Wie viel Geld seid ihr bereit für Lebensmittel auszugeben (monatlich)?

    • (1) 11.08.17 - 19:48

      Hi :-)
      Wir sind ziemlich nachlässig geworden und kaufen aktuell meist ohne großen Plan ein, gehen um einiges häufiger essen und bestelllen auch viel mehr. Jetzt haben wir den letzen Monat mal genau aufgeschrieben und es ist echt ein beachtlicher Beitrag ,an die 1000€, beisammen gekommen. Wir sind: 2 Erwachsene, 1 gut essendes Kleinkind und ein Baby das anfängt etwas am Familientisch zu essen. Dann ist mehrfach meine Teenie Schwester da und darf dann auch entscheiden was wir an dem Tag essen.
      Wir kaufen mittlerweile fast ausschließlich so fair es geht (Hofladen,Produkte aus der näheren Umgebung, Fleisch bei dem man weiß wo es her kommt,...) und ich mache einiges gerne selbst, was sich am Ende preislich oft nichts mit Fertigprodukten gibt. Gehen wir essen oder bestellen sind das Preise im mittleren Bereich. Summiert sich am Ende halt.
      Mein Mann nimmt sich mittlerweile zu 99% Mittagessen mit, was aber letztendlich fast teurer als die Kantine kommt da er sich da gerne etwas macht dass ich so nicht essen würde und wir eben extra was kaufen.
      Wir können es uns leisten, nur finde ich es nicht schön. Ich bin komplett anders aufgewachsen, war auch nicht schön, und jetzt können wir uns Dinge gönnen und das soll auch so bleiben nur will ich es dennoch wieder in bewusstere Bahnen bringen jetzt wo es wieder ruhiger wird. Hier war in letzter Zeit nämlich einiges los, was wohl auch Grund war.

      Vorher haben wir ja auch gut gegessen und einfach etwas weniger ausgegeben, etwas weniger auswärts gegessen,...

      Nur hat sich mein Mann schön daran gewöhnt und findet es auch weniger doof als ich dass wir so viel öfters überlegen und einkaufen müssen.Er ist da eher vom Typ, wir können es und doch leisten also ist das schon ok. Ach ja. Ich weiß es ist ein Luxusproblem.

      Wie läuft es bei euch?

      GLG

      • *etwas über nicht an die

        Hallo.

        Ich habe keinen bestimmten Betrag im Kopf, was ich bereit bin, für Lebensmittel auszugeben.

        Ich kaufe einmal die Woche ein. Dinge wie Brot/Brötchen und Obst/Gemüse auch mehrmals die Woche nach Bedarf. Ich koche täglich. Und mache mir aber am Wochenende einen Plan, was es die Woche über geben wird und mache mir demnach eine Liste. Diese richtet sich dann aber nicht danach, wo ich es am günstigsten herbekomme. Ich kaufe in meinen StandardLäden das ein, was ich brauche. Selten kommt auch etwas in den Einkaufswagen, was nicht auf der Liste steht. Nicht, weil wir sparen müssen, sondern weil ich kein Freund davon bin, Lebensmittel wegzuschmeißen.

        Ich finde es oftmals erschreckend, dass ganz viele Menschen gar nicht wissen, was sie so alles in den Schränken haben und- oft aus Gewohnheit, alles immer nachkaufen. Oder dass dann Dinge entsorgt werden, die kurz vorm oder am MHD stehen (beste Beispiel dafür ist meine Mutter).

        Wir gehen auch gerne mal auswärts essen und bestellen auch mal was. Aber das hält sich doch sehr in Grenzen. Meist, wenn wir irgendwie unterwegs sind.

        VG

        Apfelbirne

        • Ich bin allein mit meiner Tochter und gebe trotzdem ca. 50,--- (oder mehr) für Essen und Getränke aus.
          Außerhalb essen wir vielleicht 2x im Monat.

          Ich kann mir das mit dem Monatsplan nicht vorstellen, man isst doch das, auf was man Apetit hat und nicht das, was man letzte Woche beschlossen hat, oder?

          Einmal in der Woche einkaufen funktioniert auch nicht. Im Laufe der Woche sind dann die Joghurts alle oder es fehlt das oder das.

