Engagement des Vaters 2 Kids 8 und 14-wieviel ist "normal"?

    • (1) 03.10.17 - 10:32

      Hallo,
      ich benötige mal ein paar Meinungen...ich habe neulich mit meinem Mann die Planung der Herbstferien (in 3 Wochen) besprechen wollen, woraufhin er mich anmosert, woher er denn wissen solle, wann die denn wären etc.
      Ich habe ihm den Kalender vorgelegt und die beiden Wochen gezeigt. Er könnne das nicht lesen, nur an seinem Rechner usw. Ich bin daraufhin sauer geworden und habe gemeint, es könne nicht sein, dass der eigene Vater nie weiß wann Ferien sind (geschweige denn, wo die Kinder die Zeit verbringen. Ist ja immer ein organisatorisches Unterfangen, da ich 2/3 arbeite und er voll. Das Organisieren wird natürlich immer mir überlassen, klar.
      Ist das fair, normal oder in Ordnung so?? Ich übernehm 100% die Planung, verreise und unternehme in den Ferien auch nach Dienstschluss mit den Kids, kann dabei null auf ihn zählen, und er rastet aus, wenn ich kritisiere, er müsse wirklich solche Termine kennen!?
      Was mein ihr, wieviel an Interesse/ Engagement sollte der Vater einbringen?
      LG

      • (2) 03.10.17 - 10:41

        Vermutlich läuft das seit 14 Jahren so, dass du für die "Kindersachen" zuständig bist?

        MpMn darf man sich als Frau gar nicht erst in diese klassische Ecke begeben sondern sollte die Kinder von vornherein zur Aufgabe beider Elternteile machen.

        Bei uns hat sich bspw. mein Mann von Anfang an fürs Einkaufen zuständig gefühlt. Seitdem kümmere ich mich weder um die Vorräte noch ums Kochen. Wenn er mich jetzt fragen würde, ob noch Reis da ist, müsste ich passen und würde wohl auch doof aus der Wäsche gucken.

        Verstehst du, was ich meine?

        LG

        • Ja klar, ich bin in diese Ecke geraten, da ich unser erstes Kind bekommen habe, kurz nachdem er mit seiner Selbständigkeit begonnen hat. Ich konnte ja wohl kaum arbeiten und habe mich natürlich für viele Dinge zuständig gefühlt und ahbe seitdem die ...karte. Also habe ich alles falsch gemacht und muss damit klarkommen oder wie?

          • (4) 03.10.17 - 11:26

            Du hättest viel früher einfordern müssen, dass er sich ebenfalls kümmert, spätestens beim zweiten Kind. Ich denke, der Zug ist mittlerweile abgefahren.

            Ändern kannst du es vermutlich nur, wenn du dich generell mit ihm auseinander setzt, dass du jetzt neue Spielregeln haben willst, statt punktuell seinen Einsatz zu fordern.

            Aus seiner Perspektive sieht das vermutlich so aus, als würdest du ihn wegen etwas vollnölen, was gar nicht in seinen Kompetenzbereich fällt.

            Würde mein Mann mich vollmaulen, weil ich Samstag abend nicht koche, dann würde ich mich auch wehren. Anders wäre das, wenn er mit mir darüber redet, dass er einkaufen und kochen zukünftig nicht mehr alleine übernehmen möchte und meinen Einsatz wünscht. Dann kann ich mich darauf ja auch einstellen und ihm ggf. dafür im Tausch irgend eine meiner Aufgaben andrehen.

            Ich finde, das ist wie immer im Leben: wenn einem die Regeln nicht mehr gefallen, muss man neue Regeln aushandeln. Aber nicht rumningeln, weil man sie doof findet. Die andere Seite hat ja keine Glaskugel.

            LG

          • (5) 03.10.17 - 14:55

            " Ich konnte ja wohl kaum arbeiten.."
            hä?
            Tausend andere können das auch. Auch wenn der Mann selbständig ist, auch wenn sie sich für vieles zuständig fühlen. Man muss sich nicht immer gleich in die Opferrolle werfen.

