Familienleben

Als Mutter mit Kindern und Beruf hält man lange alle Bälle in der Luft, auch wenn das nach Jahren ganz schön an die Substanz geht. Hat schon mal jemand den Beruf ganz aufgegeben oder einen Mittelweg gefunden, damit das Leben wieder lebbar wird? Eine spannende Frage, die sich vielen Müttern irgendwann einmal stellt.
Ein Tipp vom urbia Team

20.06.17 - 12:57

Hausfrau werden?

Hallo liebe Urbianerinnen,

Ich lese schon seit Jahren still mit und möchte heute doch selber mal fragen wie Ihr das seht... ich bin so unentschlossen.

Zu mir: Ich habe 2 Kinder (7 und 11) und arbeite mit 30std als Gruppenleitung im Kiga. Mein Mann ist ein toller Vater, arbeitet aber viel und kann mir kaum helfen, verdient aber nicht schlecht. Eigentlich bin ich mit allem allein, Kindern, Haushalt Hobbys, Haushaufgaben usw. Der Klassiker halt... wie Millionen andere Frauen auch. Von Alleinerziehenden ganz zu schweigen. Deshalb denke ich auch ich darf mich nicht anstellen und mache weiter...Wir haben es doch so gut!!

Dumm nur das mir nichts mehr richtig Spass macht..und ich mich nicht mehr entspannen kann. Neulich hab ich vor lauter schnell-schnell das Auto gegen eine Pfeiler gesetzt... ätzend! Mein Mann sagt auch oft das ich mich verändert habe und er sich Sorgen macht. Unser Beziehungsleben leidet und auch die Kinder bräuchten mich entspannter, grade die Kleine in der Ersten Klasse aber auch der Große mit etwas Förderbedarf.
Alles wäre wahrscheinlich besser wenn ich nicht mehr arbeiten würde.. zumindest eine Zeit lang um runterzukommen

Aber: Erstens fühle ich mich wie Versager, Zweitens für meine Kigagruppe wäre das echt Mist, drittens wird mir ja eventuell schnell langweilig??
Und Geld und Rente natürlich auch wichtig, obwohl Erziehergehälter.. naja, mau sind.

Und meine Frage: Hat jemand von Euch schon mal einen Cut beruflich machen müssen und habt ihr es bereut? Woran habt ihr gemerkt das ihr MUSSTET? Ich denk immer das ich durchhalten muss...

27 direkte Antwort(en) auf den ausgewählten Beitrag:

20.06.17 - 13:27

Vorab: ich bin nicht in deiner Situation deine Argumente bzgl Rente und Finanzen würden mir auch zu denken geben.

Aber: es gibt auch Mütter Burn-out. Jeder hat da seine eigene persönliche Belastungsgrenze. Und wenn diese scheinbar bei dir erreicht wurde, bzw bald erreicht wird, ist es wichtig auf seinen Körper zu hören.

Gibt es vielleicht eine Möglichkeit, deine Stunden zu reduzieren? Vielleicht nach einen sehr ehrlichem Gespräch mit deinem Arbeitgeber? Vielleicht kannst du auch mit deinem Hausarzt reden. Nicht unbedingt wegen einer Krankschreibung (es sei denn er hält sie für notwendig ), sondern um vielleicht ein paar Tipps oder Anregungen zu erhalten. Oder aber eine Form von "Diagnose" die es deinem Chef erleichtern würde dich zu verstehen?? Oder ein paar Monaten unbezahlten Urlaub zu nehmen?

Falls das nicht in Frage kommt, könntest du gewisse Aspekte deines Alltags deligieren? Eine Putzfrau könnte dir unglaublich viel Hausarbeit abnehmen in dem sie nur 1-2 mal die Wochen für ein paar Stunden kommt. Ein Schüler oder Rentner kümmert sich bestimmt gern um euren Rasen oder das Laub im Herbst.

Es gibt vielerorts einen Liegerservice für Grundnahrungsmittel, vielleicht würde das den wöchentlichen Einkaufsmarathon entspannen?

Ich wünsche dir, dass ihr bald eine Lösung findet. Bei allem Stress darfst du nicht vergessen, dir auch mal Zeit für dich zu nehmen.
Alles Gute!

20.06.17 - 13:28

Hallo.

Bin in der gleichen Situation wie du. Mit dem Unterschied, dass ich nicht verheiratet bin und nicht auf mein Gehalt verzichten kann.

Könnte ich es mir leisten, dann wäre mir die Zeit mit den Kindern, Entspanntheit und "seelische Ausgeglichenheit = Gesundheit" wichtiger und würde mich DAFÜR entscheiden. ;-)

GLG

20.06.17 - 13:29

Ich habe die Belastung leider erst gemerkt, als ich auf der ITS lag. 3 Kinder, 21 Stunden arbeiten, Mann im Schichtdienst--immer hetzen, eilen, nie Zeit....das ging dann schief.
Nun bin ich seit fast 7 Jahren in Pension und mir geht es sehr gut damit :-)

20.06.17 - 13:30

Hallo

das ist schwer von außen zu beurteilen, da wir deine individuelle Belastbarkeit nicht kennen.

Nicht jede Frau eignet sich zur Eierlegenden Wollmilchsau.
Also die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gestaltet sich bei jeder Frau anders.

