Beerdigung und Geburtags an einem Tag, finde nur ich das makaber? Seite: 2

        • Ja da hast du Recht, zur Geburstagsfeier kommt nur die Seite meiner Schwiegermutter, zu der Seite meines Schwiegervaters besteht unsererseits kaum Kontakt und natürlich gehen wir zur Geburtstagsfeier, das steht außer Frage.

          • Also betrifft es nur Deine Familie? Deinen Mann und Dich und die Schwiegereltern, die auf beidenn Veranstaltungen sind?

            Meine Familie hat es mal geschafft die Geburtsgasfeier meines Opas (85) genau auf den Todestag seiner Frau zu legen.... das fand er nicht so doll, konnte sich damals aber auch nicht dagegen wehren, wegen Wochenende und dass alle kommen können... #augen

            • Ja, es betrifft meine Schwiegereltern, meinem Mann und mich und seinen Bruder mit Partnerin.

              Oh #schwitz.

              • Also, dann finde ich es nicht so schlimm... dachte erst, es sei der Mann vom Geburtastagskind, der beerdigt wird. Ist halt dann viel an einem Tag, aber man kann dann ja auch an der geburtstagsfeier wieder das Leben feiern... ich finde so ist leben, einer stirbt, einer wird geboren.... im Grunde kann es doch auch tröstlich sein. Und da von euch ja auch keiner leiblich mit ihm verwandt war wird sicher auch nicht die ganz große Trauer da sein.

      Wer ist denn nun verstorben. Der Stiefopa oder der Schwiegervater.#kratz

      • Die Mutter meines Mannes hat neu geheiratet und der Vater meines Schwiegervaters ist verstorben. Da mein Mann nicht mit ihm verwandt ist, habe ich geschreiben der Stiefopa, denn sein richtiger Opa ist schon verstorben.

    (32) 11.09.17 - 13:43

    Was ist daran makaber? Gerade, wenn man sich von einem geliebten Menschen für immer verabschieden musste, kann es doch helfen, das Leben eines anderen Nahestehenden zu feiern.

    (33) 11.09.17 - 13:47

    ...da du das ganze nicht organisieren musstest, wird dir keiner einen Vorwurf daraus machen. Du wirst allfälligen Missmut also nicht ernten.

    Ob man das nun makaber finden muss.. hm. Eigenartig jedenfalls schon. Aber so ist das ganze leben. Eigenartig. Somit: Feiert das Leben wie es ist: um 11 um einen älteren Herrn zu trauern und um 15.30 sich mit einer älteren Dame über deren Geburtstag zu freuen ist eigentlich eher ein logistisches Problem.

    Die Klamotten kann man gut aufmotzen. Wenn alle formell in Schwarz an die Beerdigung kommen, kann man mit farbenen Einstecktüchern, Schal, Brosche oder Foulard und ggf. einer anderen Bluse rasch auf Geburtstag umschwenken.

    Das Leben und der Tod sind schlecht planbar. Die Oma wird glücklich sein, wenn jemand an die Party kommt und sie nicht vergessen geht. Und der Stiefopa ,nun ja, ihr habt ja noch ein paar Tage Zeit, für ihn ganz exklusiv ein stilles Gebet zu sprechen, dann fällt der Abschied nicht ganz so traurig aus...

    (34) 11.09.17 - 13:47

    ...da du das ganze nicht organisieren musstest, wird dir keiner einen Vorwurf daraus machen. Du wirst allfälligen Missmut also nicht ernten.

    Ob man das nun makaber finden muss.. hm. Eigenartig jedenfalls schon. Aber so ist das ganze leben. Eigenartig. Somit: Feiert das Leben wie es ist: um 11 um einen älteren Herrn zu trauern und um 15.30 sich mit einer älteren Dame über deren Geburtstag zu freuen ist eigentlich eher ein logistisches Problem.

    Die Klamotten kann man gut aufmotzen. Wenn alle formell in Schwarz an die Beerdigung kommen, kann man mit farbenen Einstecktüchern, Schal, Brosche oder Foulard und ggf. einer anderen Bluse rasch auf Geburtstag umschwenken.

