Wunsch nach einen dritten Kind

    • (1) 21.07.17 - 07:46

      Hallo ihr Lieben,
      Mir liegt etwas auf den Herzen.

      Ich habe zwei Jungs (4 und 3) und wünsche mir noch ein drittes Kind. Als mein zweiter Sohn mir nach der Entbindung auf sie Brust gelegt wurde, war mir klar: Das ist nicht mein letztes Kind. In den letzten Jahren rückte der Wunsch nach einen weiteren Kind immer wieder in den Schatten, da meine Jungs einen sehr geringen Altersabstand haben und es dadurch natürlich auch sehr anstrengend war. Abgesehen davon war die zweite Schwangerschaft sehr besorgnisserregen. Ist aber alles gut ausgegangen. Nun ist es momentan wieder so das ich mir sehr ein drittes Kind wünsche. Ich kann einfach nicht machen, der Wunsch kommt immer wieder hoch. Mein Mann würde sich auch sehr freuen. Meine Jungs sind vormittags beide im kindergarten. Auch könnte ich nacj der Elternzeit wieder in meinen alten Job zurück kehren. Allerdings mache ich mir natürlich so meine Gedanken. Finanziell wäre es kein Problem und platz haben wir auch genug. Eigentlich die besten Voraussetzungen. Aber schaffe ich das alles mit drei Kindern?

      Wer möchte mir über seine Erfahrungen erzählen?

      Eine große Angst ist auch das unser mittlerer das sogenannte "Sandwichkind" ist und immer zurück stecken muss. Er ist eh so sensibel.

      Vielen Dank fürs durchlesen?
      liebe Grüße
      sarah

      • Noch vor wenigen Jahren gab es den Begriff "Sandwichkind" noch nicht mal. Und die Kinder sind auch aufgewachsen - ohne eine Therapie zu brauchen. Kenne selber Familien genug mit mehreren Kindern.
        Solange man sich einigermaßen um jedes Kind kümmert, braucht man keine schlauen Bezeichnungen, die schon im Vorfeld alles mögliche rein interpretieren und nur Ängste schüren.
        LG Moni

        (3) 21.07.17 - 09:32

        Ich habe drei Kinder fast 4 Jahre, 6 und 8. Mit denn Abstand fand ich vor allem die Kleinkinderzeit anstrengend, aber jetzt ist es das noch immer.
        Hobbys, Verabredungen, Schule, Kindergarten,...das bringt einen ganz schön ins straucheln.

        Ich finde es toll. Langweilig wird es nie. :-)

        Das Thema Sandwichkind finde ich dämlich. Als elternteil muss man eben gucken, dass man seine Aufmerksamkeit jedem zukommen lässt. Schwer aber machbar.
        Bei uns ist es übrigens das dritte Kind, was eher weniger bekommt...egal was.

        Hallo

        Ich erwarte in 8 wochen das dritte. Kann also noch nicht über erfahrubgen berichten.

        Aber wieso machst du dir sorgen bezüglich dem ausdruck "Sandwichkind".

        Klar mach ich mir gedanken wie alles wird. Aber das die dann mittlere immerzu zurückstecken muss sehe ich nicht.

        Ja sie wird zurückstecken müssen. Genauso wie kind 1.

        Genauso wie kind 1 bei ihrer geburt.

        Ein baby bedeutet doch für alle das sie zurückstecken müssen.

        Du, dein mann, und eben auch beide Kinder.

        Kind 2 ist bei uns auch ein sensibelchen.

        Aber dennoch wird ihr leben normal weiter gehen.

        Sie bekommt nach wie vor aufmerksamkeit. Premiumzeit mit jedem elternteil sofern mit papas job vereinbar, kamm weiter freunde besuchen und den hobbies nachgehen.

        Und sobald das baby aus dem gröbsten ist ist wieder mehr zeit und auch aufmerksamkeit für alle da,....

        Weshalb dennst du das ausgerechnet kind 2 zurückstecken muss?
        Ist nicht böse geneint ich versteh nur den gedanken nicht.

