Vater hat Hochzeit verdorben

    • (1) 07.04.17 - 15:15

      Hallo zusammen.

      Ich wollte mir einige Meinungen zu dem Verhalten meines Vaters einholen da ich merke dass es mich immer noch beschäftigt.

      Letztes Jahr im Sommer habe ich meinen Freund geheiratet mit dem ich schon seit Teeniealter zusammen bin. Waren vorher 10 Jahre zusammen.

      Die Hochzeit war eigentlich wunderschön und es steckte viel Schweiß Blut ( ja auch das ?)und Tränen in den Vorbereitungen. Wir haben alles selbstgemacht von Wiese säubern bis Dekoration Musik Essen Seebeleuchtung einfach alles.

      Mein Vater ist ein Recht egoistisch veranlagter aber auch ein zugleich wundervoller Mensch.

      Als er von der Hochzeit erfuhr hatte er leider nur ein "er hasst solche Veranstaltungen wo er lange sitzen muss"
      Übrig. Auch wenn er dabei gelacht hatte hat es mich irgendwie verletzt.

      Auch an der Hochzeit war er sehr zurückhaltend hatte viel getrunken und war wohl unbegründet eifersüchtig weil meine Mutter viel Spaß hatte auch mit anderen Männern geredet hatte.

      Er stand viel abseits wollte nicht tanzen usw.
      Irgendwann kam meine Mutter zu mir weinend. Mein Vater wollte wohl schon nach Hause meine Mutter nicht. Dann war er sauer und ist besoffen mit seinem Auto weggefahren.
      Ich muss dazu sagen dass mein Vater eine scheiß Zeit mit Alkohol und Depressionen hinter sich hat und er einen Suizidversuch hinter sich hatte den ich als Kind aufgefangen hatte.
      Ich habe dann Erinnerungen an damals Panik bekommen und kurz zum Weinen und Verzweifeln abgehauen um mich zu sammeln.
      Kurze Zeit bzw eine gefühlte Ewigkeit später kam er wieder. Hat meine Mutter angeschrien dass er so nicht mit sich umgehend lässt. Dann kam er zu mir pöbelte mich an ich soll das Heulen aufhören er hatte gesagt er mag solche Veranstaltungen nicht. Ich bat ihn mich einfach in Ruhe zu lassen das stichelte ihn noch mehr an.

      Irgendwann sind sie heim gefahren. Meiner Mutter war es unheimlich peinlich ich war einfach fertig mit der Welt.

      Habe danach 2 Monate keinen Kontakt gehabt. Außer das ich ihm eine SMS schrieb mit der Bitte dass er nie wieder betrunken Auto fahren solle weil ich mir Sorgen mache.
      Er antwortete nur ich soll ihm gefälligst nicht vorschreiben was er zu tun oder zu lassen hat.

      Nun kann ich kaum normalen Kontakt zu ihm aufnehmen haben aber Kontakt.
      Er hat sich bis heute nicht entschuldigt.

      Hat jmd ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir helfen wie ich normal mit ihm umgehen kann?

      Danke

      • Warum willst Du zu so einem Vater überhaupt Kontakt haben? Die SMS nach 2 Monaten, völlig daneben und wofür?

        Er terrorisiert Dich seit deiner Kindheit, die Erinnerung an deine eigene Hochzeit wird mit seinem Auftritt überschattet den er bis heute ignoriert und es nicht für nötig hält sich zu entschuldigen. Du hast einen narzisstischen Vater, google mal ich bin sicher Du wirst schnell erleuchtet.

        Deine Mutter scheint zudem auch nicht sonderlich hilfreich zu sein, wenn sie auf deiner Hochzeit heulend zu Dir kommt, um ihr derzeitiges Problem mit ihrem Mann zu besprechen und Dich zu involvieren anstatt zu versuchen es von Dir fernzuhalten, wenigstens an diesem Tag!

        Insgesamt keine Familie mit der man viel Zeit verbringen möchte!

        Konzentriere Dich auf deine eigene frisch gegründete Familie und mein Rat so wenig Umgang wie möglich zu deinen Eltern mindestens zu deinem Vater.

