Sparen fürs Kind

    • (1) 06.10.17 - 21:55

      Hallo, wollte mal fragen ob hier jemand auf einem aktuellen Stand ist bzw wie handhabt ihr das? Unsere Tochter ist jetzt 10 Monate alt u wir würden gerne Geld für sie ansparen. Sind Sparbücher überhaupt noch up to Date oder doch empfehlenswert, da man jederzeit über das Geld verfügen kann? Wofür habt ihr euch entschieden?
      Danke

      • Hallo,
        wir hatten für unser erstes Kind ganz klassisch ein Sparbuch bei der Sparkasse - und haben es wieder aufgelöst. Es war unpraktisch (nur Bar-Einzahlung) und bringt eh keine Zinsen.
        Jetzt hat jedes Kind ein Giro-Konto. Die Karten habe ich, die Kontonummern haben auch die Patentanten und die Oma ;-)

        Bei uns ist z.B. das letzte Kindergarten-Jahr beitragsfrei: den Beitrag überweisen wir jetzt gerade statt dessen den Kindern. Im nächsten Jahr, wenn die Große in der Schule ist, dann wieder dem KiGa.
        Auch Geldgeschenke einer Patentante kommen direkt per Überweisung auf das Konto.

        Zusätzlich haben wir ein Sparmodell für jedes Kind, bei dem wir, ich glaube, 20€ pro Kind pro Monat ansparen. Da haben wir uns bei der Bank beraten lassen. Diese Sache können die Kinder jederzeit beenden, Zinsen (bzw den sog. Bonus) gibt es aber so richtig erst am Schluss - und das ganze ist auf 25 Jahre angelegt.

        Bei der Suche haben wir festgestellt:
        1. Haben fast alle Banken etwa dieselben oder ähnliche Produkte - es lohnt sich aber, Details zu vergleichen.
        2. Es lohnt sich, online zu suchen. Wir haben uns für ein Produkt entschieden, von dem der Sparkassenberater sagte, er dürfe die Kunden nicht mehr darauf hinweisen! Keine Ahnung, ob es das jetzt noch gibt - vermutlich nicht - aber da wir es auf der Homepage selbst entdeckt hatten, konnte er uns die Anlageform auch verkaufen. War also im Angebot, aber im Beratungsgespräch hätten wir davon nichts erfahren...

        LG!

        Auf dem Sparbuch dürfte der Ertrag derzeit bei 0 Prozent liegen.
        Bei jährlicher Inflation von 2-3% haben jede hart erarbeite und angesparte 100 Euro nur noch eine reale Kaufkraft von 97-98 Euro.
        Nicht so tolle Aussichten....

        Wir haben uns für eine Eigentumswohnung entscheiden. Zwar mit Bankkredit, aber die monatliche Miete wird so ungefähr die monatliche Kreditrate abdecken, so dass unser Kind in 20-30 Jahren eine abbezahlte Wohnung bekommen soll und dann bewohnen oder verkaufen kann.
        Die komplette Steuerbelastung der Immobilie, Versicherungen etc tragen wir als Eltern derzeit noch zusätzlich. Da kommt noch einiges zusammen, aber wir hoffen, dass die Wohnung auch in 20-30 Jahren ihren Wert behält oder vielleicht sogar steigert, wenn das Umfeld weiter renoviert und aufgewertet wird.

      Hallo,

      ich habe gerade mal etwas Zeit und Lust, Dir zu antworten.

      Sparen an sich kann sich nur dann lohnen, wenn der Zinsertrag höher als die voraussichtliche Inflation ist. Ein Sparbuch oder auch ein Kindergiro-Konto hat das bei Weitem nicht.

      Darum müsst Ihr euch klar werden, für welchen Zweck das Geld gespart werden soll. Soll es schlicht für die Kinder zum "verschleudern" sein, wenn sie 18 sind. Also drauf gehen für Wohnung, Führerschein oder eben zusätzlich.

