Wenn Frau die Elternzeit abbricht. ..

    • (1) 10.09.17 - 11:31

      Angelehnt an das Thema unten:
      Mir kommen da gerade eigene Erfahrungen in Erinnerung, als ich mich sus beruflichen Gründen entgegen der vorherigen Planung nach Kind drei gegen Elternzeit entschieden habe.
      Das wurde von meinem Umfeld durchaus kritisch gesehen und oft mit Unverständnis bis hin zu persönlichen Angriffen, kommentiert.
      Gerade erlebe ich es bei meinem Patenkind: 25, gerade fertig mit dem Studium, Kind 2 Monate, sie hat ein tolles Jobangebot, ihr Mann hat 6 Monate Elternzeit genommen.
      Nach den 6 Monaten ist dann eine Kitabetreuung geplant.
      Sie war so glücklich über das Angebot, bis die Stimmen von außen kamen , Mutter gehört zum Kind, wenigstens 1 Jahr kann man doch wohl zu Hause bleiben, Jobangebote kommen und gehen, welche Mutter stellt ihre Karriere übers Kind?
      Dass sie damit aber die finanzielle Grundlage für die Familie schafft, bleibt völlig außen vor.

      Wie sind da eure Erfahrungen bzw. Meinungen?

      • (2) 10.09.17 - 11:56

        Hallo,
        also ich kenne das nicht als Problem- vermutlich ist mein Umfeld einfach entspannt.
        Das heißt es unisono:
        Macht es so, wie es für euch passt.
        Solche heftigen Schwarz-Weiß-Debatten sehe ich eher hier im Internet.

        Lg und deinem Patenkind viel Freude und Erfolg im neuen Job!
        Wie schön, dass das so gut für sie geklappt hat!

        Hallo, meine persönliche Meinung: Sie hätte lieber nach dem Studium ein super Jobangebot angenommen, hätte sich beruflich etwas aufgebaut und wäre DANN an die Familienplanung herangegangen - in Ruhe und mit Zeit.
        Ich halte so frühe Fremdbetreuung nicht für gut.
        Es ist durchaus okay, wenn Frau gleich wieder einsteigt, sofern der Papa dann 2 Jahre beim Kind bleibt - meine Meinung.
        VG

        Hallo

        Also ich finde es in Ordnung, solange es dem Kind passt und es trotzdem genug Liebe bekommt. Ich bin auch nicht 1 Jahr voll beim Baby, dafür macht mein Mann Home Office. Bei mir im Umfeld hat das bis auf meine Mutter niemand gestört. Ukd meine Mutter ist halt so, aber ich kenne es ja nicht anders ;)

        Und sowieso, wieso müssen sich denn alle von aussen hinein mischen?! Naja ist halt so...

        lg nic.ole.

        • Das Problem ist nicht Liebe die haben glaub ich alle Mütter. Ich sehe inzwischen Zeit und Geduld als den Knackpunkt. Unser kleiner ist gerade drei und will alles lernen und entdecken. Ihm genug Liebe zu geben ist kein Problem aber im Alltag genug Zeit zu haben wenn er sich selber anzieht, er dem v
          Bagger auf dem weg vom Kindergarten heim zuschauen will. Ich sehe bei vielen Müttern da viel zu viel Hektik und Ungeduld und auch muss oft tief durchatmen.

      Bei uns im Bekanntenkreis haben ein8ge Vaeter komplett allein oder den Hauptteil der Elternzeit genommen. Jede Familie muss das fuer für sich richtige finden. Mein 1. Kam nach dem Mutterschutz in die Krippe. Habe fuer much das richtige getan. Sehr kleine persoenliche Einrichtung. Musste nur teils anhoeren. Oh dann stillst du nicht? Habe nachher doppelt solange gestillt wie die andere Mutter. Deine Nichte wird das richtige tun.

    • Ich w

      • Ich wohne in der Schweiz und hier ist es normal, dass Mütter nach EZ (3 Monate!!!!!) wieder einsteigen. Und ehm für Papa gibt es wenn man Glück hat 2 Wochen bezahlte EZ!

