Taschengeld für schusseliges Kind

    • (1) 05.08.17 - 11:47

      Hallo Ihr Lieben!

      Ich brauche euer Schwarmwissen bzw eure Erfahrungen bitte.

      Und zwar folgendes- wir haben zwei Söhne, der ältere 9 der jüngere 7(bald 8). Zwar haben wir es in den letzten 2Jahren mehrfach angesprochen, bisher wollten die Jungs aber kein regelmäßiges Taschengeld. Grund: sie wollen sich lieber ab und an in der Stadt was aussuchen dürfen, anstatt selbst ihr Geld für gewisse Wünsche zu sparen. Wobei es sich dabei nur um Kleinigkeiten bis max 5€ gehandelt hat und das nur ab und an- diese Info am Rande.

      Nun finde ich aber es wäre an der Zeit gerade dem älteren den verantwortungsvollen Umgang mit Geld beizubringen- aber das Kind ist ein Schussel.... wäre sein Kopf nicht angewachsen würde er ihn verlieren/vergessen. Wie soll er da auf eine Geldbörse aufpassen? Er weiß, dass er auf seine Sachen aufpassen sollte- nur in der Setzung hapert es. Er würde das Taschengeld wohl irgendwo einstecken Hose/Rucksack was weiß ich und dann verlieren. Das ist aber doch auch nicht der Sinn der Übung und mir dann ums Geld zu schade. Wie macht ihr das? Wieviel bekommen sie für den Anfang und wie könnte man das Verantwortungsbewusstsein stärken?

      Lg mibic

      • Wir haben ein Sparschwein zu Hause stehen. Da kommt das Taschengeld rein und bei Bedarf nehmen Sie dann xy raus und tun es in die Geldtasche.

        LG

        (3) 05.08.17 - 12:11

        Taschengeld bekommen bei uns alle 3 (3,5. 6 und 8). Und wenn Taschgeldtag ist bekommen sie das Geld nur, wenn sie das Portemonnaie mitbringen. Da kann kein Geld verschusselt werden.

        Darum geht es doch beim Taschengeld:

        Wenn das Kind sein Geld verbummelt, dann ist das Geld weg. Also muss es sich etwas mehr zusammenreißen und aufpassen. Es bekommt ja deswegen am Anfang auch nur wenig Geld und mit der Zeit dann mehr, wenn es besser klappt.

        Hat Dein Kind denn auch schon Wünsche? Comics, Süßigkeiten etc? dann ist die Wahl eben auf das Geld aufpassen oder es gibt nichts mehr.

        Man kann anfangs auch mit einem Sparschwein arbeiten, aus dem das Kind was raus nimmt, wenn es was kaufen will.

      • Ach herrje so eine Schusseline hatte ich auch. Als ich das Geld mal in der Spielkiste fand, war Schluss mit lustig. Taschengeld kam in ein Schwein,das stand im Wohnzimmer und sie konnte sich rausnehmen, wenn sie was einkaufen wollte. Mir war das Geld, für das mein Mann und ich arbeiteten, auch zu wertvoll, als dass es verschlampt wurde. Als sie größer wurde, wurde es dann schon besser und sie hat trotzdem den Umgang mit Geld gelernt. Soviel ich weiß, muss ihre Tochter den Geldbeutel mit dem Taschengeld auch wo liegen haben, wo er nicht untergeht:-) LG Moni

        Meine jüngeren Söhne sind 10 und bald 9, und bekommen aus diesem Grund noch kein Taschengeld und wir handhaben es wie ihr (der große Sohn ist 17 und bekam sein erstes Taschengeld mit fünf.).

        Kinder sind unterschiedlich und das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man dran zieht.
        Den Umgang mit Geld kann man auch in ein paar Jahren noch lernen, wenn es uncool wird, kein Taschengeld zu haben, und dann ist vermutlich auch die Bereitschaft, verantwortungsvoll damit umzugehen, größer.

      • Bei meiner war das in dem Alter auch so.
        Ich fragte, wo denn die 2 Euros seien, die sie noch haben müßte, da wurden nur die Schulter gezuckt.
        Das nächste mal Taschengeld bekam sie dann mit 12. Jetzt ist es besser.
        Mir tat es vorher sehr leid um das schöne Geld.

