Familie des neuen Partners

    • (1) 25.04.17 - 13:43

      Hallo zusammen,

      seit 7 Jahren bin ich Witwe und habe jetzt einen neuen Partner, nicht gesucht, sondern gefunden.
      Er war beim Kennenlernen erst seit 5 Monaten Witwer und wollte nur Zerstreuung, aber keine neue Partnerschaft. Wir haben uns gesehen und es hat sofort gefunkt. Das ist jetzt 9 Monate her.
      In meiner Familie und meinem Freundeskreis wurde er sofort integriert und ohne Vorbehalte aufgenommen.

      Seine Söhne akzeptieren die neue Beziehung, aber die Tochter weigert sich, eine neue Frau an der Seite des Vaters zu sehen. Die Brüder trauen sich wegen der Schwester nicht, mich zu den Feiern einzuladen.

      Dass wir füreinander da sind, mein Partner versorgt und glücklich ist, wird zur Kenntnis genommen, aber bei offiziellen Terminen sind wir kein Paar. Egal was es ist, er ist alleine eingeladen.

      Vor einigen Tagen war wieder eine Familienfeier, bei der auch Kollegen der Schwiegertochter eingeladen waren. Eine Kollegin hat sich sehr gut mit meinem Partner unterhalten und so hat sie erfahren, dass es mich gibt. Um des lieben Friedens willen und um seine Kinder nicht bloß zu stellen, hat er ihr gesagt, dass ich einen anderen Termin habe und deswegen nicht dabei wäre. Aber ich war nie eingeladen.

      Einerseits kann ich meinen Partner verstehen, aber andererseits tut es auch weh.

      Oder sehe ich das zu eng?

      • Mir würde das auch weh tun! Darf ich fragen wie alt ihr und die Kinder deines Partners sind?

        (3) 25.04.17 - 14:24

        Hallo!

        Das kann ich sehr gut verstehen. Im meiner engeren Familie starb auch die Frau. Man wusste dass sie nicht alt wird, da sie leider an Krebs das zweite Mal erkrankte und es keine Heilung mehr geben wird. Der Witwer lebte dann alleine in seiner Wohnung weiter. Das Paar hatte zusammen drei Töchter. Alter der Mädels als die Mutter verstarb ca. 28, 25 und 22. Wie es sein sollte hatte er später eine Frau kennengelernt in der er sich auch verliebte und umgekehrt natürlich auch. Die beiden jüngeren Mädels hatten kein Problem damit aber die Älteste war richtig gemein. Sie kritisierte alles was ihr Vater mit der neuen Frau machte. Nichts passte. Jetzt nach vielen vielen Jahren, er hat eine neu Partnerin, klappt es ganz gut.

        Vielleicht braucht die Tochter einfach noch einwenig mehr Zeit als die Buben. Wie alt sind die Kinder?

        Ich wünsche dir alles Gute und finde es schön wenn man wieder jemanden an seiner Seite hat.

        Gabi

        (4) 25.04.17 - 15:11

        Hallo!

        Naja, ist nicht einfach für alle. Die Mutter ist noch nicht wirklich lange Tot. Gerade mal über ein Jahr ist die Frau/Mutter nicht mehr da, das ist nichts.

        Jeder verarbeitet das anders und die Tochter hat da einfach mehr Probleme dich zu akzeptieren. Für dich mag was schwer sein, aber ich glaube für die Familie an sich ist das auch nicht einfach. Vielleicht weiss sie auch einfach nicht, wie sie dich zu nehmen haben.

        Ich denke da ist aber auch den Freund gefragt klar Stellung zu beziehen. Er hat aber anscheinend ein Problem damit offen damit umzugehen. Er nimmt zuviel Rücksicht auf seine Kinder......sie sind ja nicht mehr Klein, nehm ich mal an.
        Hast du mal ein offenes Gespräch mit der Tochter gesucht? Das würde ich wohl mal machen.
        Und mit dem Freund würde ich auch mal reden. Das du nicht Eingeladen bist ist eine Sache, aber das er dich dann wohl auch nicht mitnimmt eine Andere. Er weicht der Situation ja auch dauernd aus. DAS würde mich wohl viel mehr stören.