        Alles Gute

        • Kontakt abbrechen kommt für mich nicht in Frage. Ich fühle mich verpflichtet mich um meine Eltern zu Sorgen.
          Meine Mutter konnte nicht anders als mich zu involvieren da mein Vater ja offensichtlich weg war.

          Danke für deine Zeit.

            • (5) 07.04.17 - 16:51

              Ich hätte eigentlich gerne Tipps für das weitere Zusammenleben gewünscht.

              Oder mich über ein Erfahrungsaustausch gefreut.

              • Bei Narzissmus in der Familie gibt es nur einen wirklichen Rat und den wirst Du auch von jedem Psychologen erhalten...

                Kontakt komplett abbrechen, um sich selbst zu schützen.

                Da Du aber selbst sagst Dich verpflichtet zu fühlen, ist Pflucht etwas was man mit der Liebe zu seinen Eltern verbinden sollte?, bist Du noch lange nicht so weit dein eigenes Wohl über das deines Vaters zu stellen.

                Ich wünsche Dir das Du das irgendwann erkennen kannst und nicht erst dann, wenn er Euch so schlimm drangsaliert, das so gar nichts mehr geht!

          Genau Du fühlst Dich verpflichtet - dein Vater hat Dich gut im Griff!

          Deine Mutter hätte nicht zu Dir kommen müssen, nur weil dein Vater weg war... Was hättest Du als Braut, auf der an diesem einen Tag alle Augen gerichtet sind, denn tun sollen? Hinterherjagen?

          Deine Mutter trifft genau wie dein Vater falsche Entscheidungen nur das dein Vater dabei böswillig ist und deine Mutter es durch ihren erdrückenden Mann nicht anders "gelernt" hat.

          Sehr schade für Dich, aber dein persönlicher Leidensdruck scheint noch nicht groß genug zu sein, um zu erkennen das Kontakt, gerade zu deinem Vater, Dir mehr schadet als hilft!

          Ich hoffe die Erkenntniss kommt spätestens, wenn Du Kinder hast!

          "Kontakt abbrechen kommt für mich nicht in Frage. Ich fühle mich verpflichtet mich um meine Eltern zu Sorgen."

          Warum?

          Meine Mutter hat sich an unserer kirchlichen Hochzeit auch völlig daneben benommen. nicht so laut und auffällig wie dein Vater, aber dennoch vollkommen indiskutabel. Wir hatten vorher schon ein schwieriges, wenig liebevolles Verhältnis. Wie dein Vater hat sie durchaus narzissistische Züge. Auf unserer Hochzeit stand sie a) nicht im Mittelpunkt, b) war sie total unsicher wegen der vielen unbekannten Menschen und c) ging ihr wohl auf einmal auf, dass ich gar nicht so lebensuntüchtig bin und war wie sie es gern gehabt hätte. Sie hat als erste die Feier verlassen, was ich damals einfach nur seltsam fand.

          Nett wie ich war, schickte ich ihr irgendwann hinterher ein kleines Fotoalbum und eine Danksagung. Ihre Reaktion: Null.

          Monate später -als wir schon lange weit weg gezogen waren- bekam ich einen Brief von ihr. Vorwurfsvoll und voller Selbstmitleid. Da ist mir endgültig der Faden geplatzt. Seitdem haben wir gar keinen Kontakt mehr.

          Ich denke, dass kein Kind dafür verantwortlich sein sollte, sich um die Eltern zu sorgen. Und wenn sie es trotzdem tun wollen, dann hoffentlich nur, weil Eltern ihren Job vorher gut gemacht haben. Als Elternteil darf ich mir von meinen Kinder was wünschen, erwarten darf ich es nicht. Außerdem muss ich es mir erarbeiten und kann nicht davon ausgehen, dass das Sorgen etwas Selbstverständliches sein wird.

          Deshalb kann auch dir nur raten, auf Distanz zu gehen. Kontaktabbruch muss ja nicht gleich sein, aber du solltest dich schon von deinen Wünschen und Vorstellungen, dass Eltern automatisch ihre Kinder über alles lieben, verabschieden. Ist nicht so. Ich verstehe meine Mutter, ich weiß genau, warum was bei ihr so abgeht. Deshalb bin ich nicht mehr wütend, sondern empfinde eher Mitleid. Nur ändern kann ich es und sie nicht und irgendwann musste ich mich selbst retten. Ich bin sehr froh, dass ich mich nicht kümmern muss, weil sie sich auch nie gekümmert hat. Fertig.

