Wie weit seid ihr für den Kinderwunsch gegangen, wann habt ihr aufgegeben ?

    • (1) 16.08.17 - 01:13

      Hallo
      Ich habe hier schon ein paar mal etwas zu dem Thema geschrieben, eigentlich haben wir uns dann schweren Herzens gegen ein Kind entschieden doch jetzt überdenken wie das stark denn eigentlich wollen wir beide gerne ein Kind.
      Wir sind meine Freundin und ich. Ja, wir sind zwei Frauen. Wir sind seit mehreren Jahren zusammen und haben recht lange in einer (Teilzeit) Fernbeziehung gelebt. Jetzt nicht mehr.

      Gegen uns sprechen wohl dennoch auch jetzt einige Punkte: wir sind eben zwei Frauen, wir wohnen im Ausland bzw. nicht in einem unserer Heimatländer, wir haben keine unendlichen Ersparnisse,...
      Nun werden wir nicht jünger und da sich auf natürlichem Wege bei uns nichts tun wird müssen wir langsam ernsthaft überlegen was wir tun können und was wir wollen, auch was wir einem potenziellen Kind zumuten wollen.

      Meine Freundin ist Sportlerin und eins ist mittlerweile sicher, auch wenn sie gerne ein Kind austragen würde fällt die Option weg. Sie möchte noch einige Jahre weiter machen und die Karriere nicht riskieren mit einer längeren Pause und einem benötigten Comeback.
      So, dann kämen die "Wünsche". Während wir absolut kein Problem damit hätten biologisch nicht mit dem Kind verwandt zu sein fänden wir aktuell den Gedanken dass einer mit dem Kind auch biologisch verwandt ist, und der andere nicht, irgendwie komisch. Adoption ist eine Option, nur ist fraglich wie realistisch das wäre unter unseren Umständen. Etwas dass wir vorher beide nicht wirklich kannten ist die "Embryo Adoption". Nur ist das (verständlicherweise?) etwas kontrovers und es gibt stimmen die besagen es ist nicht wirklich vertretbar für ein Kind.
      Joar, dann gäbe es ja noch einige andere Wege.

      Auch wenn wir uns doch mehr als wir uns eingestehen wollten ein Kind wünschen, haben wir Angst denn wir wollen unseren Wunsch nicht an erster Stelle stellen und auf teufel komm raus umsetzen.

      Soviel mal zu uns. Es wäre super wenn ihr eure Gedanken mit uns teilen würdet, insbesondere wäre es toll von anderen zu hören die in ähnlicher Situation waren!

      Vielen Dank im Voraus und liebe Grüße :-)

      • Moin!

        Also, zunächst einmal kann ich es vollkommen verstehen, dass ihr es als komisch empfinden würdet, wenn nur eine mit dem Kind blutsverwandt ist!
        Hmm... ich denke, dass ich, wäre ich in eurer Lage, alles erdenkliche (legale) versuchen würde.
        Das Thema Embryo Adoption ist neu für mich, habe es kurz gegoogelt, und ich finde das ist eine gute Sache. Sofern die Spenden ja definitiv freiwillig geschehen!
        Aber eine 'echte' Adoption ist doch auch was tolles. Ich würde auch die Option eines Pflegekindes in Betracht ziehen.

        Ich glaube, wenn man gar nichts versucht wird man sein Leben lang denken: "Was wäre gewesen, wenn..."

        Ich wünsche euch noch viel Glück auf eurem Wege zur Entscheidungsfindung!

        LG Aki

        • Hallo
          Wie gesagt, bisher sind es einfach unsere Gedanken bezüglich dem Thema.

          Die Embryo Adoption finden wir auch sehr interessant, nur gibt es ein Paar Punkte bei denen man schauen müsste. Bei der Adoption eines bereits geboteneren Kindes hat man für das Kind ja mindestens ein paar Anhaltspunkte. Da hätte ich doch Bauchschmerzen wenn es überhaupt nichts erfahren könnte.
          Pflegekind ist so eine Sache. Wir wohnen weder in Deutschland noch in ihrem Heimatland.

          Liebe Grüße

          Hallo

          mein Gedanke bzgl. einer ist verwandt und der andere nicht: Wie wäre es wenn du die befruchtete Eizelle deiner Freundin austragen würdest. Dann wäre sie mit deiner Freundin verwandt aber du hättest sie ausgetragen. Das wäre doch vielleicht ein guter Kompromiss.