            Du wolltest eher damals nicht. Entweder weil ihr das so abgemacht habt, weil es euch ideologisch falsch vorgekommen wäre wenn du mit Babies arbeiten gegangen wärst, weil es nicht in euren Lebensentwurf gepasst hat, weil die Oportunitätskosten zur Arbeit (Hortkosten, Fahrweg, fällige Weiterbildung, Engagement ausser Haus, allfällig eine Putzhilfe oder mehr Engagement des Partners in die Hausführung) zu hoch gewesen wären, weil es keinen Teilzeitjob in deinem angestammten Beruf gab... oder, oder oder...

            Daheim angebunden warst du wohl nicht. Viele Familienfrauen kommen an den Punkt, dass sie nicht mehr "nur daheim" sind möchten. Das ist normal. Die Kids werden grösser, der Wunsch, ausser Haus Anerkennung zu bekommen wächst, man ist nicht mehr ausgelastet, wenn die Kinder eh 6 Stunden in der Schule und 2 Stunden an Hobbies sind pro Tag...
            Aber statt dann der Vergangenheit, die gemeinsam gewählt wurde, die Schuld für das ungute Gefühl zu geben wäre es doch viel besser zu sagen: Okay, ich bin reif für Veränderung. Ich war daheim, habe den Kindern Rückhalt gegeben, habe sie (hoffentlich) zur Selbständigkeit erzogen, wurde dafür gelobt und war zufrieden - und jetzt helft mal mit, dass Mama wieder in den Arbeitsprozess eingegliedert werden kann. Lernt alleine eure Hobbies zu machen, den Haushalt (mit-) zu versorgen und wir stellen einen Teil des Familienbudgets für eine kurze Weiterbildung ab. Wieso geht das so schwer?

            Und ja, du hast mal entschieden, Teilzeit zu arbeiten, und ja - das war ggf. nicht das gelbe vom Ei. Bei mir auch nicht. Aber nun? Es hat alles in allem Spass gemacht, ich hatte beim Teil, den ich mit den Kinder verbrachte unglaublich viel erlebt und es genossen. Habe darauf geachtet, den Sapss an beidem nicht zu verlieren... mich zu bleiben (auch während der Stilldemenz, auch während der oberflächlichen Spielplatz-Bekanntschaften-zeit...) und ja, ich bin jetzt nicht in die oberste Chefetage gekommen. Und jetzt? Ich mache einen guten Job, verdiene Geld, bin ehrlich. Habe tolle Kinder mit meinem Mann. Ich bin nicht blauäugig - ich komme auch nicht mehr in die Chefetage.. muss ich doch auch nicht. Ich bin zufrieden. Und der in der Chefetage hat abends kaum mehr Glücksgefühle gehabt als ich. Und wenn doch: Schön für ihn - dann gönne ich ihm das.

            (6) 04.10.17 - 08:44

            Nein, du musst das nicht aushalten, Aber dein Mann kennt es ja nicht anders, als dass du dich drum kümmerst. Was mich aber wundert, dass dein Mann nicht weiß, wann Ferien jeweils sind. Das erfährt man doch wenn es um Urlaub und Genehmigung in der ZEit geht. entweder weil man selber welchen braucht oder aber es von Kollegen mitbekommt.

            Bei uns war es von Anfang an unser Beider Sache. Wir überleg(t)en. am WE, was an Terminen die kommende Woche anfällt und wie wie das mit Betreueung und zu Terminen bringen/holen regeln. Ebenso natürlich in den ferien. Inzwischen ist unser Sohn (20) sogar mit eingespannt, er holt z.B. jede Woche seine Schwester (16) auf seinem Rückweg von der Arbeit nach ihrer Reitstunde ab. Das ist bei un aber alles von Anfang an "gewachsen" udnd für meinen Mann und später unseren Sohn selbstverständlich gewesen, dass man sich das teilt.

            Wenn mein Mann sich so verhielte, würde ich planen was Sache ist und ihn vor vollendete Tatsachen stellen. Soll heissen ihm sagen,wann er sich um die Kinder kümmern muss..vorher würde ich ihm diese Maßnahme ankündigen.
            Wie lief es denn bisher mit seiner Beteiligung an der Ferienbetreuung eurer Kinder?

