Von zuhause weit weg...

    • (1) 01.05.17 - 00:24

      Hey ihr lieben,
      Wir sind seit 5 Jahren von Deutschland nach Amerika gezogen und überglücklich!
      Mir fiel das damals sehr schwer so weit von meiner Familie weg zu ziehen doch mir und mein Mann war klar nach unserem Urlaub hier in Amerika das ist unser Ort!
      Es ist wie eine Bilderbuch Geschichte wir sind dorthin gezogen, Haus gekauft, ich wurde schwanger...
      Doch irgendwie fehlt etwas...
      Hier haben wir zwar viele Freunde aber die ersetzen unsere Familie nicht.
      Ich würde mir so gerne wünschen das unsere Maus mal mittags einfach zur Oma und Opa gehen kann oder mal mit ihrer Tante einen Ausflug macht.
      Dieser Kontakt fehlt einfach. Wir lieben es hier wirklich aber zurzeit ist es "komisch".
      Jetzt wo ich auch zum 2. mal schwanger wurde und wir vor ca. einem Monat nach Deutschland geflogen bin um es meiner Familie zu verkünden waren es die schönsten Tage der Welt.
      Ich habe sie so sehr vermisst und es war schwer wieder zu gehen genau so war es für meine Familie.
      Aber ich frage mich soll ich hier alles aufgeben ? Alles was wir uns erbaut haben ?
      Ich bin gespalten entweder wir bleiben hier oder wir ziehen zurück nach Deutschland ..
      Es ist für uns eine schwere Entscheidung!
      War/Ist jemand mal in einer ähnlichen Situation gewesen ? Was würdet ihr Machen?
      Am Ende entscheiden natürlich wir aber mich interessiert es einfach was andere dazu sagen!
      Danke fürs lesen!

      • Hi,
        meine Verwandten wohnen auch im Ausland
        Das Gefühl zu kommen und zu gehen kenne ich nur zu gut.
        Früher wollte ich immer dort wohnen, habe ich auch gemacht (vor meinem Kind)
        mit Kind würde ich nicht hinziehen wollen, der Lebensmittelpunkt meines Kindes ist hier

        Hinfahren machen wir, wann immer es geht
        Dann haben wir Zeit und die, die wir besuchen auch. Wir wohnen bewusst in einer Pension und nicht direkt bei Verwandten.

        Verwandte in der Nähe habe ich zwar auch. Diese sehe ich noch seltener. Das Nahe ist schon so - man könnte ja. und irgendwie hat jeder seinen Alltag, seine verplante Zeit.
        Anrufen? Wieso? Wir wohnen ja so nah zusammen ...

        Ins Ausland besteht mehr Kontakt, einfach weil die Entfernung anders überbrückt wird.

        Ach so, meine Eltern sind schon vor Jahren gestorben.
        Für mein Kind sind andere Menschen wichtig.

        Habt ihr vielleicht die Möglichkeit Leihoma / Leihopa zu finden? Menschen, die selbst jemanden vermissen, vielleicht keine Kinder haben oder selbst schon große Kinder/Enkelkinder, die sie auf Grund der Entfernung nicht sehen?

        Diese würden deine Eltern auf keinen Fall ersetzen!
        für eure Kinder vielleicht einfach eine emotionale Bindung sein, für dich Unterstützung im Alltag

        Hey!

        Wir sind zwar "nur" 700km entfernt von unserer Familie aber uns geht es ganz genau so wie Euch. Wir erwarten Kind Nr 3 und ich muss sagen: ich glaube nicht, dass wir das ohne Familie alles weiter schaffen. Wir haben uns ein tolles Leben hier in der neuen Heimat erarbeitet, Freunde usw und ich werde heulen wie ein Schlosshund, wenn der Tag kommt an dem wir hier weggehen.

        Wir haben aber nun die Entscheidung getroffen, "nach Haus" zurück zu ziehen nach einigen Jahren. Wir haben Angst es zu bereuen, klar.
        Aber wenn wir uns darauf besinnen, was man haben möchten im Leben und was wichtig ist, steht an erster Stelle immer die Familie. Hierher kommen können wir ja immer wieder im Urlaub usw...
        Aber noch eine Familie, noch einen so tollen Freundeskreis aus Kindertagen bekommen wir nicht nochmal. Ich muss dazu sagen, dass wir eine große und großartige Familie haben, auf die man zählen kann. Wir vermissen die Feiern, das spontane Kaffee trinken, dass Oma mal auf die Kinder aufpasst oder der Onkel in den Zoo geht. Es gibt auch weitere Kinder (Cousins und Cousinen) und wir würden und wünschen, dass sie mit unseren Kindern zusammen aufwachsen. All das geht eben hier nicht...
        Aber wir haben uns den Entschluss nicht leicht gemacht.

