Meine Schwiegermutter....

    • (1) 28.05.17 - 14:17
      Inaktiv

      Hallo,

      Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll, meine Schwiegermutter ist ein sehr eigener Mensch.

      Sie ist jetzt Mitte 60 und arbeitet schon länger nicht mehr. Seitdem ist sie aber nur zu Hause, sie verlässt das Haus nur für Arztbesuche und manchmal für Familienfeste, aber selbst dafür hat sie oft ne Ausrede.
      Mein Schwiegervater ist seit 3 Jahren in Rente und das totale Gegenteil, er ist sehr aktiv, macht viel Sport, trifft sich mit Freunden und ist einfach gerne unterwegs.

      Wir wohnen auch in der gleichen Straße, nur wenige Meter entfernt.
      Meine Schwägerin wohnt ne halbe Stunde entfernt, verheiratet und hat 2 Kinder.

      Eigentlich ist mein Verhältnis zu ihr gut, nur manchmal ist es mir zu viel:

      Zb will sie mir zu Begrüßung ein Kuss auf den Mund geben, statt auf die Wange - das geht für mich gar nicht. Ich dreh dann immer die Wange zu und manchmal reagiert sie dann total beleidigt. Aber ich mag das nunmal nicht, sie ist nicht meine Mutter.

      Dann sagt sie oft, dass sie mich lieb hat und wenn ich das nicht erwider, was halt auch nicht meine Art ist, dann wird sie ganz vorwurfsvoll, warum ich sie nicht lieb hätte und ich könnte das doch auch mal sagen, wo denn das Problem wäre.

      Wenn meine Schwiegereltern mal beide bei uns sind oder wir dort, und wir ein interessantes Gespräch haben, fängt sie mitten drin Sachen an, die wir schon zig Mal gehört haben und wird aggresiv wenn ich ihr nicht zuhöre, sondern mich am Männergespräch beteilige.

      Mir meinem Schwiegervater verstehe ich mich super, er kommt mehrmals die Woche auf einen Kaffee vorbei und ist froh wenn er uns bei irgendwas helfen kann. Dadurch bekommt er auch mehr mit.
      Es ist aber nicht so dass meine Schwiegermutter unerwünscht wäre, sie kommt einfach nicht, sie will das Haus nicht verlassen.

      Mein Mann steht voll hinter mir, er weiß wie seine Mutter ist und findet so Sachen wir dem Kuss oder hab dich lieb nicht in Ordnung. Er meint dann immer ich soll es ihr sagen, aber ich möchte kein Stress, sie ist ja dann eh schon beleidigt oder aggressiv :(
      Aber das ist auch keine Lösung...
      Ich möchte nicht mehr diese unangenhmen Situationen, besonders diese sehr "nahen" - ich bin nicht Ihre Tochter.

      Danke schonmal fürs lesen!

      • (2) 28.05.17 - 14:26

        Na ja, aber dein mann hat da schon recht. Wenn du deine Grenzen nicht absteckst, wer sollte es sonstige? Du musst schon sagen, wenn du etwas nicht möchtest.

        (3) 28.05.17 - 15:55

        Naja, du hast nur 2 Optionen.

        Entweder du nimmst weiter alles schweigend hin und ärgerst dich still in dich hinein.

        Dann staut sich aber immer mehr an und es kann passieren, dass du irgendwann mal "explodierst" und keiner so richtig versteht warum.
        Oder du sagst direkt, freundlich aber bestimmt was du möchtest und was nicht. Erklärst evl. auch warum, falls nötig.
        Sie wird dann halt erst mal beleidigt sein, aber wenn du Glück hast versteht und akzeptiert sie es irgendwann. Wenn nicht, ich verspreche dir: DIR geht es wahrscheinlich besser damit.
        Ich habe 30 Jahre lang bei meiner Schwie-Mu (und eigenen Mutter) geschwiegen aus Angst vor Stress und Konflikten. Aber mir ging es schlecht dabei weil ich mich selbst und meine Gedanken und Gefühle verschwiegen und verleugnet habe.

