Lebenskrise

    • (1) 16.08.17 - 10:06

      Hallo ihr Lieben

      Ich bin gerade ganz frisch hier in dem Forum und habe mich hier angemeldet, weil es mir die letzten Tage schon echt dreckig geht

      Es ist so, ich stecke gerade in einer heftigen Lebenskrise. Ich bin 21 Jahre jung, habe einen 2 1/2 jährigen Sohn, bin seit einem Jahr mit meinem Mann verheiratet und gerade auf der Suche nach einem Aushilfsjob. Meine Ehe war bisher leider auch nicht so der Traum. Meine jetzige Krise wurde eigentlich dadurch ausgelöst, dass ich mich in einen Mann aus dem Internet verliebt hatte (hätte letzten Endes sowieso niemals eine Zukunft gehabt), aber das sein gelassen habe, meinem Mann zu Liebe.
      Ich suche im Moment eigentlich nur nach Arbeit, nicht etwa weil ich es muss, sondern weil ich einfach den ganzen Tag alleine Zuhause bin mit meinem Sohn. Klar wir gehen auf den Spielplatz oder spazieren, aber ich lebe im Moment eigentlich nur noch für ihn. Ich brauche einfach Beschäftigung. Suche jetzt Arbeit, werde meinen Führerschein machen, habe vor in's Fitnessstudio zu gehen und gucke nach einem Kinderturnkurs für uns. Mein großes Problem ist einfach ich bin innerlich total leer, unglücklich und einsam. Denn ich habe seit 3 1/2 Jahren keine Freunde mehr.
      Als ich mit meinem Mann vor 4 Jahren zusammen gekommen bin hatte ich einen normalen Freundeskreis, mit einer besten Freundin und auch sonst viele Bekannte. Es hatte da schon angefangen, dass ich einfach nur noch sehr viel Zeit mit meinem Mann verbracht habe, weil wir einfach so frisch verliebt waren. Im gleichen Jahr habe ich die Schule gewechselt, dort habe ich auch wieder ein paar "Freunde" gefunden. Und dann kam im Jahr darauf überraschend die Schwangerschaft. Seit dem habe ich meine mittlerweile ehemalige beste Freundin 3 mal gesehen, denn es haben sich alle distanziert. Ich würde meinen Sohn für nichts in der Welt eintauschen wollen, aber ich bin einfach komplett alleine. Ich habe keinen einzigen Freund mehr. Ich versuche mich im Moment wieder mit der vorhin erwähnten Freundin anzubandeln, wir gehen auch morgen auf ein Doppeldate mit ihrem neuen Freund. Aber ich muss sagen auch eine Freundin, die dann eh kaum Zeit hat reicht mir nicht. Alle anderen Kontakte die ich habe sind einfach meine Familie oder ein paar nette Leute, die ich im Internet kennen gelernt habe, de ich aber niemals privat treffen werde, da sie so weit weg wohnen. Meine Freizeitaktivität am Abend ist eben mit diesen Leuten ein online Spiel zu spielen, zu lachen, auch mal einen Film zu gucken. Ich hab diese Personen auch echt gerne, aber es ist eben nichts reales.

      Mein Mann hat übrigens auch online ein paar Freunde, die er allerdings schon seit 10 Jahren kennt (er ist 26) und eben seine Arbeitskollegen mit denen er sich gut versteht, sonst allerdings auch keine Freunde mehr.
      Ich bin im Moment in so einem richtigen Loch und weiß nicht so recht wie ich da wieder raus komme. Ich musste noch nie Freunde finden, hatte immer viele davon und das hat sich auch immer von alleine ergeben. Aber jetzt.... ich weiß nicht wie man sowas macht. ich fühle mich so deprimiert und weiß nicht mehr wie es weiter gehen soll, bin auch momentan viel am Weinen.

      Vielleicht geht es jemandem von euch ja Ähnlich oder hatte schon mal solch eine Erfahrung und kann mir sagen wie man das wieder richtig hinbiegt.

      • Hallo,

        so, so...Du hast eine Lebenskrise mit 21 Jahren, das ist schon heftig.
        Du hast zeitig geheiratet, einen Mann, den Du nicht liebst, bzw. mit dem Du nicht mehr glücklich bist, Du bist permanent online, hast keine Arbeit, keine Freunde.
        Du solltest Dir dringend in den Hintern treten. Überdenke Deine Beziehung, such Dir eine Ausbildungsstelle, bzw. einen Job und zwar da, wo Du leben möchtest und glücklich bist.
        Momentan klingt es so, als ob Du auf der Stelle trittst, das wird, ohne grundlegene Veränderungen und einem Treffen mit Freunden nicht besser.