      Na ja, ehrlich gesagt, kenne ich die Ferienzeiten auch nicht auswendig.
      Anfang des Schuljahres trage ich sie mir in den Kalender ein.
      Dann wenn sie ungefähr anstehen müssten oder es um Planung geht, schaue ich noch mal im Kalender nach. Wenn Freunde aus anderen Bundesländern fragen, ob wir was machen können, hole ich den Kalender oder Schulkalender und schaue wieder nach.

      Allerdings bin ich als erwachsene Person fähig einen Kalender ohne Computer lesen zu können.
      Da ich mir, siehe oben, nicht alles merken kann, schreibe ich es in den Kalender rein.


      Wenn du möchtest, dass er da mehr übernimmt, sich an der Organisation beteiligt etc. dann gib ihm die Chance dazu.
      Es gibt Kalender in allen Größen, da hänge einen gut sichtbar auf und trage selbst alle Ferientermine und wichtigen Termine ein.
      Wenn er das nicht lesen kann, setzt euch zusammen hin und er trägt sich alle Ferientage am Anfang des Schuljahres mit Erinnerungsfunktion in den Computer ein.

      Dann er sie zumindest schon mal verfügbar!

      Was er dann draus macht, keine Ahnung.


      Zur Planung: so lange er weiß, dass du eh alles planst, wozu soll er sich dann noch kümmern? Läuft ja auch so?

      Setz dich mit ihm zusammen, sag ihm, was du dir wünschst - ohne wütend zu werden, wenn er es nicht gleich so macht, wie du es gerne hättest.
      Teile ihm mit, wann die Ferien sind, wie du dir die Organisation vorstellst und frage ihn, wie er sich beteiligen möchte, könnte.

      Es ist schwer Organisation abzugeben und es ist schwer, sich in ein bestehendes System einzubringen, wenn unklar ist, was von einem erwartet wird.

      Mein Mann weiß auch nicht, wann Ferien sind. Wir haben uns da aber auch noch nie in die Haare gekriegt. Für mich war und ist es normal, dass er die Daten nicht so parat hat wie ich.

      Wir machen es so, dass ich ihm die Ferienzeiten per Outlook in seinen Kalender eintrage - inzwischen mehr aus Gewohnheit. Unser Sohn ist inzwischen 17 Jahre alt. Da braucht er uns ja nicht mehr für seine Ferien.

      Aber früher war das Eintragen der Zeiten im Outlook-Kalender praktisch und hilfreich. Wenn mein Mann die Möglichkeit hatte, hat er dann einen Tag frei genommen und an einem weiteren Tag Überstunden abgebaut, so dass sich ein verlängertes Wochenende ergab. 😉

      (9) 03.10.17 - 13:36

      Hi,
      ehrlich?
      Ich weiss nur die Sommerferien mit Sicherheit...alle anderen muss ich mir im Kalender notieren und es ist schon vorgekommen, dass ich kurzfristig vom Radiosender informiert worden bin #rofl
      Habt ihr keine Sportcamps erc, wo ihr die Kids für die Ferientage hinbringen könnt?

      Er sit seid 14 Jahr Vater...und es fällt dir erst jetzt auf?
      Sorry, das sind dinge , wo man von Anfang an mit dem Partner zusammen arbeiten muss oder akzeptieren, wenn man 14 Jahre den Mund gehalten hat.

      lg
      lisa

      (10) 03.10.17 - 14:17

      Hallo,
      hier sieht es leider ähnlich aus. Ich kann reden und reden und motzen, mein Mann ist da total resistent.
      Einen Tag in der Woche ist er für die Kontrolle der Hausaufgaben zuständig, nicht mal das klappt. Leider macht meine 9 jährige ihre Hausaufgaben nur unzuverlässig, so dass sie die Kontrolle wirklich braucht. Ich habe sie jetzt an diesem Tag für die Hausaufgabenzeit in der Schule angemeldet.
      Viele Grüße Onetta

      Hallo, warum besprecht ihr erdt 3 Wochen vorher, dass Ferien sind und ihr euch aufteilen müsst/wollt? Finde das viel zu knapp. Mein Mann könnte dann auch nicht spontan freimachen, weil er sich widerum mit anderen absprechen muss. Auch für Ferienbetreuung wäre es hier viel zu spät und alles ausgebucht.
      Wir legen im Januar alle Urlaube fest bzw. die Zeiträume. So kann jeder planen.
      Mit 8 & 14 brauchen deine doch keine Rundumbetreuung mehr in den Ferien, da ist es doch okay, wenn sie mal 2-3 Tage in den Ferien untertags unter sich sind und du erst nachmittags nach Hause kommst.
      Schick deinem Mann doch einfach Anfang Januar alle Ferientermine, setzt euch zusammen und plant in Ruhe - und nicht hopplahopp 3 Wochen vor Ferienbeginn.
      VG

      (12) 03.10.17 - 14:41

      ...darauf gibt es keine allgemeingültige Antwort.

