Plötzlich "will" er eine große Hochzeit...

    • (1) 22.05.17 - 11:57

      Hallo
      Nachdem ich hier in meiner Elternzeit hin und wieder still mitgelesen habe, "musste" ich mich jetzt auch anmelden :-(

      Ich muss etwas ausholen damit es verständlich wird. Wir, mein Freund und ich, sind jetzt 29 und 30. Wir sind seit der 11 Klasse zusammen und kennen uns seit der 5 Klasse. Wir haben einen gemeinsamen Sohn (15 Monate). Wir kommen aus ziemlich unterschiedlichen Verhältnissen und unsere Beziehung war für seine Familie anfangs ein sehr sehr großes Problem. Sein Vater ist in der Politik, die Mutter Ärztin. Die Großeltern kommen aus ähnlichen Sparten. Er hat einen älteren Bruder. Ich komme aus vergleichsweise einfachen Verhältnissen. Meine Eltern waren nie arbeitslos oder so, sie haben immer in ihrem Beruf gearbeitet, sie sind aber eben keine Akademiker und große Sprünge waren nicht drin. Zudem brachte mein Vater 3 Kinder mit in die Beziehung, er hat eine Scheidung hinter sich, und es folgten noch Zwillinge und schlussendlich ich. Wir sind also eine kinderreiche Familie. Große Sprünge waren wie gesagt nie drin aber wir waren glücklich und hatten Nahrung,Kleidung, kein Eigenheim aber ein Dach über dem Kopf, waren hin und wieder im Urlaub,... usw. Bildung war unseren Eltern immer sehr wichtig. Gemeinsam, durch sparen und ein Teilstipendium, haben wir es auch geschafft mir ein Austauschjahr in Mexiko zu ermöglichen!

      Dennoch war es für seine Eltern anfangs ein Schock dass ihr Sohn jemanden wie mich mit heim brachte. Es war wirklich nicht schön, aber nachdem sie mich besser kennengelernt haben ging es. Beste Freunde werden wir nie sein, wir kommen aber klar, auch wenn sie hin und wieder noch nachtreten #zitter
      Mein Freund ist nicht wirklich wie die anderen aus seiner Familie. Er hat recht andere Werte und Vorstellungen, sein Bruder ist z.B. völlig Typ "BWL Justus" falls jemand diese Bilder kennt. Um zum Problem zu kommen: es geht um unsere Hochzeit. Wir sind beide nicht wirklich der Typ für große Veranstaltungen, mögen es nicht so im Mittelpunkt zu stehen und bevorzugen es Zeit mit den engsten Menschen zuverbringen wenn Feierlichkeiten anstehen. Zudem sind wir beide nicht wirklich religiös. Für uns war eigentlich schon immer klar, wir heiraten "nur" standesamtlich und feiern das im kleinen Kreis. Anschließend in die Flitterwochen zu meiner zweiten Familie in Mexiko.
      Das war IMMER der Plan. Letzten Monat haben wir noch darüber geredet weil wir es gerne im Spätsommer/Herbst machen würden.
      Tja, letzte Woche hat er mir auf einer öffentlichen Veranstaltung vor sehr vielen (fremden!!!) Leuten einen Antrag gemacht. Ich war etwas überrumpelt, heiraten ? Klar! Aber ein Antrag in dieser Art und Weise ? Das passte nicht zu ihm oder zu uns. Ich habe ja gesagt, war aber wie gesagt einfach etwas verwirrt und überrumpelt. Dann hat das kleine Drama begonnen. Seine Mutter hat den Antrag mitbekommen, sie ist der Meinung ich habe falsch reagiert. Nichtmal geweint habe ich ??? #kratz Dann wieder ein Kommentar über meine Herkunft, ich will wohl nicht weil mir meine Familie peinlich ist :-[ Das hat meinen Freund angesteckt, ob es mir nicht gut geht. Ob er war falsch gemacht hat. Ich habe im ruhig und sachlich erklärt was los ist. Ich liebe ihn natürlich und will ihn heiraten, es hat mir nur sehr überrascht.