      In diesem Fall ist es gut, wenn zumindest so hohe Zinsen erreicht werden können, dass die Inflation von 2-3 Prozent abgedeckt werden kann, damit das gesparte Geld zumindest nicht an Kaufkraft verliert. Hier wäre eine internationale Lebensversicherung eine gute Wahl. Diese investieren bis zu 70 % des Anlagebetrages in ein sehr breit gestreutes Aktienportfolio und können so jährlich Zinsen von mindestens 3 % erwirtschaften. Lohnenswert ab 10 Jahre Anlagezeit. Die eingezahlten Beträge sind zu 100 % gespart + 1 % Zinsen garantiert - es besteht hier also für den Sparenden KEIN Risiko.

      Oder soll es ein finanzielles Grundpolster im Vermögensplan der Kinder werden, welches die Kinder zum investieren nutzen können sollen, wenn sie älter geworden sind?

      Da diese Sparform darauf ausgelegt ist, dass das Kapital selber niemals angefasst wird und weiterhin Zinsen erwirtschaft werden (die ebenfalls wieder ins Vermögen einfließen, also nicht ausgegeben werden) um irgendwann ein müheloses Zinseinkommen in nennenswerter Höhe zu erschaffen.

      Um hier in 20 Jahren gute Erfolge und hohe Sparraten erzielen zu können, sollte das von euch ersparte Geld nicht nur nicht an Wert verlieren, sondern am besten noch an Wert gewinnen, also höhere Zinsen als 2-3 % erwirtschaften.

      Dieses Sparvermögen sollten dann eure Kinder als Erwachsene weiter besparen, um sich ein Polster zu schaffen, welches ihnen finanzielle Unabhängigkeit ermöglicht.

      Dann wäre ein Aktiendepot das einzig Wahre. Mit einer breit gestreuten Anlagestrategie könnt Ihr euer Risiko überwiegend gering halten und akzeptable Zinsen zwischen 5 & 9 % erzielen (nein, kein Quatsch - meine aktuellen Anlagen produzierten 2016 bereits 8 % Zinsen p. a.). Ein Aktiendepot ist ja nicht ganz kostenlos. Einlagen sind immer mit minimal Kosten verbunden. Aber vernünftige Zinsen sollten das wieder entsprechend ausgleichen.

      Am besten wäre es in beiden Fällen, Ihr lasst euch von einem vernünftigen erfolgreichen Investmentinstitut dazu beraten. Banken sind in dem Fall leider der falsche Ansprechpartner.

      Ein bisschen muss man auch Zeit investieren, um Wissen zu erwerben und Anlagestrategien zu verstehen, aber wer einen guten Berater hat, dem ist schon viel geholfen. Und eure Kinder werden es euch danken, weil Ihr dank vernünftiger Anlagen (anstatt 0,1 % Zinsen #augen) einen viel höheren Sparbetrag mit der Zeit haben werdet dank Zinseszins.

      Zinseszins ist irre wichtig. Wenn Ihr z. B. 50 Euro monatlich pro Kind spart für 20 Jahre , habt Ihr am Ende 12.000 Euro eingezahlt.

      Bei einem Sparbuch mit 0,1 % Zinsen habt Ihr dann 121,25 Euro Zinsen erhalten #schock.

      Wenn Ihr ein akzeptables Aktienportfolio bespart, erreicht Ihr wohl mindestens 6 % Zinsen. Dann habt Ihr nach 20 Jahren Zinsen von 10.788,67 Euro ZUSÄTZLICH erspart. Ihr habt also fast das Doppelte für eure Kinder erspart.

      Wenn das jeweilige Kind im Gegenzug weiter die 50 Euro einzahlt für 20 Jahre, anstatt das Geld zu verscheddern, dann werden aus euren 12000 Euro (20 Jahre sparen Eltern) und den 12000 Euro (20 Jahre sparen Kinder) insgesamt 95000 Euro. Es werden also 70000 Euro Zinsen erwirtschaftet, obwohl insgesamt nur 24000 Euro (50 Euro monatlich über 40 Jahre) eingezahlt worden sind.

      Du kannst Dir ja mal einen Rechner für regelmäßige Sparraten raussuchen und selbst nachrechen. Dann probier mal die unterschiedlichen Zinssätze aus. Schnell wird klar, dass man einen guten Anlageberater suchen sollte ;-), sonst macht sparen einfach keinen Spaß.

      Ich wünsch Dir alles Gute und viele Sparerfolge!

      LG

    Unsere Kinder haben beide mit der Geburt eine Ausbildungsversicherung bekommen.