Meist lässt die finanzielle Lage keine andere Wahl als Alles zu wuppen.
Das wird hier auch überwiegend vorausgesetzt.
Es gibt viele Faktoren die eine Rolle spielen, in erster Linie Gesundheit, Entfernung vom Arbeitsplatz, eventueller Förderbedarf der Kinder u.s.w.

Vielleicht kannst du nach einer Möglichkeit suchen, die Stunden zu reduzieren, bis die Kinder auf dem Weg sind.
Auch eine Putzhilfe bringt erhebliche Entlastung und mehr Zeit für die Kinder und für dich.
Wenn du durch deinen Alltag hetzt, solltest du etwas ändern.

L.G.

20.06.17 - 13:47

"Und meine Frage: Hat jemand von Euch schon mal einen Cut beruflich machen müssen und habt ihr es bereut? Woran habt ihr gemerkt das ihr MUSSTET? Ich denk immer das ich durchhalten muss..."

ja, ich MUSSTE - weil ich schwer krank wurde!

Ich bin kein Versager! Mein Körper hat nur gestreikt.

Leider ließ sich einiges im Vorfeld nicht vermeiden, sonst hätte ich von selbst reduziert, weil die Anzeichen zu spüren waren.

Wenn mir heute jemand mit Rente kommt, sage ich klipp und klar: würde ich jetzt Vollzeit arbeiten, würde ich die Rente nicht mehr erleben (wer weiß, ob ich die mit 67 überhaupt noch bekomme).

Mir ist wichtiger noch ein paar Jahre zu leben und Zeit mit Kind zu haben.

Durch die Krankheit musste ich umdenken.

Was ist wohl billiger für die Gemeinschaft: schwer krank werden, nicht mehr auf die Beine kommen, Krankengeld, nicht mehr einzahlen können etc.
oder die Anzeichen erkennen, kürzer treten und weniger machen bzw. vorübergehend aufhören zu arbeiten - dafür danach noch einige Jahre / Jahrzehnte arbeiten gehen können ;-)

Durch meine Krankheit habe ich viele kennen gelernt, die gearbeitet haben bis zum Umfallen. Das wieder auf die Beine kommen, kann mit unter Jahre dauern, wenn man noch mal die Chance dazu bekommt. (Herzinfarkt, Schlaganfall können durchaus tödlich sein oder auch ein Hilferuf des Körpers)

Wenn dir das JETZT zu viel wird, schaue, was du realistisch tun kannst
- Finanziell - was ist machbar (kürzer treten, aufhören mit Familienversicherung)

- Gesundheit - Arztbesuch
es können auch Eisenmangel, Vitaminmangel, Schilddrüse, Diabetis oder anderes dahinter stecken
Mutter-Kind-Kur

diese kann dabei helfen eine Entscheidung zu finden. Auszeit, Abstand zum Alltag, herausfinden, was an dir so gährt, medizinische Hilfe bei der Umstellung von Vollgas auf langsam machen

wie geht es dir nach der Zeit?
besser?
haben dir die 3 Wochen gut getan?
fehlt dir die Arbeit?
fühlst du dich, als könntest du durchstarten?
dann war vielleicht einfach alles zu viel

oder merkst du, dass du wirklich eine längere Pause brauchst?
dann ist das vielleicht der Anfang, dort die Entscheidung zu treffen. auch wie du das umsetzen kannst.

Was brauchst du, dass es dir gut geht?

Angst vor Langeweile?
Wie wäre es mit einem Ehrenamt? Also dann, wenn du beruflich nicht so viel machst.
Vorsicht, nicht gleich wieder die volle Keule. Sondern etwas ab und zu zwischendurch. 1-2 Tage die Woche, vormittags 1-3 Stunden oder so.

Gehe die Punkte Stück für Stück für dich durch. Besprich das mit deinem Mann.

Mein Vater hat immer für die Rente gearbeitet. Damals als es eigentlich noch was gab.
Zuerst wurde Pflegefall, dann starb er zum gesetzlichen Renteneintritt.

Klar ist Vorsorge wichtig. Nur wenn man vor lauter Arbeiten und Gesundheitliche deutliche Signale ignoreren vorher stirbt ....

überlege dir, was für dich wichtig ist
jetzt
in 5 Jahren
für die Zukunft

Wiedereinstieg, wenn die Kinder größer sind - mit neuer - Kraft ;-) ist möglich
wenige Stunden in deinem Beruf (vielleicht nicht grade als Leitung)? wäre das denkbar?

Eine Kur dauert 3 Wochen
Krankheit locker weit über 6 Wochen, Monate .... wenn man noch die Chance bekommt.
Da hat dann keiner was davon! Auch nicht die, die man eigentlich "schonen" möchte

Nimm die Zeichen ernst!

20.06.17 - 14:00

Etwas ändern solltest du auf jeden Fall. Du hast schon sehr gute Tipps bekommen. Da wir dich alle nicht kennen, wissen wir natürlich nicht, was von unseren Vorschlägen wirklich für dich passt.

Ich finde den Vorschlag mit der Mutter-Kind-Kur sehr gut. Du kommst mal raus, hast die Möglichkeit dich zu erholen und gleichzeitig dir darüber klar zu werden, was du wirklich möchtest.

Ich war auch vor einigen Monaten an so einem Punkt, oder so ähnlich, vielleicht nicht ganz so stark und über einen kürzeren Zeitpunkt aufgebaut. Ich haben nun einfach nur für 3 Jahre meine Stunden reduziert. Vielleicht würde so ein Modell dir auch helfen?