      Das hat er verstanden. Nur will er plötzlich eine riesige Hochzeit. Auch kirchlich. Mit großer Feier in einer tollen Location. Auch "wegen den Leuten". Ich soll es jetzt erstmal sacken lassen, er ist jetzt auf einer Fortbildung und dann wollen wir weiter reden wegen der Hochzeit. Ich kann es mir nach wie vor absolut nicht vorstellen so zu heiraten. Ich bin ziemlich sicher, er will es wirklich nur wegen "den Leuten", seiner Familie,... und fühlt sich unter Druck gesetzt. Sein Bruder plant gerade so eine XXL Hochzeit mit Hinz und Kunz...
      Hatte jemand ein ähnliches Problem? Wir es wegen dem Unterschied in unseren Familien immer Probleme dieser Art geben? :-(

      Ach ja, mit dem Enkel ist alles super. Sie sind tolle Großeltern. Laut meinem Freund sogar besser als damals zu, auch weil siie öfters präsent sind...

      Liebe Grüße :-)

      • Puh das ist schwierig. Ich würde ihm wohl lieb und nett nochmal unter vier Augen sagen, dass ich das so nicht möchte sondern lieber bei dem Plan von früher bliebe.
        Es ist die Hochzeit von euch zwei und nicht "von den Leuten" oder den Eltern. Traut er sich das seinen Eltern so zu sagen?

        Es gibt leider wirklich sehr oft Probleme, wenn man komplett verschieden aufgewachsen ist, aber wenn beide sich entgegenkommen und lieben, dann kann das schon klappen. Aber wenn er seinen Eltern gegenüber immer nachgibt wirds schwierig.
        Dann bestimmen sie die Größe des Autos, des Hauses, die Ausstattung und die Schule der Kinder - oder wie muss man sich das im schlimmsten Fall vorstellen? DAS würde ich ihn direkt mal fragen.
        Grundsätzlich verbitten würde ich mir allerdings die Frage/Aussage, ob Du Dich für Deine Eltern schämst - das ist eine Unverfrorenheit ohne gleichen. Da würde ich ein für alle Mal vor versammelter Mannschaft klarstellen, dass ich meine Eltern liebe und mich niemals für sie schäme. Viel Geld bedeutet nämlich noch lange nicht viel Charakter - und Liebe schon gleich garnicht. Sehr viel "sozial verwahrloste" Kinder kommen aus sogenannten reichen Familien:-[
        LG Moni

        • Naja, er ist ja schon etwas das schwarze Schaf der Familie. Lebt seine eigenen Vorstellungen, hat nicht das studiert was von den Eltern gewünscht war,... Das war wohl auch schon in seiner Kindheit etwas so. Das was seine Eltern toll fanden und als toll vorlebten fand er nicht toll, dieses "verwahrloste" trifft definitiv zu. Er hatte alles und sogar noch mehr, aber einfach mal Zeit mit seinen Eltern und rumblödeln gab es nicht.
          Das mit meiner Familie hatten wir schonmal. Das war vor Jahren ein richtig fetter Streit bei dem sie letztendlich festgestellt hatten dass aus mir ja "irgendwie" trotzdem was geworden ist. Dieser Streit war eigentlich der letzte richtige. Seitdem kamen wir mehr oder weniger klar.

          Ich dachte eigentlich mit unserem Sohn wird es vielleicht anders, aber zwischen uns ist alles gleich gut/schlecht geblieben.

          • Also wenn er sowieso das schwarze Schaf ist, kann er erst recht heiraten, wie er will. Glaube nicht, dass ich x tausend Euro ausgäbe "nur für die Leute".
            LG

            • Das ist natürlich ein weiterer Punkt! Falls es falsch rüber kam, mit schwarzen Schaf meinte ich jetzt nicht dass er verstoßen wurde und immer der Depp ist. Er fällt halt eher auf, man machte sich Sorgen "um den Jungen" usw. weil er es wagte seine eigenen Meinungen zu äußern und solchen Kram eben. Und es sitzt eben noch tief in seinen Eltern dass er nicht in ihre Fußstapfen getreten ist.

