Enttäuscht

    • (1) 27.07.17 - 20:52

      Ihr lieben,

      ich bin so wütend, verletzt, enttäuscht.
      Mein Sohn wird bald eingeschult (Vorklasse), trotzdem für uns ein wichtiger besonderer Tag. Steht auch schon sehr lange fest.
      So nun teilt mir die Oma mit, das Opa arbeiten muss! Er kann nicht frei nehmen bzw krank machen...
      So ihre Idee, ihr Sohn holt sie vorher..
      Allerdings beginnt die Kirche um 9Uhr, er müsste vor 8Uhr los fahren, und wir können nichg gemeinsam als Familie zusammen mit der Klasse zur Kirche laufen usw. Sehe ich ehrlich gesagt nicht ein, es ist der Tag meines Sohnes und den möchte ich als Familie genießen, d.h. gemeinsam zur Schule und dann zur Kirche.
      Der andere Punkt, die Oma hat ein Pflegekind, ihr Enkelkind. Wir haben ihr vorgeworfen, dass wenn dieses Kind Einschulung hätte, dann hätte Opa iwie kommen können. Angeblich stimmt es nicht, bezweifel ich trotzdem! Mich macht es so furchtbar traurig, weil dieser Tag mir sehr wichtig ist und iwie nehmen es die anderen nicht so wichtig, vllt weil es nur die Vorklasse ist. Die Tante kann auch nicht kommen, muss arbeiten kann nicht tauschen und krank wäre nun zu auffällig. So, nun herrscht funkstille, alle fühlen sich im recht, alle sind wütend. Aber ich kann es nicht so hinnehmen, mich verletzt es.
      Andere Möglichkeit, mein Mann holt sie nach der Kirche aber sie müsste bis abends 8uhr ca bleiben, wäre aber mir zu lange..Schließlich muss meim Sohn am nächsten Tag in die Schule und sollte ausgeschlafen sein.

      Hätte ich von Anfang an gesagt, wir feiern alleine...ohjeee...da hätte ixh mir etwas anhören können und nun trotz feier, sind wir alleine...
      Mir fehlt es im Moment an Empathie, Verständnis..Was ich hoffe, eine andere Denkweise, vllt es verstehen..freue mich auf Antworten

      • Also ehrlich gesagt kann ich diese immense Bedeutung, die Du dem zumisst auch nicht wirklich nachvollziehen.

        Opa kann nicht, dann kann er eben nicht. Oma kann sich ein Taxi nehmen, wenn sie dabei sein möchte. Für mich gibts da gar keinen Grund zur Aufregung.

        Tante kann auch nicht. Na und? Dann ist es eben so. Allerdings ist es hier in Berlin auch eher unüblich, dass noch mehr Leute als die Eltern das Kind zur Einschulung begleiten, vielleicht kann ich das Drama deshalb nicht nachempfinden.

        Meine Kleine wird im September eingeschult. Wer Zeit und Lust hat zu kommen ist gern gesehen. Deshalb habe ich aber die, die nicht kommen (können) nicht weniger lieb.

        • Ich bin damals bei unserem Großen auch davon ausgegangen, ich geh mit ihm zum Gottesdienst und warte bis er aus der ersten Unterrichtsstunde kommt.

          War total entsetzt, als einige Wochen vor Schulbeginn ein Brief der Klassenlehrerin kam mit der Einladung Großeltern und Paten mit zur Einschulungsfeier mitzubringen. So kamen diese Leutchen auch mit, fand ich aber völlig unnötig.

          @TE:
          Darum verstehe ich nicht, warum man so sauer sein kann, dass Opa nun mal nicht frei bekommen hat. Und sorry, das ist doch deine Schuld, wenn die Oma dann nicht dabei sein kann, DU magst sie nicht so lange um dich haben.

          Ich würde die Oma morgens holen: mein Mann hat meine Mutter damals auch bei der Konfirmation unseres Großen abgeholt, ist schon früh losgefahren, damit sie nach gut 1,5 Std. Fahrt (Hin- + Rückfahrt zusammen) pünktlich zum Gottesdienst um 9 Uhr kamen. Nicht nur der Oma auch uns war es wichtig, dass Oma dabei war und mein Mann hat das gern gemacht.

          Das ist in Berlin unüblich?
          Bei meinen Neffen und Nichte war ein großer Teil der Verwandschaft anwesend!

