die 'lieben' Schwiegereltern - Trennung unausweichlich?

    • (1) 28.07.17 - 20:08

      Hallo,
      Frage insbesondere an die Mädels die in Betriebe eingeheiratet haben. Wo sind Eure Grenzen überschritten? Wur leben mit Schwiegereltern im selben Haus. Mein Mann ist Vollerwerbslandwirt.
      Folgendes, arbeite nach Ende meiner Elternzeit wieder in 19,5 Std. in meinem alten Job, jedoch neuer, höherwertiger Aufgabenbereich der mir auch Spaß bringt, aber auch stressig wenn gerade Kripo etc. involviert. Gehe bisher Abends melken, am WE beide Melkzeiten. Büro auf dem Hof mach alles ich. Kinder Kita bzw. Krippe sowie Haushalt meines. Gesundheitsmangement der Kühe teile ich mir mit meinem Mann, Schwerpunkt liegt bei mir. Ab August habe ich meine Arbeitszeiten umgestellt und werde morgens melken, dann die Jungs in Krippe bzw. Kita bringen, Job, Jungs abholen, Haushalt ggf. Telefonate etc. Melken und dann ggf. wieder Büro.

      Mein Schwiegervater wirft mir seitdem ich arbeite vor ich würde mich nicht um den Hof kümmern und wäre faul.

      Gestern gipfelte es darin das er mir sagte ich wäre für alles zu blöde und hätte besser keine Kinder bekommen (immerhin seine Enkel), wäre zu blöde für Kindererziehung und ein Miststück. Mein Mann und Schwiegermutter waren fassungslos und haben ihn aufgefordert sich bei mir zu entschuldigen. Ich persönlich möchte einfach nicht mehr mit ihm reden. Nur das ist ja auch keine Lösung.

      Er behauptet heute "Miststück" hätte er nie gesagt und das mit den Jungs auch nicht. Ich denke mir das doch nicht aus! Eine Entschuldigung lehnt er ab.
      Inzwischen stellt sich mein Mann auf die Seite seines Vaters und meinte wäre alles meine Schuld - ich wäre ja immer so komisch. ER (!) wollte das ich wieder anfange zu arbeiten, damit er die Versicherung bei der LKK etc. für mich spart.

      Bin heute nicht melken gegangen - ganz bewusst. Müsste mit ihm zusammenarbeiten - will ich aber definitiv nicht mehr!
      Es tut alles unglaublich weh, aber für mich scheint eine Trennung der einzige Weg.

      Was würdet Ihr machen?

      • (2) 28.07.17 - 20:14

        Hallo.

        ICH würde meine Arbeitszeit aufstocken und Mann und Schwiegereltern die Hofarbeit überlassen. ;-)

        LG

        (3) 28.07.17 - 20:17

        Hallo,
        Ich finde du solltest erst mal noch eine oder mehrere Nächte drüber schlafen, und dann mit deinem Mann nochmal reden und ihm sagen dass du Trennungsgedanken hast.

        Ich finde es etwas voreilig gleich von Trennung zu reden. Oder ist auch keine Liebe mehr da?

        • (4) 28.07.17 - 20:48

          Der Gedanke an Trennung tut schon weh. Sber eher weil ich meine Söhne aus ihrem gewohnten Umfeld nehmen muss.
          Wie ich zu meinem Mann stehe weiß ich ehrlich gesagt auch nicht.

      (5) 28.07.17 - 20:17

      Meinst Du Trennung von Deinem Mann?
      Ist das nicht ein bißchen voreilig?
      Ich würde noch mal ein paar Nächte drüber schlafen.

      (6) 28.07.17 - 20:41

      Trennung? Nein.
      Aber ich würde meinen "Job" auf dem "kündigen" und meinen Stunden immens aufstocken.
      Mal schauen ob der Schwiegervater da passendes Personal findet...#schein.

      • (7) 28.07.17 - 20:43

        Oh je...schiebe noch "Hof" dazwischen und streiche ein "n".

        (8) 28.07.17 - 20:46

        Das war auch schon mein Gedanke.

        • (9) 28.07.17 - 21:07

          Wirklich, mach das. Ich komme zwar nicht aus der Landwirtschaft, aber für den Betrieb meiner Eltern gab/gibt es auch immer sehr schwer vernünftiges Personal.

          Gerade in solchen Familienbetrieben mit "speziellen Berufsfeldern" muß man öfter mal klar stellen das Senior sich nicht alles rausnehmen darf.

          Meine Mutter hat das damals genau einmal gemacht, danach war Ruhe und Schwiegervater war "handzahm". Ein Jahr ist sie ausgestiegen und der Schwiegervater konnte selber rausfinden, was sie dort eigentlich wirklich leistet. Ich glaube das war ihm gar nicht so bewußt, denn eigentlich war er ein lieber Kerl....vielleicht nur etwas betriebsblind geworden. Mit "Fremden" im Betrieb lief es überhaupt nicht.

          Irgendwie mussten sie sich erst zusammenraufen, denn danahc lief es wirklich gut.