        LG

        Hey =)
        Als erstes Kopf hoch!!
        Mit Kind ist es nicht einfach sein früheres leben zu leben,du bist noch sehr jung und in deinem Alter haben die meisten noch eine andere lebenseinstellung soll heißen, während du dein Kind liebevoll erziehst sind andere lieber unabhängig und machen gern Party ,die Interessen gehen da manchmal weit auseinander. ..Ich habs bei meiner besten Freundin miterlebt, sie wurde mit 19 zum ersten Mal Mutter und ihr Kind stand natürlich an nr.1 und konnte nicht mehr so "frei" sein wie wir..Ich war oft bei ihr vllt weil ich aus einer groß Familie komme und ständig babys um mich hatte muss dazu sagen war auch nie der Party Typ jedenfalls haben sich viele von ihr distanziert. .Ich wurde letztes Jahr (mit 30)selber mama einer wundervollen Tochter ,trotzdem muss ich zugeben mich manchmal einsam zu fühlen.ich liebe mein Kind über alles aber ab und zu fehlt mir natürlich auch mal spontan was mit meinen Freunden zu unternehmen ich bin in elternzeit während meine Freunde auch gern mal bis abends arbeiten ..Da fällt mir ab und zu auch mal die decke auf dem Kopf..Ich hab mit meiner kleinen den delfi Kurs und baby schwimmen besucht dort hab ich viele Mamas kennengelernt die in der gleichen Situation sind wie ich,vllt guckst du mal ob es bei dir in der nähe angebote für Kleinkinder gibt da entsteht nicht selten auch ne Freundschaft vorallem mit gleichen Interessen und man kann sich austauschen. .
        Du wirst sehen du bist nicht die einzige der es so geht ;D

        Lg

        Dass ehemalige Freundinnen in deinem Alter andere Interessen haben und flexibler sind, ist eigentlich klar.

        Hast du eine Ausbildung? Wenn nicht, dann würde ich als erstes dort ansetzen. Nur ein bisschen was zu arbeiten, um die Zeit totzuschlagen, bringt dich langfristig nicht weiter.

        Erstaunlich finde ich, dass du auf dem Spielplatz in eurem Umfeld keine Gleichgesinnten kennen lernst. Eigentlich ist es doch schwieriger, "KEINE" Leute kennen zu lernen, wenn man Kinder hat (oder Hundebesitzern ergeht es ähnlich und sie treffen ständig auf Tierliebhaber mit gleichen Interessen).

        Ob ein Fitnessstudio nun gerade die richtige Adresse ist, vage ich zu bezweifeln, weil die Leute dort meist (von Kursen abgesehen) allein sporteln und nicht an bestimmte Tage oder Zeiten gebunden sind. Ein Verein, VHS-Kurs, Tanzclub o. ä. ist vermutlich sinnvoller, um Anschluss zu finden.

        Und wenn du demnächst mit dem Kind Kurse besuchst, lernst du auch wieder Menschen kennen. Verabredet euch auf einen Kaffee und zum Quatschen, mit und ohne Kinder........

        Oder geht beide gemeinsam zum Bowlen und schließt euch einer Gruppe an. Wenn dein Freund nur Kontakte im Job oder Online hat, fehlt ihm vielleicht auch etwas.

      • Wow, sich mit 21 Jahren bereits in einer Lebenskrise zu befinden, ist schon heftig.

        Zusammenfassen kann man sagen, dass du keiner Tätigkeit nachgehst, dich mit deinem 2,5jährigen Sohn zu Hause mehr oder weniger langweilst und keinerlei soziale Kontakte hast (Online-"Freunde" sind keine Freunde).

        Gleichzeitig hst du aber große Pläne:

        >> Suche jetzt Arbeit, werde meinen Führerschein machen, habe vor in's Fitnessstudio zu gehen und gucke nach einem Kinderturnkurs für uns <<

        Ich habe die Befürchtung, dass du dich etwas übernimmst, wenn du bislang mind. 2,5 Jahre nichts anderes als Kinderbetreuung gemacht hast (Hobbys, Freunde und Arbeit hast du ja nicht) und nun alles auf einmal machen möchtest.

        Fang doch der Reihe nach an und überlege dir eine Strategie. Gehe die Dinge so an, dass du sie auch schaffen kannst. So wäre es z.B. sicherlich sinnvoll, zuerst den Führerschein zu machen und DANN Arbeit zu suchen oder diese beiden Dinge parallel laufen zu lassen. Um einen Kinderturnkurs würde ich mich eher nachrangig kümmern, eher um einen Kindergartenplatz für deinen Sohn. Ohne Platz kannst du nicht arbeiten gehen. Dieses Luxusprobleme wie Fitnessstudio und Kinderkurse kannst du danach angehen.

        Du wirst dann auch feststellen, dass sich über eine Arbeitsstelle, Führerschein und KiTa automatisch Kontakte ergeben und du Leute kennen lernst.

