Betreuung durch Oma statt Krippe

    • (1) 16.08.17 - 10:55

      Hallo ihr Lieben,
      vielleicht könnt ihr mir helfen.

      Aktuell ist das Kind noch nicht geboren.
      Aber wir machen uns langsam Gedanken darüber wie wir die Elternzeit gestalten.
      Mein Mann hofft natürlich dass wir es finanziell stemmen, dass ich 3 Jahre zuhause bleibe.
      Ich denke finanziell ist es besser wenn ich nach einem Jahr zumindest Teilzeit wieder arbeite.

      Obwohl ich es auch traumhaft fände.

      Wir hatten jetz die Idee das kleine Mäuschen nach einem Jahr Elternzeit von meiner Schwiegermutter vormittags betreuen zu lassen.
      Sie könnte zu uns kommen morgens, wenn ich zur Arbeit fahre. Und wenn ich wiederkomme kann sie fahren.

      Für uns alle wäre es eine Win Win Situation.

      Und da kam die Frage auf.

      Wenn wir ihr einen richtigen Arbeitsvertrag zur Verfügung stellen, auf 400 Euro basis.
      Und ihr das sozusagen bezahlen.
      Gibt es da irgendeine Möglichkeit dass durch Förderung oder Lohnsteuerjahresabrechnung teilweise zurück zu bekommen?

      Sie ist 50 und arbeitet aktuell Teilzeit in einer Großküche.
      Den Job würde sie ja dann nicht mehr machen.

      Da es den Eltern meines Manned finanziell nicht so gut geht, wollen wir ihr das bezahlen.
      Und für uns ist es halt sehr bequem bis der Kindergarten losgeht.

      Danke für euro Antworten

      • (2) 16.08.17 - 11:05

        Das wären dann wie viele Stunden monatlich für 400 Euro?

        (3) 16.08.17 - 11:08

        Meiner Meinung nach kannst du das steuerlich geltend machen. Aber ich denke, dass ihr bei 450 € mit dem Mindestlohn nicht hin kommt.

        Was ich bei dieser Betreuungsform immer schwierig finde: was ist, wenn ihr euch nicht mehr so gut versteht. Bist du dir sicher, dass ihr so gut klar kommt? Was ist bei Krankheit, Urlaub.... etc.pp.

        (4) 16.08.17 - 11:22

        Hallo,

        ich kann Dir nur sagen, es kommt immer anders und vorallem, als man denkt. Die Überlegung ist nicht schlecht, aber mehr als 4h tägl. würde ich dann nicht arbeiten wollen. Bei allem darüber käme für mich die Krippe in Betracht (kam sie tatsächlich auch).
        Hätte sich meine Schwiemu ausschließlich um die Kinderbetreuung gekümmert, wären wir am Ende haareraufend aufeinander los gegangen. Nicht falsch verstehen, meine Schwiemu ist toll, aber mit der Zeit entwickeln sich Eigenarten, das ist einfach so. Meine Tochter war in der Krippe sehr gut aufgehoben. Sie war unter Kindern und hat sich super entwickelt. Es war aber auch eine tolle Einrichtung.
        Wenn es den Eltern Deines Mannes finanziell nicht so rosig geht, wird es mit 450 Euro Kinderbetreuung nicht besser, zumal sie einen Job aufgibt und nach ein oder zwei Jahren komplett ohne Job da steht, in dem Alter. Nein, die Überlegung würde ich streichen.

        LG

        • ich persönlich würde auch eher einen Krippenplatz suchen. Aus den schon genannten gründen und weil es doch eher mal Ausfallzeiten gibt, wenn man sich auf eine Person verlässt. In den ersten Monaten in der Krippe muss man mit vielen Krankheitstagen rechnen und da würde ich dann an eurer Stelle gerne auf die SchwiMu zurückgreifen, damit man selbst arbeiten gehen kann.

          Ich finde es bürdet der Oma zu viel auf, denn sie wird auch kommen, wenn sie sich mal nicht so fühlt, weil sie weiß dass du arbeiten musst.

          Arbeiten an sich kann ich nur empfehlen, ich habe ab dem 10 Monat meinen ersten Arbeitstag herbeigesehnt, da mich die Beschäftigung alleine mit einem 10 Monate altem Baby plus Müttern in Kursen und Spielplätzen geistig total unterfordert hat. Aber da ist jeder anders.

          • >>>In den ersten Monaten in der Krippe muss man mit vielen Krankheitstagen rechnen und da würde ich dann an eurer Stelle gerne auf die SchwiMu zurückgreifen<<<

            Die Schwiegermutter ist doch selbst berufstätig.

      (11) 16.08.17 - 11:56

      Da sie das Kind betreut, während Du Deiner Teilzeitstelle nachgehst, würde sie ja auch Teilzeit bei Dir sein.
      Und Du willst da "nur" einen Minijob draus machen, obwohl sie dafür ihre jetzige Tätigkeit aufgibt?
      Nach win/win liest sich das nicht, jedenfalls nicht für Deine Schwiegermutter.