        Ich mache mir diesbezüglich mehr sorgen um kind 1.
        Kind 1 musste schonmal einen gravierenden schritt ertragen. Nämlich die geburt von kind 2. Plötzlich stand die welt Kopf. Eifersucht gab es nie im klassischen Sinne. Ihre schwester ist ihr heiligtum und wird notfalls mit fäusten verteidigt.

        Die kleine ist eher eifersüchtig auf die große.

        Wenn sie bei mama im arm liegt und die kleine das sieht ist rambazamba.

        Die große musste schonmal enorm zurückstecken. Die kleine musste immer die aufmerksamkeit teilen, eben weil schon ein kind da war. Deshalb denke ich wird sie das leichter verkraften.

        Zudem liebe ich alle.

        Daran ändert sich nichts.

        Zudem sind beide so gut es eben ging darauf vorbereitet.
        Die große weiß ganz genau was es heißt das ein baby kommt.

        Sie versteht das ich aktuell wegen dem baby mehr ruhe brauche und das ich zb nicht mehr schwer heben darf.

        Sie ist sehr hilfsbereit und nimmt jetzt schon viel rücksicht. Die kleine wird es denke ich erst richtig realisieren wenn das baby da ist. Und dennoch denke ich das beide sich auf den zuwachs freuen. Auch wenn er veränderung. Später mal streit und ggf auch sorgen bedeutet, so vermitteln wir doch von anfang an, das geschwister/ familie etwas eichtiges, wertvolles und sehr lievenswertes ist.

        Ja auch hier gibt es mal streit. Selten mal zwischen mir und meinem mann. Aber schon regelmäßig unter den kinder und dennoch nehmen sie sich nsch einem getrennten nachmittag bei den Großeltern in den arm sls wäre eine von 3 jahren kreuzfahrt zurück gekommen.

        Ich denke diese " Sandwichkinder" sind eine sache der erziehung/ des allgemeinen familienlebens.

        Ich kann jedes kimd zu was besonderem machen. Bevorzugen oder vernschlässigen und dann einen begriff dafür finden.

        Das wollen wir aber nicht. Wir lieben alle gleich und erziehen nsch mlgluchkeit bedürfnisorientiert und in einem gewissen grad gleichberechtigt.

        Was sagt dein mann zu kind nr 3? Möchte er auch noch eins?

        LG

      • Hallo,
        ich habe 3 Kinder. Meine ersten beiden SS waren sehr kompliziert, monatelanges Liegen wegen Blutungen, vorzeitige Wehen, Geburten bei 36+6 und 34+5. Die zweite SS war noch viel komplizierter als die erste und endete mit einem Not-KS. Die Empfehlung der Ärzte war mindestens 24 Monate nicht schwanger zu werden. Für die ersten beiden SS mussten wir 3 bzw. 6 Jahre üben. So haben wir uns nicht wirklich um Verhütung gekümmert, da ich ja ohnehin sehr lange brauche, um SS zu werden. Wir haben eigentlich überhaupt nicht über ein 3. Kind nachgedacht. Als unsere Mittlere 5 Monate alt war, hatte ich wieder einen positiven Test in der Hand. Nach kurzer Freude kamen sehr viele Bedenken, was die SS an sich anging und ob ich es mit 3 Kindern schaffen werde, da wir selbstständig sind und an Elternzeit etc. auch nicht zu denken ist bzw. war. Die SS war sehr unkompliziert, allerdings kam unser Jüngster in der 31. Woche per Sturzgeburt zur Welt. Aber er hat alles super gut überstanden. Und was soll ich sagen, auch das Leben mit drei Kindern haben wir bisher gut gemeistert, auch wenn es manchmal schon sehr anstrengend ist. Jetzt gehen alle drei zur Schule und sind bereits sehr selbstständig. Für uns war es gut, dass wir nicht darüber nachgedacht haben, ob und wann wir vielleicht ein 3. Kind wollen. Es war dann einfach so. Die 7 Monate Schwangerschaft allerdings habe ich jeden Tag gezweifelt, wie und ob ich es schaffen kann, aber dann war es einfach so und wir sind mit unseren Aufgaben gewachsen.

