Mit den Kindern über die Krankheit/Tod der Uroma reden! Wann und Wie??

    • (1) 05.09.17 - 09:08

      Hallo zusammen,

      ich bin mir nicht sicher ob es hier richtig rein passt, aber ich möchte auch nicht in Trauer und Trost.

      Wir haben die schlechte Nachricht bekommen, dass meine Oma (also die Uroma meiner Kinder) erneut Lungenkrebs hat.Er ist nicht mehr operabel, eine Chemo kommt auch nicht in Frage.

      Jetzt bin ich zusätzlich zum eigenen Empfinden völlig überfragt ob und wie ich es meinen Kindern sage. Da die Uroma bei meiner Mutter mit im Haus wohnt, ist unser und der Kontakt der Kinder zu Ihr gut.

      Wie und wann rede ich mit Ihnen? Die Jungs sind fast 10 Jahre und 6,5 Jahre.. Warte ich bis Sie es selbst bemerken? Der einzig falsche Weg scheint mir zu sein, gar nichts zu sagen. Ich kann es Ihnen doch nicht verheimlichen.

      Sie baut schon zusehends ab, hat mit Atemnot, Bluthusten, Müdigkeit etc zu kämpfen. Niemand weiss wie lange sie noch bei uns bleiben darf.

      Hat jemand einen Rat für mich?

      LG
      Silke

      • Als ich anfiel den Text zu lesen dachte ich sie wären noch sehr jung. Aber im Alter deiner Kinder kannst du ihnen das doch sehr gut erklären. Meine Kinder sind 4 und 7 und sind schon etliche Male der Demenz ihrer Uroma begegnet und der Manisch-Depressiven Phase ihrer Oma. Sie verstehen mehr als wir denken. Erkläre ihnen das Uroma unheilbar erkrankt ist und die Ärzte keine Heilmittel mehr dafür haben. Sie bald sterben wird und es für sie eine Erlösung sein kann. Da es so kein schönes Leben mehr für sie ist. Verheimliche es nicht, deine Kinder sollen die Chance haben sich darauf vorzubereiten und sie auf ihrer Weise zu verabschieden. Ich musste meinen die Demenz sowie Depressionen ebenso erklären. Wir haben noch zwei Uromas auch sie werden wohl in naher Zukunft sterben. Oma war auch monatelang mal in der Klinik. Sie sind gut damit zurecht gekommen, wenn man sie da nicht ausschließt, sie aber natürlich auch nicht zu sehr überfordert mit dem Thema und es nur noch zum Lebensmittelpunkt macht. Der Tod gehört genauso zum Leben dazu wie die Geburt, man sollte es nicht zum Tabuthema machen. Umso schwerer fällt es ihnen später damit umzugehen. Viel Kraft für das was noch vor euch liegt! LG Ella

        (3) 05.09.17 - 09:45

        Ach je, deine Kinder sind ja schon "groß", da würde ich ganz normal mit ihnen drüber reden...nichts verheimlichen und nichts beschönigen. Einfach klare Fakten schaffen. Auch was die nächste Zeit betrifft (zB ob die Uroma zu Hause sterben darf; Krankheitsverlauf usw; Wesensveränderung durch starke Medikamente)

        Ich bin schon so aufgewachsen, das der Tod kein Tabuthema war. Das es völlig normal ist, das Menschen sterben und ja in der Tat, das Sterben auch eine Erlösung sein kann....und das ist bei Krebs am Ende ja nun wirklich. Oder auch das der Tod ganz plötzlich zuschlagen kann, auch bei Kindern (mein Freund ist damals mit 5 ertrunken). Meine Eltern haben mich ganz selbstverständlich durch diese Situationen gebracht. Sie haben einfach mit mir ganz vernünftig geredet. Und wenn sie selber durch einen plötzlichen Tod geschockt waren, dann haben sie das auch so gesagt.

        Ich fand das immer toll, das sie mit so "normal" gesprochen haben, auch schon sehr früh und genauso handhabe ich das bei meiner Tochter. Ich sehe aber klar den Unterschied. In der Familie meines Mannes lief es nicht so, er hat bis heute große Probleme im Umgang mit dem Tod.