      Es kommt doch drauf an, was ihr abgemacht habt und was für Vorstellungen und Fähigkeiten ihr habt. Und nein, einfach so auf Abruf muss ein 100% arbeitender Vater Ferienpläne nicht zwingend wissen. Wie du korrekt sagtst: das ist immer kompliziert. Kind x ist im Fussballcamp, Kind y im Musiklager - oder doch bei der Oma?...


      Ich weiss von den Kids den Stundenplan auswändig, wenn irgend was ausfällt, weiss ich sofort wo ich ein Kind abmelden muss, wo ich es plazieren kann, wann ich ein Geschenk für ein Fest organisieren muss, in welchen Wochen der "etwa alle zweiwöchentliche"-Schulschwimmkurs ist, wann die Kinder auf den Bus müssen um nach xy zu kommen...
      Mein Mann kennt die Ansprechsperson vom Schulhort nicht mit Namen und müsste da auch erst kurz nachgucken, auch weiss er den Nachnamen der Schulfreunde oder deren Telefonnummer nicht ohne nachgucken... und? Muss er doch auch nicht.
      Wenns sein muss, googelt er nach dem Ferienplan unserer Stadt, dem Namen der Hortvorsteherin... er steht jeden Samstag am Spielfeldrand wenn der Sohn spielt und geht mit der Kleinen in jedes Ballett und zu jedem Popstar-Scheusslich-Konzert was gerade in ist. Er engagiert sich, organisiert aber weniger.

      Ach ja: Ich arbeite teilzeit. Aber es ist mein Bereich, diese Dinge zu wissen und zu managen. Seine Job ist es, im Notfall helfen zu können und aktiv mit den Kindern was zu machen... aber das ist unsere Arbeitsteilung. Mein Job ist die Inforamtion - Kontaktdaten von neuen Freunden sende ich ihm direkt aufs Telefon weiter, nehme in auf allen Eltern-Chat-Gruppen der Kinderhobbies sofort mit drauf... und weisste was? Gelernt habe ich das in den Management-Kursen :-) Aktive Information, kein Wissensvorsprung aus Machtgründen schaffen, schlanke Vorgänge, breite Information.


      Meine Freundin managet alles rund um Haus und Kinder selber - was nicht heisst, dass ihr Mann (Alleinverdiener) sich nicht einbringt oder nicht mit den Kindern tolle Sachen unternehmen würde. Aber er ist mehr als 45 Stunden unter der Woche am Arbeiten. Da muss er doch nicht Zeit vergeuden, um Ferienpläne auswändig zu lernen oder Stundenpläne im Detail zu kennen. Da soll er doch lieber mit den Kindern Fussball spielen...

      Ich habe einen Ordner, in dem alle Telefonlisten der Kinder, alle Kontaktpersonen von Schule und Hort, von Fussballtrainer und Musiklehrern abgelegt sind. Auch alle Passwörter für Kinder-handys und und und. Wenns sein muss kann er das alles. Dazu habe ich einen dämlichen Familienkalender mit Katzen drauf, in den ich Ferien, Geburtstage etc. eintrage. Genau wie er die WE an denen er arbeitet oder er für uns was gebucht hat. Man muss es sich ja nicht schwer machen.

      Wenn ihr aber abgemacht habt, dass ihr beide für beides absolut gleich zuständig sind, dann müsste er die Ferien kennen. Dass er dich angemosert hat deutet darauf hin, dass diese Regelung aber ggf. nicht für ihn passt. Dann müsste man auch darüber nochmals reden können. Im Laufe der Partnerschaft ändert sich viel. Vlt. habt ihr mal abgemacht, dass ihr alles gleichberechtigt macht - aber dann wurde sein Job anstrengender oder er hat anderes um die Ohren... man muss da flexibel bleiben.