      Hallo. Also 1000€ finde ich schon wahnsinnig viel. Wir sind 2 Personen plus ein 10 Monate altes Baby. Wir zahlen monatlich jeder 150 € Haushaltsgeld auf ein gemeinsames Konto ein und davon werden alle Einkäufe erledigt. Wir kommen meistens mit diesen 300€ aus. Wenn wir mal essen gehen (1 bis 2x im Monat, seit wir Nachwuchs haben eher so mal unterwegs Mittag essen was ja doch meist günstiger ausfällt als wenn man abends schick weggeht), bezahlt das meistens einer von seinem "privatkonto". Bestellen tun wir auch ab und an, ich sag mal auch so bis 2x im Monat, da das gleiche. Von dem Haushaltsgeld geht aber auch alles fürs Baby ab (Windeln, Gläschen, Milchpulver, manchmal Klamotten, manchmal Zahl ich die selbst) und 50 € Strom im Monat. Also ich würde sagen wir kommen mit ca.250€ im Monat aus, kann auch mal drüber gehen, aber mehr als 350€ würde ich glaube nicht bereit sein auszugeben.

      Ich kaufe im Discounter, meist Sachen im Angebot. Ich mache am Wochenende auch einen groben Plan was es zu essen geben soll, zaubere oft mal was aus Resten aus dem Kühlschrank wo ich dann selbst erstaunt bin ;) ich koche fast jeden Abend, und dann auch meist Portionen von denen noch was für die Woche übrig bleibt.

      Aber wenn ihr es euch leisten könnt und beide damit zufrieden seid, ist es doch ok. Ich gebe zu, ich kaufe kein bio und kein Fairtrade, außer es ist im Angebot, kann ich mir einfach nicht leisten- wir haben bald einen hauskredit abzuzahlen ;)

    • Wir sind ein 3-Personen-Haushalt: 2 Erwachsene + 1 Jugendlicher. Wir haben gerade dieser Tage festgestellt, dass es sehr von der jeweiligen Lebenssituation abhängt, was und wie viel wir kaufen.

      In der vergangenen Woche ist eine Freundin von uns völlig unerwartet verstorben. Für uns war und ist die Todesnachricht so ein Schock, dass wir das Gefühl haben, dass die Welt stillsteht. Als wir vor einer Woche dann zum Wochenend-Einkauf gefahren sind, kamen wir mit extrem wenig Lebensmitteln zurück, haben gerade mal 40,00 EUR ausgegeben. Uns erschien nichts wirklich wichtig ... Es war eine sehr seltsame Situation.

      Heute haben wir beim Wochenend-Einkauf aber auch nicht viel gekauft, da war's sogar noch weniger - nur EUR 28,00 ... Es ist nicht so, dass wir jetzt nicht essen würden, aber irgendwie steht bei uns tatsächlich das Leben fast still ... und so genügt uns einfach Obst, Joghurt, ein bisschen Brot ...

      Im Normalfall rechnen wir pro Woche mit ca. EUR 100,00 bis EUR 120,00 für Lebensmittel. Wir kaufen bevorzugt auf dem Wochenmarkt, beim Bauern, beim Metzger.

      (8) 11.08.17 - 21:17

      Jeder, der schon mal im Ausland gelebt hat, weiß, dass Lebensmittel in Deutschland sehr preiswert angeboten werden. Die Supermärkte und Discounter liefern sich einen Preiskrieg teilweise unter dem Einkaufspreis, deutsche Kunden sind an Kampfpreise gewöhnt.

      Daher ist es nicht verwunderlich, dass einige die 1.000 Euro viel finden. Man kann auch deutlich billiger über die Runden kommen.

      Wir kaufen oft hinter der Grenze auf der französischen Seite ein, da flutscht das Geld einfach nur so zwischen den Fingern durch. Aber für uns in es unsere Lebensqualität und Lebensstil, die wir uns erarbeiten, so ausgewählt zu essen.

      Besonders vor Weihnachten und Feiertagen beobachtet man in Frankreich in grenznahen Supermärkten folgendes Bild (überspitzt):

      Deutsche fahren mit einem großen teuren Auto vor, ballern den Einkaufskorb proppenvoll und bezahlen an der Kasse nur 150 Euro.

      Franzosen kommen mit einem klapprigen Renault Clio, der Einkauskorb ist nur zu einem Drittel gefüllt und an der Kasse zahlen sie locker mal 400 - 500 Euro.

      Der Inhalt machts und das Angebot an Waren, die zu entsprechenden Preisen auch tatsächlich gekauft werden. Man denke alleine schon an die Frischetheke mit Fisch und Meeresfrüchten...

      • Da hast du echt sooo Recht!
        Deutschland ist echt luxuriös günstig, schon toll was für Qualität man hier kriegt zu den spottbilligen Preisen!
        Letztens waren wir in Luxemburg für nen Wochenendtrip. N paar Snacks und Getränke für den Mittagsausflug: 40€...!!!
        Frankreich genauso heftig.