      Ich kann verstehen, dass die Idee verlockend ist, aber m. M. ist sie nicht ganz durchdacht.

      Wenn die Großmutter 5 x 4h/Woche bei Euch arbeitet, bekommt sie gerade mal 5 Euro/h und Du schreibst ja, sie wären auf ihren Job angewiesen.

      Zudem habt Ihr dann ein Problem, wenn sie ausfällt und sie sitzt in absehbarer Zeit ohne Job da, wenn Euer Kind in den Kindergarten kommt...

      LG

    (14) 16.08.17 - 12:12

    Deine Schwiegermutter kommt bei der Sache sehr schlecht weg.
    Jetzt arbeitet sie Teilzeit, den Job müsst sie aufgeben um euer KInd zu betreuen. Doch was, wenn euer KInd in den Kindergarten kommt? Dann steht sie als über 50jährige ohne Job da, und dass obwohl sie doch auf das Geld angwiesen ist...
    Und mit 400 € werdet ihr sie kaum angemessen bezahlen können, bei mind 20 Stunden die Woche.

    Gerade weil es den Eltern deines Mannes finaziell nicht so gut geht, würde ich davon Abstand nehmen.

    • (15) 16.08.17 - 16:53

      ich stimme dir zu!

      was mir an dieser rechnung noch fehlt ist, was wird die mutter verdienen?
      es bringt ja auch nichts, wenn sie ihr verdientes geld gleich der schwiemu in die hände drückt.
      auch sehe ich großes potential, für streitereien, was dann die haushaltsführung (kind essen machen und hinterher wieder sauber machen) angeht.

      ich würde mein kind auch in eine kita bringen.

      die betreuung ist gesichert, es kann mit anderen kindern spielen und sollte auch weniger als 400€ kosten.

      es bringt niemanden was, wenn oma nach 2-3 jahren arbeitslos ist.

(16) 16.08.17 - 12:27

Ich persönlich halte das Ganze nicht für eine Win-Win-Situation.
Für die Großmutter, die ihren Job aufgeben muss, ist es nach dem das Kind in den Kindergarten gekommen ist, nur ein tiefes Loch, in das sie fallen wird.

Natürlich verstehe ich, dass es dir lieber ist, wenn das Baby oder dann Kleinkind mit einem Jahr von einer ihm nahestehenden Person betreut wird. Aber bedenke bitte dabei auch, dass die Großmutter ihre Rentenansprüche verliert für diese Zeit oder Sie mit diesem doch recht kleinen Lohn in Höhe von 400 € selbstständig in die Rentenkasse einzahlen müsste. Sie ist erst 50 Jahre alt und wird nach den 2 Jahren nichts mehr haben.

Wie sieht es denn die Großmutter selbst?

Wie regelst du es, wenn die Großmutter erkrankt, du aber zur Arbeit gehen musst? Hast du den Lohn verglichen, den die Großmutter derzeit in ihrem Teilzeitjob bekommt?

(17) 16.08.17 - 12:30

Hallo
Wie stellst du dir denn Teilzeit in Zahlen vor?
So wie du schreibst würde ich jetzt täglich ein paar Stunden vermuten. Was daran eine "Win Win" Situation wäre sehr ich ehrlich nicht. Die Oma würde ihren Job aufgeben und einiges weniger bekommen und nach Ende dieser Tätigkeit mit nicht mal Mitte 50 doof da stehen. Ihr selbst würdet, zumindest wenn ich mir die Preise hier anschaue, mehr zahlen als für einen Krippen Platz im Umfang von ein paar Stündchen täglich.

LG

Hallo
es ist keine win win Situation.

Wenn ihr sie bezahlen müsst, müsst ihr den mindestenslohn bezahlen, der liegt ja nach ort bei mindestens 8,50 brutto. Da deine Schwiegermutter dann über 450 € bekommt könnt ihr keinen 450 euro Job mehr machen sondern müsstet sie wenn es wirklich eine win win Situation gibt sie anstellen. Dann kommen zu den 8.50 noch die Arbeitgeberabgaben und der Urlaub sowie die lohnforzahlung dazu.,

(25) 16.08.17 - 12:41

Ich würde mich beim Arbeitsamt informieren. Ich habe mal gehört, dass wenn Sie registriert ist und eine Haftpflichtversicherung hat, kann sie offiziell als Tagesmutter für euch arbeiten. Sie kriegt dann einen Teil des Gehaltes von euch und einen Zuschuss vom Arbeitsamt. Ihr verliert dann aber logischerweise euren Anspruch auf eine Betreuung!

Ich würde aber an ihrer Stelle die alte Arbeit nicht aufgeben und das betreuen von euch nebenbei machen, wenn es irgendwie geht!

Ansonsten könntet ihr sie als gelegentliche Babysitterin einstellen! Wenn ihr einen richtigen Vertrag macht und per Überweisung zählt, könnt ihr es von der Steuer absetzen. Natürlich müsste sie es als Einkünfte bei der Steuererklärung angeben!!

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