        LG Sonja

        • (5) 26.04.17 - 09:36

          Liebe Sonja,

          herzlichen Dank, es hilft mir sehr viel.

          Ja, er nimmt sehr viel Rücksicht auf seine Kinder, obwohl die es waren, die ihn aufgefordert haben, etwas zu unternehmen. Er war in den ersten Monaten sehr viel bei den Kindern und die wollten einfach wieder ihr eigenes Leben, ist ja auch verständlich.

          Das mit der kurzen Zeit stimmt, aber er ist über 70 und worauf soll er warten?

          Liebe Grüße

          • (6) 26.04.17 - 10:04

            - Das mit der kurzen Zeit stimmt, aber er ist über 70 und worauf soll er warten? -

            Alt sein berechtigt doch nicht zu Pietätlosigkeit. Denn genau als das empfinde ich das.

            Also wenn mein Vater mir gerade mal 5 (fünf!!) Monate nach dem Tod meiner Mutter - mit der er vermutlich an die 20, 30 oder noch mehr Jahre verheiratet war - eine Neue präsentieren würde....Never Ever !!

            Und ich versteh auch nicht, warum manche hier so auf dem Alter der Kinder herumreiten? Ist der Verlust, Kummer, Schmerz denn mit 30 weniger groß, als mit 20 ?
            Es kommt doch wohl eher darauf an wie Innig das Eltern-Kind Verhältnis war.

            Und gerade bei Familienfeiern ist doch die verstorbene Mutter erst recht präsent. Emotional ist das noch bei weitem nicht verarbeitet. Der erste Geburtstag nach Mamas Tod, das erste Weihnachten ohne Sie....Nie im Leben würde ich da die Neue bereits zu Familienfeiern einladen. Ehrlich gesagt wäre ich auch über meinen Vater zutiefst entsetzt.

      Das tut mir leid für euch beide. Ich kann da glaube ich gar keinen wirklichen Rat geben weil ich nie in der Situaation war. Ich würde so als außenstehende dir raten mit deinem Partner zu sprechen das er bzw. ihr seine Tochter einladen tut beispielsweise zum Kaffee. Ihr könnt euch ja vorher auf das Gespräch vorbereiten.

      Ich vermute aus deiner Beschreibung heraus das die junge Frau sehr an ihrer Mutter hing und bewusst/unbewusste emotional Druck ausübt. Erkläre ihr das du nicht den Platz ihrer Mutter einnehmen willst und das dein Partner seine verstorbene Frau nicht verraten oder vergessen hat. Erklärt auch das es kein Plan war von euch einen neuen Partner zu finden. Bei deinem Partner ist es noch recht frisch und wirkt deshalb offenbar nicht positiv. Du hast das schon etwas mehr Zeit gehabt und konntest dich daran gewöhnen. Ihre Mutter ist gestorben und nicht mal ein Jahr tot und der Vater hat eine neue Frau, für seine Tochter ist das schlimm und Sie kann damit wohl noch nicht umgehen.

      Ich würde ihr das wie gesagt erklären das du die Mutter nicht ersetzen kannst/willst und das es nicht geplant war. Das ihr euch bemüht um ein gutes Verhältnis und das die Familie nicht zerbricht. Ich verstehe das du gerne dazu gehören willst auch offiziell. Vielleicht braucht das einfach noch Zeit. Vielleicht schafft ihr es ein gutes Verhältnis zu bekommen und dann langsam dich zu integrieren. Sagt ihr das euch das wichtig ist weil ihr nicht möchtet das die Familie daran zerbricht denn irgendwann muss dein Partner Stellung beziehen. Denn das es plötzlich zu Ende sein kann das wissen wohl alle aber die wenigsten denken darüber nach. #winke

      (8) 25.04.17 - 15:23

      hallo,

      ich verstehe beide seiten. leider hast du nicht dazu geschrieben wie alt ihr alle seid, so könnte man besser auf die situation eingehen. denn ich denke das macht schon einen großen unterscheid.

      ich war 14 als meine vater starb. meine schwester jünger.

