Mein Verhältnis zu meiner Mutter...

    • (1) 13.05.17 - 14:32

      Hallo Ihr!

      Ich habe mal eine Frage...Und zwar:
      Wie ist denn so das Verhältnis zu euren Müttern und geht es vielleicht auch einigen so wie mir?

      Also ich hatte zu meiner Mutter imnet ein recht normal gutes Verhältnis. Wir beide versuchen die etwas komischen Eigenarten unsererseits so weit es geht auszublenden und gut miteinander klarzukommen. Ich habe sie auch sehr lieb, aber es kommen hin und wieder so Sätze durch die Blume, wo ich ihr imaginär mit nem Hammer gern auf den Kopf hauen würde, wirklich nur den Kopf schütteln könnte und am allerliebsten den Kontakt vermeiden würde.

      Wir sind auch so unglaublich verschieden...das ist einfach das Hauptproblem. Ihr war schon immer ihr Arbeitsleben am allerwichtigsten und dieser ganze FacebookWhatsapp Kram...das gibt ihr so viel.

      Ich hingegen mag Social Media nicht und habe da meine Grundprinzipien. Das findet sie unnormal.

      Ich bin zwar erst 30, aber bevorzuge ein ruhiges Leben. Bin 24/7 für meine Kinder da und ein eher emotionaler, auch spiritueller Mensch. Mich interessieren Politik oder auch zwischenmenschliche Angelegenheiten auch sehr. Ich bin sehr familienbezogen und passe sehr auf, wen ich an mich ranlasse.
      Sie lässt hingegen jeden Hans und Franz an ihrem, meinen oder aller Leben teilhaben. Ich bin innerlich jemand, der jeden so respektiert, wie er ist und würde nicht sagen : "Guck mal, wie die sind oder leben." Aber sie lästert ja wirklich ganz schlimm über

      alle mögliche Menschen und vor allen Dingen, kann sie nichts für sich behalten. (Aber das ahnen die ganzen Menschen ja nicht mal, die mit ihr zutun haben"

      Daher mag ich ihr auch schon kaum mehr was anvertrauen. Das geht sofort sonst wohin.

      Wir reden meist über oberflächliche Sachen und ich füge mich den Gesprächen einfach irgendwie möglich. Sie fragt nie nach ihren Enkelkindern und die haben in ihrem Leben auch keinen großen Platz. Sie weiss weder, was das Lieblingsspielzeug meiner 2 jährigen Tochter ist, noch wie mein ältester 12jähriger so in der Schule ist. Sie würde auch nicht fragen. Wenn sie bei uns zu Besuch ist, möchte sie in Ruhe mit mir am Tisch quasseln und wenn die Kinder kommen, kommen von ihr immer so nervige Gesichtszüge. Das tut echt weh. Das Thema ist bei uns sehr sensibel. Als ich sie darauf vor vielen Wochen mal angesprochen habe, hats sehr geknallt. Sie sieht sich so überhaupt nicht und stellt es vor anderen auch ganz anders da. Somit standen sogar Leute, die mich oder die Kinder nicht mal richtig kennen! laut ihrer Aussagen auf ihrer Seite. Das war echt schmerzhaft, aber dazu habe ich nichts mehr gesagt. Den totalen Kontaktabbruch wollten wir aber wohl beide nicht und haben uns aber wieder gefangen.

      Sie kommt auch nicht so recht damit klar, das ich so anders ticke als sie.

      Ich weiss irgendwie nicht, wie ich mich weiter verhalten soll. Mir ist nicht einmal danach, sie zum Muttertag anzurufen. Werde es aber anstandshalber tun.

      • Hallo, ich habe gar kein Verhältnis zu meiner Mutter. Bedingt durch jahrelangen Alkoholkonsum ihrerseits und dadurch Vernachlässigung meiner Person haben wir nie ein Mutter -Tochter-Verhältnis gehabt.
        Sie ist für mich eine völlig fremde Person, die ich nur sehe, wenn ich meinen Vater besuche.

        Ich lebe auch ganz anders als meine Eltern, wir haben drei Kinder, sind sehr familienbezogen und leben ein ganz anderes Leben.
        Dass deine Mutter wenig Interesse hat, ist schade, aber warum sollte sie das Lieblingsspielzeug deiner Tochter kennen?

