Wie kann ich meiner Freundin helfen

    • (1) 07.07.17 - 14:23

      Hallo. Möchte meiner freundin helfen aber wie?
      Zur Geschichte.

      Meine Freundin und ihr Partner haben einen gemeinsamen sohn 2 1/2 jahre und der Partner hat einen sohn aus vorheriger Beziehung 7 Jahre alt.
      Der sohn kam alle zwei Wochen zu besuch, klappte alles super toll. Doch dann plötzlich und unerwartet starb die mutter und der junge fand sie leblos in der Badewanne. Es war kein Suizid. Seitdem wohnt der kleine leon bei meiner Freundin und ihrem Partner.

      Der Alltag gestaltet sich seit zwei Jahren echt schwierig. Er spricht kaum, ist aggressiv, lustlos und neuerdings immer müde.

      Zum Therapeuten geht er regelmäßig um alles aufzuarbeiten. Doch statt besser wird es immer schlimmer.

      Ich kenne den kleinen als sehr ruhig und lieb. Ganz anders als ich immer von ihm höre.
      Jetzt vermuten wir das er evtl eine Depression hat, alle Anzeichen deuten darauf hin aber der Psychologe wehrt alles ab und sagt die sollen sich keine Sorgen machen.

      Meine Freundin ist schon am Ende ihrer Kräfte, gibt sich alle Mühe aber es prallt alles ab. Es fällt ihr natürlich auch nicht leicht von jetzt auf gleich ein zweites Kind bei sich zu haben. Zumal ihr eigener sohn zu dem Zeitpunkt noch ein säugling war.

      Klar brauch er Zeit das zu verarbeiten, neue Stadt, neue Familie und mutter tot.

      Es sind nun zwei Jahre vergangen ohne das sich was zum positiven verändert.

      Hat jemand vlt die gleiche Erfahrung gemacht oder steckt gerade mitten drin?
      Sollte evtl der Psychologe gewechselt werden wo er nun seit über ein Jahr hingeht?

      Freue mich über eure tips und Ratschläge

      • Vielleicht kann der Vater mit dem Kind eine Vater-Kind-Kur zur Traumabewältigung machen?

        Hat er einen Feld-Wald- und Wiesen-Psychologen oder einen, der vielleicht spezialisiert auf Kinder/Trauma/PTBS ist?

        LG Küstenkönigin

        Kennt sich der Psychologe wirklich gut aus mit Kindern und diesen Ursachen?

        Ein HNO wird keine Kniescheibe behandeln. Dennoch sind beides Ärzte.

        Bei immer müde fällt mir spontan Diabetis und Schilddrüse ein. Vor allem wenn es neuerdings ist.
        Schläft er neuerdings schlechter.

        Das Psychische sollte man natürlich nicht außer Acht lassen. Körperliches dabei nicht übersehen. Auch Diabetis und Schilddrüsenprobleme können zusätzlich! auf die Psyche wirken.

        Diese NEUERDINGS fällt mir dabei arg ins Auge.

        Die schon länger dauernden Probleme würde ich mal schauen, ob es Trauergruppen für Kinder gibt. Erst mal als Erwachsene informieren! Und dann schauen, ob das zum Kind passen könnte.

        Vater-Kind-Kur?

      • Hallo dreiermum3,

        das ist schon eine außergewöhnliche Geschichte.

        Zunächst mal: Ich finde es schön, dass deine Freundin sich um Leon sorgt und ihn aufgenommen hat. Klar, sie lebt mit seinem Vater zusammen, aber so selbstverstädnlich ist es nicht. Muß vielleicht auch mal gesagt werden.

        Für Leon ist es ganz sicher alles andere als einfach. Schon als Trennungskind dann auch noch so eine extrem trauamtische Erfahrung - da ist nix "normal".

        Mein Rat wäre zuerst, dass deine Freundin sich für sich selbst Hilfe sucht. Einfach, damit sie jemanden hat, der von außen draufschaut und ihr beisteht. Sie ist ja selbst in einer schwierigen Situation, nicht Leons Mutter (evtl. sogar die "Böse" wg. Trennung und so, jetzt aber doch die einzige "Mutter", die ihm bleibt) - sicher ganz schwer für den kleinen Burschen, aber auch für deine Freundin und ihr leibliches Kind!
        Wie sieht Leons Vater die Sache? Hält er sich eher raus oder versucht er, wirklich Vater zu sein für Leon und für das jüngere Kind? Letzteres wäre aus meiner Sicht ganz wichtig. Deshalb fände ich auch gut, wenn er und Leon zusammen eine Vater-Kind-Kur machen.

        Haben deine Freundin und ihr Mann bei dem Therapeuten auch Elterngespräche? Fühlt sich Leon dort gut aufgehoben? Wenn nicht, würde ich einen Therapiewechsel anstreben.

        Auf jeden Fall würde ich deine Freundin ermutigen, mal zu einer Beratungsstelle zu gehen. Dort kriegt sie auch Unterstützung hinsichtlich möglicher Reha, Mutter-Vater-Kind-Kur, evtl. Gesprächsgruppen, whatever. Nicht allein bleiben!

        Alles Gute Euch!

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