      hätte meine mutter einen neuen partner innerhalb des ersten jahres gefunden, ich glaube ich wäre damit nicht klar gekommen. wir brauchten alle das erste jahr um überhaupt zu realisieren was da passiert ist und uns einzuleben in unsere neue familienkonstruktion. man muss sich erst einmal neu finden etc.
      allerdings war ich wie gesagt gerade mal 14 jahre alt.

      mit über 20 würe die welt sicherlich anders aussehen und ich hätte dafür ein anderes verständnis gehabt.
      meine mama hatte eine kurze affäre, aber keinen partner nach etwa 1,5 jahren glaube ich. dann erst einen richtigen partner nach 4 jahren. da war ich dann 18 und ich war sehr froh darüber. der gedanke, dass sie alleine bleibt war unerträglich.

      ich kann mir gut vorstellen, dass es für die tochter deines partner schlicht ihr vostellungsvermögen übertrfft sich eine neue partnerin an der seite des papa bzw. eine neue frau in der fmailie vorzustellen.

      hier ist es allerdings an deinem partner mit hr zu reden und zu vermitteln, dass eine neue partnerin nicht das ende der familie bedeutet.
      denn mit der mutter ist auch die familie bis dato vergangen. wie ich schrieb, muss sich eine familie erst einmal neu wieder finden. dass du da nun auftauchst verkompliziert das natürlich immens.

      gib dem ganzen zeit und rede mit deinem partner darüber. frag ihn, was er darüber denkt und bitte ihn eine lösung zu finden.

      lg

      (9) 25.04.17 - 16:14

      Als meine SM starb, waren mein Mann und seine Schwester Ende 20. Wir haben sie 2 Jahren in Ihrem Kampf begleitet, auch mein SV, obwohl er da schon längst eine Freundin hatte und sich meine SM wg. anhaltender Differenzen eigentlich scheiden lassen wollte. Von der Freundin erfahren haben wir "Kinder" kurz vor Weihnachten, 6 Monate nach dem wir meine SM begraben mussten. Das ist nun fast 20 Jahre her. Die Freundin (ebenfalls Witwe) gibt es noch immer. Er pendelt seit Jahren zwischen Haus und 600 km entferntem Wohnort der Freundin, hin und wieder kommt sie zu Besuch in die Ferienwohnung. Sollte mein SV auf die Idee kommen, sie zu sich ziehen zu lassen, käme es zum endgültigen Zerwürfnis. Sowohl mein Mann als auch seine Schwester tolerieren die Freundin inzwischen, von Akzeptanz sind wir weit entfernt. Die Frau ist freundluch und nett, wir sorgen auch für ihr Wohlergehen, wenn sie zu Besuch ist und wir auch da sind, aber mehr auch nicht. Es hat Jahre gedauert, bis wir mal bei ihm waren, wenn sie auch da war. Das hat sich erst mit den (Enkel-)Kindern etwas entspannt. Warum das so ist? Weil es meinen Mann und seine Schwester zutiefst verletzt hat, das er die Tatsache so unsensibel und vor allem so kurz nach dem Tod der sehr geliebten Mutter verkündet hat, er seinen Kindern und auch seiner Frau jahrelang was vorgemacht hat. Das ist nun bei Euch etwas anders, aber trotzdem verstehe ich die Tochter gut. Für sie ist es vielleicht so wie bei uns eine Art Vertrauensbruch - ist nicht ganz das Richtige Wort, ich hoffe Du verstehst was ich meine. Dein Partner sollte dennoch, sensibel aber unbedingt, mit seiner Tochter sprechen und ihr, anders als mein SV, zu verstehen geben, das auch er trauert, aber deshalb sein eigenes Leben nicht aufgeben kann. Du wirst sicher nichts erzwingen können, aber mit der Zeit wird sich das Verhältnis bestimmt bessern.
      Alles Gute

      (10) 25.04.17 - 16:21

      ....du siehst das nicht zu eng.