Versuch dir darüber klar zu werden, was für ein Typ du bist. Manche sind sehr gern zu Hause, anderen fällt die Decke auf den Kopf. Wenn zu dieser Gruppe gehörst, dann ist eventuell Stundenreduzierung + weitere Entlastung in Form von Haushaltshilfe, Lieferservice etc. das bessere Modell für dich.

Magst du deine Arbeit? Wenn du dich dort eigentlich wohl fühlst und denkst, du möchtest gern irgendwann dorthin zurück, dann ist Stundenreduzierung für einen vorher definierten Zeitraum oder auch dauerhaft auch vielleicht das richtige.

Wenn dich deine Arbeit sowieso nervt, dann kannst du auch kündigen, erst mal einige Monate ausprobieren, wie es dir gefällt und dir ja sonst immer noch eine Stelle suchen, wenn du merkst, es ist nichts für dich.

20.06.17 - 14:38

Ich bin ü 50, mittlerweile Großmutter.
Ich war AE, zwei Kinder und Vollzeit Job, sogar mittlere Führungsebene. Seit 5 Jahren bin ich in EU Rente aus gesundheitlichen Gründen. Und obwohl ich immer sehr gut verdient habe, um alleine in einer Großstadt zu leben reicht es nicht. Soviel zum Thema Rente, die wird für Deine Generation eh unter Existenzminimum liegen! Also wenn das der einzige Grund ist.....

Ich war, trotz Berufstätigkeit, immer sehr gerne Mutter. Ich habe mich in meiner Freizeit voll und ganz den Kindern gewittmet: Den Haushalt Nachts erledigt, wenn sie schliefen, am Wochenende waren wir immer unterwegs. Als ich dann krank wurde ( und ich glaube sicher das es eine Folge von der jahrelangen Überbelastung war) bin ich von 100 auf null runtergefahren. Ich musste mein Leben neu sortiert. Und so kamen meine Kinder , in den Genuss frisch gekochter und gesunder Mittagessen nach der Schule. Die Umstellung lief nicht reibungslos, auf beiden Seiten, aber rückwirkend betrachtet hat den Kindern selbst noch als Teenager die Hausfrau Mama gutgetan. Und wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, nein, ich würde es nicht mehr machen. Bestenfalls Teilzeitarbeit mehr Kindererziehung!

Mittlerweile sind beide Kinder außer Haus. Ich bin zu neuem Partner aufs Land gezogen und hier ist es ganz normal nur Hausfrau zu sein. Ich führe ein wunderbares Leben, habe viel Zeit für mich, für Sport , Freunde, Hobbys und eben auch den Kindern. Mein Leben macht mir viel Spaß denn ich hab Ruhe und Muße. Der Haushalt macht deutlich weniger Arbeit so ohne Kinder. Jedoch wenn ich mich hier mit anderen Frauen unterhalte, gucken die ganz komisch " wie du kümmerst Dich ums Haus, machst die Wäsche , kochst und kaufst ein und hast noch Zeit für Sport/Shopping/Friseur???????"

Auch wenn ich quasi mich nicht selbst dazu entschieden habe, ich trauere der Berufstätigkeit nicht nach. Alle , die ganze Familie, hat von meinem Hausfrauendasein profitiert und das ist immer noch so. Also wenn es Dein Wunsch ist und es finanziell hinkommt, mach es.

Ich weiß , das der Hausfrauenstatus nicht so gesellschaftlich anerkannt ist, wie er es eigentlich sollte. Ich sage immer, wir Frauen sind erst dann wirklich emanzipiert, wenn wir unser Leben so führen können, wie wir das selbst möchten.

20.06.17 - 15:00

Eine Freundin von mir hatte das gemacht. Ein Jahr Auszeit vom Job genommen und danach in einen anderen Job, der besser mit den Familienzeiten zu vereinbaren ist wieder eingestiegen.

Der Grund dafür war auch eine Überlastung aufgrund der Krankheit eines Kindes, Schlafmangel, Umzug, und einem Mann, der zwar nicht schlecht verdient, aber deswegen eben auch nie wirklich für die Familie greibar ist. Der dieser Zeit hatte sie Phasen, wo sie gezweifelt hat, ob das richtig war, wo sie Ängste hatte und Phasen, wo sie es genossen hat, sich um sich gekümmert, eine Therapie angefangen, Yoga usw.... sie war vor der Kündigung kurz davor selbst ernsthaft zu erkranken und das bringt ja wirklich niemandem etwas.

Also, wenn ihr es euch leisten könnt, dann mach es... und wenn es erst mal ein Sabatical ist in dem du nochmal zu dir kommst und dich erden kannst um danach mmit neuer Power zu schauen, was die wirklich willst und was dir gut tut.

20.06.17 - 16:13

Hallo.
Menschen sind verschieden. Während die einen 3 kleine Kinder, vollzeitarbeit, haus und Garten Problemlos wuppen reicht dem anderen schon ein kind ohne Arbeit.
Jeder hat eine andere Belastungsgrenze, dich mit anderen zu vergleichen ist also falsch!

Mit 2 Kindern, hund, haus und Garten würde für mich nie vollzeit arbeite in frage kommen! Einfach weil mir das zuviel wäre.

