Familienleben

19.06.17 - 14:49

Zurück in die Heimat? Wie wohnt ihr?

Hey Mädels,

Ich und mein Partner erwarten im Sept. unser erstes Kind u wohnen momentan von unseren Familien jeweils 450km entfernt.

Wir hatten vor in 1 Jahr umzuziehen, zurück.

Nun stellt sich die Frage ob wir in den Ort bzw. In einen Nachbarort seiner Familie ziehen oder zu meiner( von seiner 1,5 h entfernt ) , oder in einen ganz anderen Ort wo der weg für beide familien nicht zu weit ist?

Um zum punkt zu kommen: Ich habe in seiner Heimat z.B. kein eigenes soz. Netzwerk, genauso hätt er keins bei mir. Bis auf unsere Familien und ich habe irgendwie Sorgen das ich vereinsame.

War /ist jemand in einer ähnlichen Situation u wie habt ihr das gemacht?

Glg :)

19 direkte Antwort(en) auf den ausgewählten Beitrag:

19.06.17 - 15:16

Wir wohnen neben den Eltern meines Mannes und 200km von meiner Familie entfernt.

Es war nie wirklich Thema zu meiner Familie zu ziehen - die Jobmöglichkeiten sind hier viel besser, auch Schule und Freizeitgestaltungen ist hier super von der medizinischen Versorgung ganz zu schweigen....ganz im Gegensatz zu meiner Heimat.

Wir haben inzwischen einen gemeinsamen Freundeskreis (ok ich bin nicht der Typ Mensch der umbedingt massig Leute braucht lieber ein paar echte Freunde) und einige die sich deutschlandweit und in der Schweiz verteilen. Von vereinsamen kann ich nicht reden...klar für meine Eltern ist es etwas schade.

Ich würde immer dorthin ziehen wo es für uns und die Kinder die besseren Zukunftsaussichten gibt.

19.06.17 - 15:19

Hallo,

ich glaube, so pauschal kann man das gar nicht sagen - wie ist das Verhältnis zu den Eltern? Wie das zu den Schwiegereltern? Könnten Sie bei der Betreuung helfen?

Bei mir war es so, dass ich der nächsten Großstadt studiert habe & auch dort bleiben wollte. Meine Eltern hatten ein Zweifamilienhaus gebaut, mit Wohnung die wirklich super ist - ich hätte die Option gehabt, dort einzuziehen. Das Verhältnis zu meinen Eltern ist "formal korrekt" aber nicht herzlich und ich weiß, es hätte Probleme gegeben.

Mein Mann versteht sich super mit meinen Eltern und er ist überhaupt keine Großstadtpflanze. Daher bewarb er sich hier in der Gegend ... und bekam eine Stelle. Erst führten wir eine Wochenendbeziehung (er praktisch in meinem Heimatdorf, ich in der Großstadt). Dann war ich mit dem Studium fertig und suchte ... und wurde hier bei einem Mittelstandsunternehmen fündig, die darauf bauten, dass ich bleiben würde, weil ich aus der Gegend war.

Wir sind dann bewusst in die andere Dorfhälfte gezogen - meine Eltern sind knapp 5 Autominuten entfernt. Meine Freunde von damals waren kein gutes Netzwerk mehr - entweder selbst verzogen oder sie hatten keine Kinder ... ich habe mir einen komplett neuen Freundeskreis aufgebaut. Mit Kindern auf dem Dorf geht das ganz schnell.

Es war aber wirklich praktisch, da meine Oma wirklich begeistert Oma ist und einfach manche Termine mit den Kindern übernommen hat. Auch jetzt bin ich echt total froh ... erst kürzlich wieder - mein Mann unterwegs und das Handy nicht gehört, ich vor einem wichtigen Geschäftsmeeting - da rief die Schule an, dass der Kleine kotzt. Ich konnte echt nicht weg (und hatte auch kein Auto) ... ein Anruf bei Oma und sie hilft aus. Das ist unbezahlbar.

GLG
Miss Mary

19.06.17 - 15:34

Hallo,

wir haben unseren Wohnort danach entschieden, wo es für uns beruflich am besten aussah. Und das war weit weg von den Familien.
Wir haben hier die besten Konditionen, soziales Netzwerk haben wir uns selbst aufgebaut; mit der Zeit hat sich ein Freundeskreis gebildet, den ich nicht mehr missen möchte.

Beruflich hätten wir in der Heimat nicht so gut vorankommen können; für die Kinder hätte es an allen Orten gepasst, hier haben wir allerdings noch den Vorteil einer tollen Umgebung, das Freizeitpotential ist sehr hoch (wir leben da, wo andere Urlaub machen ;-) ).