        Also .. hier ist das absolut normal, dass man wieder arbeitet. Oft arbeiten Mütter halt nur noch Teilzeit, evtl Partner auch und teilen sich das auf.

        Rechtfertigen muss man sich hier also nicht.

        • (9) 10.09.17 - 20:25

          Gerade was das gewollte frühe Wiedereinsteigen betrifft, kommt hier in der Schweiz tatsächlich kaum Kritik, weil die Alternative wäre, den Job aufzugeben.
          Viele Frauen sparen den Urlaub oder hängen unbezahlten Urlaub an, falls dies möglich ist. Im Regelwerk meines Arbeitgebers ist auch festgehalten, dass die Abwesenheit nach Geburt 6 Monate nicht übersteigen soll - also darüber hinaus wird nichts bewilligt.

          Ich habe nach dem 1. Kind 6 Monate Pause gemacht und das wurde eher als lang angesehen. Von daher kenne ich die Probleme der TE auch nicht. Beim zweiten werden es übrigens 24 Wochen - 14 Mutterschaftsurlaub und 10 Wochen Urlaub, den ich die letzten 3 Jahre angespart habe.

          • Uiuiui da sind wir in Deutschland wieder mal verwöhnt was? Das könnte ich mir so gar nicht vorstellen...

            Wieviele tage urlaub hast du dann im jahr, wenn du dir in 3 jahren 10 wochen ansparen konntest? Das wäre bei mir beim zweiten kind schon wegen der kita-schliesszeiten gar nicht möglich, da brauch ich ja schon mind 5 wochen urlaub...

            Respekt! LG Bianca

            • (11) 11.09.17 - 08:15

              Gesetzlich sind 4 Wochen festgeschrieben, ich hab das grosse Glück, 5 Wochen zu haben.
              1. Jahr hab ich 2 von 4 gespart
              2. Jahr 2 von 5
              3. Jahr (jetzt) 2 von 5
              Nächstes Jahr wenn das Baby kommt krieg ich wieder 5, davon nehm ich 4 gleich im Anschluss...
              Mein Mann und ich hatten in diesen 3 Wochen auch nur 3 oder 4 Wochen gemeinsam Urlaub, der Rest war versetzt. Kita nutzen wir nicht (da schweineteuer) und meine Mutter passt auf. Aber auch die macht mal Urlaub, da muss auch immer einer von uns Urlaub nehmen.

              • Alter Falter!!!!

                Respekt Euch!

                Und alles Gute!

                Liebe Grüsse
                Bianca

                • (13) 11.09.17 - 16:07

                  Haha danke für deine Worte! Ehrlich gesagt ist es aber so, dass ich ja nur unser System kenne und mir selbst nicht so benachteiligt vorkomme. Ich wurde quasi in dieses System und die zugehörige Mentalität hineingeboren ;-)
                  Man darf wohl nur nicht zu sehr vergleichen...

                  Auch liebe Grüsse an dich

                  • Hallo,

                    Ich bin auch schweizerin aber diesen Februar ausgewandert nach Deutschland.
                    Mein kleiner kam im juni17 auf die Welt.

                    Zum Vergleich; es gibt vor und Nachteile. Viele sache finde ich ist in DE besser geregelt und andere sachen würde ich sagen finde ich in der Schweiz besser.
                    Aber man kann es sowieso nie allen recht machen;).
                    Und in der Schweiz muss man halt auch Hammer Glück haben mit dem AG auch vom man seiner seite.... so ein Mittelweg von beiden Länder würde ich Top finden.


                    Glg

        Ich wohne auch in der Schweiz und kann dir voll zustimmen. Bei uns in der Umgebung kenne ich auch niemanden, der sein Kind in eine Kita gegeben hat. Bei uns gehen die Kinder mit 3 in die Spielgruppe 2 mal die Woche und mit 4 in den Kindergarten.

        Bei meinem Arbeitgeber gibt es einen GAV (Gesamtarbeitsvertrag). Dort ist alles geregelt.

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