        Mittlerweile mache ich den Mund auf, stehe zu mir und es geht mir bedeutend besser damit.
        Anfangs musst du halt erst mal die evl. Schuldgefühle aushalten die das Gegenüber dir durch Schmollen machen will, aber das geht vorbei.
        Probiers aus...viel Mut wünsche ich dir

        (4) 28.05.17 - 16:01

        Warum erwiderst du ihr nicht, dass du sie auch unheimlich gern hast, es aber einfach nicht dein Ding ist, oft "Ich habe dich lieb" zu sagen und andere als deine Mutter/dein Kind auf den Mund zu küssen.

        Bzgl. Gespräche mit SM: Ich würde schon auf sie eingehen - dann aber, wenn es zuviel wird, einen unerwarteten Haken schlagen und etwas in die allgemeine Runde sagen, sodass alle mitreden können (Wetter/Urlaub/Enkelkind etc.pp ).
        VG

        • (5) 29.05.17 - 11:04

          Nur mal neugierhalber - Deine Mutter und Deine Kinder würdest Du auf den Mund küssen?
          Für mich ist ja der Kuss auf den Mund nur für den Partner da, für alle anderen finde ich das irgendwie unangemessen...
          Das ist natürlich mein persönliches Empfinden, soll jetzt keine Kritik sein, wenn Du das so machst

          • (6) 29.05.17 - 11:31

            also unser Kind ist noch nicht da, aber ich denke schon.

            Von meiner Mama gabs auch immer ein Kuss auf den Mund, Vater kann ich jetzt nicht beurteilen, hatte ich kein Kontakt

            • (7) 29.05.17 - 15:01

              Ich bin ganz erstaunt, wie viele das offensichtlich machen, für mich wäre das so gar nix :-)
              Und schon gar nicht bei meiner Schwiegermutter, auch wenn ich die sehr mag (buhuhu, wenn ich schon dran denke schüttelt's mich, mein Mund ist echt ein Ort wo ich nur eine Person akzeptiere...)

              • (8) 29.05.17 - 17:08

                Für mich auch nicht! Mein Opa hat mich früher auf den Mund geküsst und ich fand das total ekelig. Kann mich auch nicht erinnern von meinen Eltern auf den Mund geküsst worden zu sein. Vielleicht ist es auch "Gewohnheit", also Sitte? Je nachdem wie es in den Familien gehalten wird, findet man es "normal" oder nicht.
                Mein Sohn hat es auch irgendwann abgelehnt. (sagt er, ich erinnere mich nicht mal ihn je auf den Mund geküsst zu haben).
                Habe mal eine 14 jährigen Jungen betreut, er und sein Mutter küssten sich auch auf den Mund, ich fand das sehr befremdlich.
                An und in meinen Mund kommen nur mein Mann und mein Zahnarzt. Für alle anderen muss die Backe genügen.
                Nicht umsonst gehört der Mund zu den erogenen Zonen.

          (9) 29.05.17 - 15:50

          Hallo,
          ich persönlich küsse meine Kinder und meinen Mann ganz selbstverständlich auf den Mund. Die TE sagte das von der Mutter. Sieht jeder anders :-).
          VG

    (11) 28.05.17 - 21:35

    Ich hab halt bisher eher gezeigt, wie zum Thema Kuss, dass ich das nicht möchte.

    Sie ist so empfindlich und sofort agressiv, dass ich mich bisher vor einem Gespräch gedrückt habe. Seit ich schwanger bin ist es halt echt schlimmer geworden.

    Wir hatten vor der Hochzeit schon mal stress zum Thema Gäste (haben alles selber bezahlt, also unsere Entscheidung), wo sie dann agressiv und bockig von uns rausgestürmt ist und sie hat sich erst nach der Hochzeit dafür entschuldigt. Das war ein halbes Jahr.

    Ich weiß halt absolut nicht wie ich das Gespräch anfangen und führen soll ohne dass es wieder so endet. Sonst schottet sie sich wieder ab bis mindestens zur Geburt.

    Mein Mann ist in dem Bezug eher keine Hilfe, er hat da eher eine grobe direkte Art.