Ich arbeite auch aber nur 2 Tage und das finden wir hier alle Optimal für unser Familie. Wie andere das handhaben ist mir egal. Jeder muss für sich den richtigen Weg finden. Wenn beide mit vollzeitarbeit, Haushaltshilfe und co glücklich sind dann ist das so. Alles Gute

20.06.17 - 16:30

Hallo,

was brauchst Du genau? Weniger Arbeitsstunden? Mehr Unterstützung für die Kinder und im Haushalt? Ich verstehe nicht, warum Dein Mann nicht reduzieren kann, sondern immer die Mütter gefordert werden. Wenn Dir die Arbeit nicht gefällt oder zu viel wird, dann reduziere oder kündige, aber als erstes würde ich an Deiner Stelle den Ehemann in Anspruch nehmen. Er hat auch eine Pflicht gegenüber Dir und der Familie.
Mein Mann hatte auch jahrelang einen Job mit weiten Anfahrtswegen, stand oft im Stau. Es ging einfach nicht mehr. Stattdessen hat er sich einen Job gesucht, welcher in der Nähe lag. Weniger Geld - kein Problem, das kann ich ausgleichen, aber wir haben mehr Zeit füreinander und können die Lasten des Alltages gerechter verteilen.

LG
Mistel

20.06.17 - 16:51

...oder aber du brauchst einen Job, der sich nicht auch noch um Kinder dreht? Der Anerkennung von Erwachsenen bringt? Lob? Oder ein Hobby dazu?

Ich würde nicht aufhören wollen zu arbeiten. Das würde mir fehlen. Auch wenn der Mann wohl fairerweise das durchwegs als Leistung anerkennen würde. Und die Kids. Aber DANKE sagt eher der Chef als der Mann :-) Und ausserdem: Sie werden ja jetzt grösser und selbständiger. In zwei Jahren wird sich dein 11jähriger tagsüber mehr mit seinen Freunden abgeben wollen als mit dir.

Nein, ich würde eher gucken, dass die Kids zeitweise in einer guten Tagesstruktur sind und sagen wir nur noch 60% arbeiten. Du musst sie ja nicht "abschieben" - sondern etwas aufbauen, was dir entspricht.Dass kann ein Hort sein, keine Musikschule die per ÖV erreichbar ist etc.
ich arbeite 60%, bin supergern Mutter und bin ausgeglichen und glücklich. Obwohl auch meine Kinder natürlich fordernd sind, mein Job auch anstrengend undundund. Aber es macht mich glücklich. Ich habe die Arbeitszeit so gelegt, dass ich daheim bin wenn die Kinder freie Nachmittage haben - an denen mit Hobbies nicht. Da können sie alleine hin. Das habe ich ihnen schon führ Schritt für Schritt gelernt.

Du bist nicht Chauffeuse. Sondern Mutter. Also lern den Kindern selbständig zu sein und das schafft dir die nötige Luft für Kreativität.

mit meinen 60% kommen die Kids nicht zu kurz, mein Mann arbeitet 90%. 2x gehen sie am Mittagstisch der Schule essen, was lustig ist. An einem Mittag gehen sie zu ihren Hobbies und sind dann halt eine Stunde alleine bis wir heim kommen. Die Zeit lieben sie - da gucken sie fern. Den Rest der Zeit ist einer von uns da.

Für mich habe ich auch noch Zeit: Ich gehe währen der Mittagszeit alleine oder mit ein, zwei Kolleginnen schwimmen, mache frühmorgens etwas Gymnastik und spiele abends alleine oder mit den Kindern ein bisschen Musik. Vielleicht bin ich einfach ein simpler Mensch: Aber mich macht das alles sehr glücklich. Und meine Kinder sind auch ausgeglichen und freundlich - wir sind da wenn sie uns brauchen - aber wir zeigen ihnen auch, wie man etwas alleine hin bekommt....
In der Zeit im Büro freue ich mich auf die Kinder und wenn die mich abends mal nerven verdrehe ich die Augen und verkneif mir ein Grinsen, weil das nicht ganz anders ist als wenn mein Chef nervt...

Nimm dir Zeit für dich (auch wenn es nur der Arbeitsweg per Velo statt per Bus ist, wenn es Schwimmen über Mittag statt das zeitaufwändige Fitnesstudio ist, auch wenn es nur Hausmusik statt Orchester ist...), arbeite vielleicht nur 60%, lerne den Kindern selbständig zu sein. Geh langsam wieder aus, in gute, schöne Aufführungen und Theater, füttere deinen Geist mit Erwachsenenliteratur und -themen. Nimm dich als Frau ernst - nicht nur als Mutter und Kiga-Tante.

Ich erlebe nicht alle Familienfrauen als ausgeglichener... Einige waren erst richtig aufgeblüht, als sie wirklich ausser Haus arbeiteten und wieder etwas von weiter weg auf die Familiensörgelchen guckten. Aber natürlich kann das ein Weg sein - man muss das für sich spüren. Man sollte sich nicht mehr rechtfertigen müssen. Ob man daheim ausgelastet, intellektuell gefordert, gefördert und glücklich ist muss man mal für sich durchdenken. Auch, dass man kein Geld mehr verdient - das ist nicht jedem egal.

20.06.17 - 17:07

Hallo karlaklimper,

die Frage könnte fast von mir sein. Auch ich befinde mich gerade in einer Krise, vielleicht bin ich schon ein Stück tiefer reingerutscht als Du.

