Beerdigung und Geburtags an einem Tag, finde nur ich das makaber?

Hallo,

ich möchte mal eure Meinung zur oben gestellten Frage hören ;-).

Die Oma meines Mannes (wird 88) hat am Donnerstag Geburtstag, da die meisten berufstätig sind, hat sie die Feier auf Samstag 16.09. um 15:30 Uhr gelegt. Gefeiert wir in einem kleinen Cafe, da sie im betreuten Wohnen ist und dort nur 1 Zimmer hat. Soweit so gut.

Nun ist Ende August der Stiefopa meines Mannes plötzlich verstorben. Wir hatten sehr wenig Kontakt, aber natürlich ist es traurig und wir gehen selbstverständlich zur Beerdigung. Diese ist aber nun auch am 16.09. um 11 Uhr #schock.

Laut Aussage meiner Schwiegermutter (ihre Mutter feiert an diesem Tag den Geburtstag!) ging es nicht anders, sie wollten keinen Termin in der Woche, da alle hätten Urlaub nehmen müssen. Kann ich einerseits verstehen, aber ich kann doch die Beerdigung meines Schwiegervaters nicht auf die Geburtstagsfeier meiner eigenen Mutter legen #aerger.

Ich persönlich finde das total makaber, um 11 Uhr trauern wir und um 15:30 Uhr sollen alle fröhlich sein. Klar ist der Geburtstag einer 88jährigen keine Party, aber das geht einfach nicht. Mein Mann meint das ist nunmal so #kratz.

Wie sehr ihr das? Liege ich so falsch damit zu sagen, dass ich das unangebracht finde?

Lg Annika

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Ich finde schon, dass das geht.

Bei uns waren die Beerdigungen von Oma & Opa natürlich traurig, aber der Leichenschmaus danach eigentlich immer recht gelöst. Aus diesem Grund sollte eine Geburtstagsfeier einer 88-jährigen möglich sein.

Und ich finde auch nicht, dass man diese verschieben sollte, denn gesundheitlich kann ja auch schnell was sein.

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Es geht mir ja auch eher darum, die Beerdingung zu verschieben, nicht den Geburtstag. Dann müssen sich eben alle Urlaub nehmen, ich denke das verlangt auch der Anstand, dass man da auch an einem Wochentag auftaucht. Aber das sehe wohl nur ich so #schmoll.

Trotzdem danke für deine Meinung.

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Auch das finde ich Quatsch in Anbetracht der geschilderten Tatsachen!

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Naja ich denke dein Mann hat recht. Es ist jetzt nunmal so. Es klingt so als ob der Geburtstag schon lange geplant war. Und die Beerdigung auf einen Samstag legen macht ja schon Sinn, dass alle kommen können.
Also ich denke für die Oma ist es vielleicht etwas traurig, wenn alle im schwarz kommen, aber wenn es für sie kein problem ist, würde ich mich als Gast auch nicht daran stören.

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Ja, gerade weil der Geburtstag so lange geplant war, finde ich man hätte die Beerdigung anders legen können. Und wenn ein mir nahestehender Verwandter verstirbt, dann nehme ich dafür auch Urlaub. Meiner Mutter mit 88 zuzumuten, dass alle in schwarz kommen, bzw. von einer Trauerfeier auf eine Geburtstagsfeier umzuschwenken finde ich unangebracht, aber gut.

Danke für deine Meinung ;-)

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Also ihr hattet sehr weinig Kontakt zum Verstorbenen und habt ein Problem mit der Feier der Oma danach? Ich finde das sehr überzogen.

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Ich habe ein Problem damit, ja. Ich würde die Beerdigung meines Schwiegervaters nicht auf die Geburtstagsfeier meiner eigenen Mutter legen, sorry #contra.

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Gut, dann hast Du ein Problem, dann frag hier nicht nach Meinungen. Ich finde es überzogen, aber das willst Du nicht hören ...

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Das ist nicht schön, die Entscheidung aber nachvollziehbar. Wenn es mehrere sehr alte Menschen im Umfeld gibt, kann es jederzeit leicht zu solchen Kollisionen kommen.

Wer von der Beerdigung sehr mitgenommen ist, entschuldigt sich und bleibt der Geburtstagsfeier fern. Allerdings muss er - entschuldige bitte die Deutlichkeit - damit rechnen, dass es evtl. keinen 89. Geburtstag geben wird.

