Kostgeld ? Was ist wofür angemessen?

Kostgeld - ja oder nein?

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    • (1) 30.06.17 - 17:51

      Hallo,

      bei euren Ü 18 Kindern die schon Geld verdienen, wie regelt ihr das mit dem Kostgeld, was findet ihr angemessen, was beinhaltet das und was nicht?

      Sollte man das vom Einkommen des Kindes abhängig machen oder haltet ihr eine bestimmte "Pauschale" , zB 150€/Monat für angemessen?

      Wir diskutieren das hier nämlich in der Familie, ein Gesetz regelt es nicht u hier hat jeder eine andere Meinung.

      Mal angenommen das Kind ist 18 und beginnt eine Ausbildung, bei der es mind. 1500 € /Monat netto verdient - es bezieht aber erstmal keine eigene Wohnung da oft nicht da und ansonsten eh in der Nähe- dann halte ich 150€ zB für angebracht.
      Das würde für mich das Essen, das Wohnen, Wäsche usw mit beinhalten, aber nicht mehr das Handy zB.
      Versicherungen- riesen Fragezeichen.

      Auto ( laufende Kosten) wird auch vom Kind selbst bezahlt, wobei wir uns bei der Anschaffung beteiligt haben.

      150€ waren die von mir kalkulierten Unkosten im Durchschnitt.

      Nun will Junior am liebsten gar nichts zahlen, und mein Mann hält das für zu wenig.

      Mir raucht der Kopf- wie regelt ihr das bzw wie seht ihr das?

      GlG
      Lulu

      • (2) 30.06.17 - 17:56

        Hallo.
        Bei 1500€ finde ich 150€ schon sehr fair.

        Allerdings würde ich dann nichts außer Lebensmittel, Strom, Wasser etc zahlen.

        Handy, Klamotten, Drogeriekram, Versicherung, Tanken etc würde ich selbst zahlen lassen.

        Was schlägt das Kind denn vor? Garnichts zahlen würde für mich nicht in Frage kommen. Bei dem Einkommen könnte es dann also auch gut ausziehen. Manch Familienvater bringt auch nur das Geld mit nach Hause.

        LG,
        Enelya

        • (3) 30.06.17 - 18:05

          Hallo,

          Er schlägt nicht wirklich was vor sondern nölt einfach nur rum.

          Die anderen werden alle von den Eltern unterstützt, er bezahlt ja schon sein Auto, er möchte auch was sparen....er würde dann eben ab und zu, wenn er da ist, Essen einkaufen gehen....

          Mein Mann meint er könnte locker 200€ bezahlen bei dem was er an Wasserkosten, Stromkosten u Lebensmittelkosten usw verursacht i sieht es so, dass andere mit 600€ -
          800€ Lehrlingsgeld auch auskommen u evtl.eine eigene Wohnung oder Wg mitfinanzieren müssen..
          Aber 200 oder mehr müsste es wegen mir gar nicht sein...nur muss er sich um Klamotten, Handy u Co dann wirklich selber kümmern.....

          LG

          • Er möchte eben auch was sparen???
            Okay da würde ich sagen: willlkommen im Erwachsenen Leben ;)
            Er möchte sparen indem er auf eure Kosten lebt - geht so natürlich nicht auf die Rechnung. Du könntest ihm entgegenen: ja ich möchte nun von MEINEM Geld eben auch mal was sparen, jetzt wo du selbst verdienst und unsere Unterstützung nicht mehr brauchst.
            Er sollte lernen, sich selbst zu finanzieren und dazu gehören auch Lebensmittel, Strom usw. Und das was dann am Ende noch übrig ist kann er ja dann sparen. ;)
            Rotzfrech die Kinder heutzutage!

      Hallo,

      würde für mich darauf ankommen.
      Wenn ich wüsste, dass das Kind bei soviel Geld plötzlich überschnappt und oder immer schon der Typ war, das Geld kommt schon woher wenn es alle ist, dann würde ich Kostgeld verlangen, so, dass ein großer Teil auf ein Sparkonto landet und in Absprache nötige Versicherung abschließen.

      Wenn es schon immer umsichtig mit Geld war und mich nicht viel mehr belastet (z. B. Hemden/Kostüme waschen und bügeln), dann wäre ich wohl eher nachsichtig und würde es das Geld behalten lassen und beratend beistehen.

      Von mir hat damals keiner Kostgeld verlangt, aber ich hätte mich nicht dagegen gewehrt.

      VG, midnatsol

      (6) 30.06.17 - 18:10

      Hallo,

      meine Eltern und die Eltern meines Mannes haben das Kindergeld einbehalten und ich glaube, das würde ich auch so handhaben. (Meine Kinder sind ja noch nicht so alt.) Für Wohnen, Essen und Wäsche würde ich nicht mehr einbehalten. Alles andere kann euer Sohn aber meiner Meinung nach selbst bezahlen.

      Wer eigenes Geld verdient, kann sich sein Vergnügen selbst finanzieren. Die Versicherung des Autos kann ja über die Eltern laufen, damit sie günstiger ist, aber bezahlt werden, sollte sie der Fahrer schon selbst. Ebenso sind die Kosten für Handy, Kleidung und andere Freizeitaktivitäten meiner Meinung nach von eurem Sohn zu bezahlen.