    Das Leben und der Tod sind schlecht planbar. Die Oma wird glücklich sein, wenn jemand an die Party kommt und sie nicht vergessen geht. Und der Stiefopa ,nun ja, ihr habt ja noch ein paar Tage Zeit, für ihn ganz exklusiv ein stilles Gebet zu sprechen, dann fällt der Abschied nicht ganz so traurig aus...

    (35) 11.09.17 - 13:57

    Bei uns geht man nach jeder Beerdigung zum Leichenschmauß und das ist ja im Prinzip auche eine Feier, da sitzen nicht alle wehmütig am Tisch sondern es heißt hoch die Tassen, also ich sehe da jetzt kein Problem.

    Eine Frage die man sich stellen muss ist auch: Was hätte der Verstorbene gewollt und was die direkt Trauernden. Deren Wille hat Vorrang. Meine Oma wollte z.B. auch explizit "Kein Geheule und keine schwarzen Kleider" auf ihrer Beerdigung.

    • (36) 11.09.17 - 15:49

      Leichenschmaus ist ein Bezeichnung, bei uns heist das "Tröster", und ich finde diese Bezeichnung deutlich angenehmer und auch treffender. Und wenn man Angehörige trösten will, darf es auch einmal etwas munterer zugehen ;-)

      LG

Würdest Du - ohne den Geburtstag der Oma - den Rest des Tages aktiv trauern?
Meist ist schon kurz nach der Beisetzung in der Gaststätte eine heitere Stimmung, es wird gegessen und getrunken, gelacht und erzählt...
Da finde ich es jetzt überhaupt kein Problem, am Nachmittag zur Oma zum Kaffee zu gehen und würde es vermutlich auch schaffen, mich kurz zwischendurch umzuziehen, wobei ich nicht grundsätzlich komplett schwarz bekleidet zur Beerdigung gehen würde....

Gruß,

W

Weder muss eine Beerdigung nur traurig ablaufen noch muss ein Geburtstag mit einem rauschenden Fest und Böllern gefeiert werden. Ich denke, diese Geburtstagsfeier ist dann einfach ein etwas anderes Trauermahl und lenkt dann auch ab.

Ich fände das nur blöd, wenn ich das Gefühl hätte, dann wird die Beerdigung nicht angemessen verbracht, weil alle über den Geburtstag reden und abgelenkt sind. Scheint aber ja nicht der Fall zu sein.

Ich finde das jetzt auch nicht so dramatisch. Beerdigungen kann man auch nicht so einfach verschieben oder planen, wie es einem selber am besten passen würde. Bei meiner Schwiegermutter waren gleichzeitig noch 2 andere Leute aus dem Ort gestorben, da hat uns der Pfarrer einen Termin genannt, wir hatten da nicht mehr viel Möglichkeiten einen anderen Termin auszuwählen, da der Pfarrer ja quasi ausgebucht war.

Anderherum ist es: Den Termin für eine Beerdigung kann man nicht selber bestimmen, der ist also fest. Der Geburtstag wurde dann auf den gleichen Termin gelegt, und bisher auch anscheinend nicht verschoben. Wenn, dann hat das Geburtstagskind zu nem unangebrachten Termin eingeladen.

Entweder du sprichst das nochmal an , oder gehst nicht hin.

  • (41) 11.09.17 - 15:04

    >>>Wenn, dann hat das Geburtstagskind zu nem unangebrachten Termin eingeladen.<<<
    #kratz

    Normalerweise wird zu einem Geburtstag frühzeitig eingeladen und gerade schon, wenn in einem Café gefeiert wird, das angemietet werden muss.
    Beerdigungen kann man nicht wochenlang im Voraus planen...

    (42) 12.09.17 - 11:17

    Der Geburtstag wurde sicher vor dem Ableben des Schwiegerstiefvaters der TE geplant, da er in einem Cafe stattfindet.