          Deine Mutter hätte schon anders gekonnt. Sie ist die Ältere, sie hat deinen Vater geheiratet, sie muss in Krisensituationen mit ihm zuallererst umgehen. Das ist nicht deine Aufgabe. Schon gar nicht während deiner eigenen Hochzeit. Deine Eltern kreisen nur um sich, du hast da wenig Platz. Merkst du das?

          LG

          • Ich habe in meiner Kindheit viel Liebe und Fürsorge erhalten.

            Möchte mal behaupten das Gefühl von Fürsorge auch deswegen zu empfinden.
            Es tut mir sehr leid wegen deiner Mutter. Finde es gut für dich den Kontakt abgebrochen zu haben und auch mutig.

            Ich hoffe du bereust es mal nicht.

            • (10) 07.04.17 - 19:51

              "Ich habe in meiner Kindheit viel Liebe und Fürsorge erhalten"

              Genau dieses verklärte Bild und schön reden ist typisch für Kinder von Narzissten. Leider.

              Lies Dich mal in das Thema ein, ich bin mir ganz sicher Du wirst ganz viel, wenn nicht sogar alles selbst von Dir erkennen.

              (11) 07.04.17 - 19:59

              Nein, ich bereue es ganz sicher nicht. Ich habe sie seit 16 Jahren nicht gesehen und nichts von ihr gehört. Sie wird sicher wissen, dass wir zwei Kinder haben, hat aber nie versucht sich zu melden. Keine Ahnung, wie ich dann reagiert hätte, aber da kam nie was.

              Ich glaube, es geht uns beiden besser so. Der Kontaktabbruch hatte nichts mit Mut zu tun. Das war reiner Selbstschutz.

              So, wie dein Vater jetzt mit dir umgeht, hat es wenig mit Liebe und Fürsorge zu tun. Noch weniger mit Anerkennung deiner bisherigen Lebensleistung.Möglicherweise war er nicht immer so, vielleicht steckt was Krankhaftes dahinter und es macht Sinn, dass du ihn unterstützt -wie auch immer.

              Trotzdem solltest du zumindest innerlich auf Distanz gehen. Der Vorschlag mit einer Therapie ist nicht verkehrt. Die könnte dir helfen, alles mal von außen zu betrachten und dir eine Strategie zu überlegen, damit du nicht mehr so verletzlich und angreifbar bist.

        (12) 07.04.17 - 18:08

        Hallo!

        Ich rate dir zu einer Therapie. Ich kann mich nun damit nach und nach aus der kranken Abhängigkeit lösen. Hätte ich vor 5 Jahren auch noch anders bewertet. Du musst lernen, dass du weder Schuld noch Pflicht hast. Man macht es gerne, wenn ein schönes Miteinander herrscht. Das hat aber nichts mit Pflicht zu tun. Dafür müssen Eltern aber erst mal geben und lieben. Du wurdest stattdessen schon als Kind in die Verantwortung bei deinem Vater gezogen wegen seinem Suizidversuch und bist bis heute in der Verpflichtung geblieben. Das ist nicht gesund.

        Ich wünschte mir, ich hätte das Theater vor unseren Kindern erkannt. Nun arbeite ich alles als dreifache Mutter auf, was nicht einfacher wird, weil man sich ständig fragt, wie man sich fühlen würde, wenn man von seinem Kind so und so behandelt würde. ABER ich habe bereits gelernt, dass ich das nicht werde, weil ich nämlich anders als meine Mutter bin und die Fehler nicht wiederhole. Das aber nur nebenbei.

        Ja, wenn du es irgendwann selbst erkennst, wirst du daran arbeiten können. Vorher kann man das noch so oft raten. Selbst meinem Mann glaubte ich nicht als er immer wieder ansprach, dass das verhältnis zwischen meiner Mutter und mir konisch ist und ich mit gut überlegen soll, was ich mir bieten lasse und was nicht...