        (8) 05.08.17 - 18:33

        Der Sinn von Taschengeld ist es doch, den Umgang damit zu erlernen. Verliert das Kind sein Geld, hat es eben Pech gehabt und kann nichts kaufen. Und natürlich gäbe es dann auch nichts so zwischendurch an Kram, was es gerne hätte. Dafür hat es Taschengeld. Ein schusseliges Kind erlernt erst dann, auf seine Dinge zu achten, wenn es merkt, dass es selbst darauf aufpassen muss. Das ist der Sinn hinter dem Taschengeld. Deswegen würde ich auf jedenfall Taschengeld zahlen und wenn darauf nicht aufgepasst wird, ist das das Problem vom kind und nicht von euch Eltern.

        • Wenn einmal 50 Cent verlorengehen, kann man das vielleicht verschmerzen und tolerieren. Aber wenn laufend Geld verlorengeht, weil das Kind noch nicht damit umgehen kann, dann wars das und es gibt nichts mehr. Hallo? Ich geh dafür arbeiten und das Kind schmeisst das Geld irgendwohin? Wenn Du genug hast und Dir das nichts ausmacht, gerne.
          Für mich ist es unerträglich, weil ich unverschuldet schon so arm war, dass ich Kartoffeln und Kraut vom Feld gestohlen habe - ich bücke mich noch heute nach einem Cent auf dem Boden, auch wenn es mir schon zig Jahre besser geht. LG Moni

          Und wozu soll das gut sein, das jetzt schon zu erlernen, wenn noch gar kein Interesse besteht?
          Im Prinzip ist es doch kein Unterschied, ob ich das Taschengeld des Kindes in der Tasche hab und es dann hergebe, wenn das Kind danach fragt, oder ob ich es dem Kind zum Verschusseln in die Hand drücke.

          • Es macht den Unterschied, dass das Kind lernt, auf SEIN Geld acht zu geben. Wenn es das Geld verliert, dann hat das Kind Pech gehabt. Denn ich als Eltern werde ihm garantiert deswegen nichts kaufen. Wer etwas haben möchte, muss etwas dafür tun. Warum sollte ich zwischendurch wünsche meines kindes erfüllen, wenn es eigenes Geld hat um es selbst zu können? Ist doch dann das Problem von meinem Kind, wenn es nicht auf sein Geld aufpasst. Dann gibt es eben ichts. Der Lerneffekt muss ja erstmal eintreten. Wenn ich mein Kind im Prinzip noch dafür belohne wenn es unachtsam mit ihm anvertrauten Dingen umgeht, indem ich dann doch das kaufe, was mein Kind sich hätte kaufen können, muss ich mich auch nicht wundern, dass mein Kind weder den Wert von Dingen erkennt noch Respekt davor hat, sich etwas erarbeiten zu müssen.

            • Die Theorie ist mir schon klar. Bei den meisten Kindern wird das so auch funktionieren. Es geht ja hier aber um die, bei denen das (noch; es ist halt nicht jedes Kind in jedem Alter gleich weit) nicht funktioniert.

              • Na, die lernen das doch auch so. Ist das Geld weg, gibt es halt nichts. Wenn das ein paar mal so lief, passt das Kind halt doch besser auf. Und Kinder ab 6 Jahren eolo1rn grundsätzlich schon anfangen zu lernen mit eigenem Geld umzugehen.

                • Ich freue mich sehr für dich, dass du Kinder hast, die dich noch an die Allmacht der Erziehung glauben lassen;-).
                  Ja, die lernen das grundsätzlich auch irgendwann. Aber nicht alle mit sechs. Und wenn ein Kind mit sechs weder reif genug ist, noch interesse an eigenem Geld hat, dann kann es das auch noch mit acht, zehn oder zwölf lernen.

                  • Nun, dass das Kind lernt mit eigenem Geld umzugehen ist für mich eine grundlegende Sache, die Eltern an erziehen müssen. Und zwar ab dem Anfang der Schulzeit. Weil eben da angefangen wird zu rechnen, das zahlen Verständnis anfängt, Kinder ab 7 Jahren sind zum Beispiel bedingt geschäftsfähig und dürfen selbst etwas kaufen, dass sie vom Taschengeld bezahlen können. Es fängt eben ab der Einschulung an, dass Verständnis für Geld langsam erwacht.

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