraten, wie hoch die Miete für eine eigene Wohnung sein darf. Du wirst ganz gewiss was finden.

        Ich glaube dir das du Angst vor ein Neuanfang hast, du wirst es aber schaffen!

        Ganz liebe Grüße!

      • Hi, ich habe jetzt nicht alles gelesen. packe ich im Moment selbst einfach nicht.

        aber
        was ich heraus lese

        1. deine Verzweiflung
        2. zweitens deinen Klaren Kopf - zu erkennen, DASS was schief läuft
        3. dass mehreres schief läuft. Innerhalb deiner Beziehung, aber auch bei dir selbst
        -> 4. du suchst Hilfe
        5. du erkennst dass du Hilfe brauchst
        6. dass du ratlos bist

        was du tun kannst?

        1. Hilfe suchen, nicht alleine damit bleiben! (machst du ja hier schon ;-))
        2. herausfinden, was deine Ursachen sind. (Trennungsängste, "Gutmütigkeit", Glaube an die Beziehung
        Sprüche von früher, die prägen ohne es zu merken "von Partnern trennt man sich nicht", "was könnten die Leute denken",

        finanzielle Angst
        die Angst allein zu sein)
        usw.
        es gibt soooooo viele Möglichkeiten

        es ist schwer und man muss nicht die Ursache kennen!
        aber manchmal hilft es den Kern (oder einen Teil davon) (be)greifen zu können, um den Ruck zu schaffen.

        Manchmal ist das im inneren drin, wie ein starker Magnet, der an schadenden Beziehungen hält. Ohne zu wissen, was das ist. Den Magneten abschalten kotest Kraft, wenn man nicht weiß, was der Magnet ist. Die Situation selbst aber auch. Man weiß nur: SO kann es nicht weitergehen, aber WIE ist schwer.

        Hilfe holen ....

        Beratungsstellen ....
        therapeutische Hilfe
        Mutter-Kind-Kur (erst mal Abstand, raus aus dem Teufelskreis, psychologische Unterstützung etc.)
        pro familia (finanzieller Stützpunkt: was ist wo wann wie zu tun, mit welchem Antrag, Formular und bei welcher Anlaufstelle - selbst beim Jugendamt gibt es mehrere Zuständigkeiten ...)

        was ist zu beachten. bei Trennung usw.

        käme Frauenhaus für dich in Frage (mit Beratungsstelle / pro Familia etc. klären)

        welche Schritte sind wann wie in welcher Reihenfolge notwendig usw.

        Geh einfach sagt sich so leicht, wenn man nicht mal weiß, wo man anfangen soll
        und/oder wenn man über Jahre suggiert und verinnerlicht bekommen hat, dass es nicht geht

        dass du dir Hilfe suchst und für dich erkennst, dass es SO nicht weitergehen kann, ist der erste Schritt

        für weitere such dir dringend Unterstützung!!

        Das klingt ganz, ganz übel. Keine Ahnung, was noch passieren muss, damit du genug gelitten hast. Manche Frauen landen mehrmals im Krankenhaus und gehen immer wieder zu ihrem gewalttätigen Mann zurück. Möchtest du warten bis er dich halb tot geprügelt hat oder bis mal das Kind in die Schusslinie gerät? Ich möchte ihm jetzt nicht unterstellen ,dass er es zwingend auch auf eure Tochter abgesehen hat, aber ein betrunkener Psychopath ist unberechenbar.

        Mir stellen sich wirklich sämtliche Haare auf, wenn ich mir vorstelle, wie es bei euch zugeht und was das Kind alles miterleben muss. Schreinerei, 'Gewalt, einen betrunkenen Vater, eisige Gefühlskälte................ Wenn du das noch länger durchhältst, dann ist das deine Sache und du darfst auch noch länger darüber grübeln, warum du das mitmacht und warum du den Absprung nicht schaffst.
        Aber sollte irgendwann die Kita oder die Schule des Kindes auch nur einen Hauch davon mitbekommen, was bei euch los ist - vielleicht weil die Kleine schon Schaden genommen hat (und glaub mir, ich kenne solche Kinder aus der Schule und wir wissen, was da zuhause los ist und die Sozialarbeiter sind da Gott sei Dank SEHR engagiert!!!!!!), dann habt ihr Ruckzuck das Jugendamt vor der Tür (was ja erstmal eine positive und vernünftige Maßnahme ist). Und so wie dein Mann sich hier darstellt, wird er sich das nicht tatenlos gefallen lassen und seine Wut wahrscheinlich an dir auslassen. Es wäre nicht verwunderlich, wenn man das Kind dann - zumindest vorübergehend - aus der Familie nimmt bis die Basis geklärt ist und das Kind wieder in sicherer, kindgerechter Umgebung (habe ich auch schon ausreichend oft miterlebt).