              • Da fällt mir der Spruch ein "Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich's gänzlich ungeniert." :-)

                Etwas konkreter: Er war anscheinend immer etwas anders als seine Familie. Nun wirkt es so als wolle er sie beeindrucken. Was ist der Grund? Denn eigentlich könnte er die Rolle ja einfach weiter fortführen. Überraschen dürfte das niemanden.

                Oder leidet er unter dieser Rolle und möchte etwas daran ändern? Oder wollte er vielleicht doch immer eine größere Hochzeit mit seiner Familie, aber wollte dich nicht verletzen, weil er wusste, dass du dir das nicht leisten kannst und / oder möchtest?

                Das Urteil "Andere haben ihn manipuliert" ist naheliegend, aber gleichzeitig auch schnell gefällt. Mir wurde schon mehrfach unterstellt, ich würde nicht meine eigenen Entscheidungen treffen und hätte mich beeinflussen lassen und ich muss sagen, dass mich nur wenig mehr kränkt. Ich fühle mich dann nicht ernst genommen und möchte einfach nur, dass man mir unvoreingenommen zuhört, was schwerer zu sein scheint als man denkt.

                Daher mein Rat: Ergründe seinen Sinneswandel, ohne vorschnell zu urteilen. Es kann so viele Beweggründe dafür geben. Danach könnt ihr überlegen, wie eine Hochzeit aussieht, die euch beide glücklich macht.

                • Hallo
                  Ich habe eine Vermutung die ich oben schon etwas angeschnitten habe, er sieht wie seine Eltern mit unserem Sohn umgeben. Wie es sich zu seiner Kindheit unterscheidet. Sie sind nach wie vor gut beschäftigt und unterwegs, sind aber im Leben ihres Enkels dennoch wohl mehr präsent als bei ihm. Auch mit ganz einfachen Dingen, die gehen einfach mal spazieren oder auf den Spielplatz.
                  Das kennt er so nicht. Ich habe ihn noch nicht darauf angesprochen aber ich glaube das lässt Sehnsucht in ihm aufkommen. Vielleicht denkt er mit etwas dass seinen Eltern gefällt, also einer Hochzeit nach ihrer Nase, ändert sich an ihrem Verhältnis etwas.

                  Liebe Grüße

          (8) 22.05.17 - 14:30

          Lebt seine eigenen Vorstellungen

          Na also, dann soll er sich da nicht so beeinflußen lassen.
          Ansonsen müsst Ihr einen Kompromis finden. Eine mittelgroße Feier o.a.
          Etwas, womit Ihr beide leben könnt.

          Da ist wohl nicht er das schwarze Schaf, sondern ein Weißes unter schwarzen ...

          Ich hoffe für euch, dass er sich - wie bisher ja offenbar auch - gegen seine Familie behaupten kann.
          Alles Gute und viel Glück!

    (10) 22.05.17 - 12:24

    Also ob kirchlich heiraten oder nicht, würde ich nicht davon abhängig machen, was andere denken. Das fänd ich nicht richtig. Bei der Feier würde ich persönlich aber versuchen einen Kompromiss anzustreben.

    Ja, es ist schon richtig, dass es eure Hochzeit ist. Ihr solltet euch also auf jeden Fall treu bleiben. Aber ich denke auch, dass es halt auch für die Familie ein wichtiger Tag ist und man da auch schauen kann, wie man das mit berücksichtigt.

    Ich kann das schon verstehen, dass er seine Familie da auch nicht enttäuschen möchte.

    Vielleicht kannst du dich einfach für einen Kompromiss öffnen? Ich finde, dass man gerade bei einer Hochzeit so unzählige Möglichkeiten hat, dass es einfach unnötig ist sich so ein schönes Ereignis kaputt zu zerstreiten.

