Wie macht Ihr das mit dem Geld?

    • (1) 09.06.17 - 19:19

      Hallo :)

      Ich wollt mal fragen wie andere Familien das mit dem Geld so handhaben??

      Kurz zu uns:
      Mein Partner und ich verdienen bzw. verdienten ganz gut. Nun bin ich in Karenz und bekomme bis zum 1. geburtstag meines Sohne das Einkommensabhängige Karenzgeld und dann nix. Mein Freund und ich haben uns entschieden, dass ich 2 Jahre beim Kleinen zuhause bleibe.

      Seit wir zusammen sind haben wir immer alles halbe - halbe gezahlt (nicht genau auf den Cent, aber so circa). Die Wohnung, Erstausstattung fürs Baby, Miete etc...
      Nun bekomm ich ab September nichts mehr. Es ist jetzt nicht so, dass ich dann gar nichts habe, ich hab ja nebenbei immer gespart.
      Ich bekomme ab September 0 Euro und mein Partner bekommt normal sein Gehalt. Auch wenn ich nach 2 jahren arbeiten gehe, ist mein Einkommen ja weniger als vorher, da durch das Kinderbetreuungsangebot bei uns nur max. 20 Stunden möglich sind. Außerdem möchte ich nicht Vollzeit arbeiten gehen, ich bin ja Mutter geworden um mein Kind zu erziehen...

      Wenn mein Freund und ich alles weiter halbe - halbe machen, muss ich dann mein Erspartes angreifen und mir bleibt immer weniger über.
      Ich würde es fair finden, dass ich nicht mehr soviel mitzahl....
      Man muss dazu sagen, mein partner hat desöfteren schon größere Geldbeträge von seiner Oma bzw. seiner Mutter zb für Wohnung, Auto etc. bekommen (wobei ausdrücklich erwähnt wurde, dass mit diesem Geld nur sein "Anteil" der Wohnung bezahlt werden soll und ich nichts davon sehen darf).
      Er bekommt öfters was von seiner Mutter zugesteckt, da er immer wieder viel Geld für seine Hobbys raushaut.
      Ich mach das ja zb nicht, von daher würde ein gemeinsames Konto nur Streit bedeuten...

      Wie macht Ihr das so?

      PS: mein Schatz und ich sind im August 6 Jahre zusammen und unser Sohn wird im August 1 Jahr alt

      Wir haben ein gemeinsames Konto und davon geht alles ab und wird nicht aufgerechnet, auch Hobbys nicht..

      Ich finde es eigentlich ganz einfach, ihr arbeitet beide, er zum Gelderwerb und du kümmerst dich um das gemeinsame Kind und machst den gemeinsamen Haushalt, darauf habt ihr euch geeinigt ( man könnte theoretisch ja alles genau teilen). Also wird auch das Einkommen ( Gehalt und Karenzgeld und Kindergeld bzw. In zwei Jahren dein Einkommen etc.) zusammengeworfen und alles davon bezahlt. Was übrig bleibt wird gemeinsam gespart oder geteilt.
      Wenn er aber von seiner Mutter was fürs Hobby geschenkt bekommt, sollte er das, wenn es nicht dringend für Kind und Haushalt gebraucht wird auch fürs Hobby ausgeben können.

    • (5) 09.06.17 - 20:02

      Hallo!

      Wir haben ein gemeinsames Konto. Da geht alles drauf und alles runter. Meins und deins gibt es in unserer Familie nicht. Am Anfang der Beziehung war das noch mit Hälfte Hälfte. Mit Hochzeit und Baby hatte sich das erledigt. Jeder hst wohl auf seinen Namen Bausparverträge. Sehen wir auch als gemeinsames Geld an. Ist für UNSER Haus.

      Muss jeder für sich schauen, was er will. Meins/deins wäre nichts für uns.

      Alles Gute
      Ninly

      Huhu,

      ich bin auch mit den Kindern zu Hause, bis der Kleinste in den Kindergarten geht....
      Mein Mann zahlt eigentlich alles von seinem Gehalt....
      Ich bekomme Kindergeld und Betreuungsgeld (gibt es das bei euch auch?) und gebe das für meine Altersvorsorge, Kindersparbuch, Kinderkleidung, Spielsachen und für mich aus:-)
      Insofern fände ich es nur fair, wenn du nicht deine Ersparnisse ausgeben musst.... Is ja auch sein Kind, was du betreust....
      Lg

    • Ich habe mein Elterngeld auf zwei Jahre genommen plus Kindergeld.

      Im dieser Zeit hat mein Mann die raten fürs Haus allein übernommen.

      Wir haben ein gemeinsames konto für raten, Nebenkosten usw.

      Für persönliche Dinge hat jeder sein eigenes Geld und das ist auch gut so.