    Viele Grüße,

    W

Hallo,
die Termine machen das Geburtstagskind und die Verwandten des Verstorbenen - NICHT ihr.
IHR seid NUR eingeladen und entscheidet, wo ihr hingehen möchtet. Findet ihr das ganze pietätlos und unpassend, ist es an euch, abzusagen und nicht hinzugehen.
Ganz einfach eigentlich.
VG

Auch wenn ich zu beiden Personen, also zum Geburtstagskind und zum Verstorbenen nur oberflächlichen Kontakt gehabt hätte, wäre es mir persönlich zu anstrengend. Es wäre für mich persönlich ein zu krasser emotionaler Wechsel.

Wenn man das total locker wegsteckt, dann ist man ja irgendwo bei beiden Events nicht richtig mit dem Herzen dabei. Also ich fände es sehr anstrengend.

Hallo!

Ihr hattet kaum Kontakt zum Verstorbenen, also wird euch die Beisetzung nicht sonderlich fertig machen, richtig? Ihr kanntet ihn nicht schon als Kinder, und eine echte emotionale Bindung gab es nicht. Ihr geht eigentlich nur hin, weil es der Anstand so erfordert.

Es betrifft auch nur wenige Personen, die beide Termine besuchen werden.

Noch dazu ist die Termingestaltung einer Beisetzung immer sehr eingeschränkt. Da kann man sehr froh sein, überhaupt einen Samstag zu erwischen, in vielen Kirchengemeinden sind die Samstage nämlich Hochzeiten und Taufen vorbehalten, und gerade wenn jemand sehr gut vernetzt war, viele Freunde hatte, dann ist es eben schon so eine Sache, Urlaub zu nehmen - geht halt nicht immer. Bis wieder ein Samstag verfügbar ist, könnte es je nach Pfarrer einige Wochen dauern. Soll solange gewartet werden? Die Angehörigen wollen ja auch abschließen und nicht zwischen Todesfall und Beisetzung 2 Monate warten.

Zieht euch zwischendurch um, zur Not im Auto das schwarze Top gegen was buntes tauschen, und fertig. Ihr heult euch doch wegen jemandem, den ihr kaum kanntet, sowieso nicht die Augen aus.

Nun ja, es ist im Leben manchmal so, dass alle Gefühle irgendwie dazu gehören, zusammen kommen.

Viele Todesfälle sind an Geburtstagen oder Geburten an Todestagen. Bei uns zumindest. Da kann man zwar die Beerdigung verlegen, den Todestag selbst aber nicht.

Was mich eher wundert, ist, dass die Beerdigung an einem Samstag ist. Ok, ist regional unterschiedlich. Hier und dort wo ich es so kenne (Freunde, Verwandte etc.) sind Beerdigungen grundsätzlich Dienstag bis Freitag. Montag nur in Ausnahmefällen. Samstag und Sonntag gar nicht.


Die Feier selbst ist ja schon lange geplant.
Für euch sicher schwierig. Aber warum soll deine Mutter eine lang geplante Feier absagen? Es ist schön, wenn sie noch selbst feiern kann und Gäste zu ihrer Feier kommen, so lange sie lebt. Zu ihrer Beerdigung wird sie dann nichts mehr davon haben, wenn Gäste kommen. So bekommt sie es noch mit. Und ja, das mit dem Freinehmen ist so eine Sache.
Manche Menschen bekommen zum Geburtstag Absagen, zur Beerdigung haben dann plötzlich alle Zeit und können sich irgendwie frei nehmen. (was durchaus logisch ist und je nach Verwandtschaftsgrad dafür auch ein Tag so ein Tag frei genommen werden kann, je nach Arbeitsvertrag).

Für dich durchaus schwierig. Andererseits, was kannst du selbst machen?
Erwarten, dass deine Mutter verschiebt und riskiert, dass keiner zu ihrer Feier kommt, wo sie die Chance hat viele zu sehen?
Nicht zum Geburtstag deiner Mutter gehen?


Moment, es geht nicht um deine Mutter, sondern um die Oma deines Mannes. Deren Tochter ist deine Schwiegermutter.