      Wir hocken meist alle halbe Jahre an den Tisch und besprechen alle Ferien des kommenden Semesters. Das trage ich dann in den Kalender ein. Wir besprechen was die Kids dann machen, welche Lager welches Kind besuchen möchte und welche Feiertage und Schulausfälle wer abdecken kann. Ich organisiere dann die Anmeldungen für die Lager und besorge die Packlisten. Er vergisst es wieder bis 2 Wochen vor den Terminen und fragt halt nach - oder guckt auf dem Kalender nach. Ich finde das in unserem System nicht oberflächlich.

      (13) 03.10.17 - 14:43

      Ich weiß die Ferientermine auch nur grob. In der Arbeit hab ich im Outlook immer den aktuellen Ferienkalender (kann man downloaden und in Outlook importieren, gibt's auch für andere Kalendarien). So wissen auch meine Kollegen, wann sie mich nicht verplanen dürfen. Im Smartphone-Kalender hab ich die Termine ebenfalls importiert. Sobald wir die Schließtage vom Hort kennen, wissen wir, welche Ferienzeiten wir selbst für Betreuung Sorgen müssen. Damit planen wir dann unsere Urlaube, das ist meist so im Oktober/November fürs kommende Kalenderjahr. Zuerst kläre ich in der Arbeit, ob ich so Urlaub nehmen kann, dann schicke ich meinem Mann eine Liste mit Terminen, an denen er frei nehmen sollte, und er klärt das ab (seien es einzelne Tage oder der gemeinsame Urlaub). Geht was nicht wie geplant, kann ich meist besser jonglieren als er. Es steht aber ausser Frage, das er sich an der Betreuung beteiligen muss. Wir hätten in 2018 63 Ferientage zu überbrücken. Mit meinen 29 Urlaubstagen und ohne Hort wäre das schlicht unmöglich. Dank Hort haben wir glücklicherweise im ganzen Jahr dann doch 3-4 gemeinsame Urlaubswochen, auch weil jeder von uns Mal ne Woche alleine mit unserer Tochter Urlaub hat. Für meinen Mann ist es auch ganz selbstverständlich, daheim zu bleiben, wenn unsere Tochter krank ist und ich in der Arbeit dringendes zu erledigen habe. Er fährt dann halt ins Büro, wenn ich mittags zurück bin. Wir haben schließlich gemeinsam unser Kind bekommen. Dazu gehört auch das Sorgerecht bzw. die - Pflicht für beide Eltern. Ja, ich kümmere mich auch um alles andere (Sport, Musikschule, nicht zuletzt Schule, Elternabende, Arzttermine etc.). Trotzdem ist mein Mann über alle Aktivitäten unterrichtet und weiß immer (fast 😋), was an welchem Tag ansteht. Wir reden einfach miteinander und stimmen uns ab.
      Wenn Du Deinen Mann aber immer aussen vor lässt und ihr nicht miteinander kommuniziert, wundert es nicht, wenn er so reagiert. Da hilft nur, sich mal zusammen zu setzen und besprechen, wie man das ändern kann und wie es für Beide künftig besser liefe.

      Hallo!

      In den meisten Familien gibt es sowas wie eine "inoffizielle Aufgabenverteilung". Einer geht meistens einkaufen, einer saugt normalerweise Staub, einer holt die schweren Getränkekisten, mäht den Rasen oder macht die Wäsche.

      Du warst eben bisher immer alleine für "Planung und Organisation" zuständig.

      Es ist natürlich ok, wenn man solche Aufgaben irgendwann im Laufe der Zeit auch mal neu aushandeln will, aber doch bitte nicht spontan im Sinne von Vorwürfen.

      Als ich angefangen habe, neben der Arbeit zu studieren, habe ich mich eben mit meinem Mann zusammen gesetzt und gesagt, dass er dann ein paar mehr Aufgaben übernehmen muss, weil mein Tag eben auch nur 24 Stunden hat. Hat er verstanden und klappt gut.

      Naja da es bisher immer so lief wird sich das ohne deutliche Worte kaum von selbst ändern. Sag deinem Mann was du dir wünschst und versucht einen Kompromiss für euch beide zu finden.

      Und da du doch weißt, wie es bisher war hättest du das ganze ja schon mal vorher ansprechen können.