      (8) 09.06.17 - 20:16

      Wir haben ein gemeinsames Konto für alle gemeinsamen kosten, auf das zahlt jeder einen Anteil ein. Mein Mann mehr, weil er vollzeit arbeitet und daher mehr verdient, ich weniger weil ich Teilzeit arbeite und deshalb weniger verdiene. Und dann hat jeder noch sein eigenes Konto, wo jeder seine persönlichen fixkosten und alles, was man sich eben für dich selbst kaufen will von bezahlt. Ich würde sagen, dass er, da er im Moment der alleinverdiener ist, auch mehr auf das Konto einzahlen müßte, du aber weiterhin einen Anteil (soviel, wie dir eben möglich ist) ebenfalls auf das Konto einzahlst. Denn ihr beide esst, verbraucht Strom und Wasser usw.

      • (9) 09.06.17 - 20:25

        Naja, das Kind isst auch, verbraucht Strom, und all die Windeln. Dummerweise hat das Kind aber kein Einkommen. Genausowenig, wie die TE.

        Wenn sie während der Phase, in der sie Einkommen hatte, nix angespart hätte, würde sich die Frage, ob sie was dazuschießen muss, mangels Masse gar nicht stellen.

        • (10) 09.06.17 - 20:28

          Das Kind hat aber nicht selbst bestimmt, dass es da ist und das die te in Elternzeit über mehrere Jahre geht. Das war nicht die Entscheidung des Kindes, sondern die der te. Und deshalb ist sie auch verpflichtet, sich Gedanken zu machen (am besten natürlich vor der Geburt oder wenn der Kinder Wunsch aufkommt) wie man das finanziell stemmen kann.

          • (11) 09.06.17 - 20:29

            Dazu sind doch beide Eltern verpflichtet, anscheinend war es ja eine gemeinsame Entscheidung.

            • (12) 09.06.17 - 20:31

              Ja. Nur sie ist eben diejenige, die zu hause bleiben WILL. Also wenn man sich dazu entschließt, über die Zeit des Elterngeldes zu hause zu bleiben, ist derjenige, der das tut auch verpflichtet, sich vorher zu überlegen, ob er sich das überhaupt leisten kann.

              • (13) 09.06.17 - 20:32

                Zitat: "Mein Freund und ich haben uns entschieden, dass ich 2 Jahre beim Kleinen zuhause bleibe."

                • (14) 09.06.17 - 20:34

                  Ist richtig nur der freund hat dadurch keinerlei Einbußen, sie schon..Und da war vorher klar. Also ich sehe sie halt in der Pflicht sich vorher zu überlegen ob sie es sich leisten kann nicht zu arbeiten.

                  • (15) 09.06.17 - 20:38

                    Wenn beide zusammen entscheiden, dass ein Partner zur Kinderbetreuung ohne eigenes Einkommen zu Hause bleibt, dann müssen beide zusammen überlegen, ob sie sich das leisten können, ob und wie sie den Wegfall eines Einkommens kompensieren können. Dass man mit einem Einkommen in der Regel weniger hat als zuvor mit zwei Einkommen, sollte beiden bei der Entscheidung für die klassische Rollenverteilung klar gewesen sein. Und dann soll die Frau ohne Einkommen jetzt allein überlegen, wie sie den Wegfall ihres Einkommens kompensiert? In meinen Augen funktioniert Familie so nicht!

                    • (16) 09.06.17 - 20:43

                      WIR KÖNNEN ES UNS LEISTEN, DASS ICH ZWEI JAHRE DAHEIM BLEIB, SONST WÜRDE ICH JA FRÜHER ARBEITEN GEHN!!!

                      Ich wollte nur wissen, wie andere es handhaben.

                      Das mit MEIN und DEIN Geld ist nicht so einfach.
                      Seine Eltern liesen sich scheiden, und durch den Scheidungskrieg musste seine Mutter die Sparbücher von Ihm auflösen, da ging anscheinend einiges verloren...
                      Darum ist es ihm so lieber und solange keiner von uns Schulden hat ist es mir egal....

                      PS: ich kann jederzeit wieder in meinen Job einsteigen, und selbst wenn ich nächste Woche beginnen will...
                      Außerdem war ich die Mehrverdienerin von uns beiden und trotzdem wurde halbe - halbe gemacht

                      • (17) 09.06.17 - 20:46

                        Und Ihr habt bei dem Gespräch "wer betreut das Kind wie lang zu Hause?" nicht auch darüber gesprochen, wie sich Dein wegfallendes Einkommen auf die Finanzierung des täglichen Lebens auswirken wird?

                        Ich mein, dass Du von Deinem Ersparten größere Anschaffungen mitfinanzierst, oder Urlaube, okay. Aber die Lebenshaltungskosten? Damit Du am Ende der Zeit, die Du zu Hause bleibst, im schlimmsten Fall Dein finanzielles Polster aufgebraucht hast? Und Dein Freund macht so weiter, wie gehabt? Gönnt sich was und kann vielleicht auch noch was auf Seite packen?

