Verwandschaft macht meist brave Kinder zu anstrengenden Minimonstern...

    • (1) 04.06.17 - 15:05

      Hallo, meine Tochter ist ein ganz normales, bis auf altersentsprechende Trotzphasen angenehmes Kind. Sie weiß wo sie toben darf und wo man sich ruhiger benehmen muss wenn Mama und Papa bei ihr sind.
      Kommen Onkels und Opa aber ins Spiel, mutiert sie mit ihren 3,5 Jahren zum Eltern- und Regelignorierenden Minimonster. Sie tobt durch diese Erwachsenen animiert rum bis sie total ko ist, schreit rum, schaltet komplett auf Durchzug.

      Wäre das nur ab und zu, okay. Aber die Männer wohnen alle nicht weit weg und ich habe das Theater fast täglich.
      Wir Eltern sind dann die Bösen bei denen das arme Kind nichts darf. Dabei hat die Süße es so gut bei uns. Die versauen in meinen Augen unsere Erziehung weil sie ihr Nullkommanull Grenzen setzen, sich anschreien, hauen und ausnutzen lassen.

      Den Onkels und Opa ist es egal wenn wir denen sagen was sie bitte besser nicht machen, sie finden wir sind zu streng und machen was sie für richtig halten.
      Aus dem Weg gehen ist durch die Wohnsituation nicht möglich.
      Wer kennt das und was hat geholfen?

            • Wir wohnen alle in der selben Straße. Wir sind viel draußen, davon selten länger als 5 Minuten ohne das Jemand dazukommt.
              Und Festlichkeiten, Ausflüge, etc. macht man ja auch ab und zu mit Familie.

              • So richtig sehe ich das Problem nicht#kratz.

                Grenzen setzt doch normalerweise jeder für sich. Seine eigene Grenze, "bis hier ist für mich okay, und weiter nicht". Und ein Kind merkt doch recht schnell, wessen Grenze wo ist.
                Beim zufälligen Treffen auf der Straße kann man nicht fernsehen, Süßigkeiten vorm Essen kann man da ablehnen, und wenn ein Opa oder Onkel sich "ausnutzen" (was muss man sich da bei einem kleinen Kind drunter vorstellen?), ja, sein "Problem". Und Festlichkeiten und Ausflüge mit der Familie finden ja nicht täglich statt.

                • Das Problem ist, dass ich das Haus nicht mit meinem Kind verlassen kann ohne überfallen zu werden und dann will mein Kind mit zu denen weil sie dort alles darf. Wir können nur selten mal ohne Familienanhang einfach Biergarten oder grillen oder was auch immer machen weil sie entweder da hinkommen wo wir sind oder wir dazukommen weil man kann Familie ja auch schlecht aus dem Weg gehen. Wollen wir im Prinzip ja auch nicht.

                  Wir wissen nur nicht wie wir denen endlich ohne Stress klarmachen sollen, dass sie unsere Ansagen wenn wir dabei sind nicht einfach ignorieren dürfen. Wenn wir sagen hier wird nicht rumgeschrien weil sich andere Gäste davon gestört fühlen könnten gilt das. Aber Opa und Onkel sticheln so lange bis die Kleine wieder schreit. Oder sagen dann soll das Kind ihn später besuchen kommen da darf es schreien.

                  Was lernt das Kind? Das es bei denen schreien darf wenn wir nein sagen.

                  Oder das Thema schlagen...seit einiger Zeit ist es furchtbar lustig wenn die sich zum Spaß hauen und beißen...das kommt von den Erwachsenen! Die Kleine hat das dann auch bei uns Eltern versucht...das tat weh...das ist kein Spaß. Wir sagen nein, die sagen ja.
                  Ich sehe da durchaus Probleme sonst würde ich hier nicht um Rat fragen.

        ich kann mir vortsllen das es bei der Texterin auch gewisse regeln gibt. nur das die kleine eben ihre grenzen gerade dann austestet wenn eben opa oder der onkel da ist.ist bei meinen nicht anders.bin gerade zu besuch in Deutschland bei meinen Eltern und meine kinder sind hier nicht so pflegeleicht wie daheim. nur sehe ich bei der Texterin eben das Problem das es eben so ist das sie denn stress fast täglich hat und da wird's schwer.

        lg eure mamavonda

        • Ich verstehe halt nicht, um wessen Grenzen es geht. Die TE schreibt, zum Beispiel, dass Opa und Onkel die Kleine im Biergarten zum Schreien animieren. Da würde ich, glaube ich, an ihrer Stelle auch sauer und sehr deutlich werden, das belästigt ja alle Gäste. Aber wenn die dann sagen, sie darf bei ihnen zuhause schreien...ja, warum denn nicht, wenn denen das nichts ausmacht; schreien ist ja nichts per se Schädliches, wenn es keinen stört.

