Mitspracherecht der Kinder bezüglich Umzug

    • (1) 01.05.17 - 21:44

      Hallo Zusammen!

      Folgende Thematik:

      Eine Bekannte von mir hat 4 Kinder (15,13,5,3 Jahre alt) und ist aktuell im 4. Monat mit Zwillingen schwanger.

      Sie bewohnen zur Zeit in einer Großstadt eine 4 Zimmerwohnung.
      Die beiden kleinen teilen sich ein Zimmer zusammen und die beiden großen auch.

      Aufgrund des Platzmangels stand schon lange fest, dass sie umziehen müssen.
      Sie wollten sich ein Kauf kaufen.
      Nun sind die Kaufpreise in der Stadt und auch in der Umgebung für ein Haus in der Größenordnung für die Familie unbezahlbar!
      Sie haben ihren Radius deshalb immer und immer mehr erweitert.
      Nun haben sie ein Haus gefunden. Der Kaufvertrag wurde am Freitag notariell beurkundet und in 2 Monaten werden sie dort einziehen.
      Genug Platz, jedes Kind hätte endlich ein eigenes Zimmer, einen schönen großen Garten, Pool im Keller, doppelgarage, etc. alles prima!!!
      Dieses Haus befindet sich aber 300 km von ihrem aktuellen Wohnort entfernt! Zudem liegt es in einem klitzekleinen Dorf!!
      Die Kinder wissen bisher noch nix von dem Hauskauf.

      Ich war völlig perplext und habe eingewandt, dass sie sich doch nicht einfach die Kinder (mir geht es um die beiden großen!) schnappen können und 300 km in ein abgelegenes Kaff ziehen können, ohne sie überhaupt mal zu fragen, ob das für sie ok wäre!
      Ich kann mir nicht vorstellen, dass die beiden aus ihrer geliebten Heimat, wo sie ihr ganzes bisheriges Leben verbracht haben und ihre ganzen Freunde und Sportvereine haben, wegziehen möchten.

      Meine Bekannte sagte nur völlig verständnislos "tja, das werden sie aber wohl müssen! Wenn sie 18 sind, können sie ja wieder zurückziehen, wenn es Ihnen dort nicht gefällt!"

      Ich finde das total heftig! Und auch egoistisch! Klar, jeder hätte sein eigenes Zimmer, aber zu welchem Preis?!
      Wie sieht ihr das?
      Findet ihr das Verhalten ok oder seid ihr auch der Auffassung, dass sie die Kinder hätten miteinbeziehen müssen?

      Nächste Woche Samstag wollen sie mit den Kindern zum Haus fahren und ihre Überraschung verkünden... ich bin gespannt wie die reagieren werden..

      • Naja, wenn eine berufliche , notwendige Versetzung im Spiel wäre, wäre es wohl oder übel so.
        Aber , zwecks "nur" räumliche Vergrößerung, hätte ich mal abgewartet bis sich was passendes ergeben hätte...Zeit hin oder her, denn Kindern zuliebe. Hat der Ehemann dann schon eine passende Arbeit dort?

        • Nein. Er wird vorerst pendeln... also nur am Wochenende zuhause sein.
          Das ist ja auch so ne Sache... dort gibt es nicht viele Arbeitsstellen...

          finde das gesamte Vorhaben sehr waghalsig!
          Mit 6 Kindern quasi alleinerziehend. Ohne Familie, Freunde oder Bekannte in der Nähe...
          Aber mir geht es eig nur um die Kinder.

          Sie haben schon seit dem 3. Kind, also 5 Jahre, etwas größeres gesucht. Aber es sollte unbedingt ein Eigentumshaus sein.

          • Na, dann viel Spaß deinen Freunden.Sozusagen "Alleinerziehend" in der Pampa mit frisch, geborenen Zwillingen, zwei Kinder in den KiGa bringen ( egal ob die Zwillinge in dieser Zeit schlafen oder wach sind) , evtl. zwei genervte Teenager noch dazu.Vater nur am WE Zuhause. Von der Enge in den Chaos. Wenn deine Freundin nicht gerade eine ruhige und entspannde Familienmanagerin ist, könnte diese Aktion schnell mal das Familienglück auf eine starke Probe stellen.

      Tja, sie werden wohl merken, wie die Kinder das finden. Wenn sie Pech haben ist das Ergebnis ein bis zwei frustrierte Teenager, die nur noch Probleme machen. Mit Glück finden die das am Ende doch nicht so wild, aus welchen Gründen auch immer. Was zu hoffen ist.

      Ich würde das nicht so machen, liegt aber auch mit daran, dass ich dasselbe erlebt habe, als ich 10 war. Und es hat mir mehr als massiv geschadet, aus verschiedenen Gründen.

    Ich kann das Verpflanzen von Kindern, die bereits ihre sozialen Verknüpfungen haben, ohne ernsthaften Grund nicht ausstehen.

    Ernsthafte Gründe sind weder so ein Haus noch der neue Lebensgefährte am Arsch der Welt.

