Einzelkind unglücklich?

    • (1) 09.07.17 - 09:46

      Ein ähnliches Thema gab es hier schon... allerdings eine andere Situation.

      Wir haben einen Sohn bekommen (2 Monate alt).
      Eigentlich erfüllt er uns komplett und ich kann mir im Moment kein 2tes Kind vorstellen. Dazu kommen auch noch andere Dinge hinzu:

      Nun ist es so, mein Mann ist Einzelkind und ich auch.
      Der Sohn hat deshalb keine Tanten, Onkel, Cousins....
      Die meisten halten das für furchtbar und wir würden dem Kind ohne Geschwisterchen sehr schaden.
      Er hat allerdings meine Cousine und meinen Cousin als "Tante" und "Onkel". Beide sind verrückt nach ihm und unterstützen uns sehr mit dem Kleinen. Auch deren Kinder nennen unseren Sohn "Cousin" und freuen sich, wenn er älter ist, dass er mit ihnen Fußball spielen kann. Zudem habe ich im Rückbildungskurs Freundschaften mit anderen Mamis und deren Baby geschlossen. Ob die Kinder sich später mögen werden und das hält, ist natürlich etwas anderes.

      Nun müssen wir uns aber vorwerfen lassen, dass wäre keine "richtige Familienbeziehung".

      Ich will mich nicht zu Kind 2 überreden kann und vielleicht sehe ich in paar Jahren alles anders.

      • Der Satz "Sohn bekommen" klingt richtig blöd :)
        Kann es aber nicht mehr umändern.... bitte nichts Falsches denken.

        • Das fand ich auch etwas befremdlich :D naja!

          Ich finde nicht, dass man dazu verpflichtet ist mehrere Kinder bekommen zu müssen!!

          Wartet doch einfach, was die Zeit so bringt! Vielleicht ändert sich deine Einstellung noch. (Dein Kind ist ja noch so jung!) Wenn nicht, dann ist es eben so!

      Hi,

      selten solch einen schmarrn gelesen.....wie viele Familien wohnen weit weg von der Kernfamilie und haben wenig kontakt....

      Ich hab noch 5 Geschwister...never ever würde ich meinen Kids das zumuten.

      IHR seid jetzt eine Familie, wenn ihr nette Freunde, etc. habt und Euch nicht von der Usssenwelt abschirmt, sorry, kann ein Kind normal aufwachsen.

      lg
      lisa

    • "Nun müssen wir uns aber vorwerfen lassen, dass wäre keine "richtige Familienbeziehung".

      erst mal müsst ihr euch gar nichts vorwerfen lassen.

      Ihr könnt es annehmen, euch Gedanken machen, abblocken etc.

      Das andere ist, euer Sohn ist grade mal 2 Monate alt. Was sollt ihr machen? Zaubern?

      Wer jetzt schon mault, dass ihr kein zweites Kind habt, sollte erst mal rechnen lernen und Nachhilfe in Biologie bekommen!

      In zwei drei Jahren würde ich Fragen zumindest verstehen. Dann geht es ANDERE zwar immer noch nichts an, fände Fragen diesbezüglich jedoch nicht mehr als unrealtisch.

      Gebt euch Zeit. Was in zwei drei vier fünf Jahren ist, werdet ihr sehen.

      Bekannte sind selbst Einzelkinder, wollten immer mehrere Kinder. Haben jetzt eines. Ging medizinisch nicht anders.
      Andere Bekannte ebenfalls Einzelkinder / auch welche mit Geschwistern wollten immer NUR EIN Kind, auf keinen Fall mehr. Heute haben sie 3-5 Kinder. Warum? Weil es gepasst hat.

      Ich wollte immer mehrere Kinder, hat sich anders ergeben.

      Schaut, was euch gut tut.
      Vorwerfen lassen braucht ihr euch gar nichts.
      Kommt erst mal als die Familie an, die ihr seid. Ist eh alles noch frisch.

      Entscheiden könnt ihr dann immernoch.

      Das was dann zu euch passt.

      Wer hat dir erzählt, dass Einzelkinder traurig sein müssen und Gschwister ein Segen sind?

      Ihr habt ein Kind und im Moment ist alles gut so. Genießt die Zeit mit ihm und wenn sich eure Familie in 5 Jahren immer noch komplett anfühlt, dann belasst es einfach dabei.

