Bergurlaub mit Kleinkindern

    • (1) 03.04.17 - 22:46

      Hallo!
      Unser diesjähriger Sommerurlaub führt uns in die österreichischen Alpen.

      Da wir von Natur aus Bergfexe sind, wollen wir es nun mal in Familie versuchen mit Zwillingen von 4Jahre . Bisher haben wir mit den Kindern lediglich Badeurlaub an der Ostsee gemacht und wollen einfach mal von Euch wissen, wie Ihr Urlaub in den Bergen verbracht habt. Wie habt Ihr die Kinder fortbewegt, wenn sie nicht mehr laufen konnten/ wollten?
      Ich denke da an einen faltbaren Bollerwagen (der UlfBo ist top, jedoch jenseits unserer Budgedgrenze). Vielleicht habt Ihr ja noch ein paar Alternativen dazu?!

      Ich bedanke mich vorab für Eure Antworten!

      LG,
      motschegiebschen

      • Hallo!
        Kommt drauf an, was ihr für Touren plant.
        Wir haben zwar nur eine Tochter, aber mit 4 ist die schon ohne irgendwelche Transportmittel mit uns auf dem Berg gewesen. Allerdings sind wir auch sonst viel zu Fuss unterwegs. Bollerwagen o.ä. wäre auf unseren Bergtouren nicht gegangen. Kurze Ausruhphasen gabs auf der Schulter von Papa oder Mama. Ausserdem gibts doch überall Bänke, auf denen man Rast machen kann. Wir mussten unsere nur mit kleinen "Aufgaben" bei Laune halten. Aber da ist ja jedes Kind anders.
        Ich würde einfach am Anfang nur kurze Touren gehen. Wenns mit Bollerwagen sein soll, brauchst Du ja "kinderwagentaugliche" Wanderwege.
        Ich würde mich vorab am Urlaubsort (Hotel ist Tourist-Info) über die Möglichkeiten informieren. Die haben immer erprobte Vorschläge parat.

        hallo,
        4(!)jährige würde ich gar nicht fortbewegen, sofern sie gesunde beine haben. passt eure strecken einfach so an, dass alle familienmitglieder spaß haben und sie bewerkstelligen können, picknick mitnehmen, vielleicht einen ball, ein buch zum vorlesen/relaxen - und dann vielleicht mit 4-5 km anfangen (je nach kondition deiner kids).
        toll ist auch ein kleines büchlein zur pflanzen- und tierbestimmung, da wird sich am wegesrand viel neues finden lassen. oder zwei kinderschnitzmesser, um sich in der pause unter erwachsenenaufsicht und nach anleitung einen wanderstock schnitzen zu können.
        vg & viel spaß

        (4) 04.04.17 - 07:24

        Die können ganz gut selber laufen. Wir hatten noch nie Fahrgeräte für eins unserer Kinder mit ab 3 Jahren. Die können alle laufen. Picknick einpacken für schöne Pausen. In den Bergen und Wäldern gibt es genug zu gucken. Und falls die Kinder doch mal jammern lässt man sich Spielchen einfallen. Selbst meine Kleinste (3) schafft zu Fuß weite Wege.

      • Also Bollerwagen und Berge schließt sich in meinen Augen komplett aus. Ich treffe immer wieder irgendwelche Touris, die mit seltsamen Gefährten durch die Berge ziehen. Kaum ist der Weg keine ganz breite Forststraße mehr, hebt einer vorne, der andere hinten, irgendwie ziehen sie dann noch das KInd mit, besonders lustig, wenn Stelle gerade steil , felsig oder/und rutschig ist...nein, lasst das.

        Entweder wählt ihr nur Strecken, die auch 4jährige schaffen oder ihr tragt sie. Wir hatten erst immer eine ordentlich Kraxe dabei, damit kann man auch schwerere Kinder ganz gut tragen. Als die KInder dann größer waren, hat sie sich mein Mann zwischendrin ganz einfach auf die Schultern gesetzt. Allerdings haben wir keine Zwillinge.

        Eigentlich gibt es an allen Orten ausgewiesene Familienrouten, da benötigt man kein Gefährt. Lauft ihr zu Hause auch viel? Sind die Kinder Spaziergänge gewöhnt? Dann stellt das kein Problem dar. :-)

      • Guten Morgen,

        vorweg, wenn ihr nicht geplant habt, richtige Klettersteigtouren zu machen, sind die österreichischen Berge wirklich sowas von kindertauglich, da gibt es Spielplätze und Erlebniswanderwege und Bergbahnen, die wirklich bis kurz vor knapp der Bergspitze halten.