        Wir lebten mal in den Emiraten. Einfach ALLES war importiert. Irgendwann hat man sich an die heftigen Preise einfach gewöhnt.
        Kirschen das Kilo 25€. Himbeeren 125gr. 6-7€. Gouda am Stück 4€...

        • (10) 11.08.17 - 22:20

          Ja, genau so ist es.

          Aber es sind nicht nur die Preise, sondern teilweise auch die größere Auswahl. Einen frischen Kapaun, Kaninchenkeulen zum Schmoren, 20-30 verschiedenste Pasteten findet man in Deutschland halt nicht einfach so bei alltäglichen Einkauf an der Fleischtheke.

    Ich finde, wenn man es sich leisten kann, schön auf hochwertige Sachen zu achten.

    Ich hoffe ihr lasst sowas wie Gänsestopfleber etc. weg ;-)
    Dieses billig, billiger am billigsten geht immer zu Lasten anderer. Insbesondere von Tieren.
    Ein Grund warum ich mich zum Beispiel vegan ernähre. Nicht weil ich an und für sich was dagegen hätte ein Tier zu essen, sondern weil ich sicher sein kann, dass es kein artgerechtes Leben hatte. Ganz besonders schlimm finde ich die Milchproduktewirtschaft.
    Ich bin allein erziehend und trotzdem kaufe ich, wenn ich für Sohnemann was vom Tier kaufe nur Bio.
    Ich habe eine Freundin, die echt nicht am Hingertuch nagt, aber wenn man die Vorräte anschaut gruselt es mich. Nur das billigste Zeug.
    Insofern finde ich euch sympathisch;-)

    Hallo, in den letzten vier Wochen haben wir ca. 450€ für Nahrungsmittel und Restaurantbesuche ausgegeben. Wir sind zwei Erwachsene und ein Säugling, der Milchpulver benötigt (pro Packung knapp 16€).
    Wir kaufen meist Bio-Produkte und Fleisch ausschließlich vom Metzger unseres Vertrauens.

    Liebe Grüße

    (13) 12.08.17 - 00:19

    Also wir gehen fast nie essen sondern kochen alles selbst, und gute Lebensmittel haben nun mal einen Preis. Ich finde es erschreckend dass man sich das allen Ernstes fragt "was darf das denn kosten". Die Frage is was muss etwas kosten? Ich bekomm immer die Krise wenn über den Butterpreis gejammert wird, rechnet Euch mal aus wieviel L Milch es braucht um ein halbes Pfund Butter herzustellen. Oder Quark! Dann ist das Billige fast immer in Plastik. Lose Ware kostet fast immer mehr, aber da wir versuchen unseren Müll zu reduzieren kaufen wir eben nicht die Plastikbecherchen mit Obst sondern lose.

    Ich bekomm immmer meine Wut wenn ich im Radio Lebensmittelwerbung höre "Schweinenacken das Kilo nur 4.44 EUR" und denk mir ehrlich "Und das ist toll? Wirklich?"

    Wir essen oft eher "einfach" würde ich denken, wenig exotisches, nicht jeden Tag Fleisch, aber dafür kaufe ich viel regional und unverpackt und mach auch vieles selbst (ich zahl nicht über einen EURO für einen Pizzateig der aus 300 gr Mehl und 2 EL Öl und ein paar Bröseln Hefe besteht, das krieg ich in Bioqualität billiger hin).

    Ich finde alle sollten langsam mal damit anfangen sich Gedanken zu machen was etwas kostet und ob diverse Sachen wirklich sein müssen. Aber eben nicht festgemacht am Geld sondern eher muss es jeden Tag Fleisch sein, brauchen wir die ganzen Importfrüchte überhaupt? Ist es wirklich richtig das 2 kg Netz Orangen für 1.99 zu kaufen aber nur 4 Äpfel aus der Region, die allerdings dann auch 1.99 kosten??? Muss man wirklich ständig Kekse in Plastik im Regal haben oder reicht es nicht ab und an mal welche zu backen und wenn nix da is ist halt nix da?

    • Hm... im Grunde kann ich dir nur zustimmen! In D gilt das Motto. billig, billiger, am billigsten. Dass das nur auf Kosten anderer geht, ist den wenigsten klar.

      Obwohl ich zugeben muss, dass ich auch zu denen gehöre, die schon über den Butterpreis gejammert haben. Wieviel Milch es braucht, um ein Päckchen Butter herzustellen, darüber hab ich mir bis zu deinem Beitrag ehrlich gesagt noch gar keine Gedanken gemacht. Also danke für den Anstoß!
      Und heute erst hab ich zwei Mangos im Angebot gekauft und dafür günstige Äpfel (die essen die Kinder so gern und oft). Hab grad genauer nachgeguckt: abgepackt in der Bodenseeregion. WO genau die Herkommen?! Steht nicht mal drauf!!