        Ich verstehe euch also total!
        Schreib mich gern an wenn du noch Fragen hast oder quatschen willst. ;)

        Lieben Gruß

      Mein Mann wurde seine Traumstelle angeboten. Ebenfalls auf einem anderen Kontinent . Wir brachen auf und lebten dort auch 2 Jahre. Ich mochte meinen Job, ich mochte das Land, die Leute, das Wetter, den Strand. Mein Mann ging in seiner Arbeit förmlich auf.

      Dennoch fehlte etwas. Wir sind immer viel gereist, kannten Heimweh nicht, so dass das Gefühl sich langsam einstellte. Wir hatten beide unabhängig voneinander bereits früher temporär im Ausland gelebt und auch länger als 2 Jahre. Daher konnten wir uns nicht erklären, warum sich plötzlich sehnsucht einstellte. Und das bereits nach 2 Jahren. Irgendwann haben wir uns eingestanden, dass es die Endgültigkeit war. Wir wollten ja für immer dort bleiben und das belastete uns. Freunde usw konnten uns nicht die Geborgenheit der Familien geben.

      Wir entschieden zurück zu gehen und ab da war das Heimweh verflogen. Nach der Entscheidung blieben wir noch 1 Jahr und in dieser Zeit vermissten wir nichts.

    Hallo
    Unsere Eltern sind mit uns in die USA gezogen da waren wir Kinder, als wir zurück kamen waren wir Kinder alle Erwachsen.
    Bei uns war aber die Ausganssituation etwas anders. Mein Vater bekam die Möglichkeit versetzt zu werden mitsamt Familie. Wir hatten also von der Seite aus zum einen viel Hilfe beim Umzug usw. und dann hatten wir so auch schon erste Kontakte zu den anderen Mitarbeiterfamilien.
    Ersetzen kann die eigenen Eltern in so einer Lage natürlich nichts. Immerhin habt ihr heute mit Skype und Co schonmal bessere Wege in Kontakt zu stehen im Alltag als wir damals!
    Wir haben aber über die Jahre durchaus neben "einfachen" Freunden auch Menschen kennen gelernt zu denen sich ein Familienähnliches Verhältnis entwickelt hat und das ist bis heute geblieben. Wenn wir hier sind, sind sie es dann zB. die mal mit den Kindern was machen.
    Alles in allem haben wir unsere Leute in Europa natürlich auch vermisst, so extrem wie es bei dir ist war es bei uns aber einfach nie. Wir konnten zum Glück auch meist mehrfach pro Jahr auf Besuch kommen.
    Ich würde erstmal fragen wie ihr euer Geld verdient, das müsste ja auch bei einer Rückkehr nach Deutschland gesichert sein. Abgesehen davon gibt es denke ich kein richtig oder falsch. "Zusammenreißen" kann klappen, andere werden krank vor Heimweh.
    Was eure Kinder angeht: da bin ich persönlich alles in allem froh dass meine ihren Lebensmittelpunkt und vorallem die Schule in Deutschland haben. Und eben dass sie hier viel freier aufwachsen können. Natürlich kommt es immer drauf an wo und wie genau man wohnt, aber auch generell gesehen ist vieles das hier völlig normal ist in den USA einfach nicht möglich oder kann Folgen haben.

    LG

    • Das Geld um zurück zu ziehen wäre kein Problem...
      Viele denken das es in den USA so viel schlechter ist als in Deutschland (Schule,Kindergarten,....)

      Wir wohnen in Texas und ich muss sagen hier fühle ich mich "freier".
      Ich kann soviel hier über mein Kind entscheiden was in Deutschland nicht so wäre!