    Da erzieht man einen Säugling bedürfnisorientiert, nicht weinen lassen, stillen nach Bedarf, Elternbett und pipapo, verpflanzt dann aber Teenager mal eben ohne Absprache in die Wallachei.

    Ich finde das total bescheuert und könnte einen Aufstand der Jugendlichen sehr gut verstehen.

    LG Küstenkönigin

Hallo.

Ich würde das mit meinen Kindern nicht machen.
Hätte meine Eltern das mit mir gemacht, wäre ich stinkwütend gewesen und hätte mich so schnell sicher nicht wieder eingekriegt.

Oje!!
Das finde ich allerdings auch sehr egoistisch!!!

Ich frage mich, weshalb musste es denn unbedingt ein Haus sein?

300 km sind echt viel! Da können die Kinder ja auch nicht mal eben in die alte Heimat fahren, ihre Freunde besuchen!!

Wenn es jetzt innerhalb der Stadt oder dem Umland wäre, wäre es zwecks schulwechsel auch schon blöd, aber meiner Meinung nach vertretbar. Aber sooooooo weit weg!!!

Finde ich echt mies!!

Vor allem als stadtkind urplötzlich in einem Dorf leben zu müssen...

Auch diese Geheimhaltung der Kinder gegenüber!! Zeigt doch schon, dass sie davon ausgehen, dass sie nicht davon begeistert sein werden!!

Hallo
Wenn ich eine Familie habe und ein Umzug in Frage steht muss es irgendwie für die ganze Familie passen, das kann aber natürlich auch heißen dass es irgendwelche Abstriche gibt die natürlich nicht sehr dramatisch sein sollten. Das wäre für mich ein "klitzekleiner" Ort, das was ich mir darunter vorstellen wollte ich weder für mich, noch für die Kinder. Das wäre also raus.
Letztendlich sehe ich uns als Eltern aber durchaus auch in der Position "das letzte Wort" zu haben, und auch mal Dinge über die Köpfe der Kinder zu entscheiden wenn wir der Meinung sind es ist sehr gut für sie. Dabei kann es natürlich auch mal passieren dass die Kinder erst eher skeptisch sind und noch nicht das gute sein.
Bei uns kommt es demnächst auch zu einem großen Umzug, ins Ausland um genau zu sein.
Wir haben schon bevor wir mit den Kindern darüber geredet haben eine Aufstellung jeglicher Punkte gemacht. Angefangen bei der Arbeitsituation, der Wohnsituation,... bis hin zu Schulen, Hobbys und so weiter.

Alles in allem hatten wir durch das ganze schon eine Tendenz.

Da es sich bei uns aber eher um ein "Luxusproblem" handelte hatten die Kinder hier durchaus Mitspracherecht.

Liebe Grüße :-)

Hallo!

Ja es wäre sinniger gewesen den Kids das vorher zu sagen. Die werden jetzt geschockt sein.

Ob die das gut finden oder nicht....naja..... Sie müssen sich ja vergrößern. Die Wohnung ist ja definitiv zu klein für alle und da wären früher oder später sicherlich eine Menge Probleme aufgetreten.
Ich glaube das man mit so einer großen Familie nicht unbedingt wählerisch sein kann. Da liegen Wohnungen/Häuser nicht unbedingt unbegrenzt herum. Sie haben ja anscheinend versucht was in der Nähe zu finden. Man bekommt aber nicht immer das was man gerne hätte.

Das es jetzt so ein Kaff ist, ist für die Kids sicherlich nicht schön. Sie werden ihre Freunde bei der Entfernung verlieren wenn sie keine wirklich festen Freunde sind. Das sind so Sachen auf die man die Kinder hätte vorbereiten können. Jetzt fallen sie ins kalte Wasser.....
DAS denke ich wird das Problem werden.

Egoistisch...hmm......sehe ich nur bedingt so. Sie müssen sich was Größeres suchen, sind also schon dazu verpflichtet da was zu ändern. Was will man machen wenn es nichts erschwingliches in der Nähe gibt? Alternativ wäre wohl wieder eine Wohnung gewesen auf Miete.....aber mit so vielen Kindern auch nicht einfach.

LG Sonja

  • (15) 02.05.17 - 08:17

    Genau so sehe ich das auch.

    @TE:
    Die aktuelle Wohnsituation ist m.M. nach -mit demnächst 6 Kindern-, untragbar. Beim besten Willen geht das nicht dauerhaft in einer 4 Zimmer Wohnung.

    Da finde ich einen Umzug wirklich sinnvoll.

    Das der nun 300 km entfernt stattfindet, ist ganz sicher den Umständen geschuldet. Bezahlbarer Wohnraum für so eine große Familie wächst sicher nicht auf Bäumen.

    Von daher kann ich die Entscheidung gut nachvollziehen und finde die auch richtig.

    Unglücklich ist sicher, dass die Kinder in die Planungen nicht mit einbezogen wurden.

    Die jetzt ins kalte Wasser zu werfen, halte ich für falsche Strategie und birgt sicher eine Menge Konflikte in nächster Zeit.

    Gruss
    agostea

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