    Ich verstehe das Problem auch nicht so ganz. Vielleicht kannst du es ja noch genauer erklären?

    Die Verwandten toben mit deiner Tochter bis sie k.o. ist. Was stört dich daran? K.o. sein ist doch erstmal nichts verkehrtes?

    Wenn du dabei bist, kannst du natürlich verbieten, dass sie ihr Süßigkeiten geben, wenn du das gerade nicht möchtest. Ich würde auch erwarten, dass meine Regeln dieser Art in meiner Abwesenheit eingehalten werden. Das gehört dazu, wenn ich jemandem mein Kind anvertrauen soll. Oder ist dir die Betreuung durch die Verwandten wichtiger als die Einhaltung deiner Regeln? Diese Entscheidung kannst du natürlich ganz alleine treffen.

    • Hallo,

      Ich lasse mein Kind selten allein bei denen...die kommen einfach immer dazu wenn wir rausgehen...Dorf halt.
      Toben und spielen ist okay...das ist ja auch schön das sie sich mögen und Familie ist wichtig.
      Aber bis zum Umfallen...so laut wie möglich kreischen und schreien und rennen bis sie völlig durchgeschwitzt mit hochrotem Kopf zu müde zum Essen und waschen ins Bett fällt, oft dann natürlich auch bockig weil die Frustrationstoleranz mit zunehmender Müdigkeit rapide sinkt.

      • Ich kann deinen Ärger verstehen. Es geht wohl auch um die Häufigkeit. Wenn es einmal im Monat so ausufern würde, wäre es wohl erträglich, doch jeden Tag?

        Hast du einmal versucht mit den Erwachsenen darüber in Ruhe zu sprechen? Was dich daran stört? Was sagen sie dazu?

        • Hallo,
          Richtig, wäre es ab und zu würde mich das nicht so nerven.
          Aber fast täglich ist zuviel.
          Im Haus haben wir vor dem Theater Ruhe aber sobald wir auf Terasse, Balkon oder im Garten sind kommt einer oder mehrere von denen dazu und meist dann in so übertriebener Weise.
          Da wir im Eigentum wohnen und uns ansonsten auch verstehen kommt Umzug nicht in Frage.

          Nur im Punkt Kindereziehung driften wir gewaltig auseinander.

          Die Onkels sind alle kinderlos und wollen mit unserer Tochter glaube ich einfach bisschen kompensieren denke ich. Ist ja auch süß manchmal...aber halt oft dann doch grenzüberschreitend. Die juckt es auch nicht wenn man denen was sagt sie sagen sie müssen nicht erziehen sondern dürfen verwöhnen.
          Und Opa meint wir sind zu streng. Dabei sagt Oma den eigenrn 3 Jungs hat er das alles nicht erlaubt was er unserer Tochter durchgehen lässt. Mir ist bewusst, dass er die Zeit mit seiner Enkelin wo er nicht mehr arbeiten muss anders genießen kann aber unsere Erziehung in unserem Beisein untergraben geht ebenso wenig wie unserer Tochter einzuflüstern was sie bei ihm alles darf wenn wir nicht hinschauen. Das führt zu Lpoyalitätskonflikten fürchte ich.

          • Ich verstehe das. Ihr müsst euch einfach darüber unterhalten, damit ihr einen guten Mittelweg findet. Wenn ihr euch im Grunde gut versteht, dann müsstet ihr doch miteinander reden können.Sag ihnen es ist nett dass sie sich gut mit dem Kind verstehen, toben, Süßigkeiten geben. Doch wenn es genug ist und du findest sie übertreiben es, dann sollen sie dementsprechend handeln und deine Meinung nicht untergraben. Oder aber du gehst mit ihr rein wenn du denkst sie ist müde. Gegen Verwöhnen ab und zu hast du ja nichts, das kannst du ihnen auch sagen. Sie sollen ihr die Süßigkeiten nach dem Essen geben. Ihr solltet doch echt einen Kompromiss finden mit dem alle gut leben können.

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