      Leider schreibst du nicht, wie alt die Kinder sind. Wenn bei jüngeren Kindern die Mutter erst vor knapp 14 Monate verstorben ist, dann ist das schon krass schnell. Nicht für euch - ich mag es euch beiden von Herzen gönnen - aber für die Kinder und das trauernde Umfeld. Daher hat man früher das "Trauerjahr" eingehalten, bevor man auch nur andeutete, dass es jemand neuen gibt oder sich wieder umsah...

      Für deine Familie, nach 7 Jahren, ist es natürlich eine Freude und alle sind glücklich für dich. Der Abstand war gross genug. Man gönnt es dir.

      Nun rede mit deinem Partner. Wenn seine Kinder selbständig und ausgezogen sind, dann ist da kein Platz für Zurückhaltung. Du bist seine Partnerin. Er soll zu dir stehen und den erwachsenen Kindern signalisieren, dass er an Parties mit dir auftaucht.

      Sind seine Kinder noch jung, dann könntet ihr es schon langsamer angehen. Aber allzu diskret müsst ihr nicht sein. Es ist ein Glück und eine Freude für euch. du musst die Mutter ja nicht ersetzen wollen...

      (11) 25.04.17 - 16:32

      Hi,

      aus dem Freundeskreis kenne ich ein paar Situationen und es ist schwer.
      Für den/die neue/n Partner/in, aber auch für die Kinder.

      Trauer geht oft seltsame Wege bzw. braucht manchmal einfach Zeit. Je nachdem wie eng die Bindung war, wie lange die Verabschiedung war usw. (Bsp. mein Vater war über Jahre schwer krank, Pflegefall und alles, kaum Bindung), da war viel Zeit zum Verbaschieden da. Auch weil er selbst seinen Tod mitgeplant hat, also das danach und so.
      Bei meiner Mutter ging alles ganz schnell. Trotz einiger Krankheiten, war sehr überraschend. Da blieb keine Zeit zum Verabschieden und so. Da ist auch nach vielen Jahren immer noch was "unerledigtes". keine Ahnung, wie ich es beschreiben kann.

      Bei Freunden/Bekannten/Verwandten habe ich es mitbekommen, dass auch Erwachsene Kinder trauern, also sich schwer tun, den Vater/die Mutter mit einem neuen Partner/neuen Partnerin zu sehen. Das tut ihnen weh und sie fühl(t)en sich, als würde der Vater/die Mutter den Vater/die Mutter betrügen. Wie fremd gehen, nur schlimmer, weil das andere Elternteil sich nicht mehr wehren kann.

      Es scheint auch eher erträglicher zu sein, wenn Mutter einen neuen Partner hat, als wenn Vater eine neue Partnerin hat.

      Für manche ist auch das Trauerjahr von einem Jahr sehr wichtig. Auch wenn man das in der Liebe nicht ändern kann.

      Deinen Schmerz verstehe ich auch.

      Vielleicht brauchen sie einfach Zeit.

      Bevor du zu offiziellen Anlässen eingeladen wirst ... (immerhin eine Präsentation in der Öffentlichkeit, ein real machen was vom Gefühl her noch nicht sein "darf", ein "jetzt wissen es die anderen und die Trauerzeit ist offiziell zu Ende, oder auch ein Betrug am anderen Elternteil werden nun auch die anderen sehen)

      ... würde ich erst mal im Kleinen anfangen.
      zu Ausflügen
      so mal kennen lernen
      sie erleben lassen, dass du die Mutter NICHT ersetzen willst
      dass du dich um ihren Vater kümmerst,

      ohne ihnen (den Kindern, egal wie groß/erwachsen sie sind) etwas wegzunehmen. Weder von der Liebe der Mutter, noch ihren Vater
      (die Geschichten der bösen Stiefmutter sind halt doch manchmal unterbewusst da. Geschichten von jungen Frauen, die ältere Männer ausnehmen usw.). Auch wenn es gar nicht im Vordergrund steht, emotional sind manchmal Ängste da, die gar nicht benannt werden können.
      Auch die Angst, dass die Mutter vergessen wird oder die Trauer zu Ende ist (wenn der Partner aufhört zu trauern ....