        Ich denke, du wirst die Situation nicht ändern, sondern nur annehmen können. Deine Mutter wird sich nicht mehr verändern.

        Leb dein Leben nach deinen Maßstäben und nimm deine Mutter so wie sie ist. Es kostet zu viel Lebensenergie, Sachen ändern zu wollen, die sich nicht ändern lassen.
        Ich habe viele Jahre gebraucht, um mit meiner Mutter Frieden schließen zu können. LG

        • Hallo Februarkind,

          darf ich dich was fragen?
          Hast du "nur" innerlich deinen Frieden mit deiner Ma gemacht?
          Oder kommt ihr mitttlerweile auch "im Aussen" gut miteinander aus (zu den wenigen Gelegenheiten zu denen ihr euch seht?)

            • Vielen Dank für deine Antwort. Das liest sich ja sehr "distanziert". Tja, manchmal geht einfach nicht mehr. Aber schön, dass du deinen Frieden mit ihr gemacht hast.
              Ja, an manche Dinge gewöhnt man sich wohl im Laufe der Zeit. Bleibt einem ja nichts anderes übrig. Ich hoffe, ich schaffe das auch noch meinen inneren Frieden mit der Situation zu machen.

      Sie ist deine Mutter und du pflegst den Kontakt zu ihr.
      Also gratulier ihr zum Muttertag!

      Ich pflege keinen Kontakt zu meiner Mutter, also ruf ich sie auch nicht an.

      Ich denke du mußt an deinen Erwartungen deiner Mutter arbeiten, sonst wird sie dich immer wieder verletzen, ob gewollt oder ungewollt.

      Es ist traurig, aber scheint wahr zu sein sie will den Kontakt zu dir aber nicht zu den Enkeln.
      Wenn du den Kontakt auch noch zu ihr willst, besuch sie kurz auf einen Kaffee allein.
      Aber schafft nicht immer die Situation aufs Neue in der ihr erlebt, dass sie kein Interesse an den Enkeln hat.

      LG

    • Hallo!

      Meine Mutter und ich (und meine Schwestern) haben ein "solala"-Verhältnis.

      Ihr ist ihre Karriere sehr wichtig gewesen, mein Vater war immer in "Elternzeit" (gab es ja damals noch nicht deswegen ""). Ein inniges Verhältnis gibt es nicht.

      Ich habe in meiner Kind- und Jugendheim zeitweise sehr unter ihren Anforderungen gelitten. Ich weiß nicht, wie oft ich gehört habe, dass ich sie enttäuscht habe.

      Mein erster Freund hatte "nur" einen Realschulabschluss - sie konnte nicht verstehen, wie ich mich als Abiturientin mit "so einem" abgeben konnte. #augen

      Naja, je älter ich wurde desto mehr entspannte sich das Verhältnis irgendwie. Räumliche Distanz half sehr.

      Und seitdem sie mehrfache Oma ist hat sich das Verhältnis nochmal geändert.

      Sie ist um alle ihre Enkel sehr bemüht, aber wenn ich sehe, wie sie zB mit den Kleinen singt und tanzt, befremdet es mich. Ich kenne sie so locker nicht, mit uns hat sie nie herumgealbert.
      Es gibt immer nur um Leistungen und gute Noten.

      Naja. :-)

      Mittlerweile weiß ich, dass ihr mit all ihrer Intelligenz, mit all ihrem Wissen und Ehrgeiz einfach das Bewusstsein für andere fehlt. Sie haut manchmal Klopfen raus...unglaublich. Aber sie merkt überhaupt nicht wie sie auf andere wirkt. Das hilft ein bisschen.

      Ansonsten haben wir regen Kontakt durch die Kinder, aber ich achte darauf, dass die Gesprächsthemen eher seicht bleiben.

      Das ist besser für alle.

      LG, Marie #blume

      • <<<<Sie ist um alle ihre Enkel sehr bemüht, aber wenn ich sehe, wie sie zB mit den Kleinen singt und tanzt, befremdet es mich. Ich kenne sie so locker nicht, mit uns hat sie nie herumgealbert.
        Es gibt immer nur um Leistungen und gute Noten.
        <<<

        Ja dann freu dich doch einfach über diese Veränderung.
        Großeltern sind bei den Enkeln meist anders .Sie haben keine Verantwortung ,deshalb können sie jetzt nur noch ( gelegentlich ) genießen.
        Sie war früher leistungsbezogen und Standes bewusst, also eher streng und konventionell.So what.
        Mag es ihr auch an Gefühl gefehlt haben ( das ist wirklich schlimm ) jetzt scheint sie etwas lockerer geworden zu sein. Auf die Entfernung keine schlechte Basis.
        Also anrufen oder einen Blumenstrauß schicken.Und gut ist.