    • (11) 22.05.17 - 12:33

      Hallo
      Es ist ja nicht so dass wir klammheimlich heiraten wollten! Eben nur standesamtliche im kleinen Kreis, mit einer ebenso kleinen "Feier" mit den besten Freunden und den engen Verwandten. Ohne Menschen die man über x Ecken irgendwie kennt, ohne teurere Location usw. Gerade "die Leute" sind ein Problem für mich. Nichtmal er kennt so manch ein Mensch den sein Bruder einlädt, aber es gehört ja dazu #klatsch

      LIebe Grüße

      • (12) 22.05.17 - 12:48

        Also dass man auf der Feier von anderen (auch wenn es der Bruder ist) nicht alle Gäste kennt, finde ich vollkommen normal. Schließlich hat ja jeder sein eigenes Leben und da sind halt auch mal Kollegen oder Bekannte, die man als Bruder nicht kennt.

        Ja, für manche gehören sich gewisse Dinge einfach so. Da lässt man eben (schon immer) 'alle' an so einem freudigen Ereignis teilhaben. Das hat - wenn man den Gedanken an sich ran lässt - auch was sehr schönes.

        Für mich wäre erstmal die Frage warum dein bald-Mann überhaupt plötzlich so eine große Feier möchte. Wollte er es schon immer und ihr habt aneinander vorbei geredet? War es ihm bis zur Hochzeit seines Bruders nicht bewusst, dass er auch gern einmal im Leben 'alle' versammelt hätte? Ist es ein Konkurrenz-Ding zwischen Brüdern?

        Was genau ist es denn, was dich an einer großen Hochzeit so stört? Was sind wirklich die Dinge die auf deiner Hochzeit gar nicht in Frage kommen? Und was ist dir wichtig?

        • (13) 22.05.17 - 12:59

          Nein, das sind Menschen aus dem Leben der Eltern die ihren Kinder kaum bis überhaupt nicht kennen. Menschen mit denen die Eltern mal irgendetwas zu tun hatten, Menschen die mal irgendwo in der Nachbarschaft der Eltern gewohnt haben,... .Vielleicht liegt es ja wirklich an meiner Herkunft aber ich möchte das für meinen Teil bei mir einfach nicht. Ich bin kein Mensch der gerne im Mittelpunkt steht, ich mag schon dieses "wir müssen mal wieder was machen" bei Menschen die wir wirklich kennen, aber eigentlich keine weitere Beziehung mit ihnen haben, nicht. Der Gedanke dann noch für uns komplett Fremde, die mit uns nie etwas zu tun haben werden, an so etwas teilhaben zu lassen hat für mich auch wenn ich mehr drüber nachdenke absolut nichts schönes.
          Er wollte es eigentlich auch nie, er ist nicht wie seine Familie, aber er ist eben dennoch Teil seiner Familie und steht sicher dadurch auch unter einem gewissen Druck. Was ihn jetzt plötzlich genau dazu bewegt weiß ich nicht.

          Konkurrent unter den Brüdern gibt es nicht. Sie leben ein komplett unterschiedliches Leben. Es ist eher sein Bruder der ihm in einem ruhigen Moment mal sagt er hätte lieber auch seinen Weg eingeschlagen.

          • Weder mein Sohn noch meine Tochter hatten Leute auf der Hochzeit, die sie nicht kannten. Sie luden nämlich selber ein. Kann man machen, aber nur wenn man Millionär ist und "Geschäftskontakte einladen muss".
            LG

            • Ja das dachte ich mir auch. Dass bei seinen Eltern das Publikum anders aussieht ist mir klar, dass bei den Kindern aber Menschen erwartet werden die diese kaum bis überhaupt nicht kennen ist für mich schon wieder etwas komplett anderes. Gegen den Praxis Partner der Mutter z.B., den wir 3 (auch unser Kind) relativ gut kennen, hätte ich ja nichtmal unbedingt was. Mit so jemandem käme ich noch klar aber das wäre echt das höchste...

          (16) 22.05.17 - 13:13

          Hmm ok. So hatte ich das am Anfang nicht verstanden. Bekannte von den Eltern einzuladen finde ich jetzt auch etwas befremdlich. Wenn es Freunde der Eltern wären, die ihn haben aufwachsen sehen und sich jetzt freuen, dass er heiratet, könnte ich das gut verstehen. Aber irgendwelche Nachbarn wären mir auch zu viel.

          Das mit dem Druck könnte ich mir auch gut vorstellen. Vielleicht gibt es ja andere Punkte, die dir nicht so wichtig sind an denen du etwas nachgeben kannst um es ihm leichter zu machen?

