Lässt sich ein Kind verheimlichen?

    • (1) 28.05.17 - 13:58

      Hallo,

      eine Frau hatte eine Beziehung mit einem verheirateten Mann, wusste jedoch im Zeitraum der Beziehung absolut nichts von der Ehe. Der Mann und die Frau haben beide willentlich ein Kind bekommen. Nach bekannt werde der Lüge des Mannes ist die Beziehung zu Ende und der Mann möchte das Kind verheimlichen.

      Die Frau besteht jedoch auf Unterhalt und Anerkennung der Vaterschaft. Der Anwalt des Mannes hat nun die Vollmacht für ihn übernommen und erhält nun die Post in dieser Sache von dem Mann damit die Ehefrau nicht zufällig von dem unehelichen Kind erfährt. Lässt sich das auf Dauer aufrecht erhalten? Können offizielle Briefe (Anerkennungs Urkunde) vom Jugendamt tatsächlich auf Dauer an den Anwalt gehen?

      • (2) 28.05.17 - 14:38

        Ja warum denn nicht? Wenn er bei den Ämtern die Adresse hinterlegt hat, bzw. die Gerichtssachen gehen eh meist erst an den Anwalt und der leitet es dann weiter. War bei uns auch so, als wir wg. unseren Mietern geklagt hatten.

        Ob er dann allerdings noch die Unterhaltszahlungen für sein Kind vor seiner Frau verheimlichen kann, das wage ich ja eher zu bezweifeln, aber ist ja dann nicht dein Problem.

        Dir kann es ja egal sein, wo das Gericht die Sachen hinschickt und ob es klappt.

        (3) 28.05.17 - 15:43

        Das ist dann Problem des Mannes.
        Er wusste dass er verheiratet ist, als er das Kind zeugte und muss jetzt mit den Konsequenzen leben
        - Unterhalt für's Kind
        - (Angst) dass die Frau, das heraus findet
        - evtl. Trennung oder auch nicht

        wenn er die Post umleitet und sich den Stress gibt, alles zu verheimlichen, kann schon sein.
        die Gefahr, dass es heraus kommt ist immer da.

        jemand erfährt davon
        jemand verplappert sich
        Kind sucht nach ihm
        Frau findet Post
        was auch immer

        Kind hat das Recht auf Unterhalt. Wie er das managt und das vor seiner Frau verheimlicht, sein Problem.
        Manche Menschen machen das notorisch (egal ob Mann oder Frau - Fremdgehen und verheimlichen etc.) andere haben ein schlechtes Gewissen und setzen einen riesigen Kraftaufwand in Gang.

        Bei manchen kommt es dann bei der Testamentseröffnung raus (wenn uneheliche Kinder den Pflichtteil bekommen), bei anderen gibt's den Knall schon vorhern.

        Manche bereuen es zu tiefst (vor allem/auch, dass sie nicht schon früher was gesagt haben)
        andere streiten es auch dann noch ab.

        Für mich wäre der Stress nichts....
        als Mutter des Kindes würde ich mich um die Belange des Kindes kümmern. Unterhalt, späteres sagen, wie der Vater heißt, bei der Suche helfen - wenn vom Kind gewünscht

        als noch Ehefrau käme es auf die Gesamtsituation an, hoffe aber, dass ich nie in die Situation kommen würde.

        (4) 28.05.17 - 15:43

        Hallo!

        Ja, das geht. Alle Post läuft über den Anwalt, und Zahlungen kann man auch diskret abwickeln mit eigenem Konto.

      • (5) 28.05.17 - 16:05

        Theoretisch geht das schon. Ist natürlich kostspielig und wenn er nicht gerade ein immer reich gefülltes Konto hat, auf das die Frau keinen Zugriff hat, wird es wohl irgendwann bei den Unterhaltszahlungen fürs Kind UND die Mutter auffallen.

        Spätestens, wenn der Vater des Kindes stirbt und das Kind seinen Pflichtteil anfordert fliegt alles auf, nach seinewm Ableben, kann es dem Mann aber dann egal sein#augen

      • (7) 28.05.17 - 18:20

        Es geht um meine beste Freundin und ich frage hier weil ich mir Sorgen mache. Unterhalt ist beantragt, die Vaterschaft wurde festgestellt und er muss die Vaterschaft anerkennen. Es wäre gerecht, wenn die Ehefrau es erfahren würde, da er sie ja ebenso belügt wie meine Freundin und ich kann mir nicht vorstellen, dass man so etwas als Ehefrau erst Jahre später erfahren möchte. Es wäre gerecht weil sich dass Leben meiner Freundin komplett geändert hat und er weiter lebt als wenn nichts wäre. Sie kann allerdings nicht aktiv werden, da er ihr droht, die Polizei ist informiert aber kann da noch nicht einschreiten.

        Müssen offizielle Dokumente wie Urkunden oder eventuell gerichtliche Aufforderungen nicht persönlich zugestellt werden?