        • Mein Beitrag sollte nicht so rüber kommen, dass ich mich nicht drüber freue. Mich befremdet es einfach, weil ich sie so nicht kenne.

          Für die Enkel ist sie die beste Oma, die sehr viel mit den Kleinen unternimmt. Das finde ich toll, ich hatte selbst ganz tolle Großeltern, die auch sehr wichtig waren.

          Es war eben schwierig für mich, aber wir haben mittlerweile über viel gesprochen und Muttertag verbringen wir morgen geschlossen bei meiner Mutter und wir bringen Kuchen mit.

          • Das klingt gut.
            Weißt du vielleicht bin ich etwas barsch gewesen, weil ich derzeit ganz andere Probleme mit meiner Mutter habe.
            Meine liebevolle, lustige Mama und begeisterte Oma wird langsam aber sicher realitätsfremd und dement.Sie war wirklich viele Jahre der wichtigste Mensch für mich.
            Es ist nicht leicht einen Menschen zu Lebzeiten irgendwie zu verlieren.
            Ich muss selbst noch besser lernen damit um zugehen, dass man nicht mehr ernst nehmen kann was sie sagt.:-(
            Wir holen sie morgen auch und machen ihr einen schönen Tag.
            Ich bin dankbar für die vielen guten Jahre und den veränderten Umgang ( wir waren immer sehr eng verbunden ) lerne ich auch noch.

    Also ich hatte zu meiner Mutter imnet ein recht normal gutes Verhältnis. Wir beide versuchen die etwas komischen Eigenarten unsererseits so weit es geht auszublenden und gut miteinander klarzukommen. Ich habe sie auch sehr lieb, aber es kommen hin und wieder so Sätze durch die Blume, wo ich ihr imaginär mit nem Hammer gern auf den Kopf hauen würde, wirklich nur den Kopf schütteln könnte und am allerliebsten den Kontakt vermeiden würde.

    Bis dahin gehe ich mit - und ich kenne KEINEN, dem es nicht so geht. Wenn auch die Gründe unterschiedlichst sind...

    Aber. In Endeffekt hilft nur, sie so zu nehmen, wie sie sind. Sie müssen uns ja auch so nehmen. Und wenn man in andere Familien schaut, wo das, was wir bei uns vermissen, da ist - dann klemmts da garantiert an anderer Stelle. Generationenkonflikt und so ;-)

    Ich liebe meine Mama! Sie ist schon eigen, aber wer ist das nicht. Sie ist eine unglaublich kluge Frau, war immer eine gute Mutter und ich mache vieles (nicht alles) wie sie. Grade rief sie an:"Ich habe grade den ganzen Tag Seminararbeiten korrigiert und muss jetzt mal mit einem vernünftigen Menschen reden!" ;-)

    An den Kids hat sie immer Interesse, auch wenn sie nicht so eine "betuddel" Oma ist, das ist eher meine Schwiegermutter. ;-)

    Manchmal regt sie mich auch auf (lädt zu Ostern 5000 Leute ein und hat keine Zeit für uns ), aber ich bin auch nicht perfekt, wer ist das schon. Ich bin froh dass ich meine Mama habe.

Hi,

Puh, ich wüsste gar nicht wie ich das Verhältnis zu meiner Mutter beschreiben sollte.
Da muss man schon weitere Faktoren hinzuziehen, um das zu beurteilen.

Sind für sie Fremde dabei, ist sie sehr zurückhaltend und still. Da haben wir ein neutrales Verhältnis.
Bin ich alleine bei ihr, ist unser Verhältnis okay, aber doch nicht sehr gut.

Sind andere dabei, die wir beide kennen (zb.der engere Familienkreis), ist es ziemlich bescheiden. Zumindest empfinde ich das so, aufgrund gegebener Faktoren.
Ich bin ihr zu unbequem, weil ich schon immer Dinge hinterfragt habe auf der Suche nach Argumenten.

