Mann mit Baby allein auf Reisen

    • (1) 29.06.17 - 10:40

      Hallo ihr Lieben,

      ich weiß gerade echt nicht mehr, ob ich übertreibe oder meine Gefühle normal sind.

      Mein Mann hat recht spontan die Möglichkeit bekommen, für zwei Wochen in seine Heimat Japan zu reisen. Da seine Familie unseren 11 Monate alten Sohn noch nicht persönlich kennen lernen konnte, möchte er ihn mitnehmen. Ich kann die beiden aus verschiedenen Gründen nicht begleiten.

      So sehr es mich natürlich für meinen Mann freut, bin ich eigentlich nicht so begeistert. Zum einen habe ich Angst, daß mein Sohn krank wird (ungewohntes Essen, Sommerhitze in Kombi mit Klimaanlagen) und zum anderen bin ich einfach traurig, von meinem Baby getrennt zu sein#heul. Zudem habe ich sicher einen eher negativen Blick auf alles, da ich es nicht gut finde, einem so jungen Kind schon eine so lange Reise zuzumuten.

      Die beiden sind dann zwar nur 2 Wochen weg, aber die können sich sehr lang anfühlen. Ich mache mir schon Sorgen, daß der Kleine mich in der Zeit vergessen könnte.

      War jemand schonmal in der Situation, aus welchen Gründen auch immer, für eine längere Zeit von seinen Kleinen getrennt zu sein?

      Wie habt ihr euch gefühlt und wie kamen die Kinder damit klar?

      Freue mich über eure Antworten.

      LG,
      Integral

      • Vergessen würde dich dein Kind nicht - aber es ist für ein 11 Monate altes Kind schon sehr lang. Fände ich schwierig muss ich sagen und dann auch noch soweit weg...

        Als ich die Überschrift las, dachte ich an einen wenige Wochen alten Säugling. Dein Kind ist ja schon fast 1 Jahr alt, ist also nicht mehr sooo klein.

        Und: es sind nur 2 (!) Wochen! Das ist ja nun kein wirklich langer Zeitraum.
        Ich an Deiner Stelle würde mich über ein paar kinderfreie Tage freuen, mir was Schönes vornehmen, abends mal mit Freunden ausgehen und eben all das machen, wozu man mit Kind nicht kommt.
        Ich war, als meine Kinder so klein waren, nur mal ein verlängertes Wochenende ohne Kinder zu Besuch bei Freunden/Familie. Fand diese kleine Familien-Auszeit total toll.
        Und: der Papa kümmert sich genauso gut um das Kind, wie Du das könntest. Dem Kind wird es an nichts fehlen, der Klimaschock ist ja nun auch nicht besonders groß und einige Stunden des Fluges wird der Zwerg bestimmt eh schlafen.
        Von daher: genieße die Zeit und freu Dich für Deinen Mann und Dein Kind - die werden bestimmt auch eine schöne Zeit haben.

        Krank werden kann Dein Kind überall, sieh es anders rum, das Immunsystem bekommt viele neue Eindrück und tolle Sachen zum Spielen und wird damit gestärkt.

        Dein Baby wird Dich nicht vergessen. Gönn den Jungs die Reise!

      • Hallo
        Der Vater meiner Kinder ist letztes Jahr mit einer unserer Töcher direkt nach ihrem ersten Geburtstag in seinem Heimat, auch für 2 Wochen. Eigentlich wollte er schon früher gehen, es gab aber früher keine Möglichkeit die gut gewesen wäre.
        Es hat super geklappt und wir hatten das Gefühl sie hat nochmal einen richtigen Schuss gemacht, auch weil sie endlich mal von sehr vielen Muttersprachlern umgeben war. Angst dass sie krank wird hatte ich jetzt nicht. Ich vertraue ihm zu 100% und weiß dass er sich genau so gut um die Kinder kümmert wie ich. Und ich "darf" ja auch ohne ihn mit den Kindern in den Urlaub.

        LG

        Naja, wenn es dein Mann von sich aus will, wird er es sich auch zutrauen#schein.
        Seine Familie dort, werden auch schon Kinder aufgezogen haben und wissen auch was, wann, wie und wo , bei iunvorhersehbarenb Situationen, zu tun ist oder mit Rat zur Seite stehen.
        So wie Kinder Zuhause erst nach der Mama schreien, so schreien Kinder, wo sie fremd sind, nach der vorhandene freie Person, wenn Mama nicht dabei sind.

        Das du dann dein Kind vermisst und dir evtl. "unnötige" Sorgen machst ist normal.....und kann jeder nachvollziehen, aber vertraue deinen Mann auch einwenig, wenn er es sich freiwillig zumuten möchte.

      • Hallo

        Ich würds ganz klar nich machen.
        Nich in diesem jungen Alter und nich so lange.
        Meine Kinder waren 4 und 6 als sie mal mit meinem Mann allein 3 Tage gereist sind.
        Fand ich schon heftig, aber nach dem Kloßim Hals war dann alles prima.
        Letztens war er 9 Tage allein in der Heimat und überlegte unsere 3-Jährige mitzunehmen.