        Der Mann verdient recht gut müsste aber auch nicht wenig Unterhalt zahlen und dafür dann ja auch wieder mehr arbeiten.

        • Hallo,

          ob und wie er es seiner Frau sagt oder verheimlicht ist sein Problem. Wenn es irgrndwie auffliegt schon. Glaube mir, er lebt sein Leben garantiert nicht so weiter wie bisher - er muss ja ständig die Angst im Nacken haben.

          Inwiefern möchte deine Freundin aktiv werden und inwiefern droht er ihr?

          Alles Gute für deine Freundin.

          • Er schrieb ihr, wenn seine Frau etwas mitbekommt, dass sie dann ihres Lebens nicht mehr froh wird. Das war der Polizei nicht konkret genug.

            Ich bin nur so wütend er belügt 2 Menschen in einer Art und Weise für die ich keine Worte finde und kommt augenscheinlich damit durch.

            Deswegen hoffe ich auf einen verirrten Brief der den Schwindel doch noch aufdeckt.

            • (10) 28.05.17 - 20:45

              Ich würde sagen, da hat aber einer mächtig die Hosen voll! Wie kam der auf das schmale Brett, ein Kind zu planen?

              Auch wenn ich deine/eure Sicht und den Wunsch nach "Vergeltung" nachvollziehen kann, in dem Fall würde ich ALLES mir zustehende fördern (also auch Unterhalt für deine Freundin) und alles andere bringt die Zeit... Karma is a Bitch!

              "Der Mann verdient recht gut müsste aber auch nicht wenig Unterhalt zahlen und dafür dann ja auch wieder mehr arbeiten."

              Den Satz verstehe ich nicht. Warum sollte er mehr arbeiten müssen?

              (11) 28.05.17 - 22:29

              Wenn ein Mann verheiratet ist, hat er auch ein Familienleben abends und an den WE oder in seiner Urlaubszeit, wie kann ich als Affäre nicht merken, das er an WE oder abends nur gelegentlich Zeit hat oder nie über Nacht bleibt?

              Oder wurde ssie nach ein paar mal treffen schon gleich schwanger?

              • (12) 29.05.17 - 08:51

                Woher willst du wissen, das der Mann nie über Nacht geblieben ist? Nicht jeder (verheiratete) Mann ist jede Nacht zu Hause.
                regelmäßig Montage, Wochenend Pendler, Mo bis Mi BüroA + Do und Fr BüroB

                Das geht schon. Meine Cousine war eine Weile mit einem Mann liiert, der ihr seine Familie inklusive Kind lange verheimlicht hat. Der gute hatte zwei Jobs in zwei Städten. In der einen Stadt (bei Frau und Kind) war er unter der Woche und am WE in der anderen Stadt bei meiner Cousine. Es kam dann durch einen Zufall raus. Schwanger wurde sie zum Glück aber nicht.

        (14) 28.05.17 - 19:43

        Aus Erfahrung kann ich sagen, dass so etwas in den meisten Fällen durch einen wirklich sehr dummen Zufall auffliegt.

        Ein Kind kann man nicht dauerhaft verheimlichen, spätestens wenn er für weitere Kinder zahlen muss oder im Erbfall kommt das ans Licht.

        (15) 28.05.17 - 21:08

        Der Anwalt vertritt ihn offiziell. Das ist die offizielle Zustellung. Persönlich ist nie notwendig, wenn man sich einen rechtlichen Vertreter gewählt hat.
        Der Unterhalt wird anhand seines Einkommens berechnet. Da dies offenbar vorhanden ist, gibt es auch darüber keine Chance an das Einkommen seiner Frau zu kommen und diese so zu informieren. Er muss nicht mehr arbeiten.

    (16) 28.05.17 - 21:02

    Warum soll das nicht gehen?
    Der Anwalt wird ja nicht monatlich bezahlt, sondern nur wenn er etwas tut. So teuer ist das nun auch wieder nicht. Und seine Ehe ist dem Mann nun offenbar mehr wert. Hat sicher seine Gründe.
    Irgendwelche Offenbarungen aus Rache sollte deine Freundin sich vorher gut überlegen. Die wenigsten Frauen wollen noch mit einem Mann zusammensein, der sie betrogen und ein Kind mit einer Anderen hat. Im Falle einer Trennung muss der Mann hier wahrscheinlich auch Unterhalt zahlen, vielleicht auch noch Kindesunterhalt. Das könnte durchaus den Unterhalt kürzen, den deine Freundin jetzt bekommt.

    (17) 28.05.17 - 21:17

    Huhu,

    Kann man schon....
    Wir sind auf der Beerdigung von meinem Opa auf eine neue Tante gestoßen :-p
    Lg

    • Damit nicht auffällt, dass weniger Geld in der Kasse ist müsste er mehr arbeiten um das Loch zu füllen meiner Meinung nach.

      Soweit ich weiß wird das gesamte Einkommen der Eheleute bei der Berechnung mit einbezogen. Seine Frau arbeitet auch, ich habe die Steuererklärung gelesen.