    • (12) 29.05.17 - 01:05

      Du musst doch kein Gespräch führen, das du großartig einleitest und in dem dann alle Probleme auf den Tisch kommen. Das kannst du natürlich machen, aber wenn du dich damit nicht wohl fühlst, tu es nicht. Da muss man schon echt geschickt in gewaltfreier Kommunikation sein, damit so ein großes Gespräch beim anderen nicht in den falschen Hals kommt. Ich kann sowas jedenfalls nicht und wenn ich es versuche, verstehen die anderen etwas ganz anderes als ich sagen wollte. Bei einem großen Gespräch wirken die Dinge meiner Erfahrung nach so als lägen sie dir sehr schwer auf dem Herzen und gewinnen sehr viel mehr Bedeutung als du eigentlich wolltest und das kann der andere dann gleich wieder als Vorwurf interpretieren.

      Du kannst doch deine Grenzen auch abstecken, indem du immer in der jeweiligen Situation etwas sagst. Überlege dir am besten vorher, wie du in bestimmten Situationen reagieren kannst. Was würde der "ideale" Gesprächspartner in dem Moment höflich aber unmissverständlich sagen? Vielleicht wenn du eine sympatische Figur in einem Film wärst?

      Kussbegrüßung: "Sei mir nicht böse, aber ich küsse grundsätzlich nur meinen Mann (und ...) auf den Mund."
      Liebhabevorwurf: "Ich habe dich sehr gern, liebe Sabine. Liebhaben kann ich das aber leider nicht nennen, das ist für mich nochmal etwas anderes, dass ich nur für XY empfinde."
      Langweilige Tischgespräche, die dich von spannenderen ablenken sollen: "Tut mir leid, ich höre gerade XY zu. Das Thema finde ich sehr interessant."

      Wichtige Faustregeln:

      1. Immer Ich-Botschaften senden und keine Du-Botschaften.
      2. Niemals ungefragt erklären/rechtfertigen. Das wirkt als wärst du dir selbst nicht sicher. Wenn sie eine nähere Erklärung haben möchte, bleibst du gerne im Gespräch.

      Wichtig finde ich auch, dass bei den Dingen, die grundsätzlich gelten sollen und nicht nur ausnahmsweise, dies auch so gesagt wird. Sonst vertröstest du deine Schwiegermama auf einen späteren Zeitpunkt und sie wird zu recht mit jeder Ablehnung ungehaltener.

      Dass deine Schwiegermama nie rausgeht ist nun wirklich nicht dein Problem. Sie könnte etwas daran ändern, tut sie aber nicht und das ist ihr gutes Recht. Die daraus resultierenden Probleme muss sie allerdings selbst ausbaden, das ist nicht deine Aufgabe. Dass ihre Gesprächsthemen immer die gleichen sind (und damit für andere uninteressant) und dass sie ungewöhnlich stark an ihrer Schwiegertochter hängt, gehört da für mich dazu. Lass dir also kein schlechtes Gewissen einreden, wenn du da deinen Bedürfnissen treu bleibst.

      • (13) 29.05.17 - 11:26

        Danke für deine Antwort, für mich sind solche große Gespräche auch nichts.
        Es soll auch nicht so vorwurfsvoll im Vordergrund stehen.

        Ich werde nächstes mal versuchen es in einem ähnlichen Satz wie Du rüber zu bringen. Klingt eigentlich freundlich und dennoch deutlich.

        Wir haben schon oft versucht sie öfter aus dem Haus zu kriegen, ohne Erfolg oder sie wird dann so ein Kotzbrocken, dass es keiner ertragen kann. Ich denke weil sie dann merkt, wie stark sie abgebaut hat. Null Muskeln und Kondition.

        Ein schlechtes Gewissen habe ich nicht, ich helfe auch immer wo ich kann. Da sie nichts macht, hat sie körperlich stark abgebaut. Ich putze ihr öfter die Fenster oder mach mit meinem Mann mal richtig Großputz. Dinge die sie nicht macht und meinem Schwiegervater halt auch nicht so liegen.

        Aber es beruhigt mich doch sehr, dass auch andere ihr Verhalten ungewöhnlich finden.

