Weit voraus gedacht

    • (1) 08.06.17 - 07:37

      Hallo ihr Lieben, bei uns ist das Thema Hauskauf grad sehr aktuell. Wir haben gestern ein interessantes gefunden. Da wir verständlicherweise länger in dem Haus bleiben wollen, habe ich nur nach passenden Kitas, sondern auch Grundschulen geschaut. Die Kitas sehen so weit ansprechend aus, aber die Grundschulen sagen mir überhaupt nicht zu. Die eine Grundschule hat ein verpflichtendes Ganztagskonzept, indem sie Mo bis Do den Unterricht bis 14:55 Uhr strecken (ja Unterricht nicht Ags oder so. Dafür sind längere Pausen vorgesehen und Übungszeiten an Stelle von Hausaufgaben.) Leider lehnen mein Mann und ich das Konzept Ganztagsschule für uns und unsere Kinder ab. Die andere mögliche Grundschule ist zusammen mit einer Förderschule und sieht, wenn man die Homepage der Schule durchstöbert, nach einem heißen Pflaster aus. Also auch nicht unsere erste Wahl. Nun zu meiner eigentlichen Frage: Im benachbarten Stadtviertel (7 Autominuten) wäre eine passende Grubdschule. Aber erstens würden alle ihre Kigafreunde wahrscheinlich in eine der beiden näheren Grundschulen gehen und sie müsste sich an komplett neue Leute gewöhnen, was ja jetzt durch den Umzug schon einmal der Fall wäre, und ich stelle es mir für Verabredungen blöd vor, wenn die Freunde in einem anderen Stadtviertel wohnen. Mit den Öffis und dem Fahrrad ist das andere Stadtviertel eher umständlich zu erreichen. Wie seht ihr das Ganze? Würdet ihr euren Kind sowas zumuten? Es handelt sich auch nicht um unser absolutes Traumhaus, von daher würden wir auch nochmal weiter schauen.
      Für Anregungen, Gedankenanstöße und sachliche Beiträge wäre ich dankbar :)

      • guten morgen,

        als wir noch in der stadt zur miete wohnten, schickten wir usere tochter auf die für usn am besten geeignete schule. was für uns bedeutete, entweder 30 minuten spazieren, oder 15 mitnuten mit den öffies.
        die eigentlich zuständige schule hatte den ruf, das die polizei in den pausen für ruhe und so bereit stand #schock.
        als wir innerhalb der stadt umzogen, blieb die fahrzeit gleich, nur laufen war weiter weg...

        wir suchten 2 jahre nach unserem traumhaus, was komplett alles hat, was wir brauchen. ich hatte mich in das exposé verknallt und wir bekamen es.
        nun sind wir so ländlich, das wir zwar eine kita haben, aber keine schule.
        die drei schulkinder fahren nun 30 minuten mit dem bus, was ich vertretbar finde.

        LG

        Wie alt ist denn Euer Kind?

        >> Die eine Grundschule hat ein verpflichtendes Ganztagskonzept, indem sie Mo bis Do den Unterricht bis 14:55 Uhr strecken (ja Unterricht nicht Ags oder so. Dafür sind längere Pausen vorgesehen und Übungszeiten an Stelle von Hausaufgaben.)<<

        Hier gehen so viele Kinder bis mind. 15 Uhr noch in die Betreuung und machen dort ihre Hausaufgaben - ist im Grunde also das selbe.
        Sie essen ja dann auch dort, machen also das, was sie sonst Zuhause machen. Das ist doch prima, warum kommt das nicht in Frage?

        Ich würde eine Grundschule vor Ort immer vorziehen.

        • Nur weil die meisten Kinder so lange weg sind muss es nicht das Nonplusultra sein. Vielleicht arbeitet die Mutter nicht über Mittag und möchte gerne Zeit mit ihrem Kind verbringen.

          • Ich habe nicht gesagt, dass das das Nonplusultra wäre.
            Aber warum sollte man sein Kind lieber länger herumkutschieren, als es in der näheren Schule die Dinge tun zu lassen - unter anderen Kindern soll da ja sogar Spaß machen - die es daheim auch tut. Und gemeinsame Zeit bleibt ab 15 Uhr auch noch genug.

            Aber natürlich kann das jeder machen wir er will - die TE hat nach Meinungen gefragt und das ist eben meine dazu ;-)

      Hallo!

      Ich denke, du machst dir zu viele Gedanken um ungelegte Eier.

      Unsere Grundschule hat kein Ganztagskonzept, sondern nur eine verlässliche Betreuung bis 13.30 Uhr. Die meisten Kinder gehen anschließend in den Hort, meine fanden das doof und kommen immer nach Schulschluss nach Hause. Das hieß aber auch, dass ziemlich früh auch mal ein paar Stunden allein hier waren.

      Ziemlich bald kam aber die Zeit, dass sie sowieso bis 15 Uhr oder sogar länger in der Schule waren. Zum einen, weil die Anzahl der Stunden pro Woche einfach steigen, zum anderen, weil sie die AGs so großartig finden, dass sie freiwillig so lange bleiben wie es nur eben geht. Die Freunde sind auch spannender als "Mutti" zuhause.