        LG

        Hallo,

        nach meiner Beobachtung von Familien mit drei oder vier Kindern, sind die ältesten Kinder meist am unproblematischsten. Aber die mittleren sind nicht unbedingt die schwierigsten oder die, die am meisten zurück stecken müssen.

        Wir haben letztens einen Anfall von einem dritten Kind miterlebt, dem es reichte, dass es immer nur die Sachen bekam, die schon mindestens einer der großen Brüder benutzt hatte.

        Finanziell solltet Ihr bedenken, dass ältere Kinder nochmal deutlich teuerer werden, als 3- oder 4-jährige, und dass drei Kinder mehr Aufmerksamkeit brauchen und mehr Arbeit verursachen als zwei, so dass die Frage ist, wieviele Stunden man überhaupt arbeiten gehen kann, ohne dass zu Hause alles den Bach runter geht.
        Hier kommt es auch noch darauf an, wie Eure Ansprüche bezüglich Urlaub und Eurer eigenen Hobbies sind.

        Mit drei Kindern ist immer Leben in der Bude und ständig irgendein Termin. Wenn man ein Mensch ist, der auch gerne mal seine Ruhe hat, ist das eher nichts. Außerdem gibt es mit mehr Kindern auch mehr potentielle Probleme in der Schule und anderweitig.

        Wir haben zwei Kinder im Grundschulalter ohne besondere Schwierigkeiten, ein Haus mit Garten, und ich arbeite 20 Stunden. Ich muss sagen, mir reicht das. Jetzt gerade vor den Ferien war ständig irgendein Termin in der Schule, diverse Geburtstage und Termine zu Hobbies der Kinder. Das wurde mir schon zu viel. Ich will mir nicht vorstellen, wie es wäre, wenn da noch ein drittes Kind mitgemischt hätte. #schwitz

        LG

        Heike

      • Hallo

        Die Sache mit dem Sandwichkind kann man vorher nicht wissen.
        Das hängt auch am Charakter des Kindes und an den Abständen zu den anderen.

        Meine drei sind 9,7 und 3.
        Meine Mittlere ist die Träumerin hier, schrecklich verpeilt und macht viel Quatsch. Sie will den ganzen Tag nur Süßigkeiten oder Salamibrot essen. Mit der Großen streitet sie fast pausenlos, schrecklicher Konkurrenzkampf. Der Grund warum ich den Abstand von 2 Jahren heute auch sehr bereue und nicht mehr widerholt habe.
        In Babyzeiten war sie die pflegeleichteste und lief so nebenher.
        Jetzt empfinde ich sie als eher anstrengend. Ich denke auch sie kommt von allen 3 am meisten zu kurz.
        Sie ist eigentlich ne Einzelgängerin.
        Meine Große ist sehr weit für ihr Alter, sensibel aber verantwortungsvoll und vernünftig. Sie hat diesen "erstes Kind Bonus" oder "Sensibilitätsbonus". Meine Kleinste hat natürlich den "Nesthäkchenbonus" oder "Niedlichkeitsbonus". Die Mittlere fällt gefühlt manchmal neben runter.
        Sie ist einfach noch so kindisch, knüpft kaum Freundschaften, hängt sich sehr an mich oder die Große dran.

        Nach der Geburt des dritten Kindes war es erstmal schwer für sie. Das hat sich dann aber innerhalb weniger Monate eingependelt.
        Jetzt versuche ich mir halt manchmal Zeit mit ihr alleine zu nehmen.

        Hallo!

        Wir haben drei Mädels und rotieren sehr. Es kostet uns sehr viel Kraft allen gerecht zu werden. Aber es klappt ganz gut. Jedes Kind hat exclusive Mama- bzw Papazeit. Keins der Kinder trägt ausschließlich auf. Auch wenn massig Spielzeug vorhanden ist, gibt es immer wieder was. Auch einfach so. Bei 3 Kindern kommt doch einiges zusammen. Sowohl an Masse als auch preislich.

