Finanzielle Unterstützung vom Vater fehlt

    • (1) 27.07.17 - 14:45

      Hallo!
      Ich liebe meinen Freund (31) und wir haben einen 7monate alten sohn. Er wohnt bei uns aber ist bei seiner eigenen mutter gemeldet( mutter war alleinerziehend und er ist der einzige sohn). Ich zahle hier alles alleine. Von ihm kommen lediglich 200€ für unser aller Einkaufen. Davon isst er selber 2/3.
      Diesen monat blieb ich auf 300€ arztkosten für mich und unseren sohn sitzen( hatten einen argen ausschlag und der kassenarzt war ein reinfall) während er mit seiner mutter zum frisör fährt und ihr alles zahlt obwohl er weiß dass wir seine hilfe benötigt hätten. Die Mutter bekommt lediglich ca 550€ notstandshilfe weil sie glaubt sie kann nicht arbeiten gehen- sie hat ja so auch keinen grund dazu wenn ich eh alles sicher bezahlt bekomme. Mein Freund glaubt er muss ihr alles zahlen( wohnung, auto, frisör, massagekosten, ihre Tiere 5katzen und ein hund) weil seine mutter ja auch alles für ihn gegeben hat.

      Jetzt bleibt ihm wenig für uns- seine eigene Familie. Ich sage oft dass die Tiere zu teuer sind und sie sich auch über einen neuen platz freuen aber das sieht er nicht ein, es waren ja auch mal seine Tiere sagt er dann. Alles ist ihm wichtiger und er glaubt er kann ja nicht mehr für uns zahlen. Dabei müsste er nur zu uns stehen, seiner mutter sagen dass es so nicht weitergeht und ihr den geldhahn abdrehen.
      Wenn ich jetzt alimente verlange dann wird die beziehung vorausschtlich brechen.
      Was würdet ihr tun?

      Bis auf das finanzielle ist er ein super mann der mir zuhause hilft un sich rührend mit seinem sohn beschäftigt.
      Aber das alleine reicht doch nicht, wenn wir mit allem anderen alleine dastehen nur weil die vorzüge woaders liegen. Ich soll 40h arbeiten gehen nach der karenz, damit wir auskommen, sagt er. Während seine mutter großzügigerweise auf mein Kind aufpasst. Das scheint deren Plan zu sein.
      Bitte um Rat :( wenn mir die Familie und der Mensch an sich nicht so wichtig wären wäre ich eh schon weg)
      Mit freundlichen Grüßen
      Nathalir

      • Für mich klingt Dein Freund ganz und gar nicht erwachsen und reif für die Vaterrolle. Ich persönlich könnte damit nicht leben. Ich hätte mit ihm kein Kind bekommen, so lange er noch bei Mama wohnt und selbst in der Kinderrolle bleibt.

        Ob Du ihn da rausbekommst, halte ich für einigermassen fraglich. Ihm gehts ja gut so, wie es ist. Nur Dir nicht. Also wirst Du wohl irgendwann diejenige sein, die entscheidet, ob sie diese Beziehung so haben möchte oder nicht.

        • Danke für die antwort! ich hoffe halt immer noch, blöderweise dachte ich auch, dass er mit Kind sich bestimmt der verantwortung bewusst wird. Langsam schwindet auch mir die Hoffnung und ich möchte bestimmt nicht in Zukunft die sein, die das geld heimbringt für andere. Ich bin mama geworden um für mein Kind dazusein.
          Er hat für seine mutter irgendwie die partnerrolle übernommen im laufe der jahre. Das ist für mich extrem schwer ihm das alles aufzuzeigen, wo ich die energie für meinen kleinen brauche.

          • Ja, da hängst Du wirklich in einer blöden Situation fest.

            Mehr als ihm zu sagen, dass seine oberste Priorität jetzt beim Kind sein sollte und nicht bei der Mutter, kannst Du aber nicht tun. Wenn er sich dann anders entscheidet, dann liegt das nicht in Deiner Hand.

            Wobei Du ihm erst die Pistole auf die Brust setzen solltest, wenn Du Dir sicher bist, dass Du auch damit leben könntest, wenn er sich trennt.