        Ich wünsche dir auf deinem weiteren Weg alles Gute

        Liebe Grüße

        Ninly

Hallo!

Eigentlich kann man Dir nur zur Therapie raten, um Dich aus derart destruktiven Familienstrukturen zu befreien.

Dein Vater ist ein Narzisst, der nicht mal an einem einzigen Tag sich zurück halten kann. Er hat von Anfang an beschlossen, die Hochzeit doof zu finden, ab dem Moment als ihr gesagt habt, dass ihr Heiraten wollt. Keine Freunde, keine Gratulation, nein, Dein Vater sieht sich als wichtigsten Menschen und mag solche Veranstaltungen nicht.

Offenbar ist das für Dich so sehr "normal" dass Du ihn trotzdem eingeladen hast, statt zu sagen, wenn er es so sieht kann er gerne zu Hause bleiben.

Deine Mutter ist das wohl auch gewohnt und besucht selten Veranstaltungen, auf denen sie viel Spaß hat, Dein vater aber alles daran setzt, ihr den Abend zu verderben. Daher hat sie keine Strategien, um mit dem Umzugehen, sondern rennt wie ein Kleinkind zu Dir, damit wieder mal Du die Familie rettest, wie damals schon als Kind.

Das ist viel zu viel Verantwortung für Dich und Du hast ja sowieso nichts tun können. Eigentlich wäre das beste gewesen, wenn Deine Mutter die Klappe gehalten hätte, und als Dein vater wieder auf der Feier aufgetaucht ist ihn sofort raus zerren, bevor er eine Szene macht.

Statt dessen wirst Du während Deiner Hochzeit in die Krise einbezogen, den Krach zwischen deinen Eltern. Deine Mutter hätte auch alleine auf der Polizei anrufen können und sagen, sie sollen nach diesem und jenem Auto mit dem Kennzeichen schauen in dem Stadtteil, ihr Mann wäre betrunken los gefahren. Das wäre letzten Endes das gescheiteste gewesen in Sachen Fahren unter Alkohol - ohne Lappen kann er das nämlich nicht mehr.

Und Du steckst immer noch so tief in dieser Rolle als Familienretterin, die man Dir schon als Kind auferlegt hat, dass Du erst mal Deinen frisch angetrauten Mann stehen lässt, um Dich zu sammeln und heulend im Streit Deiner Eltern zu vermitteln.

Sorry, aber Dein Mann tut mir echt leid, auf der eigenen Hochzeit stehen gelassen werden, weil Du altbekannte Kindheitskonflikte austrägst.

Das war doch sicher nicht das erste Mal, oder?

- Dein Vater verhält sich wie der letzte Arsch
- Deine Mutter rennt damit zu Dir und heult sich aus, wie arschig Dein Vater war
- Du gerätst zwischen die Fronten und sollst vermitteln
- Du hälst Deinen Vater davon ab mist zu machen
- Du tröstest Deine Mutter

Wenn Du wirklich lernen willst, damit umzugehen, dann mach eine Therapie. Du merkst doch, wie sehr Dich das alles belastet. Du hast als Kind viel zu viel mitbekommen und steckst immer noch in der Rolle fest. Und es wird immer wieder Gelegenheiten geben, bei denen Dein Vater eine Gelegenheit sieht, so ein maximales Drama abzuziehen.

Sorry, aber der klingt echt nach Horror.

  • Mein Mann war mit feiern beschäftigt. Der hat das gar nicht mitbekommen am Anfang. Es war eine Hochzeit mit 120 Gästen da waren wir nicht ständig zusammen.

    Therapie weiß ich nicht ob es gut wäre wenn alles wieder hochgekocht wird.
    Ich glaube das würde zu lange dauern.

    • (15) 07.04.17 - 20:07

      "Therapie weiß ich nicht ob es gut wäre wenn alles wieder hochgekocht wird.
      Ich glaube das würde zu lange dauern."

      Es geht nicht um WIEDET hochkochen, den es wird weiter köcheln bis dein Vater verstorben ist, weil die Hochzeit nur ein Drama von vielen war und zukünftig sein wird.

      Nur eine Therapie kann Dich auf lange Sicht gesehen retten, nicht selbst vor die Hunde zu gehen.

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