      gib ihnen die Chance dich kennen zu lernen
      als Mensch!
      erst mal wer du bist, wie du bist usw.
      und dann mit der Zeit auch als die Partnerin des Mannes, der auch ihr Vater ist
      nicht die Partnerin des Vaters, sondern die Partnerin des Mannes, der auch ihr Vater ist (ein kleiner, häufig aber auch wichtiger Unterschied)

      und dann eben inoffizielle Anlässe zu erst

      offizielle Anlässe machen es halt - offiziell (vom Gefühl her :-( )

      Wenn die Kinder nicht beim Vater wohnen, denke ich mal, dass dessen Kinder schon Erwachsen sind.
      Ich denke mal, wenn es seiner Tochter zu schnell ging, wärst nicht nur du der Sündenbock, sondern wäre auch von ihren Vater entäuscht, weil er so schnell danach eine neue Beziehung hat und für eure Mutter nicht lange genug trauert.

      Da ich dich nicht kenne und deshalb nicht darüber urteilen kann, kann ich nur eine allgemeine Vermutung stellen.
      Entweder sieht die Tochter durch eine neue Lebensgefährtin evtl. ihr Erbe gekürzt oder in Gefahr oder du bist einfach nicht ihr Fall.

      Ich finde, wenn die neue Partnerin den Vater gut umsorgt/versorgt und er glücklich ist und sie sich in der Familiie integriert, dazu noch Symphatie ausstrahlt, sollte man dem Vater das Glück können......und froh darüber sein.

      (13) 25.04.17 - 17:43

      Du bist schon länger Witwe, er erst über ein Jahr.
      Hast du selbst Kinder?

      Ich sehe mich als Tochter, wenn mein Vater ein halbes Jahr nach dem Tod meiner Mutter eine neue Frau haben würde. Oh weh, ich würde bittere Tränen weinen. Schließlich haben sie lange Zeit miteinander verbracht.

      Lebt ihr bei dir oder bei ihm oder in einer anderen Wohnung?
      Wenn eine andere Frau in mein Elternhaus einziehen würde, würde es mir das Herz brechen.

      Versteh die Tochter und versucht miteinander klar zu kommen. Sprich mit ihr, aber viel wirst du derzeit wohl nicht erreichen, denn noch ist ihr Schmerz wohl zu groß.

      Du bist schon 7 Jahre verwitwet, Dein Freund gerade mal eines, das ist ein himmelweiter Unterschied für die Familie. Mein Mann ist nun 2 Jahre tot, aber würde ich meiner Familie nun einen neuen Partner präsentieren, wäre das sicher sehr seltsam für sie. Obwohl er nicht mal der leibliche Vater meiner Tochter ist, liebte sie ihn sehr, er führte sie zum Altar, sie war für ihn da, als er schwerkrank wurde......nun plötzlich ein "Neuer"....keine Ahnung, was sie sagen würde. Lass der Familie Zeit, Dein Freund soll Dich mal einzeln zu dieser oder jenem zum Kaffee mitnehmen zum Kennenlernen und dann erst zu grossen Familienfeiern. Du tust Dich leichter, wenn Du dann Vereinzelte schon kennst. Es ist einiges Feingefühl nötig, damit sie Dich nach und nach aufnehmen, über's Knie brechen lässt sich da garnichts. Ein Jahr ist einfach keine Zeit, um den Tod eines lieben Menschen so zu verkraften, dass man offen für eine Nachfolgerin ist. LG Moni

      (15) 25.04.17 - 17:45

      Hallo

      Ich schreibe mal als Tochter. Meine Mutter starb mit 48 Jahren und mein Vater war 50 damals.
      Ich war erwachsen und hatte meine eigene Familie.

      Das ich zu meiner Familie (Eltern wenig Kontakt hatte dann zu meinem Vater gar keinen spielt keine Rolle).

      Wir sind aus einer Kleinstadt und man trifft immer Leute die einem was zutragen.

      Ein Jahr nachdem meine Mutter gestorben war hatte mein Vater eine Freundin. Für mich war es Verrat an meiner Mutter. Ich verachtete meinen Vater und konnte und wollte ihn nicht verstehen. wie konnte er sich eine neue Frau so schnell zulegen?
      Wie es meinen Schwestern ging weiß ich nicht da wir keinen Kontakt hatten.Aber ich denke ähnlich wie mir.
      Ein guter Freund dem ich mein Herz darüber ausschüttete sagte das mein Vater ja auch noch jung sei und naja eben auch ein Mann mit bedürfnissen ist.Ich möchte dazu sagen das er das sehr feinfühlig machte und es sich nun sicher sehr nüchtern anhört.