Ich merke seit bestimmt zwei Jahren, dass meine Kraft schwindet und die Leichtigkeit in meinem Leben verloren gegangen ist. Alles ist irgendwie nur noch Pflicht und anstrengend. Auch bei mir ist es so, dass mein Mann nicht viel unterstützen kann. Er ist selbständig und der Laden muss laufen, schließlich sichert er das Familieneinkommen.

Ich selber arbeite offziell nur 50%, Überstunden fallen häufiger mal an. Dazu kommen Ehrenämter, Hobbies der Kinder etc. - alles Dinge, die ich früher gerne gemacht habe, die aber irgendwie zu einer Last wurden.

Ich habe nach einer Haushaltshilfe gesucht, die mich schon toll entlasten kann, trotzdem brachte es nicht die gewünschte Veränderung.

Vor ein paar Monaten dann ein kleiner Zusammenbruch: ich bekam Panikattacken und Angstzustände, konnte plötzlich nicht mehr schlafen und bin ständig von innerer Unruhe getrieben. Eine kurze Zeit war ich völlig handlungsunfähig und auch krank geschrieben. Solche psychischen Probleme habe ich früher nicht gekannt.

Mein Hausarzt, der mich gut kennt, hat mich ermutigt, mich nicht hängen zu lassen und hat darauf gedrängt, dass ich versuche weiter zu arbeiten, auch wenn es mir sehr schwergefallen ist. Er hat richtig erkannt: was mein Leben belastet, sind nicht die Rahmenbedingungen, sondern meine Einstellung und mein Perfektionismus. Auch mit einer beruflichen Auszeit (über die ich auch nachdenke), würde ich wohl nicht zufriedener sein.

Aber ich muss lernen, meine Einstellung zu den Dingen zu ändern und mein Leben anders zu strukturieren. Ich habe gerade eine Therapie angefangen und setze große Hoffnungen darauf, denn momentan ist mein Leben irgendwie nur anstrengend und ein permanenter Kampf gegen mich selbst.

Ich merke auch, dass mir der Alltag gut tut, ich den Job brauche, am Wochenende komme ich oft gar nicht in den Quark - dann fühle ich mich richtig niedergeschlagen.

Welches der richtige Weg ist, kann wohl niemand sagen. Ob dies der richtige Weg ist, weiß ich auch nicht.

Wichtig ist, dass Du rechtzeitig handelst, vielleicht kriegst Du dann leichter die Kurve. Ich wünsche es Dir!

LG pollerkermit

20.06.17 - 17:25

Wie wäre es denn wenn die familiäre Belastung zu 50 Prozent bei deinem Mann läge?
Es sind auch seine Kinder und ich finde es in einer Partnerschaft ein No go wenn einer sich aus den familiären Dingen ganz raus hält.
Er arbeitet viel und sonst?

Du arbeitest auch 30 Stunden und sollst daneben noch Familie und Haushalt alleine regeln.

Ich glaube dein Mann hat den besseren Job und weniger Stress.

Ich sehe das Problem nicht in deiner Berufstätigkeit sondern in der Tatsache dass ihr die familiären Aufgaben nicht partnerschaftlich aufteilt.
Dein Mann macht auf deine Kosten sein Ding...Beruf und was noch?
Ich arbeite auch sehr viel, mein Mann war eine kurze Ueit zu Hause und arbeitet mittlerweile auch wieder 30 Stunden.
Nie würde mir einfallen ihn mit allen Terminen uns Belastungen durch die Kunder allein zu lassen.
Ich übernehme genauso meine Haushaltsaufgaben wie mein Mann und die Kinder, kaufe auch mal ein wenn was fehlt ( ich lasse normalerweise Lebensmittel liefern), räume auf, stell eine Waschmaschine an, lege die Wäsche zusammen und sauge mal durch. Warum kann dein Mann das nicht nach der Arbeit noch erledigen?.

So was mache ich noch um 22.00 abends was ist da das Problem?

Auch bleibe ich mal zu Hause wenn ein Kund krank war oder fahre zum Arzt.
Elternsprechtage teilen wir, es gibt auch abends Termine.

Ich denke viele Frsuen lassen sich ganz schön von ihren Männern in diese Rolle rein drängen und außer ihrem Job haben sie nichts mehr an Verpflichtungen....
Lass dich nicht verheizen von deinem Mann...er ist einfach bequem.

Hat zwei Kinder in fie Welt gesetzt und dann keine Zeit.

So was bespricht man vorher und klärt die Aufgabenverteilung.

Wenn er keine Zeit für Kinder hat und nur arbeitet, dann wäre besser Single geblieben.
Mit dem Kinder machen und Geld nach Hause bringen ist es bei Weitem nicht getan.

Es wundert mich dass es Frauen gibt die sowas heutzutage noch mitmachen.

20.06.17 - 18:15

Es liegt halt auch an den Frauen, ob sie die Männer in die Pflicht nehmen.

Eine Bekannte von mir ist alleinerziehend und trotzdem macht der Vater des Kindes die Hälfte der Betreuung. Beide arbeiten Teilzeit. Die eine Hälfte der Woche betreut der Vater das Kind, die andere Hälfte die Mutter.

Es liegt einfach an den Frauen, dass sie sich das bieten lassen, dass der Mann nur arbeiten geht. Warum arbeiten nicht beide Teilzeit. Ich werde es nie verstehen.