Ja - manchmal habe ich meinen Bruder und seine Familie beneidet um die familiäre Nähe, aber im Ganzen gesehen möchte ich nicht tauschen.

LG

19.06.17 - 15:59

...wenn du nicht fix einplanst, dass du die kids von der familie betreuen lassen willst, kannst du doch wohnen wo du magst.

klar willst du irgendwo sein, wo du leute kennst. aber in der gegend, wo ich aufgewachsen bin, hätte ich jetzt als erwachsene genauso mühe wieder rein zu kommen, wie an einem ganz neuen ort. klar, über facebook ist man noch verbunden - aber es trennt einem halt doch viel. ich war jahrelang nicht mehr dort! viele sind weggezogen, andere haben ihre netzwerke. da darf man auch nicht erwarten, dass man gleich wieder dazugehört. oder wieder reinkommt.

ich würde ganz sicher nicht "irgendwo dazwischen" wohnen damit es fair ist. Wieso denn? man wohnt doch dort, wo man entweder freunde und familie hat oder wo man gute jobs und kinderbetreuung bekommt.

was auch noch wichtig ist: wenn du planst, zu der ein oder anderen kernfamilie zu ziehen - erkäre denen doch vorher, was du dir davon erhoffst. es stand hier öfters mal, dass jemand zu seiner familie zurück zog in der erwarten, dass die eltern dann auch unterstützen etc.... und die wollten das gar nicht. da ist es schlauer, das vorab zu klären :)

19.06.17 - 16:29

Wer kann denn eher aufs Kind aufpassen? Oder mit ihm etwas unternehmen? Wo lebt es sich besser? Von der Gegend her, den Jobs, den Preisen usw.? Mit welcher Familie versteht ihr euch besser? Da gibt es so viele Punkte.

19.06.17 - 16:52

Wow vielen dank für die vielen antworten und tipps, Erfahrungen und Denkanstöße :) manches habe ich noch gar nicht Bedacht. Wirklich gut! Das werde ich jetzt mal mit meinem Partner besprechen :) vielen lieben dank!!!!!

19.06.17 - 17:57

Hallo,
für mich ist Heimat da, wo ich mit meinem Mann und unseren Kindern lebe - und nicht da, wo ich herkomme oder wo Schwiegereltern leben.
Ich würde weder in den Ort meiner, noch in den Ort der Schwiegereltern ziehen, sondern dahin, wo die besten Jobchancen sind und wo ich mich mit meiner Familie wohlfühle. Ein soziales Netzqerk baut man sich dann neu auf. Ich würde den Wohnort auch nicht nach uralt-Freunden wählen. Echte Freunde bleiben - man besucht sich oder verbringt vielleicht Urlaub zusammen.
Ich würde wohl da bleiben, wo ihr jetzt seid oder vielleicht zwischen eure Eltern.

VG

19.06.17 - 18:00

Hallo,

also wenn Jobchancen und Wohnungsmarkt und sonstige Infrasturktur in den beiden Orten gleich wären, würde ich in die Nähe meiner Eltern ziehen. Warum? Ich war jetzt mit den 3 Kindern fast 6 Jahre daheim in EZ, mein Mann war 6 Monate in EZ (immer mit mir zusammen, waren im Urlaub, haben renoviert usw.), aber für mich war es einfach wichtig, dass ich hier Freunde habe usw. Natürlich kann man auch sagen, mit Kindern findet man schnell Freunde, das ist kein Argument. Aber ich fand es gerade im 1. EZ Jahr mit der jetzt schon Großen damals schon wichtig, dass ich hier andere kenne, mein Mann ist jeden Tag zur Arbeit, wie immer, am Wochenende haben wir viel zusammen gemacht, aber unter der Woche wäre ich ohne Freunde hier echt vereinsamt. Aber ist vielleicht auch Typsache, manche finden ja schnell neue Freunde ... Und es kommt auch drauf an, wie viele von deinen Freunden noch da wohnen, haben sie auch Kinder usw. Aber ich finde auch die Entfernung zu deiner Familie wichtig, da du (?) in EZ sein wirst und viel daheim, dann ist es schon toll, wenn man kurz zu seiner Familie fahren kann, mal da mittagessen usw. Wie ist denn das Verhältnis zu euren Familien? Arbeiten die zukünftigen Großeltern noch? Wie wohnen sie so?

Alles Gute

19.06.17 - 18:28

Ich bin in das Dorf meines Mannes gezogen, weil wir da unser absolutes Traumhaus gefunden haben. Habe mir ruckzuck einen eigenen Freundeskreis aufgebaut, durch die Kinder und Reitverein und meine Schwägerin ging das ganz schnell. Mein Mann kennt etliche meiner Freundinnen als "ach das ist doch die kleine Schwester von dem und dem" oder " die Frau von dem und dem". Schon lustig. ;-)

19.06.17 - 18:31

Ich würde als ersten Punkt immer dahin ziehen, wo die Jobchancen gut sind. Und als zweiten Punkt würde ich dahin ziehen, wo mir die Mentalität der Menschen am sympathischsten ist.