        Wir haben zwar nur eins, aber das war komplett lauffaul, wir hatten, bis sie vier war, immer die Manduca mit. So konnte selbst ich sie bequem tragen und auch mal anspruchsvollere Wege gehen.

        Das war auch das Gute, wir konnten sie entspannt an lange Laufstrecken gewöhnen und nun geht sie problemlos auf Halbtageswandertouren mit.

        Einen Bollerwagen würde ich nicht empfehlen, mit Kraxenerfahrung kann ich nicht dienen, aber mir kommen diese auch sehr sperrig vor.

        VG midnatsol

        • Ach ja, Motivationsmittel: Eis funktioniert immer, so als Zwischenstopp oder am Ende der Tour.

          Ansonsten: entspannt sein. Kleine Becherlupen mitnehmen, einen kleinen robusten Fotoapparat, damit sie auch Bilder machen können und wie schon empfohlen, Schnitzmesser.

      Hallo,

      wir sind mit beiden Kindern jedes Jahr im Herbst nach Österreich gefahren da waren sie 1 und 4 Jahre alt. Wir hatten EINEN ganz einfachen Buggy mit und der kam mit auf die Berge. Wir sind immer mit den Seilbahnen raufgefahren und dann zu Fuß die Berge runtergelufen, teilweise bis zu 7 Std. Papa und Opa hatten Rucksäcke dabei mit Proviant und zur Not wurde der Buggy auch mal quer in den Rucksack geklemmt. Das einzige wo wir wirklich drauf geachtet haben bei den Kindern UND auch bei uns war festes Schuhwerk welches bis über die Knöchel ging und Regen-/ Windfeste Jacken in Knallfarbe. Da wurde auch an den Bergstationen immer zuerst drauf geschaut wenn wir nach dem Weg nach unten gefragt haben. Die Kinder sind immer super mitgelaufen, es wurden ausreichen Pausen gemacht und zwischendrin wurden die Füße auch mal in einen kleinen Bergbach gehalten..... Unsere kleine Tochter hat nach: Mama, Papa, Oma und Opa dort ihr nächstes Wort gelernt: Jause machen! DAS fanden sie toll und so sind wir immer irgendwo auf dem Weg nach unten auf einer Alm eingekehrt. Das waren unsere schönsten Urlaube und es wird immernoch davon erzählt.

      LG

      Also in meinen Augen sind 4 jährige schon längst keine Kleinkinder mehr und ich würde sie auch einfach laufen lassen. Sie haben ja 2 gesunde Beine, hoffe ich. Zur aller größten Not nimmt halt der Papa mal den einen für ein paar Minuten auf die Schultern oder man macht einfach mal ne Pause. Dort sind überall so viele Wasserfälle und Bäche, wo die Kinder prima spielen können.

      Wir waren letztes Jahr in Österreich im Hochgebirge, kurz nach dem 2. Geburtstag meiner kleinen Tochter. Die ist dann einige Strecken selbst gelaufen und wenn sie nicht mehr konnte, haben wir eine Deuter Kindertrage genutzt.

      Das würde ich aber bei 4 jährigen ganz bestimmt nicht mehr machen.
      Man sucht sich ja mit kleinen Kindern eh leichtere Strecken aus und klettert nicht den Großglockner hoch. ;-)

      Hallo,

      wir fahren oft an den Chiemsee, das ist im Alpenvorland. Unsere Kinder sind schon immer begeisterte Wanderer.

      Unseren Bollerwagen haben wir oft für Ausflüge genutzt als die Kinder kleiner waren, da waren dann eher Zoobesuche oder etwas in der Art. Zum Wandern nie, denn die Wege sind oft schmal oder von Wurzeln durchzogen. Da wird das Ziehen schwer und lästig.

      Wir Erwachsenen haben immer Rucksäcke dabei. Darin sind Brotzeit und Getränke, auch immer etwas Süßes wie Kekse, Müsliriegel mit Schoko oder Gummibärchen. Ich packe auch immer ein kleines Handtuch und dünne Ersatzsachen ein, falls mal ein Kind in einem Bach landet oder es warm wird ;-)

      Unsere Touren sind auf unser Können angepasst. Wir nutzen Karten und Broschüren aus Fremdenverkehrsämtern, wo auch die Schwierigkeit der Tour bewertet wird. Damit sind wir bisher gut gefahren. Nur bei den Zeiten können wir nicht mithalten, wir brauchen immer länger, weil wir öfter mal Pausen machen und einfach genießen und schauen. Wenn wir merken, dass die Kinder müde werden, wird gerastet. Immer schon bevor sie nicht mehr können - man muss ja nicht ans Limit gehen.