        Bin mal gespannt wie es mit Baby wird. Schwiegerpapa sieht sich schon seine täglich Runde mit Kinderwagen und Hund laufen, Sie schafft es kaum bis zu unserem Haus :-(

        • ;-) Ganz einfach: wenn sie nicht aus dem Haus geht, wird sie die Letzte sein, die das Baby kennenlernt! Denn wann eine Mutter im Wochenbett zum ersten Mal das Haus verlassen darf, dazu gibt es sicher eine klare ärztlich/hebammenverordnete Anordnung! ;-)

          Auf den Mund küssen haben wir uns übrigens bei unserer Tochter wieder abgewöhnt: sie (jetzt 5) vermißt es immer noch manchmal, aber wir haben eine Chance gesehen, nicht alle! Viren immer gleich vom Töchterlein zu übernehmen... Und umgekehrt natürlich auch. Im Hinblick aufs Baby würde ich auch einfach sagen, dass man mit Erkältungen vorsichtig ist und eben nur den Partner auf den Mund küßt. Und in dem Zusammenhang gleich klar stellen, dass sie das Baby gefälligst auch nicht auf den Mund küssen wird!

          In dem Zusammenhang: ist sie gegen Keuchhusten geimpft? Uns wurde beim ersten Kind die Impfung gerade für die Großeltern empfohlen; weil etwas, was bei Senioren wie ein harmloser Husten klingt, für ein Baby im ersten Lebensjahr sehr gefährlich sein kann... Auch Herpes kann für Neugeborene lebensgefährlich sein...

          Also: du selbst kannst weiter den Kopf weg drehen - aber die Zeiten der klaren Ansagen rücken näher ;-)

          LG!

          • (15) 30.05.17 - 12:55

            ich werde ihr das Baby bestimmt nicht rüberbringen zum angucken...soweit kommts noch

            Ehrlich gesagt habe ich noch gar nicht drüber nachgedacht, dass sie uns Kind evtl auch auf den Mund küsst #gruebel

            Mein Schwiegervater hat sich informiert und jetzt extra impfen lassen, ich weiß nicht ob Sie auch - aber sind beide beim gleichen Arzt.
            Da werde ich mal nachfragen.

            Herpes haben mein Mann und ich zum glück nicht, aber meine Mutter manchmal - ihr werde ich das sagen. Danke für den HInweis!

(16) 29.05.17 - 11:32

Dann sag es. Da hat dein mann recht. Und es kann nur geholfen werden, wenn mann Klartext redet. manche Menschen verstehen es nicht oder woölen es durch de Blume nicht verstehen.

(17) 29.05.17 - 20:25

Hi du!

Also ich muss sagen in Sachen Kuss auf den Mund sehe ich das wie du. An sich umarme ich mich mit Menschen die mir nahe stehen oder bestenfalls ein Küßchen auf die Backe ( aber bei mir eher selten). Aber direkt auf den Mund, ne ist überhaupt nicht meine Sache. Außer natürlich mit meinem Mann. Das deine Schwiegermutter dies aber noch einfordert und beleidigt ist weil du das nicht genauso siehst finde ich auch daneben.

Letztendlich wirst du aber wohl um ein Gespräch oder ein paar kurze Sätze zu diesem Thema nicht drum herum kommen. Ich kann mir gut vorstellen das es nicht einfach ist und sie auch beleidigt ist da aber wäre mir das egal. Schließlich sollte man niemandem etwas aufzwingen was dieser eben nicht will.

Und von wegen du sollst ihr sagen das du sie lieb hast. Wieso braucht sie ständig diese Bestätigung? Frag sie doch mal höflich und sachlich wenn sie dir wieder damit kommt, ob du ihr nicht mit anderen Verhaltensweisen und Dingen schon gezeigt hast das sie dir wichtig ist? Worte können gelogen sein aber Taten sprechen für sich! Vielleicht hilft das auch.

Und wenn sie ihr Haus nicht oder kaum verlassen will ist das ihre Sache aber wenn ihr Mann gerne geht ( wer weiß inzwischen wieso) dann sollte es auch ihm überlassen sein.

War sie früher auch schon so das sie ungerne außer Haus war?