Meine Geschwister nutzen dafür eher das Mittel der Ignoranz und daher sind die ihr lieber als ich.
Das war schon immer so. Akzeptanz und offensichtliche Liebe habe ich nie wirklich bekommen, wenn dann von meinem Vater ( der so wie er als Vaterfigur mal fungierte nicht mehr existent ist) .

Sie ist nicht in der Lage Konflikte auszutragen auf argumentativer Basis und so haben wir das nie gelernt. Ich für meinen Teil habe als Kind immer gespurt und immer alles für Andere ausgebadet.
Hauptsache ich war nicht auffällig. So habe ich im Kindesalter eine Essstörung entwickelt, die ich bis heute manchmal nicht im Griff habe und unter der ich leide.

Meine Mutter behandelt mich sehr oft herablassend , besonders gut über mich gesprochen hat sie schon als ich ein Kind war nicht.

In der Jugend wurde ich eben nicht der schöne Teenie, die Prinzessin, sondern ein ungewollter , herumgeschubster Moppel.
Meine Mutter und mein Stiefvater haben mich dann gemeinsam fertig gemacht bis ich mit 18 dann freiwillig ausgezogen bin. Da wurde das Verhältnis irgendwann besser, nachdem ich die Handyrechnungen meines Bruders 2 Jahre zahlen durfte, weil meine Mutter über meinen Namen einen Vertrag abgeschlossen hat und ich ihr blöderweise vertraut habe.
Es hat sie nicht interessiert, dass ich mich über Monate bei meinen Freunden durchgeschnorrt habe oder Mitte des Monats noch 2€ für Lebensmittel übrig hatte.

Unterhalt habe ich nie einen Cent gesehen, als Abiturientin habe ich dann ALGII bekommen und irgendwann am Wochenende gearbeitet, um mir das Abi zu finanzieren.
Die Abifeier (bei der ich als Jahrgangsbeste mit 1er Schnitt endlich mein Ziel erreicht hatte), wollte sie nur besuchen, wenn ich den Eintritt zahle. So habe ich für sie und ihren Freund (Nicht mal mein Vater und sie kannten sich ein paar Monate) den Eintritt gezahlt.
Da hat sie dann über meine Freunde hergezogen, übers Essen gemault und das Programm fand sie auch blöd. Dann hatte sie noch eine weite Anreise und insgesamt habe sich das für das Essen und die 2 Stunden auch nicht gelohnt.

Darüber könnte ich ein ganzes Buch schreiben. Als ich schwanger war und sie erfuhr , dass sie nicht die Erste war, die es erfahren hat, war sie stinkig und hat bei mir ein Riesen Theater gemacht.
Als mein Sohn dann geboren wurde und ich mich am Abend der Geburt erst gemeldet habe, waren ihre Worte : " Ich bin so enttäuscht von dir ! Das ist eine Unverschämtheit deiner eigenen Mutter so spät Bescheid zu geben!" . Am nächsten Tag stand sie unangekündigt im Zimmer als ich ihn stillte, nahm ihn mir von der Brust , machte 30min Theater , ich war am Ende mit den Nerven und mein Neugeborenes ebenso. Dann hat sie Bilder von meinem Sohn online gestellt ohne mich zu fragen und war richtig wütend, als ich sie darum hinwies, dass ich das nicht möchte und das selbst entscheiden will ob, wann und was.

Dann rief sie mich an, sie wolle umziehen. sich eine Gartenhütte am See kaufen (was ich schon schwachsinnig fand ) und ob ich ihr 2000€ leihen könne. Ich verneinte. Da war sie natürlich auch stinkig, weil wir ja ein neues Haus gekauft haben und umziehen, sie aber nicht umziehen kann.

Mittlerweile ist es so, dass sie mich immer herablassend behandelt, sobald sie die Gelegenheit dazu hat und die Sicherheit, dass die weiteren Anwesenden auf ihrer Seite sind oder zumindest die Klappe halten.

Also eher nicht soooo positiv, wie ich finde.

Bei mir ist es ähnlich. Durchlebe fast bis auf kleine Details das Gleiche mit meiner Mutter.

Mittlerweile habe ich mich damit s gefunden, widerspreche nicht mehr ( führt zu nichts) und erzähle ihr auch nur ganz oberflächliche Dinge.

Wie mein Leben so ist, ja das würde vermutlich nicht in ihr Weltbild passen...und dumme Sprüche anhören mag ich nicht mehr.

Also du bist nicht allein!

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