        Nee, ist nichts für mich, zu lang und zu weit in diesem Alter noch.
        Zu fixiert noch auf mich und viele Dinge weiß nur ich, weil meist eben nur ich im Alltag um sie rum bin.
        Klar haben die beiden ne super Bindung und kämen schon klar.
        Für mich wärs aber nich auszuhalten vor Sorge und Sehnsucht. Muss einfach nich sein. Reicht auch in 2 Jahren wenn ne Gelegenheit kommt.

        Schade dass du nich mitkannst.
        Ich konnte wegen Schulkindern nicht.

        • Ja, ich glaube auch, dass hier eher die Mütter das "Problem" sind bzw. das Problem damit haben.

          Der Vater und das Kind würden das ganz locker packen. Man traut den Vätern sowieso oft viel zu wenig zu.

          Meine Tochter ist auch auf mich fixiert. Wenn ich jedoch nicht da bin, dann ist Papa ihre Nr. 1. Dafür muss ich sie aber auch "loslassen" können und soweit Vertrauen in die beiden haben, dass sie es wuppen ;-)

          Ich finde es schade, dass Oma und Opa das Enkelchen nach einem Jahr nicht sehen können, weil Mama ein Problem damit hat. Papa würde gerne, Oma und Opa würden gerne, dem Kind wäre es ganz sicher in dem Altern noch egal, Hauptsache Mama oder Papa sind dabei. Aber weil Mama nicht möchte, haben alle anderen das Nachsehen... Schade.

          • Das finde ich aber auch extrem. Meine Eltern sind immer enge Bezugspersonen gewesen.
            Nach dem Abstillen- das war bei uns immer erst mit 24 Monaten- durften sie dort auch ohne mich übernachten.

            Ne Reise von ner Woche oder 2 ist für mich aber was anderes.

            • Oma und Opa leben halt nicht paar Hundert Kilometer weiter weg. Die kann man eben nicht alle 3 Monate besuchen.

              Hier geht es um 2 Wochen, nachdem die Schwiegereltern 11 Monate ihr Enkelchen nicht gesehen haben. Ich finde, hier sollte man sein Mutter-Ego ein wenig zurückstellen, für die Bedürfnisse der anderen (Vater, Oma und Opa, Enkel).

              Ja, es ist schwierig. Und ja, ich würde meine Tochter auch tierisch vermissen. Aber ich weiß auch, dass ich nicht die einzige Person in ihrem Leben bin, die einen "Anspruch" auf sie hat. Ich muss auch manchmal meine Bedürfnisse zurückstecken zugunsten anderer.

              Es ist für den Vater, Oma und Opa und auch für das Kind eine tolle Erfahrung. Warum ihnen das nehmen? Nur weil Mama nicht loslassen kann? #kratz

              • Für uns kam das nicht in Frage.
                Mit 11 Monaten wurde noch (fast) voll gestillt. Und abgesehen davon, es ist für mich einfach ein Baby in dem Alter, das würde sich mein Mann schon gar nich zutrauen.

                Steht für mich halt außer Frage. So lange so ein kleines Kind weggeben? Niemals.

                • Hier auch. Mit 11monaten undenkbar. Meine maus würde verhungern.

                  Kommt auch auf die Kinder an. Meine großen hätten nur geweint, viele Fremde und Papa ist hier auch eher die zweite Wahl, da er arbeiten muss usw.

                  Also für uns käme sowas nie in Frage. Auch hätte ich kein gutes Gefühl.
                  Aber egal ob hjer ja's oder nein's kommen, du musst schauen wie es dein Baby mitmacht. Mag er Fremde? Fremdelt er viel? Wie ist der Bezug zu Papa? Wie läuft es mit dem essen? Ist er gesund? Usw und dann könnt ihr es gemeinsam entscheiden.

                  • Ich wunder mich halt auch dass hier doch einige schreiben die Schwiegermutter könne doch auch gut mit Kleinkindern umgehen und bla...
                    Klar haben die ein Recht das Kind zu sehen, gut und wichtig.
                    Aber ich kenne das bei meinen Schwiegereltern im Ausland so, dass sie nie wirklich warm wurden mit unseren Kindern, weil andere Sprache, andere Kultur, und einfach zu wenig Kontakt.
                    Mit 11 Monaten wurde da eh noch heftig gefremdelt und da war selbst der geliebte Papa nach mir nur zweite Wahl. Denn er arbeitet halt und hat keine Milchbrüste. Ja, das versteh ich dann schon aus der Sicht eines Babys...

                    Was für einen total unfähigen Partner hast Du denn?

                    Mein Beileid, dass er es nichtmal schafft, für sein eigenes Kind zu sorgen und es verhungern lassen würde.
                    Ich glaube, jeder männliche Teenager würde das bei einem fremden Kind hinbekommen.
                    Dass es der eigene Vater nicht schafft, ist echt ein Armutszeugnis. :-(

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