      Es gibt vor und Nachteile in den USA zu leben aber ich muss sagen wenn man erster hier lebt ist es total anders als man sich das vorstellt!
      Die Leute hier Mega hilfsbereit, während der Schwangerschaft und nachdem hast du eine persönliche Dula die du auch im 4 Uhr morgens anrufen kannst wenn was ist :-)
      Auch wenn ich USA bevorzuge ist Deutschland meine Heimat und ich vermisse so viel :-(

      Danke für deine Nachricht!
      Liebe Grüße

      • Hallo
        Ich weiß wie das Leben in den USA ist, ich habe mehr als mein halbes Leben dort verbracht, war dort ab der Grundschule bis zum College Abschluss und mein Ex ist Amerikaner.
        Generell ist die Schule definitiv schlecht als hier, der High School wird vom Niveau teilweise sogar mit dem deutschen Hauptschulabschluss verglichen... Klar, man kann AP Klassen wählen aber genau dass ist das Alter in dem vielen der Ernst des Lebens verständlicherweise nicht bekannt ist und wenn man sich auch mit leichten Fächern durchbringen kann, klar warum nicht!
        Auch was die Freiheit der Kinder angeht, einfach mal zur Grundschule zu Fuß laufen? War bei uns nicht drin, erste Einkäufe alleine beim Bäcker? In der Nachbarschaft gab es nichts.
        Mit Freunden den ganzen Tag draußen spielen ? Ging auch nicht, einfach mal so zum Haus von Freunden gehen ging als wir etwas älter waren wenn sie in der Nachbarschaft wohnten.
        Später dann einfach mal mit Freunden den Bus nehmen, selbstständig in die Stadt und zurück fahren? Gab es nicht, man war/ist aufs Auto angewiesen.
        Ich will hier überhaupt nichts schlecht reden, es gibt auch Dinge die ich in den USA besser finde als hier aber das oben sind einfach Fakten die auf viele Wohnsituationen zutreffen. Und gerade weil ich als Kind den Unterschied erleben musste wollte ich es so für meine Kinder nicht.
        Ich meinte jetzt auch nicht das Geld für den Umzug selbst sondern eine Arbeitsstelle hier in Deutschland!

        LG

Hi,

manchmal versteht man sich mit der Familie deswegen so gut, weil man weit weg wohnt....

Wenn ihr da seit, hat natürlich jeder Zeit für Ausflüge, etc. was ist, wenn ihr wieder in Deutschland wohnt? Jeder hat seine Arbeit, Freunde, Allrag, ist da wirklich viel Zeit für Deine Kinder da oder ist es einfach nur ein Wunschgedanke?

Gib nicht erwas auf für etwas, was überhaupt nicht besteht, sondern ein Wunsch/Traum, etc. ist. Die perfekte Rama Familie gibt es nicht,.

lg
lisa

  • Ich weiß das es anders wird wenn wir zurück ziehen! Meine Eltern sind selbständig und so gut wie immer zuhause da sie von da aus arbeiten aber ich weiß was du meinst ...
    Einfach dieses Gewissen zu haben das deine Familie in der Nähe ist und man mal abends auf einem kaffe kommen kann und Oma und Opa auch ihre Enkel beim wachsen zu schauen können ...
    Liebe Grüße

Hallo,
wir wohnen im Kreise der Familie.

Ohne meine Eltern hätte ich nie arbeiten gehen können, da die Kindergarten Zeiten damals, oder jetzt Ganztagsschule, unsere Arbeitszeiten nicht abdecken.

Aber das meine Schwester, Patin des 10 jährigen, ihn mal genommen hätte...... das musste auch monatelang vorher angemeldet sein. Kam jetzt 1x vor. Sie ist Erzieher, Mutter von 2 Kindern, Kirchenvorstand, CVJM, Posausenchor, usw. sie hat auch nur sich im Kopf und ohne unsere Eltern, wäre es nicht gegangen.

Patenonkel vom kleinen hatte vor 2 Jahren mal ein Zoobesuch geschenkt. Bis heute nicht eingelöst. Ich hätte sie mal dringend zum hüten gebraucht, aber keine Chance. Keine Kinder, aber genug eigenes Leben.

Erwarte nicht zuviel. Es wird sich keiner drum reißen, die Kinder mit in den Zoo oder ins Schwimmbad zu nehmen.

Dein Herz muß wollen. Die Kinder vermissen nichts, sie kennen es ja nicht anders. Sucht euch Leih Großeltern oder so.

Wenn ihr zu Besuch seit, werden alle ihre Termine um euch herumorganisiert worden sein. Wenn ihr dauerhaft wieder da wohnt, werdet ihr euch vermutlich nicht öfters als 2 x im Jahr sehen, da jeder sein eigenes Leben hat.

Überlegt es euch gut.

Gruß Claudia

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