20.06.17 - 19:43

So ähnlich geht es mir aktuell: Mann im Schichtdienst mit Wochenenden und Feiertagen, 2 kleine Kinder, ich 55-75 % Job, Hausumbau+ Umzug, eigene Hobbies unterbringen, alles easy wuppen wollen.

Aber dann wurde ich vor 6 Monaten krank und habe seitdem immer wieder Infekte von Magen-Darm, bis Mandelabszess mit Op, Clostridien, Nebenhöhlenentzündung und nun Sommergrippe und das Gefühl, in eine Depression zu rutschen, weil ich mir auch dafür noch ein schlechtes Gewissen und Schuldgefühle einrede. Derzeit überlege ich auch, was ich tun soll. Leider ist es durch den Hauskauf finanziell nicht möglich, nochmal in unbezahlte Elternzeit zu gehen. Dann würde sich der Stress nur in Zukunftsängste verwandeln.
Allerdings sehe ich mich auch noch nicht zurück im Job, selbst wenn dieser Infekt keinen Nachfolger haben sollte. Daher eventuell längerfristige Krankschreibung. Vielleicht mit ambulanter Verhaltenstherapie um meinen selbstgemachten Perfektionismus in den Griff zu bekommen. Es war nämlich nicht die erst Op wegen verschleppter Infekte.#augen

Derzeit würde mir auf Dauer schon irgendwann langweilig werden, aber auch weil ich denke, immer mehr schaffen zu müssen oer können, sobald ich mal sitze. Das könnte sich ja nach einer Therapie ändern. ;-)

Alles Gute und denke nicht so sehr an später, denn das wirst du unter Stress vielleicht gar nicht erleben oder bis dahin ein sehr sehr genervtes Leben führen.
#winke

20.06.17 - 20:10

Mein Rat an dich: Hinterfrage mal ernsthaft, ob er wirklich nicht weniger arbeiten kann. Oder mal Home Office machen kann. Eine seriöse Firma bietet sowas mittlerweile an. Dann muss er halt so was suchen. Ich glaube das nicht, wenn die Männer immer behaupten, dass sie jeden Tag Überstunden machen müssen. Dann frag doch mal wie viel Stunden am Tage irgendeinen Schmarren macht. Oft muss man sich einfach nur besser organisieren.

Oder er fährt die Kinder von A nach B und geht danach wieder ins Büro.

Wenn dir dein Beruf gefällt, und er auch nicht das wirkliche Problem darstellt, würde ich einen Teufel tun und den aufgeben. Da würde ich mal ernsthaft mit deinem Mann zusammen analysieren, was er denn da in seinem Arbeitsleben optimieren kann. Stichwort Zeitmanagement.

20.06.17 - 23:18

Ich habe nicht alles gelesen ... zu deiner Frage : ich würde niemals nur Hausfrau sein wollen, es wäre für mich absolut sinnfrei.
Das Haus in Ordnung halten und Kinder gross ziehen sind für mich keine Lebenssinn gebende Aufgabe.... wichtig ja, aber einziger Lebensinhalt ?! Das wäre mir viel zu langweilig, und du schreibst ja selbst dass die auch evtl. langweilig werden könnte.

Ein Ehrenamt ist für mich auch keine Alternative zur Berufstätigkeit... ich würde mich wie jemand fühlen, der beschäftigt werden muss.

Ich kenne viele die arbeiten und haben zusätzlich ein Ehrenamt.

Ich würde mir eine überschaubare Auszeit nehmen, und dann mit neuem Mut und frischer Energie wieder in den oder einen anderen Beruf zurückkehren.

Eine Tätigkeit suchen die mich erfüllt, ohne mich leer zu saugen.

Erzieher ist eben schon auch ein heftiger Job

20.06.17 - 23:46

Hallo,

ganz ehrlich? Ich würde es gar nicht einsehen, dass ich Kinder und Haushalt alleine wuppe, nur weil ich die Frau bin. Kein Wunder, dass dir die Kraft fehlt.

Jeder hat seinen Job und ihr habt gemeinsame Kinder und einen gemeinsamen Haushalt. Dein Mann kann seinen Anteil an Haushalt und Kindern nicht leisten? Dann muss ER etwas ändern, nicht du. Du musst dich frei davon machen, dass Kinder und Haushalt allein deine Aufgabe sind, du musst deinen Mann in die Pflicht nehmen. Das würde dich auch entlasten. Den Job würde ich nicht aufgeben, aber das ist meine Meinung.

LG

21.06.17 - 08:59

Hi,

ehrliche Meinung, wenn man 2-3 Jahr nicht in die Rente zahlt, merkt man es gar nicht!
Als Erzieher kannst du doch eh immer einsteigen! Wenn Dein Mann gut verdient, kann er den Ausgleich in die Rente einzahlen.

Mach einfach 1-2 Jahre eine komplette Auszeit!
Diese Doppelbelastungen, die Frauen heutzutage auferlegt werden, ist nämlich nicht ohne. Es wird halt verschwiegen, das es oft an die gesundheitliche Grenze geht, denn im Auge der Öffentlichkeit muss man funktionieren. Leider sind da Frauen untereinander teils extrem schlimm und Leben sehr oft das Modell "mehr Schein als Sein"....sind eigentlich fix und fertig und nach außen hin spielen sie die moderne Frau, die locker alles unter einem Hut bringt.#klatsch

Was mir bewusst geworden ist, das man einen bewussten Einklang zwischen Beruf und Freizeit wählen muss! Und Freizeit bedeutet nicht alles außerhalb vom Job, sondern Zeit für sich!!!! Sei es Sport, Hobby etc.