      Bei uns läuft es von Anfang an ganz anders. Alles was die Kinder angeht geht mehr oder weniger halbe halbe. Mein Mann wüsste auch nicht die exakten Daten aber wir würden im Voraus ausführlich darüber sprechen so dass er weiß, die Ferien stehen an. Wir würden dann gemeinsam planen, was wir mit den Kindern machen.

      • Bei jns läuft es leider auch so, dass ich arbeiten gehe (25 Stunden pro Woche) und Haushalt, Kinder in der Gegend herumfahren, Urlaubsplanung usw. "nebenbei" mache.

        "Das bisschen Haushalt.... " - macht sich laut meinem Ehemann von alleine. Zumindest ein bisschen könnte er mir abnehmen. Rede da gegen eine Wand!!!

    (18) 03.10.17 - 17:15

    Naja, wenn er selbständig ist muss er vermutlich schon viel planen, vieles eintakten, an vieles denken. Irgendwo ist auch mal "Kapazität Ende". Gerade wenn er als SElbständiger viel organisieren muss will er vielleicht daheim eher der schnöde Zuarbeiter sein der sich keinen Kopf mehr macht. Und die Frage ist ja nicht nur wer kümmert sich um die Kinder. Wer bestellt bei Euch Öl/Holz was auch immer, wer hat ein Auge auf Versicherungen, wer managed das Geld, wer hat ein Auge auf den Strom, wer macht Steuer, ...

    Hallo,

    ich arbeite 100%, mein Mann derzeit 50% und ich habe das Ressort Schule & Kinder zu 100% übernommen. Mein Mann ist einfach in solchen Sachen nicht 100% verlässlich und mir sind solche Dinge sehr wichtig. So sind wir zu der Übereinkunft gekommen.

    Unser ältestestes Kind ist 15, aber die verplant sich selbst. Da ist es mehr ein "könnt ihr das Bezahlen?". Wir haben einen Familienkalender, in den ich mit Edding dick die Ferien rot eintrage. Mein Mann ist teil-selbstständig und hat sich schon mal auf den Ostersonntag einen Termin gelegt. #schein

    Ist denn die Planung so aufwändig? Bei uns ist es so, dass es eben ein Ferienprogramm gibt. Das lese ich gemeinsam mit den Kindern durch, bespreche, was sie interessieren würde und melde sie dann online an. Wenn dann die Ferien kommen, ermutige ich die Kids, sich zu verabreden und plane 1-2 Tagesausflüge. Bekomme ich nicht frei, muss mein Mann mit.

    GLG
    Miss Mary

    (20) 03.10.17 - 19:34

    Hmm, mein Vater hat sich zwar damals so gut wie überhaupt nicht in unsere Freizeitgestaltung, Erziehung oder schulische Angelegenheiten eingebracht, aber die Ferienplanung hatte er immer auf dem Schirm. Wir sind meistens als komplette Familie weggefahren, das muss man ja mit Schulferien und Betriebsferien koordinieren.

    Ist natürlich eine andere Nummer, wenn man selbstständig ist... da kommt es sehr auf die Branche an, wie flexibel man mit seiner Ferienplanung sein kann.

    Alles eine Frage der Organisation, gerade weil Dein Mann selbstständig ist, sollte er sich zeitig mit den Schulferien auseinandersetzen. Wenn er das nicht hinkriegt, musst Du ihn halt immer wieder daran erinnern. Vielleicht kriegt er es dann auf die Kette...

    Viel Glück!

    (21) 05.10.17 - 19:29

    Frag ihn mal wann seine Kinder Geburtstag haben :-) :-)

    Tja mit dem Einbringen ist das so ne Sache, ich als Mann kann ihn da schon verstehen, er hat ja nunmal auch Stress und eigene Probleme, vielleicht will er sich auch nicht in deine Erziehung einmischen und hat deswegen auch ein bisschen Muffensausen, gehört ja auch ein wenig Selbstbewusstsein dazu.

    Also wir halten bei sowas immer eine Familiensitzung ab, und planen sowas gemeinsam. Nimm deinen Mann doch einfach bei der Hand und führe ihn langsam aber beständig in die Entscheidungen mit ein.

    Grüße Schubart

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