      Nach ein paar Jahren war es vorbei mit den beiden und ich hörte das er eine neue hat. Die blieb bis er starb, aber sie wohnten nie zusammen.

      Ich weiß das Sie nie von uns Kindern akzeptiert wurde und Weihnachten verbrachte mein Vater bei meiner Schwester auch den Heiligabend und nicht mit seiner Freundin.

      Auf der Trauerfeier meines Vaters wurde über seine Ehefrau gesprochen seine Kinder. Über die Freundin die ihn ja auch so ca 18 Jahre begleitet hat wurde kein Wort verloren und wenn ich so darüber nachdenke wurde sie beim Leichenschmaus mehr toleriert denn wir Mädchen standen gerade zusammen und redeten kam sie und die Blicke meiner großen Schwester sprachen bände.

      " Die Brüder trauen sich wegen der Schwester nicht, mich zu den Feiern einzuladen."
      Sie sind Geschwister und respektieren die Gefühle ihrer Schwester oder wollen Dich nicht dabei haben.
      Ich kann auch zu jemanden sehr nett sein und wenn ich mich umdrehe denke ich nur was für ein ...........

      Sie nehmen Dich hin als Freundin ihres Vaters mehr nicht. Sie wollen Dich nicht zu ihrer Familie zählen egal wie lange ihr zusammensein werdet.

      Zu offiziellen Terminen (Familienfeiern) ist er alleine eingeladen weil du nicht zur Familie gehörst.

      Er war beim Kennenlernen erst seit 5 Monaten Witwer und wollte nur Zerstreuung, aber keine neue Partnerschaft.

      Denk mal über den Satz nach.
      Woher weißt du das er was anders sucht und will?

      • (16) 25.04.17 - 19:25

        <<<<Sie nehmen Dich hin als Freundin ihres Vaters mehr nicht. Sie wollen Dich nicht zu ihrer Familie zählen egal wie lange ihr zusammensein werdet.

        Zu offiziellen Terminen (Familienfeiern) ist er alleine eingeladen weil du nicht zur Familie gehörst.

        Er war beim Kennenlernen erst seit 5 Monaten Witwer und wollte nur Zerstreuung, aber keine neue Partnerschaft.
        <<<

        Auch wenn du das als Betroffene schreibst, sind dies alles deine Unterstellungen/Mutmaßungen.

        Keiner weiß wie sich diese Beziehung entwickelt.
        Viele Männer binden sich sofort wieder, weil sie nicht alleine sein wollen oder können.
        Ich konnte das schon mehrfach beobachten in meinem Umfeld.

        Ich bin auch der Meinung , dass die TE hier viel zu früh Familienanschluss fordert!!!!!
        Sie fühlt sich nach 7 jähriger Witwenschaft halt schon unbelastet.

        Ich würde an ihrer Stelle noch viel Zeit ins Land gehen lassen.

        • (17) 25.04.17 - 21:21

          Zu offiziellen Terminen (Familienfeiern) ist er alleine eingeladen weil du nicht zur Familie gehörst.

          Er war beim Kennenlernen erst seit 5 Monaten Witwer und wollte nur Zerstreuung, aber keine neue Partnerschaft.
          <<<

          Auch wenn du das als Betroffene schreibst, sind dies alles deine Unterstellungen/Mutmaßungen

          Das schrieb sie doch selber.

          Wenn sie bei offiziellen Feiern erwünscht wäre hätte man sie doch eingeladen oder siehst du es anders?