          LG

      Dann geht halt Ihr als Eltern mit Eurem Kind hin.
      Und danach macht Ihr was Schönes. Ich sehe das Problem nicht. #kratz

        • Meistens sind in dem Alter die Kinder wesentlich unaufgeregter als die Eltern! Ist uns auch so gegangen ;-)

          Hand aufs Herz:
          Ist es nicht eher für DICH wichtig dass alle dabei sind?

          LG

          • Ja natürlich!
            Ich habe es mir "perfekt" ausgemalt. Deswegen ist die Enttäuschung so groß.

            Vermutlich wird er trotzdem einen wunderschönen Tag haben. Nur eben anderes als Ich es mir gewünscht habe.

            • Ich lese immer nur "ich, ich ich", es ist der Tag deines SOHNES, nicht dein Tag. Du bist ganz schön unflexibel, dass dich das so mitnimmt/ärgert!

              (10) 28.07.17 - 08:15

              Hallo, meine Güte bist Du egoistisch. Es ist der Tag Deines Sohnes, seine Einschulung und nicht Deine. Immer dieses Perfekte, das wollen Kinder doch gar nicht. Sie möchten einfach einen schönen Tag erleben, nicht mehr und nicht weniger. Kinder brauchen da nicht viel. Wir haben mit unseren Töchtern jeweils einen Ausflug gemacht, die Kleine hat sich einen Schwimmbadbesuch in einem Spaßbad gewünscht. Da sind nur wir als Kernfamilie hin, war super, für uns alle.

              Du machst einen Stress, wo keiner ist. Ich kann mich an meine Einschulung gar nicht mehr erinnern, nur an das Kleid, das ich anhatte.

              Wahnsinn, immer dieser ewige Hype um die Kinder. Immer dieses, mein Kind ist der absolute Mittelpunkt der ganzen Familie.

              Schalt mal mehrere Gänge zurück und macht Euch einen schönen Tag mit Eurem Sohn, denn sonst der Tag wirklich zerstört, aber nicht wegen der Verwandschaft, sondern wegen Deiner Einstellung.

              LG Leah

              meine Mutter wollte Feiern auch immer perfekt haben.
              ich habe es gehasst - und hasse sie teilweise dafür -

              warum? weil ICH IHREN Frust spürte, weil ich IHREN Frust ausbaden musste
              weil SIE nicht zu frieden war. Weil mir das weh getan hat. Mit Perfektionismus und IHREN Vorstellungen hat sie mir so manche Feier ruiniert.
              sie war unausgeschlafen, grantig, hatte miese Laune, hat auf meine Oma geschumpfen (die ich auch heute noch sehr liebe), hat auf Menschen geschumpfen, die mir sehr wichtig sind.

              MIR war es relativ egal, wer dabei war oder nicht oder warum auch immer.
              ICH hätte mich über einen Tiefkühlkuchen und eine GUT GELAUNTE Mutter sehr viel mehr gefreut. Das TAMTAM drumherum war mir sowas von schnurz. Na ja manchmal, meistens habe ich es gehasst - zu hassen gelernt. :-(

              Es muss nicht perfekt sein.
              Diesen Druck, der sich daraus ergab, habe ich gehasst.
              Es tut einfach körperlich und seelisch weh.

              Dieser Frust, wenn es nicht so lief, wie es sich meine MUTTER vorgestellt hat, hat mir oft mehr ruiniert, als wenn etwas nicht perfekt lief. Einfach weil mir das "nicht perfekte" viel mehr und angenehmer in Erinnerung bleibt, lustige Momente sind oder einfach anders passt.

              Ja, für Eltern ist es was besonderes, wenn das Kind in die Schule kommt. Zumindest merke ich das bei meinem einem. Es ist das erste - und das letzte Mal - gleichzeitig.

              Für meine Mutter war es bei mir immer das letzte Mal, weil ich als Nachzügler später kam. Daher hat alles so dermaßen überperfektioniert. Mit dem Ergebnis, dass sie nie zufrieden war, den Tag nicht genießen konnte und ich ihren Frust abbekommen habe. :-(
              Hinterher noch mal, weil sie dann frustriert war, da sich selbst mit ihrem Frust im Weg gestanden hatte.

              Bis ich anfing zu streiken und Feiern grundsätzlich verweigert habe. Kurz: ich hatte die Schnauze voll.

              Versucht mit ihr zu reden habe ich seit ich denken kann. "ich brauche keinen perfekten Kuchen", "ich möchte keine perfekte Location", "dann feiern wir eben mit xy nach" "ausgeschlafen habe ich dich lieber.... du brauchst nicht extra um 4 Uhr morgens backen"
              "Spaghetti mit Soße ist doch auch lecker. Außerdem mögen das alle, die kommen"
              usw.