        Ich würde es ihnen einfach erklären. Am Anfang deines Textes dachte ich, deine Kinder sind noch sehr klein. Aber in dem Alter können sie das doch schon verstehen. Ich kann mich selbst erinnern, dass es in unserer Familie zu mehreren Todefällen kam und mir hat man es damals ganz normal erklärt.

      • Huhu,

        sofort, ehrlich und ohne kitschigen Schnickschnack.

        Erkläre die Krankheit, es gibt auch gute Kinderbücher zu diesen Themen und mache deutlich, dass die Uroma wahrscheinlich bald sterben wird. Erkläre den Tod wenn da noch Bedarf besteht und sei für alle Fragen offen.

        Ich wünsche euch allen viel Kraft.

        Lg

        Andrea

        Hallo,

        danke euch allen für eure Antworten. Ihr habt Recht, meine Kinder sind nicht mehr so klein.

        Mich überfordert das gerade nur etwas. Einmal ist immer das erste Mal, oder wie heisst es? Beim Tod meiner Grossväter war ich gerade mal Anfang zwanzig, da musste ich das nur mit mir selber ausmachen und keinen Kindern erklären.

        Ich denke ich werde es Ihnen am Wochenende sagen, wie es ist. Bis dahin habe ich die Nachricht besser verdaut und der Grosse hatte eine schöne Klassenfahrt (fährt morgen früh).

        LG
        Silke

      • Leider kann ich Dir aus aktuellem Anlass berichten.
        Am Mittwoch ist mein Schwiegervater ganz plötzlich verstorben, mein Mann hat ihn tot im Haus aufgefunden. Heute nachmittag ist die Beisetzung.
        Meine Söhne, fast 9 und 13, standen direkt neben mir, als mein Mann mich anrief. Mein Mann hat zwar noch RTW und Notarzt angerufen, aber es war zu spät. An meiner Reaktion bekamen die Jungs mit, das etwas Schlimmes passiert war. Dem Großen sind Tod und Beerdigungen geläufig, er ist Messdiener und da muss man halt auch mal bei unschönen Dingen sein Amt verrichten. Das heisst nicht, dass das spurlos an ihm vorbeigeht, aber er ist halt schon groß und sehr erwachsen für sein Alter. Und hat auch schon oft mitbekommen, dass alte Leute oft schwer krank sind und erst lange leiden müssen, bis sie sterben. Mein Schwiegervater war morgens noch einkaufen und hatte sich sogar noch Kuchen für nachmittags mitgebracht. Ihm ging es also anscheinend morgens noch richtig gut. Und für unseren Großen ist es Trost, dass Opa nicht krank war und bis zum Schluß gut gelebt hat.
        Der Kleine war da etwas anders. Leider hat er von allem mehr mitbekommen, als eigentlich für einen 8jährigen gut ist. Aber ist sehr interessiert und fragt viel. Nicht gerade nach dem "Warum musste Opa sterben", aber so das ganze drumherum um die Beisetzung interessiert ihn. Das ist wohl seine Art, das zu verarbeiten. Da meine Schwiegermutter seit Anfang letzter Woche im KH ist und dadurch auch nicht da war, als ihr Mann starb und heute auch nicht an der Beisetzung teilnehmen kann, mussten mein Mann, seine Schwester, mein Schwager und ich die ganze Organsiation der Beisetzung selber in die Hand nehmen. Und dadurch hat unser Kleiner viel mitbekommen, viel gefragt und hat auch zu allem eine Antwort bekommen. Meine Mutter, die mit bei uns im Haus wohnt, war auch in den letzten Tag eine gute Ansprechpartnerin für ihn. Das war auch ganz gut, da sie zwar auch geschockt ist vom plötzlichen Tod meines Schwiegervaters, aber doch nicht so eng einbezogen und das Ganze mit einem gewissen Abstand betrachten kann. Mal schauen, wie es dann heute nachmittag mit ihm ist. Er ist darauf vorbereitet, dass wir nach der Kirche in die Trauerhalle gehen und das da der geschlossene Sarg mit einem Bild vom Opa steht. Und alles weitere werden wir dann sehen.
        Ich würde an Deiner Stelle mit den Kindern in Ruhe reden, dass die Uroma schwer krank ist und sicherlich nicht mehr lange zu leben hat. Und dass es für die Oma vielleicht besser ist zu sterben, als lange zu leiden. Es ist bestimmt schwer, die Kinder auf so eine Situation vorzubereiten. Aber so plötzlich wie bei uns jetzt....ne, da hätte ich meine Jungs schon lieber drauf vorbereitet.
        Ich wünsche Euch alles Gute und viel Kraft und vor allem wünsche ich Deiner Oma, dass sie nicht lange leiden muss.
        LG
        Elsa01

        • (8) 05.09.17 - 10:34

          Ich habe das gerade erst mit der Klassenfahrt gelesen. Die würde ich auf jeden Fall abwarten und dem Jungen nicht die Fahrt verderben.