      Hallo. #winke

      Ich würde:

      a) klare Verhältnisse von ihm einfordern. Er soll offiziell zu euch ziehen und sich auch bei euch anmelden.

      b) selbst entscheiden WANN und WIE VIELE Stunde ich arbeiten würde. Dabei würde ich davon ausgehen, wie viel ich verdienen muss, um mich ALLEINE mit dem Kind durchbringen zu können!!!!!!!!

      c) die Oma als Betreuung für den Kleinen während du arbeitest ausschlagen. Sie kann ihn gerne mal "einfach so" betreuen. Aber als Alibi, damit SIE nicht arbeiten kann - DU aber schon - dafür würde ich mich nicht hergeben.

      d) dem KV mal sämtliche Kosten vorrechnen, die übers Monat gerechnet an dir hängen bleiben. Gleichzeitig würde ich mich mal schlau machen, wieviel dir an Unterhalt zustehen WÜRDE.;-)

      Es liest sich so, als ob dein Freund und seine Mutter bereits über eure (finanzielle) Zukunft entschieden hätten. DU arbeitest - und für SIE und ihren (sorry) rückgratlosen Sohn läuft alles weiter wie bisher. Na bravo!! Da wirst du ja hoffentlich nicht mitspielen!!! :-[

      Alles Gute!

      (6) 27.07.17 - 15:12

      Mmh, was soll man dir raten?

      Ich erzähl mal wie es hier ist. Mein Freund bzw in Kürze Mann arbeitet 80% damit er den Freitag Zeit hat für seinen Sohn (8.5 Monate). Er zahlt alles, seit ich in Elternzeit bin. Mein Elterngeld brauche ich für mich, meine feste Kosten wie Rentenvorsorge und Auto etc. zahle ich. Haushalt, Miete, Urlaub- zahlt er. Kindergeld fliesst da mit ein.

      Ich bin für 2 Jahre in Elternzeit. Erstes Jahr voll, dann arbeite ich Teilzeit weil ich das so will - er hätte es gerne gesehen wenn ich 2 oder sogar 3 Jahre daheim bleibe. Kam für mich nicht in Frage, ich möchte gern eigenes Geld haben und zum Haushalt beisteuern.

      Partnerschaft = jeder trägt bei. Das ist bei euch nicht der Fall, so wie es aussieht. Ich würde dem Herren die Karten auf den Tisch legen, ein Ultimatum stellen und notfalls die Konsequenzen ziehen. Soll er doch seine Mama finanzieren, zwingen wirst du ihn nicht können. Aber stillhalten musst du auch nicht. Liebe hin oder her.

      • Er meit wenn wir uns räumlich vergrößern, kann er mir 400€ dazugeben, dann würde er sein gemietetes lager aufgeben können wenn wir einen keller oder sowas dabeihätten. Wir haben derzeit auch kein kinderzimmer.
        Aber dann ist es das selbe nur in grün: bei 700-800€ miete, höhere strom und betriebskosten kommen von ihm dann 400€ und der rest bleibt wieder bei mir hängen. Was sich aber verständlicherweise mit kinderbetreuungsgeld bzw irgendwann mal dannach mit 20 wochenstunden (mehr kommt für mich nicht in frage) arbeiten schlecht ausgeht.

        Das was du erlebst finde ich toll, das klingt nach einem versntwortungsvollen Mann/Papa in jeglicher Hinsicht so wie ich mir das auch wünschen würde!
        Danke für deine Antwort

        • (8) 27.07.17 - 17:14

          Wie großzügig- dann kann er 400€ dazugeben. :-p

          Nein, im Ernst. Ich würde mir genau ausrechnen lassen was dir an Unterhalt zusteht. Und das fordern. Der Kleine und du, ihr kommt vor seiner Mama. Rechtlich gesehen, eine ganz klare Sache. Da hätte er im Trennungsfall keine Chance. Möglicherweise ist ihm das nicht klar? In D kannst du bis zur Lohnpfändung gehen, sobald der Unterhalt tituliert ist.....

          Und ich würde auch nicht 40 St arbeiten gehen und seiner Mama den Freibrief geben nicht arbeiten zu müssen weil sie ja euer Kind betreut. Es sei denn, du willst es so. Aber, ganz ehrlich, dafür ist man doch nicht Mama, oder? Zumindest nicht in den ersten Jahren, wenn es auch anders geht.

          Ach ja, und ab sofort würde ich ihm nichts (!) mehr finanzieren. Nichts. Kein Essen etc. Alles strikt aufrechnen. Vielleicht hilfts, wenn er den Kurswechsel bemerkt. Auf keinen Fall würde ich aber so weiter machen wie bisher und nur reden und diskutieren. Was er draus macht- seine Sache. So gesehen finanzierst du ja quasi seine Mama mit....never ever.