      Meine beiden Kinder sind vollkommen ohne Kiga-Freunde eingeschult worden. Ich habe mir genauso einen Kopf gemacht wie du, aber im Grunde war das alles vollkommen egal. Es wird alles neu gemischt mit der Einschulung und beide Kinder, sowohl mein extrovertiertes als auch mein introvertiertes Kind , waren gleich vollwertige Mitglieder der Klassengemeinschaft. In den Jahren darauf sind immer wieder Freunde weggezogen oder haben die Schule gewechselt, Andere kamen dazu. Die Kinder sind da flexibler als wir Eltern.

      Von einem "heißen Pflaster" würde ich mich sowieso niemals abschrecken lassen. ich finde, man muss alles selbst ausprobiert und/oder erlebt haben, bevor man urteilen darf. Unsere Grundschule beherbergt ein eher bildungsbewusstes, wohlhabendes Klientel und ich kann dir sagen, dass es da mitnichten besonders sozial oder wohlwollend abgeht. Jedenfalls nicht auf den Elternabenden. Kinder sind überall großartig.

      Wenn ihr also euer Traumhaus gefunden habt, dann solltet ihr das kaufen. die Schulzeit ist zeitlich sehr, sehr begrenzt. Davon würde ich keinerlei Entscheidung abhängig machen.

      LG

      Hallo,

      ist es richtig, dass Ihr noch gar keine Kinder habt und Du auch noch gar nicht schwanger bist? Die Einschulung also erst in frühestens in 7-8 Jahren sein wird?

      Bis dahin können sich Grundschulkonzepte auch noch ändern und eine jetzt 8-11 Uhr Grundschule zu einer Ganztagsschule umgeändert werden.

      Was genau stört dich an der Betreuung bis 15 Uhr? Willst Du nach Geburt der Kinder nie wieder arbeiten gehen? Täglich um 11 Uhr das Kind in Empfang nehmen? Niedliche Vorstellung - war in den 50er bis 70er Jahren sehr häufig, hat meine Mutter auch so gemacht - und ich habe entschieden, dass ich meine Ausbildung dafür nicht gemacht habe.

      Wenn dir das Konzept so widerspricht, sucht Euch lieber ein anderes Haus. Möglichst in einer Großstadt, da ist die Auswahl an Schulen größer.

      Liebe Grüße Andrea

      • Was ist denn an der Vorstellung niedlich? Wenn sie das nötige Geld hat kann sie doch zu Hause bleiben und Zeit mit den Kindern verbringen.

        • (10) 08.06.17 - 13:24

          Natürlich ist es "niedlich" (ich nenne es eher naiv, dumm und albern), wenn eine Frau der Ansicht ist, man müsse auch Schulkinder noch dermaßen beglucken.

          " Zeit mit den Kindern verbringen"

          Als ob es für Schulkinder so gut wäre, ständig Mamibegluckung zu haben....

          • Arbeitende Mütter gerade von Babys und Kleinkinder wollen Toleranz für ihre Entscheidung aber wenn man bewusst zu Hause bleibt ist man gleich naiv?

            Man kann auch antworten ohne das jeweilige Lebensmodell in Frage zu stellen oder zu beurteilen.

            Ob man wirklich die Kinder begluckt nur weil mal von Ganztagsbetreuung nichts hält ist wohl ein anders Thema. Ich war mit 6 Jahren aufwärts gerne nach der Schule zu Hause, das ermögliche ich auch liebend gern meinen Kindern.

            Herrje. Wie niedlich. Jemand weicht von deiner Vorstellung des Lebens ab. Es gibt so viele Lebensmodelle. Zum Glück steht es jedem frei seines zu wählen.

            Wir geben unsere Kinder der ebenfalls nur Halbtags in den Kiga und nutzen keine Nachmittagsangebote der Schulen. Weiterführende Schule suchen gezielt wir ohne Ganztag.
            Ein Grund für mich, ich möchte nicht verpflichtet sein mein Kind dort bis X Uhr zu lassen. Die Kinder sollen sich in ihrer Freizeit frei entfalten können und auch die Vorteile der sehr ländlichen Struktur hier genießen können.
            Ich beglucke niemanden, verdiene eigenes Geld (auch mehr als 450 Euro) knd sorge sogar fürs Alter vor. Es gibt reichlich Möglichkeiten sich im Berufsleben so zu organisieren, dass Arbeit und Kinder nachmittags zu Hause sich nicht ausschließen. Zumal Kinder ja oft zwei Elternteile haben.

            (13) 08.06.17 - 16:43

            Es gibt auch Mütter und Väter, die zu Hause arbeiten. Ich zum Beispiel.

            Generelle Ganztagsschulpflicht lehne ich auch ab, ich lege aber dennoch keinen Wert darauf, meine Kinder zu beglucken.....

    (14) 08.06.17 - 09:32

    Nicht überall kann ein Kind einfach so, auf die Grundschule gehen, die die Eltern gerne hätten......es gibt Einzugsgebiete und die Kinder aus diesen, gehen auf die jeweils zuständige Grundschule.
    Das Kind woanders anzumelden ist dann gar nicht möglich, ohne dass das Kind einen anderen Wohnsitz haben müsste.

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