Augen zu und durch.
basta.pasta

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Ach ja, ich würde mich sogar zwischen Beerdigung und Geburtstag umziehen. Keine Trauerkleidung bei Omas Geburtstag.

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Das werden wir sowieso machen.

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Hey,

also ich finde das sehr schwierig. Einerseits bin ich moralisch ganz auf deiner Seite. Mein Gefühl sagt mir, es ist "falsch". Andererseits hat sich die Geburtstag feiernde Dame das ja so auch nicht ausgesucht und ich denke, es werden vielleicht auch Gäste kommen, die mit der Beerdigung nichts zu tun haben, oder? Also ich bin da sehr zwiegespalten. Ich denke aber, ich würde der Dame die Ehre erweisen und auf einen Kaffee hingehen.

Viele Grüße

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Ja da hast du Recht, zur Geburstagsfeier kommt nur die Seite meiner Schwiegermutter, zu der Seite meines Schwiegervaters besteht unsererseits kaum Kontakt und natürlich gehen wir zur Geburtstagsfeier, das steht außer Frage.

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Also betrifft es nur Deine Familie? Deinen Mann und Dich und die Schwiegereltern, die auf beidenn Veranstaltungen sind?

Meine Familie hat es mal geschafft die Geburtsgasfeier meines Opas (85) genau auf den Todestag seiner Frau zu legen.... das fand er nicht so doll, konnte sich damals aber auch nicht dagegen wehren, wegen Wochenende und dass alle kommen können... #augen

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Wer ist denn nun verstorben. Der Stiefopa oder der Schwiegervater.#kratz

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Die Mutter meines Mannes hat neu geheiratet und der Vater meines Schwiegervaters ist verstorben. Da mein Mann nicht mit ihm verwandt ist, habe ich geschreiben der Stiefopa, denn sein richtiger Opa ist schon verstorben.

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Was ist daran makaber? Gerade, wenn man sich von einem geliebten Menschen für immer verabschieden musste, kann es doch helfen, das Leben eines anderen Nahestehenden zu feiern.

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...da du das ganze nicht organisieren musstest, wird dir keiner einen Vorwurf daraus machen. Du wirst allfälligen Missmut also nicht ernten.

Ob man das nun makaber finden muss.. hm. Eigenartig jedenfalls schon. Aber so ist das ganze leben. Eigenartig. Somit: Feiert das Leben wie es ist: um 11 um einen älteren Herrn zu trauern und um 15.30 sich mit einer älteren Dame über deren Geburtstag zu freuen ist eigentlich eher ein logistisches Problem.

Die Klamotten kann man gut aufmotzen. Wenn alle formell in Schwarz an die Beerdigung kommen, kann man mit farbenen Einstecktüchern, Schal, Brosche oder Foulard und ggf. einer anderen Bluse rasch auf Geburtstag umschwenken.

Das Leben und der Tod sind schlecht planbar. Die Oma wird glücklich sein, wenn jemand an die Party kommt und sie nicht vergessen geht. Und der Stiefopa ,nun ja, ihr habt ja noch ein paar Tage Zeit, für ihn ganz exklusiv ein stilles Gebet zu sprechen, dann fällt der Abschied nicht ganz so traurig aus...

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...da du das ganze nicht organisieren musstest, wird dir keiner einen Vorwurf daraus machen. Du wirst allfälligen Missmut also nicht ernten.

Ob man das nun makaber finden muss.. hm. Eigenartig jedenfalls schon. Aber so ist das ganze leben. Eigenartig. Somit: Feiert das Leben wie es ist: um 11 um einen älteren Herrn zu trauern und um 15.30 sich mit einer älteren Dame über deren Geburtstag zu freuen ist eigentlich eher ein logistisches Problem.

Die Klamotten kann man gut aufmotzen. Wenn alle formell in Schwarz an die Beerdigung kommen, kann man mit farbenen Einstecktüchern, Schal, Brosche oder Foulard und ggf. einer anderen Bluse rasch auf Geburtstag umschwenken.

Das Leben und der Tod sind schlecht planbar. Die Oma wird glücklich sein, wenn jemand an die Party kommt und sie nicht vergessen geht. Und der Stiefopa ,nun ja, ihr habt ja noch ein paar Tage Zeit, für ihn ganz exklusiv ein stilles Gebet zu sprechen, dann fällt der Abschied nicht ganz so traurig aus...