          • Hallo Elsa01,

            mein Beileid zum Tod deines Schwiegervaters. So plötzlich jemanden zu verlieren, ist glaube ich das schlimmste Erlebnis.

            Die Klassenfahrt warte ich auf alle Fälle ab. Ich werde erst am Wochenende mit den Jungs reden und Ihnen erklären wie krank Uroma wirklich ist.

            LG
            Silke

      (10) 05.09.17 - 12:00

      ..ich denke, ich würde es auch sagen.
      Vielleicht keine Familienrunde einberufen, damit es nicht zu belastend wird.

      Vlt. könnten dein Mann und du beim Essen damit anfangen? (ja.... man redet am Tisch nicht über Krankheiten) und so das Thema erstmal nur streifen? Quasi: Schatz, der Uroma geht es wieder schlechter - hat dich Oma angerufen? Der Krebs ist wieder da. Sie ist nicht gut beieinander.... und dann die Kinder ins Gespräch einbeziehen. Vlt. auch fragen ob sie wissen, was für eine Krankheit das ist. Und es dann ein bisschen setzen lassen.

      Und dann ein klein bisschen später (so viel Zeit bleibt ja ggf .nicht) halt wirklich mal zusammen sitzen, erklären, dass die Oma ganz stark krank ist. Dass man damit rechnen muss, dass sie nicht mehr lange da ist. Und mit den Kindern besprechen, wie man mit dem Thema gerne umgehen möchte. Wer will es einfach verdrängen, wer will mehr wissen, wer fühlt sich unwohl und möchte gerne erfahren, wie er nun auf die Uroma zugehen soll? Weiss die Uroma, dass es so ernst ist, soll man sie schonen oder es ansprechen - oder das Thema vor der Uroma nicht erwähnen? Gibt es etwas, was jemand noch ganz dolldringend zur Uroma sagen möchte? Ihr etwas geben? In welchem Rahmen...

      Die Frage danach, wie die Kinder damit umgehen möchten, ist nicht dumm. Manchmal ist man sogar als Erwachsener froh zu erfahren, was von einem "erwartet" wird. Ob man es offen anspricht oder besser nicht, ob man etwas schenken soll, Das heisst ja nicht, dass man es dann so machen muss wie die Kids das richtig finden. Aber es öffnet den Raum um zu besprechen, was ggf. no-gos sind....Diese Unsicherheiten anzusprechen und etwa aufzuzeigen, was gesellschaftlich praktikabel ist, ist sicher auch hilfreich.

      Ich finde, meine Kinder verkraften grosse Themen besser, wenn wir sie zuerst eher beiläufig anschneiden und so die Kinder mal zuhören lassen. Nicht weil das Thema nicht wert wäre es gross zu machen - aber einfach damit es nicht so ein Schock wird.

      Hallo!

      Ich habe mir die anderen Antworten jetzt nicht durchgelesen, würde dir aber trotzdem gerne antworten:

      Ich bin Fachkrankenschwester für Pallitivpflege. Aus Erfahrung kann ich dir sagen, dass die meisten Kinder mit schweren Krankheiten und dem Sterben gut umgehen können. Meistens sogar besser als Erwachsene. Sie stellen oft ganz rationale und einfache Fragen und sind weniger emotional hinsichtlich der Krankheit. Wenn sie beispielsweise selbst betroffen sind, wird nur selten die Frage "warum gerade ich?" o.ä. gestellt.

      Das gilt natürlich nicht für alle Kinder- DU kennst dein Kind aber am besten und wirst wissen, ob es mit der Situation umgehen kann.