    Ich würde

    a) Oma nicht das Kind betreuen lassen sondern eine Kita/Krippe suchen.

    b) ihm erklären, wie hoch eure Unterhaltsansprüche sind. In echten EURO.

    Wenn ihr nicht gemeinsam lebt und wirtschaftet muss er eben in der Höhe zahlen, wie es ein "aushäusiger Vater" eben tun muss. Dann wird ihm schon eine öffentliche Stelle erklären, dass das eigene Kind und dessen Mutter vor der eigenen Mutter in der Unterhaltsrangfolge steht.

    LG

    >>>Bis auf das finanzielle ist er ein super mann der mir zuhause hilft un sich rührend mit seinem sohn beschäftigt.<<<

    Nicht dein ernst, oder? Ihr wohnt zusammen, er hat gefälligst seinen Teil zu Hause zu leisten und was ist lobenswert daran, wenn er sich wie ein Vater verhält?

    Du lässt dir von ihm auf der Nase rumtanzen. Die 200 Euro, die er abdrückt, sind unverschämt und lächerlich. Ich möchte auch mal gerne so billig leben, 200 Euro und Vollversorgung - ein Traum.
    Merkst du nicht, wie der Typ dich vorführt und verarscht?

    So, jetzt erkläre mir bitte noch einmal, was an ihm der "super mann" ist...

    Hallo.

    >>> Wenn ich jetzt alimente verlange dann wird die beziehung vorausschtlich brechen. <<<

    Und damit ist er meilenweit vom "super mann" entfernt ...

    ... und macht ihn unterm Strich zu einem unreifen, verantwortungslosen Schmarotzer ...

    ... aber spielt ja so schön mit dem Kind und hilft im Haushalt (wenn ich in dem Zusammenhang schon von "helfen" lese #augen ) ... beides übrigens in Partnerschaft und Familie Selbstverständlichkeiten ... und nichts, was man lobend erwähnen muss.

    Aber, na ja ... musst Du wissen ... und lebst dann halt weiter eine Illusion von Familie.

    LG

    Der ist ja ein, Naja...

    Dann nimm nächsten Monat die 200 Euro und Decke mal alle notwendigen Kosten. Anschließend gibt es eine Woche lang nur Nudeln. "Tut mir leid schatz! Zu mehr wird es diesen Monat nicht reichen!"

    Warum zahlt er bei der Miete nicht mit?

    Wie viel verdient er netto?

    16% davon wird an Unterhalt für das Kind fällig. Urlaubs und Weihnachtsgeld zählen mit?

    Kann seine Mutter nicht ergänzend Mindestsicherung beantragen?

    LG

    • Solange er bei ihr gemeldet ist bekommt sie keine mindestsicherung. Müssten die auch ihr auto ummelden usw. Eigetlich schon machbbar. Er verdient super ca 2500€ netto wenn nicht mehr. Er zahlt die wohnung seiner mutter, und einen ca 800€ kredit monatlich. Tanken muss er auch ummarbeiten zu fahren usw. Bleibt nichts über :,(

      • Warum zum Teufel ist er denn überhaupt noch bei ihr gemeldet?

        Dir ist schon klar, dass er vermutlich knapp 500 Euro für das Kind alleine zahlen müsste? Ohne dass er davon noch mit isst?

        Und wie soll dass denn überhaupt weitergehen?

        Du finanzierst irgendwie Wohnung, Leben, Kleidung, Kinderbetreuung, alles andere und er kauft sich mit 200 Euro frei?

        Bis du irgendwann finanziell nicht mehr kannst, weil Betriebskosten nachzuzahlen sind, die Waschmaschine kaputt ist, das Auto was hat, das Kind ein neues Bett braucht, die Ausgaben generell steigen, weil Kind jedes Jahr neue Schuhe braucht, die neue Winterjacke versehentlich kaputt macht, Geburtstag hat, auch selbst eingeladen wird, und dir alle Kosten über den Kopf wachsen? Und dir denkst, Urlaub wäre mal schön, aber Schwiegermutter ist ja wohl wichtiger?

        Und lass dich ja nicht auf Vollzeit Betreuung durch diese Oma ein. Wenn sie jetzt schon nicht arbeiten will, dann ist es absehbar, dass sie dann keine 10h für 5 Tage die Woche Kinderbetreuung machen wird...

        LG

Ihr seid eine Familie und er ist bei Muddi gemeldet? Lass mich raten, Du bekommst ALG 2, oder Wohngeld, weil ihr so verfahrt? Warum sonst sollte man so leben?
Was Du machen kannst? In vor die Wahl stellen, er oder die Mutter.

LG

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