      Wir haben ein Einzelkind, das mittlerweile 12 Jahre alt und mit der Situation sehr zufrieden ist. Zuhause hat sie einen Rückzugsort ganz für sich alleine und wenn sie möchte trifft sie sich mit ihren Freundinnen. Wir haben schon immer ein volles Haus gehabt, weil eigentlich immer jemand hier ist. Außer sie braucht Zeit für sich, dann gibt es keine Verabredung und kein kleiner Bruder der nervt ????

      Vielleicht kommt irgendwann der Punkt an dem wir bereuen ein Einzelkind zu haben, aber bisher finden wir das Leben so perfekt.

      Als Eltern mussten wir noch nie überlegen, ob ein Sport, ein Musikinstrument, ein Besuch im Freizeitpark/Schwimmbad, Skifreizeit zu teuer ist. Sie wird den ein oder anderen Schüleraustausch machen, es wird genug Geld da sein um sie im Studium zu unterstützen. Bei zwei oder drei Kindern werden die vorhandenen Mittel eben geteilt...

      Ich würde genauso wieder entscheiden, denn unsere Familie ist komplett.

      Und schau dich mal um, es gibt ganz schön viele Einzelkinder...

      • "Als Eltern mussten wir noch nie überlegen, ob ein Sport, ein Musikinstrument, ein Besuch im Freizeitpark/Schwimmbad, Skifreizeit zu teuer ist. Sie wird den ein oder anderen Schüleraustausch machen, es wird genug Geld da sein um sie im Studium zu unterstützen. Bei zwei oder drei Kindern werden die vorhandenen Mittel eben geteilt..."

        Hallo,

        eben- bei zwei oder drei Kindern werden "die vorhandenen Mittel geteilt". Wo ist das Problem #kratz? Mein Mann und ich haben drei Kinder und müssen bei den von Dir angeführten Dingen glücklicher Weise ebenfalls nicht überlegen. Es ist doch nicht automatisch so, dass einem Kind mit Geschwistern keine Möglichkeiten mehr offen stehen, sei es finanziell, zeitlich oder emotional.

        Das ist individuell natürlich sehr unterschiedlich. Oft ist es jedoch so, dass finanzielle Aspekte bei diesem Thema nur "vorgeschoben" werden (bewusst oder unbewusst), weil eigentlich etwas ganz Anderes gegen ein weiteres Kind/weitere Kinder spricht.

        Ich kenne mehrere Familien mit einem Kind (Familien- und Freundeskreis)- bei keiner von ihnen spielen/spielten die finanziellen Ressourcen eine Rolle in diesem Kontext. Was nicht heißt, dass das bei Anderen nicht durchaus auch der Fall sein kann.

        Letztlich ist jedoch die Hauptsache, dass man mit seinem Leben so wie es ist, glücklich sein kann :-).

        Viele Grüße,

        Kathrin

    Also ich halte das für Quatsch. Im übrigen bin ich selbst ein Einzelkind und an sich nicht unglücklich gewesen. Gebe aber zu das in meiner Situation vielleicht ein Bruder oder eine Schwester für ich vorteilhaft gewesen wäre. Ich war nämlich eher ein unerwünschtes Kind.

    Mein Mann ist der 7 von 7 Kindern gewesen und hat ne Menge Geschwistern deren Verhältnis untereinander an sich gut ist.

    Wir selbst haben einen Sohn der ursprünglich doch mal ein Geschwisterchen haben sollte. Dann aber blieb es doch bei einem Einzelkind aus persönlichen Gründen.

    Ich finde nicht das man als Einzelkind zwangsläufig unzufrieden sein muss. Es kann schließlich auch sein das man mit Geschwistern gar nicht auskommt und dann ein Leben lang Stress hat. Beides ist möglich.

    Ich würde ganz einfach nach eurem eignen Willen entscheiden. Solltet ihr auf Dauer nur ein Kind wollen ist das so, hauptsache ihr seid zufrieden. Und schließlich kann man auch ein Einzelkind sozial erziehen!
    Hört nicht auf das was die anderen euch weismachen wollen sondern das, was euer Herz sagt.