      Tja, der Wille ist da, das Fleisch ist schwach. ;-)

      Müssten wir nicht aufs Geld gucken, wie so viele, würde ich auf die Herkunft der LEBENSmittel viel genauer achten und weniger auf den Preis.

      Fleisch kaufen wir übrigens meist vom Metzger im Ort. Das ist im Angebot nicht teurer als im Supermarkt oder Discounter und wird dann eingefroren. Auch Wild essen wir viel, da wir Jäger in der Bekanntschaft haben. Hier muss ich aber zugeben, dass ich Geflügelfleisch dann doch ach mal im Supermarkt mitnehme, weil es dass beim Metzger, bei dem wir sonst kaufen, nicht gibt,
      Meine Kinder kennen z.B. nur selbst gemachte Chicken Nuggets. Aus der Packung hab ich noch keine gekauft. (kenne ich nur aus meiner Kindheit und find die eklig). Aaaaber eben auch mal mit günstig Fleisch vom SUpermarkt.

      Und das Süßkram unm ein VIELfaches billiger ist als Obst, verführt eben auch viele!... (nagut, unser Süßigkeitenfach ist auch voll obwohl ich gern backe)

      Pizza gibts aber zum Beispiel nicht TK bei uns. Die wird frisch gemacht. (Na guuuut ab und zu auch vom Itanliener). Wenn ich Zeit und Lust hab, mach ich auch mal nen Pizzateig und frier ihn auf dem Pizzablech ein. Wenn wir Lust drauf haben, wir der 20min raus gelegt, belegt und gebacken!

      Übrigens sind Biogurken sogar in Plasitk verpackt, fällt mir grad ein!

      Und ja, Quark ist bei uns auch in Plastikbehältern.

      Gibt also noch Verbesserungspotenzial bei uns! ;-)

      Was wir im Monat an LM ausgeben, kann ich gar nicht genau sagen, ehrlich gesagt. Ich will da auch nicht rechnen. Wir hatten schon Zeiten, da hab ich jedes Mal im Kopf mitrechnen und an der kasse hoffen müssen, dass ich mich nicht verrechnet hab und des langt! Und in der letzten Woche im Monat bin ich mit 5-10Euro, die ich mir den Monat über abgezwackt hatte einkaufne gegangen!... für zwei Erwachsene und Kleinkind!

      Jeztz lebe ich nach dem Motto, was wir uns leisten können, leisten wir uns, was nicht, das halt nicht.

      Natürlich muss man immer Prioritäten setzen! Die Frage ist nur, ob die auf Kosten anderer gehen.

      LG und Gute Nacht.

      (15) 12.08.17 - 21:17

      hallo,

      ich stimme dir voll und ganz zu!

      ich finde es regelrecht sündhaft fleisch so derart billig zu kaufen und zu verkaufen. ich verweigere das. jedes leben hat wert und ich will und kann nicht für mich verantworten ein tierisches produkt zum spottpreis zu kaufen. ethisch und gesundhetlich nicht.

      ich aufe viel fair produkte und regional, auch bio, wenn ich es mir leisten kann.
      wir haben vor jahren beschlossen, dass wir das so handhaben wollen. udn da wir momentan eben doch aufs geld schauen müssen, gibts eben weniger fleisch. tut uns allen zudem auch gut.

      ich könnte k.... wenn ich im laden die mit fleischprodukten vollgestopften wagen der anderen sehe und dazu dann diverse maggi tütchen. masse statt klasse und das eigene bedürfnis nach fleisch vor dem recht auf ein anständiges leben für die tiere.

      was mich momentan so derart nervt: ch laufe immer bio eier. egal wo ich kaufe. immer bio. und was konnte ich mir schon für kommentare anhören von wegen so ein quatsch, wer weiss ob das alles stmmt etc.
      und jetzt: es gibt nen eier skandal und all die bio skeptiker (wohl eher billigeinkäufer) krallen sich jetzt die bio eier und ich bekomme keine mehr. reine heuchelei!

      auch beim gemüse und obst geht quaität bei mir immer vor quantität. udn wir haben doch nun wirklich viele angebote guter lebensmittelqualität in den läden. aber nein, es wird lieber die chiquita banane für teils mehr geld gekauft als fair trade und bio. oder die glänzenden italienischen äpfel statt entweder die regionalen oder bio äpfel. mir unbegreiflich.

      und ja, natürlich kostet slch eine kost mehr als andere, aber das hat man doch auch dran. und man kauft eben bewusster ein und nicht verschwenderisch

      vg

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