          Lass dir auf jeden Fall die Vorfreude nicht verderben.

(17) 22.05.17 - 12:31

Na anscheinend war doch nie so klar, wie ihr heiraten werdet ;-)
Lass es sacken, rede nochmal mit ihm und vielleicht findet ihr einen Kompromiss. Groß, nicht zu groß, nicht kirchlich.

LG

  • (18) 22.05.17 - 12:35

    Hallo
    Doch, für uns war es das wie oben geschrieben eigentlich schon. Standesamt, kleine Feier, ab nach Mexiko.

    Liebe Grüße

    • (19) 22.05.17 - 12:36

      Wie gesagt, reden ist das Zauberwort ;-)
      Ich würde, wenn es eigentlich klar war, nichts großes zu machen, dann unter den Umständen gar nicht heiraten wollen #schwitz

(20) 22.05.17 - 14:03

Hallo,

so ein bißchen kenne ich das auch.

Die Eltern meines Mannes sind so Richtung Großbürgertum. Sie hatten eine eigene Dachdeckerei mit zig Mitarbeitern, und meine Schwiegermutter findet "die Leute" auch total wichtig.
Mein Vater hat sich zwar vom Volkschulabschluss bis hin zum Geschäftsführer der Tochter eines Großunternehmens hochgearbeitet, aber der Rest der Familie, und die Familie meiner Mutter waren alle nur kleine Angestellte und Arbeiter, die höchstens einen Realschulabschluss hatten, außer meinem Onkel mit Fachhochschulabschluss.
In meiner Generation haben dann die meisten Abi und Uni-Abschluss, aber ältere Leute gucken irgendwie lieber nach ihren Altersgenossen aufwärts, was das angeht.

Naja, jedenfalls meinte Schwiegermuttern auch, wir müßten Tante Trude aus Buxtehude und zig andere komische Verwandte, die ich noch nie gesehen hatte, zur Hochzeit einladen und dafür weniger von unseren Freunden.

Mein Mann und ich waren da seit 10 Jahren zusammen, und ich habe meiner Schwiegermutter erklärt, dass wir Leute, die mir in 10 Jahren nicht ein einziges mal begegnet sind, und auf die auch mein Mann keinen Wert legt, nicht einladen.
Wir haben auch Verwandte von meiner Seite nicht eingeladen, zu denen kein wirklicher Bezug bestand.
Das fand sie zwar nicht toll, wegen "der Leute", aber sie musste damit leben.

Meine Schwiegermutter hat auch so ein Mordsbrimborium wegen der Hochzeit gemacht. #schwitz
Manche Leute gehen irgendwie total in sowas auf. Mein Mann und ich fanden es hauptsächlich lästig, und waren schon kurz davor, nach dem Standesamt alleine Essen zu gehen und fertig.

Ich bin übrigens auch so ein unsensibler Mensch und hätte bei einem Antrag nicht geweint. Ich heule doch nicht vor zig Menschen los, wenn ich es vermeiden kann.
Aber meine Schwiegermutter hätte wohl so reagiert, wie Deine. Die ist nämlich jemand, der gerne mal losheult, sei es aus Rührung oder um damit etwas zu erreichen.

Am wichtigsten ist, dass Du eine gemeinsame Linie mit Deinem Mann findest. Wenn Dein Mann auch lieber eine kleine Hochzeit will, müßt Ihr das gemeinsam durchdrücken. Und wenn Deine Schwiegermutter dann beleidigt ist, ist das ihr Problem. "Die Leute" kriegen doch eine tolle Hochzeit bei ihrem anderen Sohn geboten.

Was Bekannte von uns gemacht haben, war, in Großbritannien zu heiraten. Das war den meisten von den "Leuten", also den Verwandten, mit denen man eigentlich nichts zu tun hat und anderen, von Eltern und Schwiegereltern als wichtig erachteten Personen, zu weit. Die haben dann abgesagt, und das Paar hat dafür Freunde eingeladen.
So konnten Eltern und Schwiegereltern sich nicht mehr beschweren. ;-)

Mein Verhältnis zur Schwiegermutter ist so lala. Mit den Enkeln läuft es gut, aber wir haben keinerlei gemeinsame Basis. Das, was sie gut/interessant findet, finde ich blöd/langweilig und umgekehrt. Dass sie sich immer überall einmischen und alles wissen muss, ist auch nicht gerade hilfreich.
Wir bemühen uns aber, nett zueinander zu sein.