      Ich finde es oft sehr schade, wenn Leiden, Krankheit und Sterben so aus der Gesellschaft verbannt werden. Das gehört leider Gottes zum Leben dazu. Und man nimmt sowohl den Kindern als auch den erkrankten Betroffenen Chancen- die Chance sich zu verabschieden, den anderen nochmal zu sehen, Dinge zu sagen, die einem wichtig sind... auch für die Betroffenen ist es oftmals schlimm und sie fühlen sich isoliert. Und Kinder geben ja nicht nur kranken Menschen Hoffnung und Zuversicht...

      Es gibt Situationen, beispielsweise wenn der Körper durch die Krankheit sehr gezeichnet ist und sich stark verändert hat, da muss man wirklich überlegen, ob man Kindern so einen Anblick zumuten kann und will. Wenn die Kinder Schwierigkeiten bekommen, ihre Uroma auch als solche noch zu erkennen- z.B. bei starker Abmagerung, Aufdunsung durch Ödeme oder Medikamente, Veränderung der Hautfarbe... Auch das kannst nur du entscheiden. Deswegen würde ich auch nicht zu lange warten es deinen Kindern zu sagen. Falls sie den Wunsch äußern, die Uroma zu besuchen!

      Du wirst sicherlich im Krankenhaus Unterstützung finden- die Pflegenden, der behandelnde Arzt, Psychoonkologen. Schilder ihnen dein Anliegen, du wirst bestimmt Beratung und Hilfe bekommen.

      Ich finde es immer wichtig, einen "guten" Tag (hinsichtlich der Tagesform) für Besuche von Kindern zu erwischen. Wenn die Uroma starke Schmerzen hat und nur am Spucken ist, hat ja keiner wirklich was von dem Besuch.

      Ich hab jetzt so viel über einen möglichen Besuch geschrieben, aber dir ging es ja eigentlich erstmal "nur" um das Mitteilen der Krankheit.
      Du schreibst, dass ihr guten Kontakt habt. Da finde ich es persönlich besonders wichtig, mit den Kindern ehrlich zu sprechen. Es gehört zum Leben dazu. Und wenn es wirklich absehbar ist, dass die Erkrankung zum Tod führen wird, dann tendiere ich dazu, so früh wie möglich mit ihnen zu reden!

      Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft für die nächste Zeit!

      (12) 05.09.17 - 14:27

      Hallo,

      Das tut mir Leid, auch für Dich! Scheisskrebs…

      Mein Ältester hat mitbekommen, als meine Mutter (auch an Krebs) gestorben ist, da war er keine 4 aber es ist irgendwie immer präsent in der Familie. Ihm hat glaube ich geholfen, in dem Sinne das es ihn beruhigt, zu wissen, dass es seiner Oma nicht gut ging am Ende, und dass der Tod im Fall einer schweren Krankheit auch eine Erlösung sein kann. Ich habe es natürlich nicht so „brutal“ ausgedrückt, aber schon dass es ihr „jetzt besser geht da wo sie ist“. Wir benutzen in unserer Familie das Bild vom „im Himmel sein“, was für die Kinder aber ehrlicherweise für mich auch beruhigend ist … ich empfinde das ein wenig wie das einer Grabstelle, die ja hauptsächlich ein Ort ist für die Überlebenden … wenn der Himmel mal wieder ganz besonders schön ist, lächel ich einmal in Richtung nach oben und denke, dass meine Mutter das ganz besonders schön finden würde… Aber das muss jede Familie, jede Person, mit sich selber entscheiden.
      Was die Ansage an deine Kinder geht, würde ich allerdings, im Gegensatz zu vielen anderen Meinungen die ich jetzt eben gelesen habe, nicht unbedingt gleich vom wahrscheinlich baldigem Tod reden. Ich würde ihnen erstmal die Nachricht der Krankheit geben, vielleicht mit ein paar praktischen Elementen (nicht so laut sein wenn die Uroma sich ausruht, mit den für die Kinder sichtbaren Symptomen, etc.). Wenn sie fragen, ODER sonst vielleicht etwas später (nach einem baldigen Besuch) dann sagen, dass die Krankheit sehr schwer ist und man nicht wirklich was machen kann, so dass es wahrscheinlich ist, dass die Uroma daran sterben wird. Aber das ist meine Meinung, ich weiss nicht, wie andere u Du das sehen…

      LG, Anna

      (13) 06.09.17 - 12:16

      Hallo.

