Welche Grundschule würdet ihr nehmen?

    • (1) 04.10.17 - 16:46

      Hallo an alle!

      Ich hab hier ein riesiges Problem und mein Mann ist keine besonders große Hilfe....

      Zum Thema; Meine (große) Tochter wird 2018 eingeschult. Die eine Schule (nicht nächstgelegene) ist von uns 1,8 km entfernt und der Schulweg wird zum Schluss meiner Meinung nach gefährlich. Denn es gibt nur einen auf der Straße gezeichneten Gehweg, auf dem IMMER Autos parken und die Beleuchtung ist auch nicht die beste. Wenn ich daran denke, dass meine Maus da mit den Fahrrad oder zu Fuß lang soll, bekomme ich Bauchschmerzen.
      Schule Nr. 2 ist nur 900m von uns entfernt und somit auch die nächst gelegene Schule, das Problem: sie soll in 2 Jahren den Standort wechseln und wäre dann 2,7 km von uns entfernt. Eigentlich hatte ich mich schon für diese Schule entschieden, heute hatte mein Mann sich aber mal bei der Stadt schlau gemacht, wie es denn nach dem Umzug ablaufen soll, ob für die Kinder unserer Siedlung ein Schulbus eingerichtet werden würde, was verneint wurde, aber man würde die Fahrtkosten übernehmen. Der Start am neuen Standort wäre nach den Sommerferien 2020, da würde unsere kleine aber Eingeschult werden und hätte keinen Anspruch auf Fahrtkostenübernahme, da die Schule mit dem gefährlicheren Schulweg die nächstgelegene Schule wäre.

      Wir haben nur ein Auto und der ÖPNV ist hier recht bescheiden. Wie würdet ihr entscheiden? Ich bin ratlos und verzweifelt 😭. Ich muss in einer Woche die "große" in der Schule anmelden.😟

      • Nachdem ich nicht davon ausgehe, dass in den Vorjahren besonders viele Kinder auf dem "gefährlichen Schulweg" verunglückt sind, denn das hättest Du sicher erwähnt und dann würde man auch Schülerlotsen postieren: Die 1,8 km Schule.

        Außer es gibt noch andere wichtige Unterschiede, z.B. dass eine Schule eher junge Lehrer hat und modern unterrichtet und die Zweite eher altbacken ist oder so.

        • Hallo,

          ich habe mit älteren Lehrerinnen fast nur die besten Erfahrungen gemacht. Sie sind mitunter etwas festgefahren, ABER sie werden nicht schwanger, wollen nicht versetzt werden, weil der Partner woanders arbeitet, trotzen sich die Versetzung nicht mit wochenlanger "Krankheit" herbei, sie haben Plan, Routine und Erfahrung.

          Wollte ich nur mal einwerfen.
          GLG
          Miss Mary

          • Da hast du recht. An der Grundschule meiner Kinder kenne ich es so, dass die Lehrerinnen schwanger wurden und fortan nicht (eine 2 Monate, nachdem sie die erste Klasse übernommen hat, sie muss also zu dem Zeitpunkt schon schwanger gewesen sein). Die jetzige Klassenlehrerin meiner Jüngsten ist Mitte 60, hätte jetzt aufhören können, macht aber die letzten beiden Jahre ihrer Klasse noch weiter - und ist nie krank. Ganz im Gegensatz zu den jüngeren Klassenlehrerinnen meiner älteren Söhne. Die eine bringt es fertig, von den 4 Wochen nach den Sommerferien bis jetzt 2 x 1 Woche erkältet zu fehlen. Ach, ich höre lieber auf, das gibt ja doch nur böses Blut her. Tut mir leid, wenn ich engagierte Lehrer kränke, aber was ich seit 9 Jahren an den Schulen einer Kinder erlebe, geht gar nicht.

            LG Alias

            • Ich bin junge Lehrerin, allerdings an einem Gymnasium. Ich war zwar nicht häufig krank, aber jetzt bin ich schwanger #schein Ich kann den Einwand sehr gut verstehen.

              Wenn man als Eltern die Wahl hat, ist es toll, wenn man die Schule mit Ü45-Lehrern, die sich regelmäßig fortbilden, einfühlsam und zuverlässig sind und die ein tolles Nachmittags- und Pausenangebot zu bieten haben, auswählen kann. Meistens hat man diesen Luxus der Auswahl leider nicht oder trifft dann doch auf die eine neue Lehrerin oder den einen fast pensionierten Kollegen, der dann plötzlich unverhofft stirbt (meiner eigenen Klasse mit meinem eingeplanten Nachfolger passiert).

              • Aber du bist doch hoffentlich keine von den Schwangeren, die ständig zu Hause bleiben? Bei meinem ersten Kind habe ich bis zum Beginn des Mutterschutzes jeden Tag gearbeitet. Beim 2. und 3. Kind war ich dann selbständig, konnte aber, obwohl mir in diesen Schwangerschaften sehr übel war, dennoch nicht ruhig machen, da ich einen lebhaften Zweijährigen und dann einen Fünf- und einen Zweijährigen zu Hause hatte.