        Wenn du einen Mann hast, der jeden Abend zu Hause ist, dann solltest du dir dringend ein Hobby suchen und dich nicht in virtuelle Welten flüchten. Suche dir ein ECHTES Hobby mit ECHTEN Menschen. Online schließt man meiner Meinung nach keine Freundschaften. Menschen die du nie real triffst, können keine richtigen Freunde sein...

        Wie man das hinbiegt? Indem man aufhört zu jammern, sich selber in den Hintern tritt, arbeiten geht und dann auch wieder Struktur im Tag hat und nicht herumgammelt und entflohenen Freunden nachheult.
        Als ich 21 war, war mein Sohn schon 3 Jahre alt, bei einer lieben Tagesmutti und ich bin ganztags arbeiten gegangen. Ich hatte keine Zeit für eine Lebenskrise. Meine Freunde aus der Zeit vor meinem Kind waren auch alle futsch - aber mein Gott, Reisende soll man nicht aufhalten, ich lernte im Job wieder neue Leute kennen.
        Deine Prioritäten liegen auf Durchhängen und krampfhaft Freunde suchen. Leg sie lieber auf einen gescheiten Job - wieso eigentlich nur Aushilfsjob? Willst Du die nächsten Jahre so weitermachen als ewige Regalauffüllkraft oder ähnliches?
        LG Moni

      • Einen Kindergartenplatz hat mein Sohn für nächstes Jahr. Und in meinem Fall gibt es Arbeit ohne Kindergartenplatz, ist mir ja immerhin klar, dass ich meinen Sohn nicht Daheim lassen und arbeiten gehen kann. Meine Mutter wohnt im gleichen Haus und ist aus gesundheitlichen Gründen arbeitsunfähig und übernimmt in der Zeit meinen Sohn.

        Und schön, dass du mit 21 wieder Vollzeit arbeiten gegangen bist, während dein Sohn bei einer Tagesmutter war. Ich habe für mich selbst eben entschieden, dass ich genau das NICHT möchte. Dass ich eigentlich die ersten 3 Jahre komplett bei meinem Sohn bleiben wollte um nichts zu verpassen. Jetzt suche ich mir allerdings eben auch schon vorher was. Und zu fragen ob ich denn mein Leben lang nur Regale auffüllen möchte halte ich auch für recht unverschämt. Ich suche mir einen Aushilfsjob als Übergang, für Erfahrungen, als Beschäftigung, für Geld etc. da ich noch keine abgeschlossene Berufsausbildung besitze, mich aber derzeit für eine Ausbildung 2018 bewerbe.

        • Hallo Liebes,
          du brauchst dich nicht minderwertig fühlen, weil du zu Hause geblieben bist für deinen Sohn. Kindererziehung (vor allem in den ersten 3 Jahren) ist für unsere Gesellschaft wichtig. Diese Kinder haben immer die Mutter als Sicherheit und Bezugsperson greifbar und damit einen wahren Schatz und eine gute Grundlage für ihre weitere Entwicklung. Das Urvertrauen und die gute Bindungsfähigkeit wird maßgeblich in den ersten 3 Jahren gelegt.

          Schön, dass du dich jetzt kümmern möchtest, damit du auch mal wieder "rauskommst". In 3-4 Jahren wird dein Sohn in die Schule kommen, da wäre eine Mutter, die mobil ist, sinnvoll. Den Führerschein zu machen, ist also schon ein guter Anfang.

          Das eure Ehe betrifft, scheint ihr euch durch eure Online-Aktivitäten von einander zu entfernen. Redet da drüber. Besprecht, was ihr von eurer Ehe erwartet, was ihr euch wünscht, was eingeschlafen ist, wo Wachstumsbereiche sind. Geht auch mal aus, wenn Junior schläft. Aber redet, redet redet. Das online Kommunizieren zeigt, das ihr jeder für euch Gesprächsbedarf habt, aber anstatt mit dem Ehepartner sich auszutauschen, verschenkt ihr eure wertvolle Zeit virtuellen Freunden. Auf Dauer entfernt ihr euch und lebt euch auseinander. Wirkt dagegen! Für eure Ehe und für euren Sohn. Er wünscht sich, dass seine Eltern ein Herz und eine Seele sind. Daran solltet ihr arbeiten. Besprecht das aber in Ruhe. Ohne Anschuldigungen. Sonst ist der Effekt eher marginal.

          Du bist ein Typ, der eigentlich schnell Freunde findet. Nutze diese Charakterzüge und stürz dich wieder ins Getümmel, dann wird es dir bald besser gehen und du bekommst such wieder Freude und Energie. Wenn du jetzt aktiv wirst, wirst du sehen, dass in ein paar Wochen, alles schon viel besser aussieht. ;-)

          Alles Liebe

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