          • (10) 28.07.17 - 21:18

            Danke. Hätte jetzt eigentlich Urlaub gehabt. Die Männer hatten schon geplant was sie alles machen können weil ich ja da bin.
            Jetzt ist eine Kollegin krank und ich verschieb den Urlaub. Blicke waren schon bedeppert.

            • (11) 02.08.17 - 15:32

              Naja... wenn du ja eh faul bist und deine Arbeit auf dem Hof nix wert, dann kannst du ja auch Vollzeit in deinen Job zurückkehren und den Hof dem SV überlassen.

              Kann es sein, dass dein SV dement wird/ist? Dann haut man ja wohl auch mal schnell so verletztende Dinge raus.

    (12) 28.07.17 - 21:07

    Hallo!

    Hast Du denn keine Gefühle mehr für Deinen Mann, wenn es Dir so leicht fallen würde, zu gehen? Sorry, aber mir würde der Gedanke an eine Trennung schon das Herz zerreißen. Nicht wegen Kindern, Umzug, Umstellung, sondern weil ich meinen Mann einfach liebe. Du schreibst das so locker, als gäbe es da gar nichts mehr zu lieben.

    An Deiner Stelle: Keine Arbeit am Hof mehr, nichts. Du erfüllst zur Zeit ein irres Pensum, Halbtags arbeiten, zwei Kinder groß ziehen, Haushalt führen UND melken, Büro etc., das ist deutlich mehr als andere Frauen leisten. Offenbar wird das aber auch von Deinem Mann nicht so richtig gewürdigt, kann das sein? Sonst hätte er schon längst Tacheles mit seinem Vater geredet, oder?

    • (13) 28.07.17 - 21:15

      Ich habe meinen Mann mal geliebt, jetzt weiß ich es nicht.
      Glaube aber auch das ich ihm egal bin.
      Meinen Geburtstag z.B. wollte ich Abends für uns kochen und er setzt sich mit dem Azubi hin und quatscht. Ich war total verletzt. Hochzeitstag ähnliches Spiel. Nie ein Danke oder so nur 'Du musst'. Da sehe ich einfach keine Basis mehr.

      • (14) 28.07.17 - 21:25

        Ok ja. da fehlt es wirklich an der Basis. Da muss echt Dein Mann auch einsehen, dass du nicht nur kostenlose Arbeitskraft bist, die er ausnutzen kann so viel er will.

        Ich denke, wenn ihr beide es wirklich wollen würdet, dann wäre eure Ehe sogar noch zu retten, aber das macht Arbeit und erfordert von beiden ein wenig Mühe. Er müsste Dir mehr zeigen, dass er Dich schätzt, und dann würden Deine Gefühle auch wieder kommen, mehr Zeit zu zweit, solche Sachen.

        Die Frage ist eher, on Du es schaffst, Deinem Mann zu verklickern worauf es hinaus läuft, und ob er sich die Mühe machen will oder es einfacher findet, die Ehe hinzuwerfen. Für eure Kinder wäre es schon schade.

        • (15) 28.07.17 - 21:30

          Ich habe ihm so oft gesagt wie er mich verletzt. Ohne Erfolg.
          Meine Jungs tun mir leid. Das istbes was mich fertig macht. Er sieht es halt als selbstverständlich an das ich mir alles gefallen lasse.

Ich hatte das ähnlich vor 10 Jahren.
Landwirtschaft im Vollerwerb. Der Hof der Schwiegereltern (da gehörte nichts meinem Mann) wir waren nicht verheiratet.

Bereits am ersten Tag der Beziehung sass ich mit auf dem Traktor (Erntezeit)

Ich habe Vollzeit gerbeitet. Morgens um 4 Uhr mit gemolken, nach Feierabend wieder Stall, im Sommer natürlich Ernte bis tief in die Nacht.

Und es hat nie gereicht was ich tat.
Immer wurde gemotzt.

Den Hof hab ich nicht haben wollen. Mein Mann trat beim Tod des Schwiegervaters das Erbe ab bis nach dem Tod der Schwiegermutter.

Da hätte so viel saniert werden müssen für Milcherwerb. Fleischwirtschaft lohnte wegen der BSE Kriese nicht.

Mein Mann ging mit mir. Was ja einfach war, da es nicht sein Hof war.
Die Ehe hielt aus andren Gründen nicht.

Auf nem Hof ist mancherorts die Zeit stehengeblieben.
Meist ist noch ne Grosseltern Generation mit am regieren.

Deshalb. Mach dich möglichst unabhängig.
Steigere die Stunden und sag deinem Mann er soll Personal einstellen um deine bisherige Arbeitsleistung aufzufangen.

Will er das nicht soll er seinen Vater in die Stiefel stellen, notfalls täglich mehrfach bis sein Vater es kapiert !

Deine Unabhängigkeit durch einen Vollzeit Job ermöglicht dir übrigens auch ganz zu gehen.