Ich hatte in einem anderen Bundesland studiert und dort gearbeitet, aber obwohl ich dort 20 Jahre gelebt habe, war mir klar, als ich schwanger war, dass ich in mein Heimatbundesland zurück will.

Dennoch wohne ich circa 200 km von meinem Heimatort entfernt, da die Jobchancen in meinem Heimatort miserabel sind.

Freunde kommen und gehen und ziehen auch mal weg. Davon würde ich es nicht abhängig machen. Familie ist schön und gut, aber es ist nicht gesagt, dass die immer Zeit haben und sich so einbringen beim eigenen Kind wie man sich das wünscht.

19.06.17 - 18:42

Hallo

Wir haben 1,5 Jahre im Ausland gelebt. Ich habe eine enge Bindung zu meinen Eltern und sie sind die engsten Bezugspersonen unserer Kindern (nach uns natürlich ).
So war DAS ziemlich das schlimmste an der Entfernung.

Sonstige soziale Kontakte kann man neu knüpfen, Freunde kommen und gehen.
Aber Eltern so weit weg fand ich schrecklich.
Jetzt sind es nur 35 Autominuten, das finde ich ideal.

19.06.17 - 19:15

Hallo,

Wir wohnen in der Heimatstadt meines Mannes, 100km von meinen Eltern entfernt.

Landschaftlich ist es bei meinen Eltern in der Region sicherlich schöner. Die Grundstückspreise sind unschlagbar günstig, es ist nicht alles so überlaufen usw
Tatsächlich ist auch ein großer Teil unseres Freundeskreises sowie meine beste Freundin in der Region meiner Eltern.

Aber (!!!) die Jobchancen sind blöd. Wir müssten beide enorme Pendelzeiten in Kauf nehmen, was dann in der Familienzeit fehlt. Es gibt keine Fachärzte bzw sind diese immer mit weiter Anfahrt verbunden. Da kann man nicht "mal eben" zum Kinderarzt, HNO, Augenarzt, Orthopäden, Zahnarzt, Kieferorthopäden usw. Das hat mich schon als Kind genervt, dass solche Termine immer den halben Tag gefüllt haben.

Alles, egal was, ist immer mit Rumfahrerei verbunden.
Das war es uns nicht wert.

Stattdessen leben wir jetzt in der Kleinstadt meines Mannes, alles ist fußläufig bzw nah mit dem Auto erreichbar, wir haben hier natürlich auch Freunde (ich sogar inzwischen mehr als mein Mann, durch Kinder bildet sich ja schnell ein Netzwerk).

Wir haben zwar ein Vermögen für unser winziges Baugrundstück ausgegeben und müssen die Nähe zur Mutter meines Mannes in Kauf nehmen (das hat uns zwischenzeitlich erwägen lassen doch wegzuziehen, aber das ist ein anderes Thema ;-) ), aber ansonsten bietet uns das kleine Städtchen alles was wir brauchen und die Familienzeit kann effektiv für schöne Dinge genutzt werden.

Ich finde diese Dinge muss man auch erwägen. Mir z.B. ist die Zeit mit meinem Mann und Kind bzw bald Kindern so viel mehr wert als die Zeit mit allen anderen!

Gut, 100km die zwischen mir und meinen Eltern liegen sind doof, aber trotzdem ist es keine Entfernung die nicht zu machen ist. Wir sehen uns trotzdem sehr regelmäßig :-)
Und meinen Schwiegervater habe ich zum Glück hier als nette familiäre Unterstützung, ob jetzt meine Eltern oder mein Schwiegervater, das ist für mich bzw uns gleich auf :-)

LG

19.06.17 - 20:14

Hi,

-wo habt ihr beide Arbeit
- wo ist die Kinderbetreuung gewährleistet
- wo lebt es sich nach einem guten Preis-Leistungsverhältnis

Ich würde immer soweit von beiden Eltern weit weg wohnen, das sie sich anmelden, wenn sie kommen und nicht ständig vor der Tür stehen, weil der Weg so kurz ist und man schnell vorbei kommt.

