Betreuungsmöglichkeiten zusätzlich zum Kindergarten

    • (1) 27.04.17 - 23:06

      Liebe Forums-Mitglieder,

      ich habe ein berufliches Angebot bekommen mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 25 Stunden, verteilt auf vier Tage pro Woche, dazu kommt die Fahrtzeit von 1,5 Stunden (hin und zurück).Ich habe die Möglichkeit, die Betreuungszeit im Kindergarten aufzustocken. Allerdings ist mein Sohn oft krank, weiterhin mache ich mir auch Gedanken um die Betreuung an Schließtagen/bei Krankheit des Sohnes.
      Leider können wir keine Unterstützung durch die Familie/Großeltern erhalten. Mein Mann arbeitet im Durchschnitt 60 Std/Woche. Mütter aus dem Ort, mit denen ich befreundet bin, arbeiten ebenfalls, die Tage überschneiden sich, sodass ich auch dort keine Möglichkeit habe, mein Kind unterzubringen, wenn er nicht in den Kindergarten gehen kann. Wir leben in einer sehr ländlichen Gegend, Angebote, die es evtl. in großen Städten gibt, haben wir hier leider nicht (z. B. Mütternotdienst). Auf einen Aushang im Kindergarten hat sich bisher niemand gemeldet.
      Ich bin ratlos, wie könnte ich eine private Betreuung in diesen Fällen organisieren? Schließtage belaufen sich in der Einrichtung auf 17 Tage, dazu Krankheitstage meines Kindes (in den vergangenen sieben Monaten gut acht Wochen!!!). Die Ferienzeiten können wir mit unserem Urlaub abdecken.
      Ich wäre sehr dankbar für Ideen bzw. Schilderungen, wie ihr das löst. Insbesondere die häufigen Krankeitstage bereiten mir Kopfzerbrechen, denn diese Zeiten kann man ja nicht im
      Voraus planen ....
      Danke!

      • Hallo,

        wir haben seit bald zehn Jahren eine Tagesmutter, die unsere Kinder bei Bedarf (Ferien, Schliess-Tage, Rand-Zeiten) betreut.

        Vielleicht wäre das eine Option für Euch?

        Viele Grüße,

        Kathrin

        Hallo,

        ehrlich: die Betreuung eines kranken Kindes ist bestimmt schwierig - andere Eltern wollen sich und ihre Kinder nicht anstecken und auch eine Tagesmutter kann ein krankes Kind ja nur nehmen, wenn es das einzige Kind bei ihr ist - vorausgesetzt, sie ist überhaupt bereit, ein krankes Kind zu betreuen.

        Natürlich hat man ein Anrecht auf "Kind-krank-Tage" - aber bei mehr als einer Woche pro Monat ist das ja bei weitem nicht ausreichend...

        Wie kommt ihr denn auf so viel? War da eine größere Sache dabei? Oder ist er den ersten Winter im Kindergarten? Das soll ja bei manchen heftig sein... Oder fiebert er bei jedem Schnupfen so, dass er Zuhause bleiben muß? Im letzten Fall hast du vermutlich schlechte Karten... ansonsten würde ich mal annehmen, dass kein Kind in jedem Winter so viel krank ist...

        LG!

        Also für ein krankes Kind hast du ja Betreuung. Da kann dein Mann ja zu Hause bleiben. Das ist umso wichtiger, da du jetzt erst wieder anfängt zu Arbeiten.

        Zusätzlich könntest das auch an den Schliesstagen so sein bzw. du könntest dir Urlaub nehmen oder schonmal eine Tagesmutter suchen.

        • Jeder Berufstätige hat per Gesetz nur 10 Kind-krank-Tage. Der Mann kann also auch nicht unbegrenzt lange zu Hause bleiben oder wäre auf good will seines Arbeitgebers angewiesen, um unbezahlten Urlaub zu nehmen (was dann auch wieder eine finanzielle Frage aufwerfen würde).

