Schwierige Familienverhältnisse

    • (1) 28.07.17 - 18:23

      Hallo zusammen,

      Ich würde gerne eure Meinung, Anregungen und Tipps zu folgender Situation :

      Aktuell leben wir in sehr komplizierten Verhältnissen seit die schwester meines mannes jung an krebs verstorben ist (sie hinterließ mann und Tochter). Um.die lücke zu füllen übernahmen meine schwiegereltern nun die roller der mutter um den vater zu entlasten. Selbiger ist, so denke ich, mit kind, haus und der Situation ziemlich überfordert und versucht sich nichts anmerken zu lassen. Aktuell ist die Diskussion entstanden da mein ältester sohn heute alleine mit seiner Freundin spielen wollte,ohne seine cousine. Dies empfand mein Schwiegervater als unfair und wollte das man das kind mitspielen lässt. Für ihn ist dies nicht verständlich warum mein sohn alleine mit seiner Freundin spielen wollte. Diskussionen waren dann die Folge.

      Wie seht ihr das? Kennt ihr solche Diskussionen? Was ist eure Meinung hierzu?

      Lieben Dank

      Und warum sind DEINE Familienverhältnisse jetzt schwierig?

      Weil die Kinder mal nicht miteinander spielen wollen? Ich versteh den Zusammenhang jetzt nicht.

      Schlimm ist, wenn eine junge Mama viel zu früh stirbt. Aber was hat das jetzt mit den spielenden Kindern zu tun?

      • Weil wir seit über vier jahren mit der Krebserkrankung und nun dem.todesfall “herumleben“ müssen. Es gibt kaum ein.zur ruhe kommen da ständig irgendwer irgendwas braucht und die eigenen Bedürfnisse immer wieder zurück stehen müssen...am besten hast du keine weil du.bist ja nicht krebskrank.. würde ich hier alles schreiben wäre das ein ellenlanger bericht. Die Akzeptanz ist das Problem.

        • Also nimms mir nicht übel, aber ich bin selber leider bestens mit der Situation " enges Familienmitglied hat Krebs" vertraut.

          Glaub mir....du als Gesunder, hast im Grunde überhaupt kein Problem.

          Das das als Angehöriger anstrengend sein kann, dass sich vieles um den Patienten dreht und man selber zurückstecken muss, das weiß ich zu gut.

          Und nun ist da ein junger Papa und ein Kind, welches keine Mama mehr hat. DAS ist tragisch. Nicht das, was du gerade "durchmachst".

          Wenn du das nicht ertragen kann oder nicht in der Lage bist, zu erkennen, wer hier tatsächlich diejenigen sind, für die es schwer ist, dann solltest du weg ziehen. Denn eine ständig genervte Schwägerin ist sicher das Letzte, was der Papa und das Kind jetzt brauchen.

          Wahrscheinlich sind die Großeltern besser in der Lage mit den Hinterbliebenen (dazu gehören sie selber ja auch) umzugehen. Dir selber scheint es an Empathie zu fehlen.

          Akzeptanz ist also das Problem. Die von dir? Oder von wem?

          • Hach, dein Beitrag spricht mir aus der Seele....das selbe habe ich mir auch gedacht, hätte es aber nicht so formulieren können :-)
            Das arme Mädel, das mit sechs die Mutter verloren hat....
            Und dann eine Tante, die sich wundert, dass ihr Sohn im Gemeinsamen Garten nicht -direkt vor der Nase des Mädels ätschbätsch - alleine mit seiner Freundin spielen soll #schock
            Also Waise hin oder her, ich würde nicht wollen, dass mein Sohn seine Cousine/Seinen Bruder etc beim Spielen ausgrenzt #gruebel
            An die TE: sei dankbar, dass deine Familie vollzählig und gesund ist, und das dein einziges Problem :-)

    Ok, in einer Antwort schreibst du, dass ihr ein Doppelhaus habt, in der anderen Hälfte wohnt jetzt wer? Großeltern oder Schwager?

    Und der Garten ist gemeinsam? Ohne Zaun?

    Dann ist es mit Kindern in einem ähnlichen Alter sowieso schwierig. Da kann Kind ja nicht einmal am Zaun stehen und sehnsüchtig rüber schauen und auf die Einladung (die halt dann nicht erfolgt) warten, sondern es ist dann halt schon ein aktives wegschicken - für keine Seite einfach!

    Vielleicht bietet sich da ein Kompromiss an. Dass man mit dem anderen Kind ausmacht, dass man in einer Stunde gemeinsam etwas macht?

    Vergiss nicht : Niemanden gefällt es wenn man etwas direkt vor der Nase hat und man fühlt sich ausgeschlossen.

    Andere Seite ist natürlich dass dein Sohn halt auch mal nur mit Freunden spielen will.

    Da ist halt der gemeinsame Garten leider "ein Problem" bei dem immer irgend jemand verliert.

    LG

    Hallo.

    Ich denke, deinem Schwiegervater geht es darum, dass das Mädchen schon verdammt viel durchgemacht hat durch den Tod ihrer Mami. Drum sollte sie nicht auch noch von zwei anderen spielenden Kindern ausgeschlossen werden.

    Wie alt sind die betreffenden Kinder denn?

    LG

    • 8 Jahre und 6 Jahre

      • Gut, dann reden wir ja noch von ziemlich kleinen Kindern.
        Da kann ich es durchaus nachvollziehen, dass die Großeltern das Mädchen vor weiteren Enttäuschungen (egal welcher Art) "schützen" wollen. :-(

        Mein Sohn litt als 6jähriger auch immens unter den (durchwegs älteren) Nachbarskindern, die ihn nie mitspielen ließen. Aber er hatte zum Glück nicht auch noch mit so einem tragischen Schicksalsschlag zu kämpfen. #heul

Hallo!

Wenn dir das Ganze im Moment zu anstrengend wird, dann solltet ihr umziehen und euch damit "aus der Schusslinie" nehmen.

Ich weiß aber nicht, ob damit alle wirklich glücklicher werden, die Kinder sind ja ähnlich alt und sich wahrscheinlich ähnlich nahe wie Geschwister, also würden sie da auch drunter leiden.

Ich hätte wohl eher versucht, die Situation diplomatischer zu lösen, etwa der Cousine gesagt, dass sie später kommen kann oder gefragt, ob sie vielleicht derweil mit Dir was malen möchte, während die anderen zu zweit spielen. So würde man es mit eifersüchtigen Geschwisterkindern auch lösen, wenn eines Spielbesuch hat und das andere nicht mitspielen darf.

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