          LG
          Corinna

      Hallo, ich bin nicht in eurer Situation, aber gebe meinen Senf dazu. Keiner von euch möchte mit dem Kind verwandt sein - das finde ich seltsam. Ich bin große Befürworterin von Kindern in gleichgeschlechtlichen Beziehungen, aber bei euch klingt das wie ein unausgereifter Plan, irgendwie schon ein Kind, aber um Himmels Willen keine Einschränkungen. Ich weiß nicht, wie alt ihr seid, aber es klingt nicht so, als wärt ihr reif genug / bereit für ein Kind mit allem, was dazu gehört - leiblich oder nicht. Alles Gute.
      VG

      • Im Gegensatz zu dir kann ich die Gedanken durchaus nachvollziehen und es hat etwas sehr verantwortungsvolles dem möglichen Kind gegenüber. Es ist doch schon etwas anderes wenn der eine Teil wirklich leiblich ist. Wie häufig kann man lesen, dass wenn diejenigen ehrlich sind sie sich in gewisser weise ausgeschlossen fühlen. Was ist wenn man mal Stress hat, dann sind es ja nicht die eigenen Gene sonder die des anderen, weil man selber steckt da ja gar nicht drin. Also die Gedanken sind durchaus nachvollziehbar und ich finde es super, dass man sich da viele Gedanken im Vorfeld drum macht.

        • Naja, das ist doch etwas arg einfach gedacht, oder? Ich denke nicht, dass man einzelne Verhaltensweisen an einzelnen Genen festmachen kann. So a la, dass Kind ist gut in Mathe, wegen deiner Gene. #kratz Dafür weiss man vermutlich zu wenig über den Spender.

          Grüße Katharina

        Hallo
        Genau das sind unteranderem unsere Gedanken. Es wäre eine andere Situation bringt einer ein Kind mit dass am Ende adoptiert wird vom neuen Partner... Hier sind wir aber in einer Beziehung und arbeiten "gemeinsam" am Kind.
        Der Gedanke auch biologisch gleich gestellt zu sein erscheint uns da gerade auch wegen solcher Gedankenkonflikte als nicht der schlechteste. Aber wie Gedanke schon sagt, aktuell sind es auch einfach Gedanken.

        Liebe Grüße

        • Schau Dir doch mal das geniale Bühnenprogramm von Wandy Sykes zu ihrem (gleichgeschlechtlichen) Familienleben an.

          Unterschiedliche Ethnitäten, unterschiedliche Nationalitäten und mit viel Liebe und Humor.

          Ich find es ist egal wer wie mit einem Kind verwandt ist - Liebe ist dafür nicht relevant. Liebe entsteht sowieso.

          Und neben den Genen bringt man einem Kind so viel mehr bei, das ist viel wichtiger und bedeutsamer als genetische Anlagen.

          Ich wünsch euch viel Glück und Erfolg.

          Alles Gute!

          LG

          • Hallo
            Danke, schau ich mir mal an.
            Ich muss was die Gene angeht sagen dass es da noch eine Sache gibt die ich hier nicht erwähnt habe. Nichts (nachweislich) genetisches, aber man macht sich ja dennoch Gedanken.

            Liebe Grüße

    Hallo
    Na das hast du jetzt schön aus dem Kontext gerissen. Was ist bitte daran verwerflich wenn wir kein Problem hätten beide biologisch nicht mit dem Kind verwandt zu sein? Und ja, aktuell erscheint uns der Gedanke aus einer Beziehung raus ein Kind zu bekommen bei dem einer biologisch verwandt ist und der andere nicht komisch, eben gerade auch wegen dem Kind und seiner Zukunft! Aber wie gesagt, das sind bisher einfach Gedanken und Überlegungen.
    Keine Einschränkungen in Kauf nehmen wollen? Wo liest du das denn raus?

    Liebe Grüße

    • Ganz einfach - deine Freundin möchte nicht schwanger werden, der Karriere zuliebe. Dass ein Kind nach der Geburt erst recht "Zeit" bedeutet, habt ihr offensichtlich nicht vor Augen.
      Ihr bezeichnet es als "komisch", ein Kind zu haben, mit dem einer von euch blutsverwandt ist, der andere aber "nur" seelenverwandt - das zeugt von Unreife. Eltern wärt ihr so oder so - von der ersten Sekunde an, die Gene spielen doch nur eine äußerst untergeordnete Rolle und komisch ist daran überhaupt nichts.
      Wie auch immer ihr euch entscheidet und welchen Weg ihr einschlagt, alles Liebe für euch 2 :-)!

      • #kratz Gut dass wir in einer Beziehung leben und nicht einer alleine ein Kind bekommt, hat man keinen konventionellen Beruf muss man sich zwangsläufig mehr Gedanken machen und da wir ja tatsächlich 2 Frauen sind und ich sogar schwanger noch etwas arbeiten könnte macht es für uns also einfach erstmal Sinn würde ich ein potenzielles Kind austragen.
        Ist es auch so dass Paare keine Kompromisse eingehen wollen wenn sie sich entscheiden dass die Mutter in Elternzeit geht? Habe ich so oft erlebt, da war das dann einfach die Entscheidung der Familie.
        Wir finden den GEDANKEN daran aktuell komisch, ja, und das sicher nicht aus "unreifen" Gründen.
        Dennoch vielen Dank.

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