        Ich denke aber, dass wir das ganz gut machen. Bin aber ehrlich gesagt froh, wenn das Baby (9 Monate) aus dem Gröbsten raus sein wird.

        Ich hatte es mir vorher anders vorgestellt und bin überrascht wie viel sich mit einem dritten Kind doch geändert hat.

        Sandwich Kinder sind nur gefährdet, wenn man sich der Gefahr der Benachteiligung nicht bewusst ist. :-)

        Es kommt eh immer anders als gedacht. Vielleicht rotierst du auch oder es fällt dir mega einfach. Das wirst du aber erst wissen, wenn das dritte Kind dann da ist.

        3 halte ich für machbar, wenn man zurück steckt. Ich bewundere Frauen mit mehr als 3 Kindern sehr. 4 oder mehr Kindern könnte ich nicht mehr gerecht werden. 3 steckt zumindest bei uns keins mehr zurück als das andere und alle haben ausreichend Aufmerksamkeit und materielle Dinge.

        Das ist aber von Familie zu Familie verschieden. Jede Frau setzt ja auch andere Erwartungen und Maßstäbe an. Ich bin zb eubw heftige Perfektionistin. :-)

        Alles Gute
        Ninly

        Juhu!
        Ich glaube das der größte Schritt von Kind 1 zu Kind 2 ist! Das ist für alle eine Umstellung, die nicht leicht ist.
        Ich aber glaube ob Kind 3 oder 4 kommt... spielt dann nicht mehr so eine große Rolle! Ich bekomme im Oktober nr. 3 und freue mich auf die Zeit mit 3 Kindern!!!!

        Also legt los! ;-)
        Liebe Grüße,
        Sarah

        • Hallo,

          ich finde es lustig, dass das wohl jeder anders sieht. Ich fand den Einschnitt von 0 auf 1 Kind am stärksten. Auch die Partnerschaft musste da bei uns am deutlichsten neu sortiert werden. Die Umstellung auf Nr.2 fiel dagegen super leicht, auch wenn der Kleine ein wenig Schläfer und 24Std. Tragling war.

          Ich bin gespannt wie sich das alles mit Nr.3 jetzt wieder neu ordnet :-)

          lg
          #winke

          Das sehe ich gar nich so.
          Unvergleichlich schlimm war für mich/ uns von 0 auf 1 Kind die Umstellung.
          Von 1 auf 2 fand ich sehr gechillt.
          Von 2 auf 3 war dann wieder etwas mehr, wobei man da dann auch schon recht ruhig und "geübt" ist und das prinzipiell schwerer zu vergleichen ist finde ich.
          Bin gespannt wies von 3 auf 4 ist, obs mich umhaut und schockt oder ob mich nun gar nichts mehr schocken kann...

      Hallo! #winke

      Wir haben drei Kinder (Mädel 8,5 Jahre, Bub 6 Jahre & Bub 2 Jahre) und "basteln" gerade an Nr. 4. #verliebt

      Ich fühle mich mit 3 Kindern nicht als Großfamilie. Bei uns "auf dem Dorf" ist es schon fast normal.
      Da hat keiner "doof geguckt" als wir die dritte SS verkündet haben.

      Wir sind beide berufstätig, wobei ich nur viermal die Woche morgens arbeite und mein Mann Vollzeit.

      Eher klassisch also.

      Als Auto haben wir einen Seat Alhambra als 7-Sitzer.
      Und wir nennen ein Haus unser Eigentum, mit einem Zimmer pro Kind.

      Der Alltag ist recht turbulent bei uns, zumindestens nachmittags.
      Eines der Kinder hat jeden Tag einen Termin: Musikverein (unsere Maxi), Fußball (unser Midi) oder Ergotherapie (Mini).