        Möchtest du das eurem Kind zumuten? Ich glaube nicht.

        Wenn er die Hand gegen dich erhebt, dann ruf SOFORT die Polizei - 110. Die werden ihn mitnehmen und kurzzeitig der Wohnung verweisen.

        Du kannst dich an eine Frauenberatungsstelle wenden. Findest du im Internet. Da kannst du auch anonym hingehen. Die interessiert erstmal kein Name und keine Herkunft.

        Du kannst in ein Frauenhaus gehen und dich dort in Sicherheit begeben. Natürlich MIT dem Kind.

        Du kannst den Weißen Ring kontaktieren. Die helfen und unterstützen auch bei häuslicher Gewalt
        http://weisser-ring.de/hilfe/onlineberatung/ansprechpartner-in-akuten-not-und-krisensituationen

        Man kann dort auch 24 Std. täglich anrufen.

        Mich wundert es, dass bei eurer Schreierei nicht schon die Nachbarn aktiv geworden sind.

        Kopiert dir Gehaltsnachweise deines Mannes, den letzten Steuerbescheid vom FA, Versicherungen und Kapitalnachweise - HEIMLICH versteht sich und deponieren es bei Freunden oder Familie.

        Und REDE mit Freunden und Familie. Erschreckend dass du dich niemandem anvertrauen kannst. Warum ist das so??????

        Egal wofür du dich entscheidet - Aber TU WAS- und zwar schnell!!!!!

        • Wenn ich dann sage, dass ich das nicht in Ordnung finde, dann wird er ausfallend, hält mir vor er würde ja arbeiten gehen und hätte deshalb das Recht, auch mal einen trinken zu gehen und Dampf abzulassen. Das ist ja auch gar nicht das Problem, soll er von mir aus gerne machen, ich WILL ja sogar, dass er seine Auszeiten hat und um die Häuser zieht oder was auch immer für sich selbst tut, ist ja nur verständlich.
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          Hab ich vergessen zu fragen:

          Kennst du das so von zuhause? Einen Mann, der am WE um die Häuser zieht und sich besäuft? Mal unabhängig von der Uhrzeit des Heimkommens, finden sicher die meisten Menschen das in der Regelmäßigkeit nicht normal. Weder um Mitternacht, noch um 4 Uhr besoffen nach Hause zu kommen. Und schon gar nicht, wenn man am nächsten Tag arbeiten muss. Was hat er denn für komische Freunde, die da mitmachen können?

          Er setzt sich mit gehörigem Restalkohol morgens womöglich noch ins Auto und fährt durch den Berufsverkehr. Wenn er dabei mal ein Schulkind mitnimmt, dann gute Nacht.

          Erstaunlich dass die Kollegen sein Verhalten auch noch decken. Die Berufsgenossenschaft, die für Wege- und Betriebsunfälle haftet, sähe das ganz anders. Die Wahrscheinlichkeit, das jemand wegen Trunkenheit vom Schreibtischstuhl fällt, ist eher gering. Aber der Chef müsste so einen AN nach Hause schicken zum Ausnüchtern.

          Da hängt also noch eine Menge mehr dran an seiner Trunksucht..........

          • Hallo

            Mein Nachbar wurde heute genau deshalb von der Polizei besucht. Auch schon öfters wegen suff im Straßenverkehr aufgefallen. Gottseidank keine Frau und Kinder.

            Das er wegen trinken dran ist weiß ich weil er das lautstark draussen mit seiner Mutter ausdiskutiert hat.

            Meine jüngste kommt dieses jahr zur schule und wir üben ab und an jetzt schon den weg und wenn ich daran denke das es Menschen gibt die so wenig geschlafen haben und restalkohol dann wird mir schlecht. Schon schlimm genug das Leute nicht parken können oder auf Kinder Rücksicht nehmen. Und dann noch betrunken.

            @posterin : Seh bitte zu das ihr da heil rauskommt. Das geht garnicht.

            Klar gibt es nal Streit das ist normal aber nicht so.
            Lg

      Dein Thread stellt meine Ehe dar, bloß dass es bei uns nicht ganz so schlimm ist, aber es gibt deutliche Parallelen.
      Meine Tochter ist schon 12 und signalisiert mir ganz klar, dass sie die Streitereien und das Verhalten ihres Vaters mir gegenüber nicht mehr aushält.
      Ich hätte mich schon vor Jahren trennen müssen, habe mich aber immer an den Zeiten festgehalten, in denen wir einen normalen Umgang miteinander hatten.
      Jetzt ist das Verhältnis allerdings so erkaltet bzw. es ist vorher dermaßen eskaliert, dass ich den festen Wunsch zur Trennung hege.
      Meine Tochter und ich sehen uns morgen noch eine Wohnung an und haben vorher schon einige besichtigt.
      Ich bin mir sicher, dass mich die Angst vor der Zukunft und die finanzielle Seite gehalten hat.
      Ich denke, Du bist trotz allem noch nicht an dem Punkt, einen klaren Cut zu machen.
      Trotzdem ist das wichtig, vor allem für Deine Tochter (wurde ja oben schon beschrieben).