      Unser größter Motivationshelfer: Wandernadeln erwandern. Darauf stehen unsere Kinder total und sie sind immer so stolz, wenn wir wieder ein Ziel erreicht haben #verliebt

      Viele Grüße,
      lilavogel

      Hi,

      meine Kinder sind Fußkrank, sprich jeder Schritt in den Bergen war zu viel. Da konnte man noch so tolle Märchentouren machen, Wasserwege, etc. aber auf Wandern und lange Spaziergänge hatten sie einfach keine Lust.

      Und im Endeffekt weiss man das auch, wenn es Flachlandtiroler sind, sprich ihr nicht aus den Bergen kommt.

      Ihr kennt Eure Kinder am Besten. Warum wollte ihr wandern?
      Die Berge sind auch ohne wandern schön, da gibt es mit Seilbahnen, etc. tolle Hütten mit Kinderspielplätzen, etc. ohne stundenlanges durch die Berge laufen.

      Und sein wir ehrlich, Zwillinge ist nochmals was anders, denn wenn einer geschoben/getragen wird, will der andere auch.....und das kann dann super anstrengend werden, außer ihr habt nur flache Wege in den Bergen herausgesucht, bergauf zu ziehen #kratz und Bergab ist auch nicht unbedingt besser, geht ganz schön auf die Knie bei Erwachsenen, wenn dann noch der Bollerwagen im Zaun gehalten werden muss.

      https://www.allgaeuer-berghof.de/

      Mitten in den Bergen, tolles Kinderhotel mit Kinderbetreuung und ihr könnt von dort aus super kleine Touren machen. Wir waren von 1-7 Jahren bestimmt 10x mit den Zwillingen dort.

      LG
      LIsa

      • (13) 04.04.17 - 09:37

        Ich hab wandern auch gehaßt, sinfreies Rumlatschen auf´m Berg. Wie öde!
        Ich mußte als Kind auch paar Jahre mit zum Wandern, es war ein Graus, zwar haben meine Eltern wirklich alles gemacht, dass ich Spaß hatte, aber rumlatschen ist kein Spaß.

        Ich wüde nie wieder auf irgendeinem Berg rumlatschen oder irgendwo rumwandern, das ist so ätzend.#nanana

        • (14) 04.04.17 - 10:02

          #rofl
          Wir wohnen in der Nähe von München und gehen nicht wandern.....wir sind halt "Flachläufer" und das aber dann richtig#rofl

          Gute Aussicht kann man auch anderweitig genießen, dafür muss ich nicht mit 100 Anderen im Konvoy hoch und runter latschen. Still sind die Berge nämlich auch nicht mehr#schwitz

          LG
          Lisa

        Hehe, ja, das passiert, wenn man nur langweilige Touren "latscht"! ;-) Wir "wandern" nur Touren, wo man zwischendurch auch mal klettern und sich anseilen muss, das ist dann auch sicher nicht mehr langweilig! Am liebsten oberhalb der Baumgrenze und wo keine Bahnen für Flachlandtouristen hoch fahren! #schein

(21) 04.04.17 - 10:29

Vermutlich verstehen wir unter wandern unterschiedliche Dinge. Ein Bollerwagen, ganz gleich wie leicht und wendig, wäre für uns gänzlich ungeeignet. Wandern wird erst da richtig schön, wo man nicht auf Forst- und Wirtschaftswegen unterwegs ist und auch da wird es - zumindest für unseren Sohn - interessant. Zudem ist das Hochziehen des Wagens vielleicht nur anstrengend, beim Abstieg wird es aber sogar gefährlich.
Mit einem und zwei Jahren hatten wir praktisch immer eine Kraxe dabei. Mit drei Jahren war die Kraxe zunächst für den Notfall dabei und eigentlich sollte unser Sohn schon angemessene Stücke selber laufen. Aber die Option "Kraxe" war für ihn dann doch zu verlockend, sodass wir dann die Kraxe zuhause gelassen haben und eben die Strecken, was Länge und Schwierigkeit angeht, kindgerecht gewählt haben. Man schafft dann nicht mehr soviel, aber mit ein paar Tricks kam man dennoch "hoch hinaus". Eher nicht unsere Art, mit Kind durchaus legitim, per Sessellift schon längere Strecken zurückzulegen. Ebenso kann man oft mit dem Auto noch eine Alm weiter fahren, um sich das ewige Laufen über Forstwege durch den Wald zu ersparen, was oft langweilig und anstrengend ist.