                  (18) 09.06.17 - 20:41

                  Warum nicht, ob sie es sich leisten können?? Also Plural?

                  • (19) 09.06.17 - 20:45

                    Ja, stimmt. Eigentlich müssten beide vorher überlegen, ob sie es sich leisten können, wenn nur einer weiter verdient. Trotzdem finde ich, dass die te auch einen (wenn auch kleinen und eher solidarischen) Abteil zu den Lebenshaltungskosten dazu zu zahlen hat, da sie ja trotzdem etwas verbraucht. Wenn ihr Partner für beide bzw. Alle drei aufkommen kann, ok. Dennoch fände ich persönlich es nur fair mich mit zumindest einem solidarischen Anteil an den gemeinsamen kosten zu beteiligen.

                    • (20) 09.06.17 - 21:00

                      Wo soll sie das Geld denn herhaben, wenn sie beide möchten, dass sie sich Vollzeit um den Nachwuchs kümmert?

                      • (21) 09.06.17 - 21:11

                        Na genau das ist ja die Überlegung, die man VORHER anstellen muss. Kann ich oder können wir es uns leisten wenn nur einer arbeiten geht oder können wir uns das nicht leisten. Wenn man es sich nicht leisten kann, kann man auch nicht vollzeit zu hause bleiben. Aber offensichtlich können Sie es sich leisten.

                        • (22) 09.06.17 - 21:15

                          Ah, jetzt versteh ich, wie du meinst. Ich hatte die Frage eher so verstanden, dass die TE und ihr Freund/ Mann es sich zwar leisten können, die neue Verteilung der Finanzen aber noch nicht geklärt, oder noch nicht mal angesprochen ist.
                          Kenn ich selbst aus leidvoller Erfahrung.

                    (23) 09.06.17 - 21:17

                    Also, nach deutschem Recht wären Kindererziehung und Haushaltsführung schon der Anteil, den die TE zum Familienunterhalt leisten muss. Sie hätte sogar noch Anspruch auf ein angemessenes Taschengeld.

                    Finanztipp schreibt dazu:

                    "Bei Alleinverdienern kann der Beitrag des nichtarbeitenden Ehepartners mithin in der Führung des Haushalts, d.h. der Hausarbeit, liegen. Arbeitet also ein Partner nicht und fehlen so Einkünfte und versorgt dieser Ehepartner statt dessen den Haushalt, kann er/sie vom Alleinverdiener einen Betrag in Geld beanspruchen, mit dem sich bestimmte persönliche Ausgaben des täglichen Lebens (z.B. für Friseur oder Körperpflege) bestreiten lassen. So sieht unser soziales System bei einer ehelichen Lebensgemeinschaft nicht vor, dass die Hausfrau oder der Hausmann den Ehepartner wegen kleinerer Ausgaben um Geld bitten müsste. Als Folge der Angemessenheit gilt, dass vom geringerer Hinzuverdienst der Hausfrau oder des Hausmannes dieser Ehepartner einen angemessenen Anteil als "Taschengeld" vom Verdienst einbehalten darf."

                    http://www.finanztip.de/taschengeld-unter-eheleuten/

Hi, wir sind 7 Jahre zusammen, 6 J. verlobt, 0,5 J. verheiratet, 1 Kind 1,5 J. Wir haben zwar kein gemeinsames Konto (obwohl ich mittlerweile eine Kontovollmacht für sein Konto habe, andersrum ist in Arbeit), Lebenskosten werden prinzipiell gleich geteilt. Also geteiltes Guthaben und geteilte Schulden. In den Zeiten, in denen einer weniger beisteuern konnte (Studium, vorübergehende Arbeitslosigkeit, Elternzeit) hat derjenige mit mehr Einkommen auch mehr getragen. Finanzielle Geschenke meiner Famile (mein Mann hat keine mehr) haben wir gemeinsam genossen. Das gehört für mich zu einer Beziehung (ich geh mal blauäugig davon aus, dass wir uns nicht nächstes Jahr scheiden lassen ;-) )dazu. Wir haben allerdings auch einen groben Haushaltsplan und wissen um Ein- und Ausgänge. LG

(25) 09.06.17 - 21:12

Wir haben schon seit knapp 9 Jahren nur ein einziges gemeinsames Konto.

Es gab Zeiten in denen habe fast nur ich eingezahlt (mein Mann war noch Student), dann ungefähr gleich viel, dann mein Mann eben mehr durch seinen Beruf.

Es gibt kein mein und dein Geld, es wird auch nichts aufgerechnet oder Vorhaltungen gemacht warum ich das 3te paar Schuhe kaufe. Wir wissen beide wieviel Geld wir im Monat zur Verfügung haben und passen unsere Ausgaben daran an.

Streit gab es noch nie wegen Geld... obwohl ich wohl die teureren Hobbys habe und zur Zeit nix bekomme (ok Elterngeld)

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