      Mal ehrlich, 1500€ netto sind nicht wenig. Wenn euer Sohn sich alles von euch bezahlen lassen möchte, solltet ihr ihm vorrechnen, wie teuer es wird, wenn er ausziehen muss und die Autoversicherung nicht über euch läuft. Vielleicht hilft das ja.

      LG

      • (7) 30.06.17 - 18:14

        Achso, nachdem mein Mann kein Kindergeld mehr bekommen hat, hat er 150 € von seinem Gehalt an seine Eltern gezahlt. Er hat aber keine 1500€ netto verdient!

    Unsere Kinder sind noch klein...aber da es bei mir und meinem Mann gleich war, werden wir das auch so handhaben bzw es ist geplant.

    Bei uns gab es kein Kostgeld oder ähnliches. Selbst bezahlt wurden Versicherungen, kosten fürs Auto und Klamotten und natürlich Hobbys und eigene Haustiere. Lebensmittel, Getränke und die normalen Hygieneartikel wurden "gestellt". Wir hatten dadurch beide einiges angespart.

    Hab inzwischen gemerkt das es wohl viele für zu großzügig empfinden, aber für uns war es gut so daher wollen wir das auch so handhaben.

    Bei welcher Ausbildung verdient man denn 1500 €netto :O ??

    Zur Frage:

    Kostgeld finde ich dann in Ordnung, wenn man als Eltern kein Kindergeld bekommt. Das dürfte bei euch der Fall sein, da er ja viel zu viel verdient um noch Kindergeld zu bekommen.

    Und mit dem Kostgeld sollten dann die Lebensmittel und Nebenkosten gedeckt sein. Daher finde ich 150 € für eine Person völlig angemessen.
    Und da er soviel verdient, ist die Höhe auch ohne Problem von ihm zu leisten.
    Autos Versicherungen etc. müsste er bei mir dann auch selbst bezahlen, außer ihr habt die Versicherungen für ihn abgeschlossen, dann ist es eure Entscheidung diese zu kündigen bzw. er muss entscheiden ob er sie für notwendig erachtet und übernimmt.

    Ich finde Kostgeld immer auch ganz gut, da man so Nebenkosten schon mal kennen lernt.
    Irgendwann will er Mal ausziehen, dann muss er deutlich mehr bezahlen und hat keinen Wäscheservice mehr.

    • Wenn es sich um die 1. Ausbildung handelt, ist der Verdienst ohne Bedeutung. Die Grenze von ca. 8000 € wurde vor paar Jahren aufgehoben.

      • Ganz genau,
        allerdings ist der AG die BW...ob das dann auch so ist?

        Ist ja keine zivile Ausbildung in dem Sinne...

        Beantragt ist alles...bin gespannt was kommt...

        Der hohe Verdienst liegt wie gesagt am AG...der BW...daher ist er auch manchmal nicht da...manchmal dann wieder täglich...

        Ich denke auch, dass eine Entscheidung für Kostgeld auch etwas damit zu tun hat, dem "Kind" den Einstieg ins "Erwachsenenleben" zu vermitteln...

        Eine Wohnung oder ein WG Zimmer kann er mit unter 400€ Minimum auch nicht finanzieren...und er verdient mehr als ich und ich gehe auch Vollzeit arbeiten...

        Natürlich werde ich ihn insgesamt unterstützen so gut ich kann und er es zulässt...das habe ich immer und tue es gerne....aber ich muss auch hart arbeiten um das alles hier zu wuppen, mein Mann auch..da sollte das doch okay sein?

        Ich musste damals 180 DM abgeben, bei einem Verdienst von 1LJ ca 680 DM....

        Führerschein usw habe ich alles selbst finanziert..ich bin auch früh ausgezogen....

        Hmmm...nicht so einfach....

        • Mein Ausbilder war das Land Rheinland Pfalz, also auch kein ziviler Arbeitgeber. Wenn es eine normale Ausbildung, Schule oder (Duales-)Studium ist, gibt es keine Verdienstgrenze bei der 1. Ausbildung/Studium.
          Wie unten geschrieben, halte ich das Kindergeld für ausreichend sowie die Mithilfe im Haushalt und wenn er fertig ist, 10 Prozent, es sei denn man knapst selbst da rum ;-)
          Aber das muss echt jeder selber wissen. :-D

      Ah ok :) wusste ich noch nicht. Danke.

      • Ja war ne Gesetzesänderung. Als ich in Ausbildung war gab es auch noch die einkunftsgrenze. Da musste man ordentlich Werbungskosten haben um drunter zu kommen. Aber damals gab es noch mehr Fahrten Wohnung Arbeitsstätte ;-)

Hallo.

Ich würde keinerlei Kostgeld verlangen.
Klar - 1500 Euro sind gutes Geld - aber so kann er sich wenigstens ein nettes Sümmchen ansparen, um sich mal SCHULDENFREI eine Wohnung einzurichten (was ja bei den meisten Jugendlichen) nicht möglich ist.
Zudem könnte er z.B. in einen Bausparer o.ä. einzahlen.

Mitfhilfe im Haushalt würde ich allerdings schon verlangen. Das schadet niemandem.;-)

LG

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