      Ich achte strikt darauf, dass jedes Kind seinen eigenen Interessen nachgehen kann und trotzdem mindestens jeder einmal die Woche ein "Playdate" mit einer Freundin/einem Freund hat.
      Meist bei uns - wir haben hier meist ein, zwei Kinder mehr rumlaufen, als ich geboren habe. #rofl

      Mir kommt natürlich sehr entgegen, dass unsere Große schon sehr selbstständig ist. Sie fährt zu ihrer Schule, ihren Musikstunden und auch zu Freunden allein mit Fahrrad (nochmal: Dorfkind!).
      Unser Midi hat auch einen gewissen Radius, den er schon allein mit Fahrrad bewältigt. Ihn muss ich nur zum KiGa in ein Nachbardorf bringen.
      Unser Mini ist natürlich noch voll und ganz auf Mamas Fahrdienste angewiesen.

      Allgemein achte ich sowieso auf sehr Selbstständigkeit und erziehe dahingehend auch unsere Kids (am WE mit Unterstützung vom Mann).

      Ich finde das Leben mit mehreren Kids einfach toll. Immer ist etwas los.
      Selten sind nur wir fünf am Abendbrotstisch zu Hause.
      Oftmals sitzen noch von der eine Freundin und vom anderen ein Kumpel mit dran.

      Egal, bisher sind immer alle satt geworden.

      Natürlich ist finanziell jetzt nicht DER Luxus drin.
      Aber für eine Woche Ferienhausurlaub reicht es jedes Jahr.
      Dazu natürlich die Schulsachen für zwei Kinder, Krippenbeiträge für eines, Schulessen (Ganztagsschule), Vereinsbeiträge, Ferienvergnügen (sehr günstig hier im Landkreis), Klamotten ohne Ende, etc pp.

      Es muss selbstverständlich alle immer sehr gut geplant sein von mir. Auch immer mit einem Plan B auch im Kopf. Eine/r kommt ja immer irgendwie "quer", durch Krankheit oder sonst was - jede Mama kennt das.

      Ja, ich bin abends froh wenn die Rasselbande ruhig im Bett liegt und schläft (19:30 Uhr bei uns), aber ich würde mit niemanden tauschen wollen.

      Sonst würden wir auch nicht Nummer 4 gerade planen. ;-)

      Wenn du magst, kannst du gerne noch mehr erfahren. Auch per PN, wenn du magst.

      Liebe Grüße #winke

      Hallo,

      meine Kinder sind nun 15, 12 und 9. Ich habe die Belastung immer als sehr unterschiedlich empfunden (muss allerdings sagen, dass ich fast immer Vollzeit gearbeitet habe, was wirklich auch einen großen Belastungsfaktor darstellte):

      Im Kleinkindalter kamen wir ziemlich gut klar, allerdings waren wir eben sehr gefordert (wie mit zwei Kindern eben auch) - einer wachte um 5 auf und konnte nicht mehr schlafen, der andere schlief abends nicht ein. Die üblichen Wehwehchen halt x3. Die dritte Schwangerschaft lief so "nebenher" - unser drittes Kind war im ersten Jahr kaum eine Belastung. Ich war zweimal wegen einer Blutung krank geschrieben und musste viel liegen und habe mich in der Zeit auch nochmal prima erholt.

      Die Große wurde sehr selbstständig und alle hatten das gleiche Programm. Wir haben viel gemeinsam unternommen (Zoo, Schwimmbad, Waldspaziergänge mit Stockbrot, etc.). Die Planung in der Zeit war "einfach" und wir waren sehr flexibel, ich war allerdings immer müde und hatte kaum Zeit für mich, weil immer irgendwer Aufsicht brauchte. Es gab schon viele Termine (Kindergartenfeiern, Kindergeburtstage, Laternelaufen), aber wir haben die oft als Familie absolviert. In der Zeit konnte ich mir ein viertes Kind vorstellen, bin aber heute ganz froh, dass es nicht geklappt hat. #schein Ich habe aber auch viel Druck gespürt, gerade als arbeitetende Mama (das war damals ja sehr unüblich) und ich habe vielleicht auch den Fehler gemacht, dass ich immer bei allen Veranstaltungen präsent sein wollte.