      • (19) 28.05.17 - 21:34

        Natürlich kann man den rache Gedanken nicht von der Hand weisen, allerdings geht es mir nicht darum seinen Hintern zu schützen und er hat meiner Freundin erheblichen Schaden zugefügt und ich denke seiner Ehefrau ebenfalls, so jemand sollte vom Karma wirklich bald Besuch bekommen.

        (20) 28.05.17 - 21:41

        "Damit nicht auffällt, dass weniger Geld in der Kasse ist müsste er mehr arbeiten um das Loch zu füllen meiner Meinung nach."

        Er muss zur Unterhaltsberechnung jeglichen Verdienst und alles an Einkommen angeben, auch bspw. Mieteinnahmen oder andere Gewinne. D.h. er fällt dann wieder in eine höhere Klasse und wieder wird noch merh für das Kind berechnet. Das hilft ihm also nichts.

        Die Ehefrau hat damit gar nichts zu tun, ihr Einkommen bleibt selbstverständlich davon unberührt. Sie hat ja auch kein Kind gezeugt.

        (21) 29.05.17 - 05:18

        >> Soweit ich weiß wird das gesamte Einkommen der Eheleute bei der Berechnung mit einbezogen. <<

        Nicht wirklich. Das Einkommen des Partners wird erst interessant, wenn einer der Ehepartner nicht arbeitet und stattdessen den Haushalt führt. Dann ist der arbeitende Teil verpflichtet, dem anderen ein angemessenes Taschengeld zur Verfügung zu stellen. Und das spielt bei eventuellen Unterhaltsberechnungen gegen den nicht erwerbstätigen Ehepartner eine Rolle. Wenn beide arbeiten ist das Einkommen des Partners uninteressant.

        http://www.finanztip.de/taschengeld-unter-eheleuten/

        Grüsse
        BiDi

(22) 29.05.17 - 06:43

Ich persönlich als betroffene Mama würde mich ja fragen, ob es irgendeine Frau gibt, die nicht wissen will, wenn ihr Ehemann bewusst ein Kind mit einer anderen gezeugt hat. Meine Antwort würde lauten: aller Wahrscheinlichkeit nach nicht.

Im nächsten Schritt würde ich wohl aber erstmal schauen, was im Moment wichtig ist - nämlich der Unterhalt für mich und für mein Baby. Ehe der nicht offiziell tituliert ist, würde ich wiederum auch nichts machen.

Dann ist ja noch die Frage, wie es mit gemeinsamem Sorgerecht aussieht, wenn der leibliche Vater nicht mal Umgang wahrnehmen will - das stünde also auch noch auf meiner Agenda...
Und erst wenn auch das erledigt ist, würde mir wieder die Frau in den Sinn kommen - und ich wüsste auch schon an welche liebe Freundin ich mich wenden müsste, damit die dann der Ehefrau steckt was Sache ist... vielleicht hätte die ja sogar ne offizielle Titulierung bzgl. des Unterhalts von mir, die sie der Ehefrau zeigen kann... und natürlich handelt die Freundin (die für den Vater nicht greifbar ist) aus rein eigenem Antrieb - da kann er sich dann aufregen wie er will, greifbar für seine Wut ist niemand, weil er an meine Freundin nicht ran kommt, ich ja unschuldig bin und die Ehefrau auch nix dafür kann... dooooooooofe Sache dass.

  • (23) 30.05.17 - 07:10

    >>Dann ist ja noch die Frage, wie es mit gemeinsamem Sorgerecht aussieht, wenn der leibliche Vater nicht mal Umgang wahrnehmen will - das stünde also auch noch auf meiner Agenda...<<

    Da würde für mich überhaupt nichts auf der Agenda stehen. So ein Mann bekommt ganz sicher nicht das gemeinsame Sorgerecht. Darüber würde ich mir gar keine Gedanken machen...

    • (24) 30.05.17 - 07:35

      Missverständnis:

      Ich bin davon ausgegangen, dass per se gemeinsames Sorgerecht besteht und die Mutter erstmal versuchen sollte, das alleinige zu bekommen, bevor sie sich Gedanken über die Ehefrau macht.

      Du wohl davon, dass zunächst mal die Mutter das alleinige Sorgerecht hat - dann würde ich daran natürlich auch nichts ändern wollen.

      • (25) 30.05.17 - 12:37

        >>Ich bin davon ausgegangen, dass per se gemeinsames Sorgerecht besteht und die Mutter erstmal versuchen sollte, das alleinige zu bekommen, bevor sie sich Gedanken über die Ehefrau macht.<<

        Wenn der Mann mit einer anderen Frau verheiratet ist, dann kann kein gemeinsames Sorgerecht bestehen! #kratz

        Gemeinsames Sorgerecht hätten sie nur, wenn die beiden verheiratet wären. Und das sind sie ja nicht... D.h. sie hat das alleinige Sorgerecht.

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