Und es ist kein Zeichen von Schwäche zu sagen "ich muss mal Luft holen!"

LG
Lisa

21.06.17 - 11:59

Nein, Hausfrau werden ist ganz sicher nicht die Lösung für Deine Probleme, mit denen Du ja nicht alleine bist, wie Du schon gemerkt hast.

Der Fehler ist das "Sich-Verantwortlich-Fühlen" für alles - das haben Männer meistens einfach nicht und richten sich deshalb guten Gewissens in ihrem vermeintlich so wichtigen Berufsleben ein, neben dem sie einfach kaum noch was schaffen können außer mal den Müll raus zu tragen. #gaehn

Ich hab vor Jahren selbst den ganzen Mist durch (Depression) und kann sehr gut nachvollziehen, wie so nach und nach dunkle Wolken sich in Deinem Kopf ausbreiten und nichts mehr richtig Spaß macht. Zieh die Bremse, aber mach es richtig.

Du weißt ja schon, dass die starke Beanspruchung im Job zeitlich begrenzt ist. Setz Dir selbst ein Ziel, bis wann die Kollegen eingearbeitet sind.

Danach lässt Du Dich eine Weile krankschreiben - beginne mit 2 Wochen, dann wissen alle, dass es was Ernstes ist und Du kannst bequem noch mal 2 Wochen dranhängen.

Schon vorher such Dir auf jeden Fall jemanden für den Haushalt, nimm den kinderfreien Abend dankbar an und lern erstmal runterzukommen - wie auch immer. Wenn Yoga hilft, mach es, aber es kann auch reichen, ein Buch zu lesen (wenn Du das noch hinkriegst - ich konnte das damals schon nicht mehr). Fühl Dich einfach - spazieren, baden, aus dem Fenster schauen - was immer Du willst, aber bloß kein Druck (nach dem Motto: "Ich muss unbedingt Yoga machen, das muss mich dann sofort entspannen.")

Es ist schwierig, ggf. psychotherapeutische Hilfe zu bekommen, um Deinem Verhalten auf den Grund zu gehen, was aber recht schnell geht, ist ein Termin in einer Familienberatungsstelle. Ich habe damit gute Erfahrungen gemacht, denn es nimmt erstmal den Druck und gute Anregungen bekommt man auch.

Gib auf keinen Fall Deinen Job auf, denn er macht Dir Freude - es ist wichtig, dass Du Dir da nicht reinreden lässt, sondern ganz klar vertrittst, dass er gut für Dich ist. Die Summe aller Dinge ist wohl zuviel, aber lass Dir nicht am Job drehen und lass Dir nichts von Deinem Mann einreden.

Lass die Kinder ruhig länger in der Schule - das ist ok, denn sie sind da gut betreut und haben Spaß. Nutz die Zeit ihrer Abwesenheit für Dich oder für Erledigungen, dann bist Du entspannter, wenn sie heimkommen.

Mach Dich in Deiner Sicht der Dinge und Deiner Meinung unabhängig von dem, was Dein Mann sagt. Er ist selbst gestresst und fällt damit möglicherweise selbst irgendwann aus (ist mir genauso passiert) und dann muss er sich auch selbst um sich kümmern. Ihr seid in einer Spirale, in der Ihr Euch umeinander dreht und sorgt - das bringt keinen von Euch weiter.

lg
lillebi

21.06.17 - 15:54

Hallo liebe Karla,

ich kenne deine Situation eigenlich nur aus der Sicht die ein Partner darauf hat.

Meiner Frau und auch mir habe ich einen Mix vorgeschlagen.

Wir suchen gemeinsam kleine Hilfen im alltag, Kinder auswärts spielen lassen, dafür dann halt auch mal mehr fremde Kinder bei uns...

Robotter zum Staubsaugen und Rasenmähen.

Ich selbst habe mich arbeitstechnisch anders organisiert um mehr Zeit bei meiner Familie sein zu können.

Tatsächlich verbringe ich jetzt auch mehr Zeit mit meiner Frau und sehe das uns das beiden gut tut, da wir uns jeweils weniger allein fühlen. Das macht andere Dinge wieder einfacher.

Einfach "DURCHHALTEN" halte ich für gefährlich und fahrlässig. Versuch in jedem Fall die kleinen Dinge zu verbessern wo es möglich ist, das wird dir so oder so eine Erleichterung bringen und dann schau ob du deinen Job anders organisieren kannst, ggf. kann ja auch dein Partner was ändern?

LG
Ano

21.06.17 - 17:52

Durch die Trennung meines Mannes war ich gezwingen von Voll auf Teilzeitkraft zu gehen. Und zu meiner eigenen Überraschung war es das Beste was mir passieren konnte.

Bin ich 3 Tage die Woche arbeiten ist unsere Tochter bei ihm,Rest bei mir.

Mir ist soviel entgangen von meinem Kind, ich habe nicht gemerkt wie sehr sie gelitten hat unter den Zeitdruck und der Hektik die ich verbreitet hatte.

Ganz Hausfrau kann ich nicht aber Teilzeithausfrau ist was tolles. Arbeit ist mein Ausgleich zum restlichen Chaos.