                Ich finde es unfair den Schülern gegenüber, wenn man seinen Zustand ausnutzt oder generell bei jedem Wehwehchen zu Hause bleibt. Ich frage mich immer, ob das die Lehrer meiner Jungs nicht selbst sehen, schließlich sind sie meist auch Eltern von schulpflichtigen Kindern und vom massiven Unterrichtsausfall gerade hier in NRW betroffen.

                Ich weiß natürlich, dass es auch Frauen gibt, denen es in der Schwangerschaft nicht gut geht, und die nehme ich ausdrücklich aus. Eine Freundin von mir musste in allen drei Schwangerschaften sehr früh liegen, damit sie es jeweils mit Ach und Krach bis zur 30. SSW schaffte.

                LG

                • "Aber du bist doch hoffentlich keine von den Schwangeren, die ständig zu Hause bleiben?"

                  Wow, das war mit der Tür ins Haus. Was heißt "ständig" und wie können Fremde über eine Lehrerin, die ihren Gesundheitszustand üblicherweise nicht ans schwarze Brett der Schule pinnt, urteilen?

                  Eigentlich finde ich es doof, mich für irgendetwas zu rechtfertigen, aber manchmal ist das Bedürfnis dann irrationaler Weise doch da - auch um vielleicht Vorurteile Kolleginnen gegenüber abzubauen: Ich bin jetzt in der 33. Woche und seit zwei Wochen im vollen Beschäftigungsverbot, da ich zum Teil stundenlang 10-minütige Kontraktionen hatte. Es wurden Bakterien gefunden, die dafür verantwortlich sein könnten und die trotz zweimal 6 Tagen Antibiotikum nicht in den Griff zu bekommen waren. Sie sind immer noch da. Das sieht man mir von Außen aber nicht an. Magnesium, Schonung und viel Liegen hilft etwas und wenn es nicht besser wird, kann man das entsprechende Antibiotikum nur noch intravenös im Krankenhaus geben - dazu Tokolyse und Lungenreife (bis Ende der 34. SSW).

                  Von meinen Arztbesuchen, Problemen usw. weiß kein Elternteil etwas und ich sehe auch nicht ein, dass ich mich da irgendwie erklären müsste. Ich hoffe, die Eltern meiner Schüler und auch die Schüler selbst gehen da nicht so ran wie du.

                  Du schreibst: "Ich weiß natürlich, dass es auch Frauen gibt, denen es in der Schwangerschaft nicht gut geht, und die nehme ich ausdrücklich aus."

                  Geh doch einfach davon aus, dass ein Arzt Frauen in der Regel auch nur dann krankschreibt, wenn er es für notwendig erachtet. Im Gegensatz zu dir kennt er den Gesundheitszustand der Frau.

                  "Ich finde es unfair den Schülern gegenüber, wenn man seinen Zustand ausnutzt oder generell bei jedem Wehwehchen zu Hause bleibt. Ich frage mich immer, ob das die Lehrer meiner Jungs nicht selbst sehen, schließlich sind sie meist auch Eltern von schulpflichtigen Kindern und vom massiven Unterrichtsausfall gerade hier in NRW betroffen."

                  Du kennst mich natürlich nicht und sicher handelt auch nicht Lehrerin so, aber als ich zunächst noch versuchen wollte weiter zu arbeiten und mein Arzt und ich uns erstmal auf ein eingeschränktes BV von 45% (er empfahl 20, ich wollte 45 probieren) einigten, habe ich aus einigen 90-Minuten-Stunden 45-Minutenstunden gemacht in Absprache mit der Schulleitung, damit noch alle meine Klassen weiter bedient werden können und nicht eine völlig ohne Mathelehrer dasteht.

                  Für mich hieß das aber, dass ich aus Pflichtbewusstsein auch jede einzelne 45-Minuten Vertretungsstunde mit vorbereitet habe, damit die Vertretungslehrkraft Material für die Schüler hat. So habe ich in der Summe noch deutlich mehr als 45% gearbeitet. Am Elternabend wurde natürlich trotzdem der Unterrichtsausfall kritisiert.

                  So handhaben das übrigens viele meiner Kollegen und Kolleginnen im Krankheitsfall. Fast alle schicken noch Vertretungsmaterial, damit die Schüler wenigstens üben können. Nur: Das alles wird weder gesehen noch gewürdigt und das verlange ich auch nicht mal.

                  Aber dieses haltlose Stellen unter Generalverdacht ist wirklich ärgerlich.

          Das war keine persönliche Wertung, wobei ich jetzt drauf gekommen bin, dass es bei uns genau anders herum war (siehe weiter unten).

      (9) 05.10.17 - 07:52

      Modern eingerichtet und junge Lehrer heißt ja in keinster Weise dass die Schule auch besser ist.