Mit vier sind sie ja auch nicht mehr wirklich Kleinkinder und sollten schon eine gewisse Kondition und Trittsicherheit haben. Mein Sohn fing damals an, gerade bergauf ein Tempo vorzulegen, was uns nicht so leicht fiel.
Du hast ja bereits viele gute Tipps erhalten, wie du die Kinder bei Laune halten kannst. Was bei uns nach wie vor auch wirkt, ist es, unseren Sohn an ungefährlichen Stellen ein wenig vorlaufen zu lassen und ihn die Wegmarkierungen suchen zu lassen. Außerdem gibt es auch in den Bergen viele Geochaches. Diese "Schatzsuche" ist zwar nicht geeignet, um lange Strecken zu schaffen, aber sie macht uns und unserem Sohn gerade in unwegsamen Gelände viel Spaß.
Eis zieht immer - stimmt! Aber denke daran, dass es nicht auf jeder Alm Eis gibt, die intetessanteren haben oft kein Strom, dafür aber Almdudler und oft auch Kaiserschmarren. Und allein das Plumpsklo auf der Alm ist für Kinder schon ein tolles Erlebnis.

Noch ein Tipp: Kärnten ist klasse, um Wander- und Badeurlaub zu kombinieren. Dort, wie wohl auch sonst überall, findest du auch schöne gut ausgebaute und thematisch interessant Familienwanderwege.

  • (22) 04.04.17 - 10:31

    Ach ja, Profis sind wir auch nicht, selbst Flachlandtiroler wäre übertrieben. Wir haben nur im Urlaub Berge, wohnen da, wo es wohl so flach ist, wie sonst nirgends, nämlich gewissermaßen hinterm Deich.

Wir waren letztes Jahr am Achensee wandern bzw. haben es versucht.

Unser Zwerg war da erst 15 Monate und lief zwar schon gut, aber saß auch viel im Kiwa. Daher gingen nur gut ausgebaute Forstwege und da fing das Problem dann schon an. Alles was uns gefiel ging nicht, weil irgendwann ein schöner Weg durch den Wald kam, durchzogen mit Wurzeln etc. Keine Chance mit Kiwa oder auch Bollerwagen.

Also sind wir die Fahrstraßen hochgewandert. Und ich kann dir sagen, das ist mit Kinderwagen eine Tortur. Wenn dann das Kind noch drinsitzt, boah wir waren so fertig nach 3 Stunden wie sonst nach unseren 7 Stunden Wanderungen. #rofl

Selbst mein Mann war wirklich fertig und der hat noch mal deutlich mehr Kondition als ich.

Also Spaß war das nicht. Daher geht es dieses Jahr an den Strand. :-)

Mit 4 Jahren sollten sie aber schon mehr laufen können und dann denke ich könnte das auch klappen. Allerdings ohne Bollerwagen aus eben oben genannten Gründen. Denn auch die familienfreundlichen Wege sind steil und der Wagen muss da hochgezogen werden.

Witzig, ich hatte die gleiche Situation mit meinen Söhnen ,als die 4 waren.

Urlaub in Bayern. Wir sind gewandert - Problemlos. Der aufstieg zum "Großen Arber" - ca. 1.682 H.M. haben die beiden ohne zu murren gemeistert. Im Gegenteil, die waren fitter, als ich. Wärend ich japsend zwischenstopps auf div. Baumwurzeln einlegen musste, sind die munter weiter - kamen zurück...um mir zu helfen! Die wollten mich hochziehen!

Also, an Bollerwagen oder ähnliches, haben wir nie gedacht.

Gruss
agostea

  • (25) 04.04.17 - 14:35

    Genau - so war es bei uns auch.

    Ferien in Garmisch vor 2 Jahren. Das kleine Kind war noch nicht ganz 4, ist gelaufen wie ein Weltmeister. Ganz ab und zu wollte sie mal auf den Schultern getragen werden, aber echt wenig.

    Wir hatten tatsächlich für den Ernstfall noch ihre alte Babytrage dabei (da das Kind echt ein Floh war/ist, wäre das eine Möglichkeit gewesen), aber nein.

    Mal gucken, wie es dieses Jahr aussieht.

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