Ich kenne Mütter die sind mit Leib und Seele Hausfrau und ich kenne Mütter, die 3 Kinder haben, Vollzeit arbeiten und es noch schaffen ins Fitnesstudio zu rennen jeden Tag.Ich kenne Mütter die studieren und zwei Jobs haben inklusive Kind.

Jede Familie muss ihren eigenen Weg finden.

Wenn du dir nicht Vorstellen kannst ganz 100% Hausfrau zu sein ,dann such dir einen Job bzw.sprich mit deinen Chef wo du im Teilzeitkräfte kannst. So hast du noch immer ein Türchen offen ohne zu bereuen. Kündigen kann man dann immer noch.

21.06.17 - 19:22

Gibt es denn etwas anderes, was du beruflich noch machen wollen würdest? Dann könntest du jetzt beruflich aussetzen und vllt. noch eine Weiterbildung oder en Fernstudium machen und danach vielleicht sogar besser bezahlt arbeiten. Wie sieht es denn damit aus?

22.06.17 - 10:01

Hallo,

ich kenne es sehr gut. Durch die Arbeit meines Mannes (bis zu 13 Stunden am Tag im unsteten Schichtrhythmus) fühle ich mich manchmal wie alleinerziehend.
Ich habe eine gute Arbeit, aber leider auch eine lange Fahrstrecke.
Manchmal bleiben nicht mal 2 Stunden zwischen Heim kommen und Kinder Bettfertig machen.

Mir bricht es immer das Herz, wenn die Große sagt, dass ich wieder keine Zeit für sie hatte, oder die Kleine beim Schlafengehen klammert.
Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich emotional so erschöpft bin, dass ich den ganzen Tag nur weinen könnte. Nehme ich mir ausschließlich Zeit für die Kinder, denke ich, dass ich faul bin, weil der Haushalt liegen bleibt.

Viele haben mir eine Mutter-Kind-Kur empfohlen, aber erstens ist es mehr als schwer eine zu bekommen und zweitens ist das Problem dann ja nur aufgeschoben und nicht aufgehoben.

Jeder sollte es für sich selbst entscheiden, wichtig ist, dass man auf die Stimmen des Umfeldes (also Dein Mann) hört. Wenn er schon eine Veränderung festgestellt hat, dann ist Gefahr in Verzug.
Setzt Euch zusammen und besprecht, welcher Weg zu Euch passt und was Dir gut tut und hilft. Vielleicht kannst Du Dir zusätzlich ärztlichen Rat einholen.

Ich drücke Dir die Daumen, dass Ihr einen Weg findet und wünsche Dir alles Gute!!!!

23.06.17 - 08:17

Hallo,

ich kenne genau diese Stressfallen auch. Ich habe eine Reinigungskraft 1x/Woche 2 Stunden fürs "Grobe" und alle drei Monate einen Fensterputzer.

Seit zwei Wochen einen Rasenmähroboter und ein Gärtner hat uns die Büsche im Garten geschnitten (das hätte auch wieder viele Abende/Wochenendtage eingenommen).

Auch Dein Mann kann sich am Hauhalt beteiligen, auch wenn er mehr als Du verdient. Vielleicht kann er nach Feierabend einkaufen gehen?

Komplett den Job aufgeben werde ich nicht. Wenn in 10-15 Jahren die Kinder keine Unterstützung mehr brauchen, bekomme ich meinen Job sicher nicht zurück. Bis zur Rente sind es aber noch 20 Jahre (oder länger).

Wenn sogar Deinem Mann die Veränderung auffällt, sollte auch er etwas von der Familienbealstung tragen. Vielleicht kann auch er seine Arbeitsbelastung reduzieren. Es sind auch seine Kinder.

Liebe Grüße Andrea

23.06.17 - 09:55

Ich habe eigentlich auch vor Hausfrau zu werden. Allerdings ist es bei mir etwas anders: Ich habe zwar auch einen Partner der viel arbeitet und gut verdient, aber wir wollen dafür auch mehr als 2 Kinder und ich bin eben auch berufsunfähig und müsste quasi nach dem letzten Kind mit über 40 neu ins Berufsleben einsteigen, was ich für nahezu ausgeschlossen halte.

23.06.17 - 10:29

Ich muss noch mal meinen Senf dazugeben. Ich habe sogar einige Single-Männer Freunde, die gute Jobs in guten Firmen haben, und die fangen um 6 Uhr früh an und gehen am Nachmittag nach Hause. Und dann gibt es auch ganz viele Single Männer, die zig verschiedene zeitintensive Hobbys haben.

Also, dein Mann verarscht dich nach Strich und Faden und du kapierst es einfach nicht. Er kann definitiv mehr Zeit für die Familie investieren.

Wenn sogar Singles Zeit haben für alles mögliche obwohl sie keine Verpflichtungen haben und nicht nach Hause gehen müssten am Nachmittag...

Außerdem sagtest du er ist Führungskraft. Kann er da sich nicht durchsetzen? Falls nicht ist er keine Führungskraft, sondern eine Witzfigur.

Ich bin mir absolut sicher er will einfach nicht weniger arbeiten, und er will nicht zu Hause sein. Oder aber er ist ein Waschlappen, der nicht fähig ist sich durchzusetzen und sich ausnutzen lässt.

Diskussionsübersicht
Top Diskussionen anzeigen