    Jetzt mit 20 bekommen sie ca 13tausend ausbezahlt. Soll in erster Linie für Studium o. Ä benutzt werden, kann aber natürlich auch zweckentfremdet werden.

    Zudem haben beide Kinder den Führerschein bezahlt bekommen.

    Lg

    (10) 07.10.17 - 08:20

    Am besten mal bei verschiedenen Banken umhören.

    Jetzt kommt ohnehin der Weltspartag. Da gibt es vielleicht auch Angebote.
    Ob sich Sparbücher lohnen, ist sehr unterschiedlich. Die Klassischen wohl nicht, aber manche Banken bieten Kindersparbücher oder Kindergirokonten an oder andere Angebote.

    Wir haben verschiedenes. Er gibt sowohl die klassische Spardose zu Hause fürs Taschengeld als auch eine Sparcard für jedes Kind. Das Geld aus der Dose darf jederzeit genutzt werden. Auf die Sparcard kommen mtl Gelder rein plus zu Anlässen auch noch von anderen Beträge drauf.

    Das ist quasi für kurzzeitige Verwendungen irgendwann oder so.

    Wir haben aber auch Aktien und Lebensversicherungen.

    Das ist dann das langfristige.

    Muss denke ich jeder für sich wissen was er macht. Ich denke egal wie ist es eine tolle Sachen wenn man es sich leisten kann.

    VG

    Hi

    Geldgeschenke der Kinder kommen aufs Sparbuch.

    Wir selbst sparen direkt für die Kinder im Moment ehrlich gesagt gar nicht. Bei den Zinsen zahlen sich ganz klassische Formen einfach nicht aus.

    Wir stecken das Geld lieber in Sonderzahlungen für unseren Kredit. Da sparen wir uns Zinsen, sind früher fertig und können dann anschließend mehr für die Kinder auf die Seite legen.

    LG

    (13) 07.10.17 - 12:09

    Hallo,
    unsere Söhne (13 und fast 9) haben beide ein Sparbuch (auf das man auch überweisen könnte, wenn man will) sowie Genossenschaftsanteile an der Volksbank. Zwischendurch haben wir immer zum Weltspartag Sparbriefe gemacht. Das ist für uns bisher immer die ideale Lösung. Sparbriefe gibt es aber seit ein paar Jahren aufgrund der schlechten Zinsen nicht mehr.
    Beide Söhne haben aktuell jeweils ein Sparguthaben in der Höhe, dass der Führerschein sowie das erste kleine Auto finanziert ist.
    LG
    Elsa01

    Hallo,

    wir haben zwei klassische Sparverträge und einen Aktienfond. Das dritte Kind, das den Fond hat, ist schon bedeutend reicher als die anderen beiden. #schein. Pro Monat und Kind werden da 50€ angelegt.

    Die Kinder wissen davon nichts und es geht auch nicht auf ihren Namen, einfach, weil ich nicht abschätzen kann, wie reif sie mit 18 sind. Meine Schwester hat mit 18 von ihrer Patentante eine ganz ordentliche Summe bekommen und binnen weniger Monate für den allergrößten Müll verschleudert.

    Geldgeschenke etc. liegen auf dem Sparbuch. Dass sie da nicht vergammeln, fließen sie ab und an in Familieninvestitionen mit ein (z.B. wenn uns 2000€ für ein Auto fehlen) und werden dann mit Zinsen wieder zurückgezahlt. Für unsere Kinder ist das okay.

    GLG
    Miss Mary

    • Huhu Miss Mary,
      wir fangen erst an, mehr Geld zu verdienen als wir für den Alltag brauchen. Daher haben wir außer mit Baufinanzierung und alten Bausparverträgen nicht viel Errahrung, was Geldanlagen betrifft. An wen wende ich mich, wenn ich in einen guten Fond sparen will? Sicher nicht an die Hausbank, oder? Sucht man sich da online irgendeinen Vermögensberater? Der verdient ja aber auch an den Produkten, die er vertreibt. Gibt es überhaupt jemanden, der wirklich unabhängig berät? Unser Baufinanzierungsmensch hat sich auch einen gewissen Betrag unseres Darlehens eingesteckt. #gruebel

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