    (11) 05.10.17 - 10:41

    "Außer es gibt noch andere wichtige Unterschiede, z.B. dass eine Schule eher junge Lehrer hat und modern unterrichtet und die Zweite eher altbacken ist oder so. "

    Du hast kein Kind in der Grundschule, oder?

    Die jungen Lehrerinnen werden dauernd schwanger und sind dann weg. Außerdem haben sie zum Teil einen Haufen neue Unterrichtsmethoden und pädagogische Konzepte, die bei echten Kindern nicht funktionieren. Bis sie zu der Einsicht kommen, dauert es aber meistens.
    Mit den Jungs kommen die jungen Lehrerinnen häufig auch nicht klar, weil sie weder wissen, wie man Jungs motiviert, noch wie man sie in den Griff kriegt.

    Mir wäre lieber, wenn unser Sohn jemanden, wie meinen alten Lehrer hätte (damals schon an die 50), anstelle der unerfahrenen Lehrerin, die er hat. Mein Lehrer hätte keine Probleme mit ihm. Und nein, der hat die Kinder nicht eingeschüchtert, sondern er wusste einfach, wie man mit schwierigen Kinder umgehen muss, damit sie erstens hören und zweitens dabei sogar noch zufrieden sind.

    Moderne Unterrichtsmethoden? #rofl
    Das sind diese ganzen unsinnigen Sachen, wie Schreiben nach Gehör, verbundene Druckschrift, Wochenarbeitspläne, Hausaufgaben nach Zeitvorgabe und nicht nach Menge, Englisch ohne Erklärungen, sondern rein durch Beschwafeln usw.
    Mittlerweile ist es normal, dass Eltern, die Interesse an ihren Grundschul-Kindern haben, zu Hause den Hilfslehrer geben, damit die etwas lernen. Wer Eltern hat, die das nicht machen oder können, hat leider schon in der Grundschule verloren.

    LG

    Heike

    • Hallo,

      genau so ist es. Mein mittleres Kind ist letztes Jahr aufs Gymnasium gewechselt. Das ist etwas angestaubt, es gibt viel Frontalunterricht, klare Hausaufgaben. Nach einem Jahr stellte er fest, wie viel "einfacher" er das von der Struktur her findet. Es wird klar gesagt, was man möchte und klar erarbeitet, was Sache ist. Fertig.

      Mein kleiner Sohn ist auf einer GS, wo er alleine im Fach Deutschsechs (!) Hefte und Ordner hat - ein Ordner für Blätter, ein Regelheft, zwei Schulhefte, eins für Hausaufgaben und ein "Schönschreibheft". Was soll der Blödsinn? Er schreibt ständig in die falschen Hefte. Das Zusammensuchen von Infos ist ein Kampf.

      Nun schreibt er ein Diktat - vorbereitet daheim. Es kam eine Liste mit 50 Lernwörtern und vier Übungsdiktaten, die wir bitte daheim erarbeiten. Ich frage mich schon mitunter, zu was man Kinder heute in die Schule schickt.

      GLG
      Miss Mary

      (13) 05.10.17 - 13:46

      "Moderne Unterrichtsmethoden? #rofl
      Das sind diese ganzen unsinnigen Sachen, wie Schreiben nach Gehör, verbundene Druckschrift, Wochenarbeitspläne, Hausaufgaben nach Zeitvorgabe und nicht nach Menge, Englisch ohne Erklärungen, sondern rein durch Beschwafeln usw."

      Kurz & knackig beschrieben, müsste sogar ein reformorientierter Bildungspolitiker auf einem Bierdeckel kapieren #rofl

      (14) 05.10.17 - 14:15

      "Du hast kein Kind in der Grundschule, oder?"

      Ich hatte zwei Kinder in der Grundschule, wieso? Außerdem war das nicht wertend gemeint, sondern ein Unterschied, den manche Eltern wichtig finden.

      Aber wenn Du schon so ausschweifend antwortest, dann kann ich Dir sagen, dass die alte Lehrerin sowohl meine Tochter als auch meinen Sohn mit zehn Jahren Unterschied unterrichtet hatte und wir froh waren, als sie in Rente ging und eine junge Lehrerin nachkam. Die konnte nämlich genau das, was die alte Lehrerin nicht mehr konnte: Den wilden Haufen zähmen. Und das nur durch ihre Persönlichkeit, nicht durch irgendwelche Sanktionen.

      Von Schreiben nach Gehör habe ich auch schon was mitbekommen, das ist sowieso der größte Unfug der Welt. Gab es bei uns nie und ich glaube, ich wäre auch sonst verzweifelt. ;-)

Hallöchen,

Äh- sicher das ihr euch eine Schule aussuchen dürft?

Hier wohnt man in einem bestimmten Einzugsgebiet und wenn man eine andere Schule besuchen will, braucht man ziemlich gute Begründungen und der Wechsel wird inzwischen oft abgelehnt, zumal beide Schulen eine Stellungnahme schreiben müssen und auch de landesschulbehörde....

Liebe Grüße

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