Alles gute

  • Danke für Deine lieben Worte.
    Ja, das trifft es gut. Nie reicht es. Mein Schwager (ein A***) wird von Schwiegervater in den Himmel gelobt und versucht gleichzeitig nur Geld aus dem Hof zu ziehen. Dabei ist er vor 10 Jahren ausbezahlt worden. Reicht einfach nicht. Seine Frau - ich sag mal besser nichts. Ach so toll. Für den Hof machen sie nichts. Maximal unangekündigt Kinder abladen da darf Schwiegermutter oder ich dann auch noch drauf aufpassen. Die soll ich übrigens auf zuruf dann auch noch von Kita oder Schule einsammeln. Da weigere ich mich allerdings seit dem Frühjahr.

    Du hast das Glück gehabt, das Dein Mann zumindest in der Situation zu Dir stehen konnte, das sehe ich bei meinem Mann nicht.

(18) 28.07.17 - 22:53

Hallo,

gehe in ein Schreibwarengeschäft, kaufe dir einen Lohnblock und fülle den aus. Als Stundenlohn brauchst du doch nur den Mindestlohn einsetzen und reiche die Lohnzettel dem "Chef" ein. Fordere dein "Gehalt" ein. Sollte dein Schwiegervater und/oder dein Mann irgendwas sagen dann erhöhe deine Stunden in dem Job der dir Spaß macht und dann lass die Männer sich doch abrackern. Du hast in der Zeit Spaß mit deinen/euren Kindern und was der Rest der Familie macht sollte dich nicht tangieren. Aber halte dich für Gespräche, zumindest mit deinem Mann, bereit. Denn die scheinen notwendig zu werden. Und bis zur Auszahlung deiner dir zustehenden Gelder würde ich keinen Finger mehr krumm machen.

LG

(19) 29.07.17 - 11:21

Faul ist anders!

Ich würde fortan berufliches und privates trennen. Also geh in VZ Deinem Job nach, versorg die Kinder.

Wenn man für dich ein/zwei Aushilfen einstellt auf 450€ sollte die Arbeit machbar sein oder Schwiegervater und Mann geben eben etwas mehr Gas.

Würde ich mit meinem zusammen arbeiten würde das nicht gut gehen!haben wir bereits einmal gehabt und NIE wieder! Wir sehen uns abends nach getaner Arbeit, erzählen von unserem Tag und das wars dann...

alles Gute!

(20) 29.07.17 - 18:35

Hallo,

bei der Menge die du arbeitest, hast du da überhaupt noch Zeit und Kraft um deinen Mann zu lieben?

Stock deine Stunden auf! Soll doch dein Schwiegervater zeigen wie man fleißig ist.

Gruß Sol

(21) 29.07.17 - 19:13

Liebe Beli,

Ich habe das so ähnlich erlebt, allerdings auf dem elterlichen Betrieb. War morgens ab 5 Uhr allein melken, bis irgendwann mein Vater aufkreuzte, hab den ganzen Tag gearbeitet und wenn ich abends um 19 Uhr Schluss gemacht hab (nach dem Melken), hieß es, ich soll noch Kartoffeln sortieren, Graswege mulchen, Zitzengummis wechseln etc.. Bin trotzdem heim, um mal was für mein Studium zu tun, Haushalt zu machen und nach den eigenen Rindern zu schauen.

Es war einfach nie genug. Bin gegangen. Hab auf den Betrieb meines Mannes (nur Nebenerwerb) eingeheiratet und bin selbst da erstmal ausgelastet mit 2 kleinen Kindern (2,5 und 8 Wochen).

Jetzt ist es auch stressig, aber wir unterstützen uns gegenseitig anstatt uns fertig zu machen. Das macht einen riesen Unterschied!

Ist halt eine andere Hausnummer, sich vom Mann zu trennen, als von daheim wegzuziehen...

Daher nicht wirklich ein Rat, nur viel Verständnis!

Alles Gute!

(22) 29.07.17 - 21:32

Hallo, ich habe auch in einen ldw . Betrieb eingeheiratet. Ich kann Dich verstehen..... so sehr.
Meine Schwiegereltern sind allerdings sehr nett. Aber man muss funktionieren.... bloss nicht mal zur Ruhe kommen. Danke und Bitte gibt es hier auch nicht.
Mein Rat , wenn Du wieder zufriedener werden möchtest, dann kapsel Dich ab. Auch wenn Dir die Hofarbeit Spaß bringt, lass es sein. Man hat nur ein Leben und das sollte einen zufrieden machen.
Wir beide wissen, dass es leichter ist , eine Nadel im Heuhaufen zu finden, als gute Mitarbeiter.

Wenn die alle auf dem Hof keinen Respekt vor Dir haben, dann wird der Umgangston schroffer.
Entscheide Dich, entweder Du verschaffst Dir dort Respekt oder Du gehst woanders arbeiten.....

(23) 02.08.17 - 15:37

Ich arbeite auch im Betrieb meines Mannes ( kein Bauernhof) Vollzeit, voll angestellt mit einem anständigen Lohn inkl. Firmenwagen. Aus reiner Liebe und ohne Lohn würde ich nix machen. Wäre mir zu heikel. Zahlt dein Mann dir denn wenigstens eine private Rente?

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