Ich schätze, so wie Du es beschreibst, wird es bei Euch auf Dauer auf ein ähnliches Verhältnis hinaus laufen.

LG

Heike

  • (21) 22.05.17 - 14:29

    Hallo
    Oh da erkenne ich wirklich einige Gemeinsamkeiten! Ich beneide einige unserer Freude echt, in deren Familien liebt sich auch nicht jeder aber so ein Theater gibt es nicht. Bei Hochzeiten läuft es so wie das Paar es plant und gut ist.

    Liebe Grüße

(22) 22.05.17 - 14:11

Hallo

ich finde es auch schwierig, dir etwas zu raten.
Manchmal kann es aber von Vorteil sein, über seinen Schatten zuspringen.
In der Familie deines Zukünftigen werden Hochzeiten groß gefeiert, es wird auch als eine gesellschaftliche Verpflichtung gesehen.
Auch wenn du meinst nicht der Typ dafür zu sein, vielleicht kannst du die Planung abgeben und konzentrierst dich auf dich?
Für manche wird mit so einer Feier schon einiges "Festgeschrieben".Es bedeutet die offizielle Aufnahme in die Familie.Das ist nun einmal für manche so.

Ich würde also auch an die Zukunft und an meine Kinder denken.
Ihr schließt euch schon irgendwie aus, wenn ihr ohne Familie feiert oder im sehr kleinen Kreis.
Dein Partner scheint mir auch beeinflusst diesbezüglich.( Antrag )

Meine beiden Hochzeiten fielen auch sehr viel größer aus, als ich mir das ursprünglich mal vorgestellt hatte.
Ich habe mich angepasst, in der jeweiligen Herkunftsfamilie des Bräutigams waren große Hochzeiten nun mal üblich.
Letztendlich habe ich noch großen Spaß daran gefunden und bin fast zur Brautzilla mutiert.#rofl
Es macht einen Unterschied im Umgang mit der Verwandtschaft später.Schwer zu erklären.

Vielleicht fällt euch auch noch irgendein Kompromiss ein.

#klee

L.G.

  • (23) 22.05.17 - 14:21

    Ein Kompromiss könnte folgendermaßen aussehen:

    Ihr heiratet standesamtlich mit Familie und lasst die Schwiegereltern einen Empfang (in einer Location ihrer Wahl)im Anschluss geben.
    Am frühen Abend seid ihr zu Hause und am nächsten Tag fliegt ihr nach Mexico.
    Keine Kirche, kein Gedöns, ein kurzes weißes Cocktail-Kleid und fertig.

    (24) 22.05.17 - 14:25

    Hallo
    Es geht mir nicht um die Planung, ich habe kein Problem damit Dinge zu planen. Es geht mir um die Hochzeit selbst. Alleine der Gedanke an einer Hochzeit dieser Art lässt es mir kalt den Rücken runterlaufen. Alleine der Gedanke wie ich in einer Kirche langsam nach vorne schreite, während mich Menschen anschauen die wir noch nie gesehen haben #zitter

    Ich bin schon oft genug über meinen Schatten gesprungen, auch wenn ich mich dabei nicht wohl gefühlt habe. Aber an einem Tag der eigentlich nur uns gehört habe ich eigentlich nicht vor mich unwohl zu fühlen.
    Es war nie die Rede davon OHNE Familie zu feiern. In kleinem Kreis hieß für uns eigentlich einfach die engsten Menschen, und darunter fällt natürlich auch die Familie.

    Liebe Grüße

    • (25) 22.05.17 - 14:31

      Dann verhindere die Kirche auf jeden Fall.Es ist euer Tag!!!!!
      Einen Kompromiss ( für die Schwiegereltern ) habe ich ja schon vorgeschlagen.

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