Freunde wechseln je nach Lebensabschnitt oftmals, wenn du icht kontaktfreudig bist, kannst du auch unter angeblichen Freunden vereinsamen. Offtmals ändern sich Freundschaften sobald die ersten Kinder kommen oder weil die Erziehungsmethoden nicht kompatibel sind .....

lg
lisa

19.06.17 - 21:03

Hallo,
Wir sind vor einem halben Jahr in seine alte Heimat gezogen, nicht lang geplant...eher Zufall in der Jobsuche. Meine Familie war vorher 2st und jetzt 3,5st weg... seine vorher 4,5 jetzt 30 min.
Sprich wir sind nicht direkt im Heimatort, ich wollte gerne in einem etwas größeren Ort, hier kann ich notfalls alles ohne Auto erreichen.

Er hat direkt in unserem Ort auch niemanden, aber eben in der Umgebung. Die meisten haben auch Familie, so dass es auch schön für mich ist dort Mal wen zu treffen.

Wir haben gerade unser drittes Kind bekommen und ich finde über Kinder bekommt man immer irgendwie Kontakt. Klar ich vermisse schon noch das alte Netzwerk auch die Kinder hatten gute Freundschaften, aber die haben schon neue Freunde und ich zumindest die Mutti Kontakte, aber auch dort ein paar, die durchaus Freundschaftspotential haben. Wir standen jetzt nicht vor der Wahl, klar wäre mir sonst der Weg zu meiner Familie und alten Freunden auch leichter erschienen, aber auch jetzt hier fühle ich mich wohl. Es ist eine etwas größere Herausforderung und evtl. etwas mehr "Arbeit", aber mit etwas Offenheit und Lust auf neue Leute werden wir auch hier ein soziales Netzwerk schaffen.

Schaut doch wo sich alles andere.... Job und neues Heim....besser anfühlt...
Alles Gute
ju ja

20.06.17 - 08:33

Hi,

ich denke, ihr müßt euch überlegen, was euch am wichtigsten ist: Job/Karriere, familiäres Umfeld, Infrastruktur, Freundeskreis, Wohlfühlfaktor, Klima....

Setzt Prioritäten und sucht dann die passende Wohnumgebung. Und ihr solltet euch diesbezüglich einig sein. Wegen des anderen in eine Gegend ziehen, in der man sich nicht wohlfühlt, geht auf Dauer nicht gut.

Warum wollt ihr überhaupt zurückziehen? Wie lange wohnt ihr denn schon am jetzigen Ort? Was ändert sich (außer Kind), daß ihr umziehen wollt?

GLG

20.06.17 - 08:37

Macht man das nicht eher von seinem Job abhängig?

20.06.17 - 08:51

wir haben, in den ersten Jahren nach der Geburt unserer ältestesten sehr nah an der Familie gewohnt 5-7km, später sind wir 30km weit weggezogen und als die älteste zur Schule musste 300km, an dem Verhältnis hat es nur zum positiven beigetragen weniger ist mehr, zumal unsere Eltern so halt alle 1-2 Monate, für 7-10 Tage kommen, und wenn wichtige Termine anstehen planen die so, dass sie dann da sind, um nach den Kindern zu schauen.

ansonsten fühle ich mich so freier

20.06.17 - 08:51

Wir wohnen von unseren Familien jeweils 400km entfernt. Ein soziales Umfeld hatte ich vor der Geburt meiner Tochter auch kaum, da ich unheimlich viel gearbeitet habe und somit kaum Zeit für Hobbys hatte.

Mit der Geburt unseres Kindes habe ich dann nach und nach unheimlich viele Menschen kennengelernt, da ich in Elternzeit war und - dementsprechend - zu Hause. Später legte ich mir dann noch ein Hobby zu, durch das ich wiederum neue Kontakte knüpfen konnte.

Es ist daher eigentlich egal, wohin ihr zieht, es kommt immer auf DICH an. Wie offen kannst du auf Leute zugehen? Hast du vor, dich in verschiedenen Kursen anzumelden, um schwanger oder auch mit Baby raus zu kommen? Ich würde nicht zu ländlich ziehen, da sich die Angebote dann oft sehr im Rahmen halten und man gar nicht die Möglichkeit hat, viel zu unternehmen und verschiedene Menschen zu treffen.

Zudem würde ich es auch von der beruflichen Situation abhängig machen. An welchem Ort hast du Chancen, nach deiner Elternzeit wieder berufstätig zu werden, wie ist die Infrastruktur?

Für mich gibt es für die Wahl des Wohnortes zahlreiche Kriterien - die Entfernung zu den Großeltern wäre bei mir eher zweitrangig.

20.06.17 - 08:55

und was das soziale betrifft gerade wenn Kinder kommen verändert sich einiges, wir haben bis jetzt überall Anschluss gefunden und neue freunde , durch die Kinder, denn diese sind eh der Mittelpunkt, und man unternimmt automatisch eher was mit Leuten die gleichaltrige Kinder haben, ist viel entspannter...alte Freunde sieht man ab und an, aber die sind dann nicht mehr so präsent.

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