          • Hat ja auch keiner behauptet.

            Aber leider scheint es ja immer noch selbstverständlich zu sein, dass die Frau beim kranken Kind bleibt , weil der Mann ja "unabkömmlich " auf der Arbeit ist. Die Frau kann auch nicht unbegrenzt zu Hause bleiben und gerade in der ersten Zeit macht es einen schlechten Eindruck, wenn Frau immer "Kind-krank" ist! Sie hat übrigens auch nur 10 Kindkrank-Tage, also genauso viel bzw. wenig wie ihr Mann!

            Die Schliesstage müssen halt aufgeteilt werden, wenn einer allein zu wenig Urlaub hat!

      Hallo,
      ich würde die Kindergartenzeit aufstocken und mein krankes Kind selbst betreuen (Mama/Papa). Ein krankes Kind nimmt sonst niemand, würde ich als Freundin/Nachbarin auch nicht.
      Ich würde nicht zuviele verschiedene Personen reinbringen, lieber den verlässlichen Kindergarten.
      VG

      Hallo,

      sucht Euch einen Nanny oder eine private Tagesmutter/-oma, die nur für Euch zuständig ist (ansonsten klappt das mit der Krankheitsbetreuung nicht).
      Aupair ist natürlich auch eine Möglichkeit, jedoch nicht jedermanns Sache. Außerdem muss man die wiederkehrenden Wechsel- und Eingewöhnungszeiten überbrücken können.

      Schalt eine Annonce in der Zeitung, geh über ebay-Kleinanzeigen, frag im Bekanntenkreis nach, frag bei der Kirchengemeinde. Erkundige Dich nach dem nächsten Tagesmütterverein und frag bei privaten Krippen nach, die kennen häufig Leute, die solche Jobs suchen.

      Wie alt ist Dein Kleiner? Ist er chronisch krank? Wenn nicht, finde ich die Krankheitstage zu heftig. Vielleicht solltet Ihr zusätzlich da ansetzen und sein Immunsystem stärken bzw.ihn komplett durchchecken lassen.

      LG

      • Guten Morgen

        und vielen Dank für eure Antworten!

        Mein Sohn ist vier Jahre alt. Er leidet an Pseudo-Krupp-Anfällen, wobei die Haufigkeit zum Glück weniger wird. Seit Eintritt in den Kindergarten im vorletzten Jahr folgt ein Infekt dem anderen. Obere Luftwege, Magen-Darm, Herpangina, Bindehautentzündung, Mittelohrentzündungen... Ich war ja drauf gefasst, dass es in den ersten Monaten in der Kita zu gehäuften Infekten kommen kann, allerdings bessert sich die Situation auch nach so langer Zeit nicht. Der Kinderarzt sieht keinen Grund zur Besorgnis, erklärt immer wieder, dass das Immunsystem 'trainiert' wird, dass es eben Kinder gibt, die davon häufiger betroffen sind als andere und wie viele Infekte pro Jahr noch im Bereich des Normalen sind. Im Rahmen eines stationären Aufenthaltes habe ich den Stationsarzt ebenfalls daraufhin angesprochen, der gleicher Meinung ist. Eine Abklärung beim HNO-Arzt ist erfolgt, die Polypen sind zwar leicht vergrößert, aber eine Operation nicht angezeigt. Der Kinderarzt hat uns von immunstärkenden Präparaten abgeraten, er sagt, dass eine gesunde Mischkost und viel Bewegung an der frischen Luft völlig ausreichend sind. Ich überlege mittlerweile, ob eine Vorstellung beim Heilpraktiker helfen könnte?

        Ich möchte nicht den Eindruck erwecken, dass ich meinen Sohn, wenn er akut erkrankt ist, in 'fremde Hände' geben will. Wenn er erbricht, Durchfall oder hohes Fieber hat, bleibe ich natürlich bei ihm. Was fehlt, ist die Überbrückung nach Abklingen der akuten Symptome bis er wieder in den Kindergarten gehen kann.