Ela

  • (18) 30.05.17 - 12:25

    Vielleicht weil sie mit Ihrer Tochter nicht so ein gutes Verhältnis hat und sie sich nicht so oft sehen?
    Ich weiß es nicht, mir ist es einfach zuviel und unangebracht. Ich möchte kein Tochter Ersatz werden, nur weil wir uns öfter sehen oder der wohnlichen Nähe.

    Ich sage meiner Mama auch dass ich sie liebe, aber doch nicht immer wenn ich sie sehe oder bei jedem Telefonat - das ist schon schräg.

    Bin auch eher der Typ der etwas braucht um Nähe zuzulassen, aber dann umarme ich gern Menschen die ich mag.

    Also seit ich meine Schwiegermutter kenne ist sie schon so, das sind jetzt 7 Jahre.
    Aber meine Schwägerin hat erzählt, dass sie als Kinde schon mehr Ausflüge mit dem Vater gemacht haben und die Mutter daheim blieb "wegen Haushalt"
    Meine Schwägerin hat schon resigniert, nicht mal die Enkel sind anreiz genung raus zu gehen.
    Und mein Schwiegervater war schon immer ein sehr aktiver Mensch. Frag mich manchmal schon wie das gepasst hat...

    • Hi du! Also ich bin auch der Meinung man muss einem Menschen nicht täglich ICH LIEBE DICH SAGEN oder sonstiges nur um es zu beweisen. Das kann man auch auf andere Weise. Gut manche Menschen brauchen bestimmte DInge vielleicht mehr und jeder wie er mag. Doch deine Schwiegermutter kann dir ja nicht IHREN Willen aufzwingen. Du bist ein eigenständiger Mensch und musst auch deine eigne Meinung haben.

      Ela

(20) 30.05.17 - 09:33

Bitte mache klare Ansagen, auch wenn Deine Schwiegermutter das erstmal so gar nicht verstehen kann.

Ich bin jetzt 25 Jahre mit meinem Mann sehr glücklich verheiratet. Und zu seinen Eltern habe ich heute ein sehr gutes Verhältnis. Das war aber nicht von Anfang an so. Es gab viele Situationen, bei denen ich engerisch "Stop" rufen musste. Leider habe ich mit dem "Stop rufen" oft viel zu lang gewartet.

Klar, für mich war das auch immer eine Gratwanderung zwischen "respektieren" und "Grenzen setzen". Bis zu meinem 40. Geburtstag fühlte ich mich von meiner Schwiergermama z. B. oft wie ein kleines, dummes Kind behandelt. Ich hab's lange Zeit hingenommen, ohne viel dazu zu sagen.

Aber dann kam der 40. Geburtstag. Und dann habe ich sehr energisch erklärt, dass ich nun erwachsen bin und ab sofort auch nur noch als Erwachsene gesehen und angesprochen werden möchte. Hat geholfen. Werde nun bald 50 und genieße seit 10 Jahren ein ausgesprochen sehr gutes Verhältnis zu meinen Schwiegerleuten. :-)

Also, mit zu viel Höflichkeit und dem Ansinnen Stress zu vermeiden bewirkt man oft leider nur das Gegenteil. Meine Mitmenschen haben keinen Stress durch meine Höflichkeit, aber ich habe Stress, und zwar mit mir selbst. Mir ist klar geworden, dass mir früher oft der Mut fehlte, die Konfrontation zu wagen. Seitdem ich das weiß, habe ich kein Problem mehr damit, bei Bedarf einfach mal meine "Stacheln auszufahren".

  • (21) 30.05.17 - 13:04

    Oh je, bis zu meinem 40. möchte ich nicht noch warten...

    Ich bin auch so, dass ich eher versuche höflich zu bleiben zu meinen Lasten um Ärger zu vermeiden.
    Dachte bisher auch, vielleicht übertreibe ich. Fang Stress an wegen Lapalien. Aber dass hier viele es genauso unangebracht und ungewöhnlich finden, stärkt mich es anzusprechen.

    In der Familie meines Vaters war ich schon als Kind oft das schwarze Schaf weil ich nicht gute Miene machen konnte nur weil Weihnachten war, sondern dann einfach nicht kam oder weil ich angesprochen habe was mir nicht gepasst hat.

    Ich wollte nicht Ärger in die Familie meine Mannes bringen, aber es wird jetzt echt Zeit.

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