    Gruß Ela

    Das ist doch Quatsch. Auch ein Einzelkind kann glücklich aufwachsen, genauso wie ein Kind mit Geschwistern. Ich bin Einzelkind und habe Geschwister als Kind nicht vermisst - wobei, meine beste Freundin hat 3 Geschwister, da war immer Leben in der Bude, das fand ich schön.
    Jetzt im Erwachsenenalter denke ich manchmal, wäre es schön, eine Schwester zu haben. Der Fokus meiner Eltern verteilt sich dann auf mehr als nur einen.
    Wichtig sind einfach soziale Übungsmöglichkeiten mit ähnlich alten Kindern, das reicht aber auch ab 3 Jahre / Kindergartenalter. Kein Einzelkind muss ab 1 oder 2 unbedingt in die Krippe wegen der anderen Kinder.
    Ich selbst habe 3 Kinder und sehe jetzt den Unterschied zu damals bei uns zu Hause. Hier ist Leben in der Bude. Als die Großen kürzlich 11 Tage weg waren, empfand ich es zwar als total entspannt mit nur einem Kind - aber auch fast schon etwas langweilig ;-).
    Ich würde mir da auf keinen Fall reinreden lassen. 1 Kind ist genauso Familie wie Eltern mit 5 Kindern. Auf fehlende Tanten/Onkel/Cousins etc. würde ich nichts geben - viel wichtiger ist das direkte Umfeld. Ob sich das nun Nachbarn/Freunde oder Oma nennt ist vollkommen egal.
    Alles Gute für euch 3 :-)!

    (10) 09.07.17 - 10:38

    Also erstmal ist euer Zwerg erst zwei Monate alt... da gibts noch nicht viel zu überlegen. Er ist ja gerade erst mal angekommen!!!

    Und dann lass die Leute reden!!! Ich habe drei Kinder - für mich wäre ein Kind nie in Frage gekommen. Ich habe selbst zwei Geschwister, und die haben auch Kinder. Bei uns ist also immer Trouble.

    Aber jeder lebt sein Leben anders - und das ist auch gut so!!! Dein Mann und du, ihr wisst am besten was ihr wollt!

    Die Leute reden übrigens immer. Euch wollen sie ein weiteres Kind anquatschen. Denen die zwei Kinder haben ein drittes. Und uns erklärt man, dass eine gerade Anzahl besser sei. Die Leute reden um zu reden!

Hallo,

ich finde es nicht gut das von vornherein so auszuschließen. Wenn alle Familien mit 2 Monate alten Babies ihre Familienplanung verbindlich entschieden hätten wären glaube ich alle Einzekinder geblieben ;-)
Lass es doch einfach auf Dich zukommen, genieß die Zeit, beobachte ihn, beobachte andere Familien und lass dann Bauch / Herz entscheiden. Sie werden älter, man hat auf einmal wieder Kapazitäten frei, das kann man mit einem 2 Monate alten Kind gar nicht wissen.

Wir wollten immer 2-3 Kinder und nach einer komplikationsreichen SS und Frühgeburt mit Monaten in der Klinik war für mich klar dass ich es auch auf Anraten der Ärzte kein zweites Mal versuchen sollte. Für mich waren wir nicht komplett, ich kenne fast nur Mehrkindfamilien und ein Kind war irgendwie nicht vorstellbar. Aber inzwischen haben wir uns gut eingerichtet, ich habe gerade einen tollen neuen Job der extrem familienfreundlich ist, habe gezielt Einzelkindmamas gesucht die viel Spielverabredungen abmachen und so kann ich ein Großteil der "Nachteile" wett machen. Einzelkind hat sicher Nachteile, aber auch Vorteile. Man sollte nicht die Augen verschließen dass ein Einzelkind leicht zu sehr im Mittelpunkt steht und nachmittags viel Kontakt braucht wenn es älter ist, aber wenn einem das bewusst ist und man immer wieder kritisch berachtet ob alles gut ist ist das kein Problem. Das selbe gilt für Mehrkinderfamilien, auch da können Probleme entstehen die man im Auge haben muss.

Wünsche Euch alles Gute!

LG

  • Ich will es auch nicht ausschließen, allerdings hat es bei Anton schon sehr lange gedauert, bis ich schwanger wurde. Selbst, wenn wir später Kind 2 wollen würden, ist es ungewiss ob es klappt. Und dann noch der Druck, dass mein Sohn unglücklich wird als Einzelkind wäre wirklich zu viel.

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