      (10) 01.04.17 - 19:15

      Du hast diesen Mann nicht verdient!
      Keine Frau verdient "Sowas".

      Psychopathen sind schlechte, gefühlskalte, hoch manipulative Menschen, die sich wie Vampire vom Leid anderer nähren.

      https://erkennepsychopathie.wordpress.com/2012/01/27/wie-erkennt-man-dass-man-sich-in-einer-beziehung-mit-einem-psychopathen-befindet/

      Viel Kraft!

      Ich habe deinen gesamten Text gelesen und versuche relativ knapp zu antworten

      Ja, du musst dich trennen. So bald wie möglich. Auf jeden Fall noch in diesem Jahr. Man hat nur ein Leben und mit so einem Zuhause wird eine Kinderseele sicherlich leiden.

      Ich kann aber auch verstehen, dass du Angst hast dich zu trennen. Auf keinen Fall kannst du es deinem Mann ins Gesicht sagen. Er würde austicken. Glücklicherweise hast du tagsüber Zeit deinen Auszug bis ins Detail zu planen.

      Am Tag des heimlichen Auszugs würde ich deinem Mann auf dem Tisch folgende Dinge hinterlassen:

      - Scheidungspapiere

      - ein kurzes Video, in dem du ihm eine heimlich gefilmte Szene aus eurem Alltag zeigst und ihm erklärst, dass du dir ein glückliches und harmonisches Leben wünschst und dies mit ihm nicht realisierbar ist

      Im Vorfeld musst du dir eben noch einen guten Anwalt besorgen, eventuell eine Seelsorge für dich selbst, eine neue Unterkunft und eventuell Unterstützung durch deine Familie oder Freunde.

      Liebe Grüße und Viel Kraft bei der Umsetzung!

      • Um Himmels Willen! das heimlich Filmen kann aber gehörig nach hinten losgehen! Bei meinem ex wäre ich da echt geliefert gewesen!

        Vorsichtig bei solchen Tipps, wenn man solche Menschen nicht kennt! (Unberechenbar und jähzornig ist ganz übel, erst recht unter Alkoholeinfluss!)

        • Ja. Aber ich sagte doch, sie solle das Video nicht persönlich übergeben, sondern ihm zum Abschied hinterlassen.

          Ich denke es kann Wunder wirken, wenn jemand seine eigenen Wutausbrüche auf Video sieht.

      (14) 02.04.17 - 09:39

      ein kurzes Video, in dem du ihm eine heimlich gefilmte Szene aus eurem Alltag zeigst und ihm erklärst, dass du dir ein glückliches und harmonisches Leben wünschst und dies mit ihm nicht realisierbar ist
      ------

      Was soll denn da drauf sein? Wie er sie schlägt? Welchen Zweck soll das haben? Sie ist ihm keine Rechenschaft schuldig, dass sie geht. Er sieht bisher nicht ein, dass die Schuld bei ihm liegt, da wird ein kleines Filmchen (ich frage mich, wer das aufnehmen soll) wohl kaum was ändern

      Vielleicht irre ich mich, aber Scheidungspapiere gibt es erst nach dem Trennungsjahr. Das Gericht entscheidet, ob eine Härtefallregelung 'Anwendung findet. Warum soll sie sich bei all den Baustellen und dem heimlichen Verschwinden noch mit solchen Details belasten, die auch später noch geklärt werden können, wenn sie in Sicherheit ist?

      • (15) 03.04.17 - 14:00

        Auf dem Video soll eine Alltagsszene sein. Von mir aus Rumgeschreie und Beschimpfungen. Ich bin der Meinung, dass es einen Aha Effekt haben kann, wenn jemand seine eigenen Wutausbrüche auf Video sieht.

        Wenn Scheidungspapiere die falsche Wortwahl waren, dann eben Benachrichtigung über eingereichtes Scheidungsjahr oder wie auch immer die Papiere heißen mögen. Ich glaube die TE weiß, was ich damit meinte.

        Warum gleich alles auf einmal? Weil ich denke, dass die TE danach keinen Fuß mehr in die Wohnung setzen würde.

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