      Mit Eintritt der Großen in die Grundschule wurde es dann etwas schwieriger, weil alle meine kinder am Anfang sehr viel Unterstützung beim Schulstoff und den Hausaufgaben brauchten. Ich kam also um 13 Uhr von der Arbeit, aß kurz (mein Mann kocht) und dann hatte ich zwei kleinere, die spielen wollten und sie. Wir haben uns mittags dann oft aufgeteilt. Zuerst wurden dann die Hausaufgaben gemacht, dann gespielt und oft musste ich noch für ein bis drei Stunden in die Arbeit, damit ich auf meine Stunden kam (und ich bin in der absolut glücklichen Lage, dass ich einen Teil flexibel gestalten darf). Weil ich selbst ein sehr schlechtes Gewissen hatte, lief es bald so ab, dass ich von 7 Uhr - 13 Uhr arbeitete, heimging, Hausaufgaben mit dem Kind erledigte, mit den Kleinen spielte und nach dem Abendessen um 18 Uhr nochmals zwei - drei Stunden arbeitete. So hatte ich beides - ich war als Mutter präsent zu einer Zeit, wo die Kinder wach waren und konnte voll arbeiten - allerdings kam ich selbst voll zu kurz. Ich war abends einfach müde. Ich hätte mir mehr Entlastung holen sollen, aber es war finanziell nicht drin, weniger zu arbeiten, weil wir gerade da viel ins Haus investierten.

      Die Grundschulzeit habe ich wirklich am Anstrengensten gefunden, da zumindest bei uns die Grundschule wirklich darauf ausgelegt ist, dass du als Eltern immer einen Überblick hast, was gerade gefordert ist, etc, mit dem Kind übst, liest, bei Referaten unterstützt, ... das ist dann eine spezifische Fragestellung, die das eine Kind betrifft, die anderen beiden schauen in die Röhre und man selbst ist zeitlich einfach "am Limit". Ein konkretes Beispiel: Bis der Mittlere (eigenständig) sein Plakat für die Buchpräsentation nach Maßgaben der Schule erstellt hatte, waren acht (!) Stunden vergangen. Wir haben es dann doch vorbesprochen und waren dann auf Abruf bereit. Das ist dann eben wieder ein Samstag/ Sonntag, den man nicht wirklich flexibel gestalten kann. Unsere Grundschule schafft es auch, Dinge sehr kurzfristig zu fordern. Bei uns ist die Grundschule wirklich darauf ausgelegt, dass die Eltern aktiv ins Geschehen eingreifen und üben - mit dem, was sie in der Schule lernen, kann man keinen Blumentopf gewinnen, die Klassenarbeiten sind aber absolut happig. Meine Kids hätten keine Klassenarbeit besser als 3 geschrieben, wenn man daheim nicht noch eine Übungssession gestartet hätte. Bei meinem Mittleren war die Lehrerin in Klasse 3 und 4 oft krank, der Unterricht wurde wenn überhaupt miserabel vertreten und die Lücken mussten daheim mühsam geschlossen werden, bevor er ins Gymnasium kam. Von Schulseite kam nur "machen Sie sich keine Sorgen" - hätten wir nicht aktiv eingegriffen, hätte es gleich in Klasse 5 massiv Probleme gegeben, v.a. in Mathe (da hat die Schule z.B. die schriftliche Division nicht mehr "geschafft", im Gymnasium war das natürlich Grundvoraussetzung - das ist nur eins von vielen Beispielen.

      Das war auch die Zeit, wo jedes Kind ein Instrument lernte, im Sportverein war und man eben noh viele "Fahrtermine" hatte, weil wir darauf achteten, dass jeder das tut, was ihm Spaß macht - mit dem Erfolg, dass jeder andere Hobbys hatte. Mittags saß ich oft zwei - drei Stunden mit den Kindern an den Hausaufaufgaben (erst mit dem einen, dann ...) und hatte immer das Gefühl, dass ich dem nicht so gerecht werde (einer sollte Lesen üben, der andere hatte sein Arbeitsblatt vergessen, ....).