        Ich war bisher auch immer der Meinung, dass eine Tagesmutter kein krankes Kind betreut, um eine Ansteckung der anderen Kinder zu vermeiden. Natürlich kann ich auch gut verstehen, dass andere Mütter aus genau diesem Grund kein krankes Kind mitbetreuen. Also muss ich mich um eine Person bemühen, die sich nur um unseren Sohn kümmern kann, ich hoffe, dass sich jemand darauf einlässt.

        Vielen Dank nochmal für's Lesen und eure Vorschläge!

        • Also ich kann dir nur empfehlen bzgl .der vielen Infekt und Erkrankungen Kontakt zu einem guten Heilpraktiker aufzunehmen.
          Ich finde schon dass es etwas bringt, das Immunsystem zu stärken.

          Wir haben z.B. meine Tochter Mutaflor gegeben, dass ist zwar hauptsächlich für den Aufbau einer gesunden Darmflora aber ein großteil des Immunsystems findet im Darm statt.

          Ich selbst hatte auch lange Zeit mit vielen Infekten zu kämpfen. Bei mir wurde auch erst durch einen Heilpraktiker festgestellt das ich eine Nahrungsunverträglichkeit habe, dadurch mein Darm angeschlagen war. SEit dem ich das im Griff habe bin ich selber kaum noch krank. Habe also selbst erfahren was das alles bringt.

          Meine Tochter leider auch immer mal wieder unter Pseudo Krupp. Inzwischen kenne ich die Anzeichen ganz gut und wenn es in die entsprechende Richtung geht behandel ich das auch homöopathisch, wir hatten es bisher nie wieder so schlimm.

          Wieso kümmerst du dich denn alleine? Bist du Alleinerziehende?

    Kindergarten aufstocken, für die normalen Tage

    Krankheitstage kommen wordurch zu stande?
    - chronische Erkrankung, nicht kindergartentauglich, aber auch nicht ansteckend?

    Tagesmutter, die bereit ist ihn zu nehmen, (rechtlich evtl. abklären)

    - viele kleinere Erkrankungen, die er jetzt noch zu Hause bleibt, weil es einfach geht. Im Zweifel trotzdem in den Kindergarten könnte, wenn auch schweren Herzens. Grauzone sozusagen.

    wirklich richtig krank?
    ansteckend, bettlägrig

    könntest du selbst mit der Situation umgehen und arbeiten gehen?
    selbst dann, wenn du die Betreuung hättest?

    einfallen würden mir
    - Tagesmutter (nehmen häufig keine kranken Kinder)
    - Leihoma / Leihopa - in der Zeitung mal fragen oder Ausschau halten
    auch hier beachten: ältere Menschen treffen Ansteckungen umso härter. Für normale Betreuungsmöglichkeiten ok
    - Au Pair - wenn ihr euch das finanziell leisten könnte. Vorteil wäre im Haus. Nachteil: die Frage wenn es um die Erfahrung mit krankem Kind geht

    - für Schließtage ein Mütter-Rondell machen. Mehrere Mütter nehmen je an einem Schließtag frei und dafür mehrere Kinder. Bei 17 Schließtagen evtl. mehrere Mütter. Bei gesunden und vor allem planbaren Tagen.

    - bei krankem Kind klären wie das bei euch von der Arbeit her geht. 10 Kindkranktage du, 10 Kindkranktage der Vater.

    Wenn die Kids n icht privat versichert sind, hast du 10 Krankentage. Die richen dir nie und nimmer.

    Meine Freundin arbeitet - mit dem Chef abgesprochen, jede Woche 5 Überstunden ei , um diese dann nehmen zu können, wenn die Kids ausser der Zeit krank sind oder die Schulferien zu überbrücken.

    Oder besteht die Aussicht auf Homeoffice in solchen Tagen? Nur weil das Kind im Bett liegt, heisst es ja nicht , das man nicht arbeiten kann.

    lg
    lisa

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