              Frag deinen Sohn, was ER möchte !
              Wie ER sich die Feier vorstellt?
              Was IHM wichtig ist!

              Meine wollte vor allem ihre Freunde sehen, die Schultüte aufheben und einfaches essen, das ihr schmeckt.
              Mit Oma und Opa nachfeiern als diese Zeit hatten UND weil wir DANN den ganzen Tag feiern konnten - am Wochenende einfach nachgeholt
              "an der Einschulung hätte ich die doch gar nicht gesehen und wir hätten nicht die Zeit gehabt. So konnte ich mit ihnen was spielen und alles zeigen und erzählen was neu ist."
              so viel von meinem Kind nach der Feier.

              • Danke für deine ehrlichen Worte.
                So unterschiedlich kann es sein, da ich es mir so sehr gewünscht hätte, dass meine Mutter sich mal etwas besonderes einfallen lässt.

                Aber jeder ist da anders.

                Ich lasse meinen Frust aber nicht an unserem Kind aus und bin an diesen Tag auch nicht schlecht gelaunt, gehe aber abends eben frühzeitig ins Bett.
                Mein Sohn möchte natürlich auch das Oma dabei ist, nach Kirche und Schule wird daheim gemütlich gefeiert. Jeder bringt etwas zum essen mit usw.

                Der Punkt war eben, dass der Opa fürs andere Kind egal wie frei gemacht hätte und hier eben nicht. Das hat mich eben enttäuscht.
                Ich weiß, dass dieses andere Enkelkind einen anderen Stellenwert hat und meiner seid dem mehr verzichten muss, alles ok. Aber eben jetzt zu erfahren, dass er nicht kommen kann, stimmt mich traurig.
                Wenn mein Mann die Oma vor der Kirche holt, artet es wirklich in streß aus und das möchte ich nicht. Deswegen eben nach der Kirche, vollkommen okay.
                Aber ehrlich, sollen wir uns das antun? Vor der Kirche ne std unterwegs sein, kein gemeinsames Frühstück, in die Schule laufen? Dafür muss sie eben auch Verständnis haben oder nicht? Sonst ist die Laune wirklich im Keller und das möchte ich nicht.

                • Ich glaube, du musst an Deiner Eifersuch ggü dem anderen Enkel arbeiten.

                  In einem anderen Thread kann man nachlesen, dass das andere Kind von den Großeltern aufgenommen wurde. Die Großeltern sind also elternersatz. Und daher ist es doch hoffentlich wirklich so, dass sie sich mehr um das andere Kind kümmern. Dein Kind hat Eltern UND Großeltern. Das andere Kind nur Großeltern (und Eltern die sich nicht kümmern).

                  Worauf bist Du also eifersüchtig? Hättest Du es lieber , dass Dein Kind dort aufwächst? Warum kannst Du Dich nicht freuen, dass die Großeltern den Job der Pflegeeltern so ernst nehmen? Du solltest Deine Sichtweise ändern: sieh die Großeltern nicht als Pflegeeltern sondern schlicht als Eltern des anderen Kindes. Dann gibt es keinen Grund zur Aufregung, denn sie benehmen sich wie ganz normale , gute Eltern!

            Sorry aber du nimmst dich viel zu wichtig!

            Nur weil dein Kind Einschulung hat (oder sogar nur VORschule ? !) meinst du nun müssten alle Urlaub nehmen - oder gar ne Krankmeldung abgeben?

            Zweite Geige ist für dich unnanehmbar oder?

            By the way.

            Meine Schwiegereltern haben 14 Enkel, da kannst du dir ausrechnen wieviel Zeit da für den einzelnen übrig bleibt.
            Das kapiert meine Schwägerin auch nicht, weil sie meint der Nabel der Welt zu sein. Die schiebt auch immer so ein Drama um alles!

      Was für ein Gedöns.
      Es geht nur um die Einschulung, du misst dem Tag eine Viel zu hohe Bedeutung zu.
      Ich selbst konnte bei meinem 1.Kind nicht dabei sein, mein Mann bei unserer Jüngsten im letzten Jahr.
      Die Patentante war im Urlaub , die Großeltern ebenso. Ich war allein mit ihr da.
      Es gab eine kurze Begrüßung in der Aula und das wars.
      Dann sind die Kinder in ihre Klassen.

      Du machst da eine große Sache draus...das ist das Problem.

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