      Heute würde ich sagen, dass ich "zeitlich aus dem Gröbsten" raus bin, bis auf den Kleinen, da ist die Grundschule eine Katastrophe #augen - ich habe auch wieder Zeit für mich. Heute sind eher Finanzen ein Thema: wir fahren ein großes Auto, Urlaub zur Hochsaison zu fünft - schwierig (es sei denn, du nimmst ein Ferienhaus, aber dann bleibt wieder viel an dir hängen), Kleider x3, Eintritte x3, sonstige Ausgaben x3. Du musst finanziell immer und ständig vorausplanen, weil schon die kleinste Abweichung teuer wird. Es kommen eben Klassenfahrten x3 (v.a. nun in der 10ten Klasse teuer), Markenklamotten, Handy etc. Die Große zählt sehr oft schon als Erwachsene und orientiert sich auch daran, was andere haben. Mitunter komme ich mir nun WG mäßig vor - wir brauchen Sonntag den Spagat nicht mehr machen, wen was interessiert, da die Große nun sowieso nicht mehr mitgeht.

      Es gibt solche "Stoßzeiten" - z.B. 3x Elternabend im September, 3x Weihnachtsfeier in der Schule, irre viele Extratermine vor Weihnachten (Feiern im Sportverein, etc. etc. etc.), da ist man mitunter nicht mal einen Abend die Woche daheim. Vor Weihnachten hatten wir dieses Jahr alle von den Kindern 17 (!) Extratermine. Also da ist nichts mit "das dritte läuft so nebenher".

      Ich möchte meinen Kleinen nicht mehr missen und habe ihn als große Bereicherung für unsere Familie empfunden. Dennoch war bei mir (allerdings mit Vollzeitjob) oft auch die Grenze der Belastbarkeit ausgereizt.

      GLG
      Miss Mary

      Ich habe ein drittes Kind bekommen. Es ist drei Monate alt und zur Zeit ist alles recht negativ. Obwohl die anderen schon 6 und 8 sind. Das Baby schreit ständig und ist super anstrengend. Wir sind müde und kommen zu nix mehr. Einer muss immer aufpassen. Drei Kinder sind der Oma auch zuviel. Das Schreien nervt einfach nur noch. Und natürlich hat man noch die anderen Kinder und das Schlimmste ist der Haushalt. Man wird nie fertig. Arbeit hat man den ganzen Tag. Es ist doch frustrierend. Das hätte ich nicht gedacht.
      Natürlich bereichert der Kleine auch und wird auch groß. Aber aus jetziger Sicht sind die Einschränkungen so groß, dass ich ganz ehrlich sage: nochmal hätte ich ihn nicht bekommen. Gleichzeitig bricht mir das auch das Herz. Aber ich bin ehrlich. Schön ist es zur Zeit nicht und wir gehen alle auf dem Zahnfleisch.
      Aber andere haben oft mehr Glück und haben ein pflegeleichtes Baby. Wenn man von Geburt an nur Gebrüll hat, obwohl man nix falsch gemacht hat. Das frustriert einfach.

      • Hey!
        So ging es mir beim Kleinen. Er hat auch nur geschrien und ist bis heute (fast3) sehr anstrengend. Es ist alles laut und doll bei ihm. Und die jetzige Trotzphase ist im Vergleich zu der von dem Großen damals viel länger und er liegt wesentlich mehr auf dem Boden. Eigentlich ist er immer unzufrieden. Wenn er der erste gewesen wäre, hätte ich noch kein 2. Kind. Sehr wahrscheinlich wird es aufgrund dieser Anstrengung auch kein 3. geben. Dennoch ist es jetzt leichter als zur Babyzeit. Daher halte durch! Ihr werdet ganz sicher bald auch unheimlich schöne Phasen zu 5. haben. Und wenn sich das letzte Kind auch anfängt alleine zu verabreden, wird es sicher (in meiner unwissenden Fantasie) nochmal besser.
        Liebe Grüße!

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