      Unser Sohn war acht, als sein Opa verstarb. Er hatte auch Lungenkrebs und dann noch Speiseröhrenkrebs. Es hat ein gutes halbes Jahr gedauert, bis er verstorben war. Wir haben es erst spät erfahren, da er uns damit nicht belasten wollte. Er war mehr in der Klinik als zuhause. Aber sein Zustand verschlechterte sich auch täglich. Wir waren ihn wöchentlich besuchen und haben es unserem Sohn freigestellt mitzukommen. Er wollte fast immer mit. Und ich denke, das war auch der richtige Weg, um es zu verstehen, warum er gehen muss. Er stellte auch viele Fragen, die wir weitestgehend beantworten konnten/wollten. Wir haben ihm auch erzählt, wie wir uns fühlen. Und dem Opa tat es auch gut, dass er meistens mit kam (ist sein einziger Enkel). Er hat dann auch den Tod verstanden. Er meinte, es ist besser, das Opa jetzt im Himmel ist. Jetzt hat er keine Schmerzen mehr und er sah auch so kraftlos aus. Selbst die Beerdigung hat er ganz gut gemeistert, er durfte sogar eine Taube fliegen lassen.

      Also ich würde sagen, erzähl den Kindern, wie es um die Uroma steht. Versuch möglichst alle Fragen zu beantworten. Vielleicht könnt ihr auch über die Krankheit reden, was da passiert und der Körper immer schwächer wird. Vielleicht auch über deine Gefühle, wie du es empfindest. Dann haben die Kinder auch keine Angst, sich zu öffnen und können ganz gut damit umgehen.

      Alles Gute und viel Kraft noch für die kommende Zeit.

      LG

      Meine Kinder waren 1 und 3,5 als meine Oma starb. Bei ihr war es Brustkrebs der gestreut hatte, sie wollte keine Chemo oder sonstige Therapie (verständlich, sie war 86 und hatte mit knapp 80 schon eine Niere entfernt bekommen wegen eines bösartigen Tumor und mit um die 60 eine OP wegen Gebärmutterhalskrebs, jeweils ohne weitere Therapien, jedes mal früh gefunden und operiert). Dem Großen habe ich schon damals erklärt was in den nächsten Wochen passieren wird und warum und auch das der Tod eben zum Leben dazu gehört, das jeder irgendwann stirbt usw.
      Bei der Oma meines Mannes waren die beiden dann 6 und 8,5. Die Oma ist mit 93 einfach am Alter gestorben. Über lange Zeit baute sie eben langsam ab was die Kinder ja auch merkten. Da hat der Große selber einige Wochen bevor sie starb nach einem Besuch gefragt "Mama, Uroma stirbt bald, oder? Ich glaube die kann einfach nicht mehr"
      Und beim Uropa waren sie jetzt 8 und 10,5. Der starb trotz seiner knapp 96 doch recht plötzlich. Da hatte keiner so mit gerechnet. Außer einer Demenz war er fit. Freitags mittags war er nicht gut drauf, als würde er was ausbrüten, aber kein Fieber und nichts. Samstag unverändert, Sonntags wollte er nicht aufstehen und im Bett bleiben, Montag morgens war er Tod. Auch da gab es für die Kinder keine Vorbereitung. Denn wir Enkel wurden Sonntag Abend angerufen das der Arzt da war und denkt das Opa sterben wird (eben auch einfach ausgelebt, die Organe wollten wohl nicht mehr von jetzt auf gleich, lange genug gearbeitet) Da lagen die Jungs schon im Bett. Und Montags morgens klingelte um halb 6 das Telefon. Da war er schon gestorben. Für ihn schön, ohne Qual, ohne Schmerz.....nur wir waren alle etwas überrumpelt auch wenn er schon so alt war.
      Auch das haben beide ganz gut aufgenommen.
      Allerdings bei der Beerdigung, was wir nicht bedacht haben......Oma starb ja vor 2 Jahren und die beiden haben sich ein Tiefengrab gekauft damals. Und als wir jetzt ans Grab kamen guckte mein kleiner Sohn mich mit großen Augen an "Stapeln die den Uropa jetzt auf Uroma drauf??? Die liegt doch auch da!!!"......"Pssst! Erklär ich dir später!" Also beim erklären einer Beerdigung auch an Dinge denken die für uns einfach dazu gehören, die für ein Kind aber befremdlich sein können.

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