Stiefopa ist dann entweder der Mann der Oma deines Mannes oder deren (ich weiß nicht wie das heißt, angeheirater Verwandtschaftsteil)

Wäre es ihr Partner, fände ich es wirklich makaber.
Wäre es ihr Ex-Partner, nun ja
Wäre es ihr - an anderer Verwandtschaftszweig, käme es auf die Konstellation an, wie innig sich Geburtstagsperson und Verstorbener standen.

Standen sie sich sehr nah?
Nah?
Hatten sie miteinander zu tun?

Hi,

ich sehe da persönlich kein Problem, vor allem, wenn man zu demjenigen nicht viel Kontakt hat. Der eigenen Ehefrau macht es ja offensichtlich kein Problem.

Und ich meine wie sehr trauert ihr denn, klar, wenn man noch total in der Trauer ist und einem überhaupt nicht nach Feiern zu Mute ist, dann ist es was anderes, aber bei dir klingt das mehr so, nach moralischem Zeigefinger, dass man sowas nicht tut.

Ich hätte persönlich da kein Problem mit gehabt, lediglich bei der Beerdigung meiner einen Oma war mir nicht so nach Feiern. Sie verstarb aber sehr plötzlich und bedeutete mir sehr viel. Aber wäre da zufällig Abends ein Geburtstag gewesen wäre ich trotzdem hin.
Es wurde übrigens auch beim Leichenschmaus schon gelacht und Erlebnisse ausgetauscht über meine Oma.
Ich habe eigentlich noch keinen Leichenschmaus gehabt, bei dem es todernst und traurig zuging.

(48) 11.09.17 - 15:44

Nein, ich finde daran überhaupt nichts makaber.
In Anbetracht der Tatsache, das das Geburtstagskind auch schon 88 wird, da würde ich erst recht den Geburtstag geniessen....wer weiß wieviele es noch gibt.
Und Beerdigungen kann man nun mal nicht hin und her schieben, wie es einem passt.

Leben und Tod gehören zusammen, noch deutlicher kann wie bei euch kann man es kaum erleben.

Wenn um 11 Uhr die Trauerfeier ist, dann sind die Leute spätestens nach dem ersten Schnaps beim Leichenschmaus wieder fröhlich...und das ist auch richtig so.

Nein, ich finde es wirklich nicht makaber oder unangebracht....höchstens, wenn man sich dazwischen nicht umzieht.

Hallo!

Ich kann Deine Gedanken verstehen und hätte als Tochter / Schwiegertochter auch versucht, eine andere Lösung zu finden. Du schreibst, dass der Stiefopa Ende August verstorben ist - zwischen Ende August und 16.9. liegen 2-3 Wochen. Bei einer Erdbestattung hätte man gar nicht so lange Zeit (ohne Ausnahmegenehmigung je nach Bundesland maximal 10 Tage!), von daher gehe ich einmal davon aus, dass der Leichnam verbrannt wurde. Dann sind die Fristen aber deutlich länger (meist 1mon nach der Einäscherung, in Thürigen hat man aber sogar 6 Monate Zeit!) und man könnte die Beerdigung noch hinaus schieben. Der Opa könnte also im Grunde bereits unter der Erde liegen (bei einem Sterbedatum Ende August wäre der 8.9. sicher möglich gewesen, eine Erdbestattung hätte man schon am 2.9. vornehmen können), oder man könnte die Beerdigung noch eine Woche schieben. M.E. bestand keine Not, den Opa ausgerechnet an diesem Tag beizusetzen.
Aber gut, die Schwiegertochter hat das nun einmal so gelegt, wenn sie damit kein Problem hat, müsst ihr Euch leider fügen oder eben zu einem Anlass nicht erscheinen. Mach dir keinen Kopf, es wird Euch keiner übel nehmen, wenn ihr einige Stunden nach der Beerdigung den Geburtstag der Oma feiert.

LG

  • Wenn der Pfarrer an den anderen Samstagen zwei Hochzeiten und drei Taufen hat, dann wird es mit dem Beisetzungswunsch auch eher nicht klappen. Bei uns wird einem eher mitgeteilt, wie es dem Pfarrer passt und gar nicht gefragt, ob der Termin genehm ist.

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