      Dass eine neue Partnerin, die er immerhin 18 Jahre an seiner Seite hatte, gerade mal so toleriert aber nicht akzeptiert wurde, finde ich allerdings von der Familie sehr sehr engstirnig - ja selbstherrlich. Auch, dass über sie bei der Trauerfeier nicht gesprochen wurde, ist eigentlich eine Unverschämtheit. Ist meine Meinung. Die Frau hat ihren Partner verloren - nicht mehr und nicht weniger.
      LG Moni

      (20) 26.04.17 - 08:35

      Der Sinn eines Trauergottesdienstes ist folgender: man spricht über das Leben des Verstorbenen.
      Nicht (!!!) über das Leben, welches die Kinder gerne gehabt hätten.

(21) 25.04.17 - 18:32

Er ist erst seit 5 Monaten verwitwet, was erwartest Du?

(24) 25.04.17 - 21:48

Hallo,

ich habe jetzt eine ganze Weile nachgedacht ob ich dir antworten soll.
Mein Vater starb vor einem halben Jahr sehr überraschend.
Ich wünsche meiner Stiefmutter von Herzen alles Gute und auch, dass sie einen neuen Partner findet und glücklich wird - aber bitte nicht jetzt schon. Und wenn das so sein muss, dann bitte so diskret, dass es niemand mitbekommt.

Ich bin normalerweise niemand dem wichtig ist was "die Leute" so denken. Aber mein Vater ist tot und ich möchte verdammt nochmal nicht, dass es so aussieht als würde sie ihn mal eben ersetzen.
Ich bin nach wie vor in tiefer Trauer und das Gefühl, dass meine Stiefmutter meinem toten Vater in den Rücken fällt, so kurz nach seinem Tod, ist das Letzte was ich noch gebrauchen kann. Ich finde ich muss da auch nicht objektiv an die Sache ran gehen, ich habe meinen Vater verloren, das ist hoch emotional.

Wann haben die Kinder denn von dir erfahren?

Ich bin mir ziemlich sicher, dass es für mich einfacher wäre, wenn meine Stiefmutter nach einem Jahr oder 18 Monaten einen neuen Partner hat. Wir haben das erste Weihnachten ohne meinen Vater erlebt, seinen Geburtstag das erste mal ohne ihn "gefeiert". Scheiße, das ist so schmerzhaft. Ich würde mich wirklich fragen, wie meine Stiefmutter jetzt schon bereit für eine neue Beziehung wäre.

Trotzdem steht es natürlich außer Frage, dass ihr ein Recht auf Glück miteinander habt. Geb der Tochter noch etwas Zeit und nehm es nicht persönlich.

LG

(25) 26.04.17 - 07:14

Hallo,
ich schreibe Dir als Tochter, deren Papa verstorben ist. Ich war Ende 20 als er überraschend verstorben ist, meine Schwester Mitte 20. Nach 2 Jahren hat meine Mama einen neuen Mann kennengelernt, ich hab sie von Anfang an dazu ermutigt - bei ihr hat es sehr schnell geklappt und der Mann ist auch wirklich ein guter welcher. Er kümmert sich, er ist aufrichtig, uns Kindern gegenüber anständig.... aber - womit ich nie gerechnet hätte - es ist für mich total ungewohnt und unangenehm einen neuen Mann an der Seite meiner Mama zu sehen - das hat nichts mit ihm zu tun, das ist mein Problem. Aber zu meiner Hochzeit (da waren sie 4 Monate zusammen) war er auch nicht eingeladen.... grade an dem Tag war mir ja mein Papa recht nah.

Und auch sonst... wenn ich ihn zuhause auf der Couch sehe oder in Papas Hobbyraum oder an Papas Grill, dann ist das immer noch sehr befremdlich für mich. Ganz anders ist es, wenn ich die beiden auf neutralem Terrain als Paar erlebe, dann freu ich mich für Mama und kann ihn auch unvoreingenommen erleben.
Meine Schwester sieht das deutlich entspannter, hat da deutlich weniger Probleme als ich - aber da ich sowieso schon seit immer so meine Probleme mit Menschen habe und mich schwer mit Veränderungen tue hat meine Mama keine Probleme ihrem neuen Partner glaubhaft klar zu machen, dass es nicht an ihm liegt - tut es ja auch nicht!

Ich geb mir grosse Mühe zu reflektieren und offen und nett und überhaupt zu sein... aber es ist nicht einfach....

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