Normale Geschwisterliebe?

    • (1) 15.10.17 - 21:59

      Hallo!

      Ich bin etwas ratlos und würde gerne eine objektive Meinung haben:

      Es geht um die Schwester meines Mannes. Aktuell hat sie wohl eine Depression/Psychose mit stationärem Aufenthalt.
      Auch in der Vergangenheit war sie sehr labil,
      Aktuell ist sie arbeitslos (seit fast einem Jahr) nach abgeschlossener Ausbildung, aber abgebrochenen Studium. Single nach etlichen Beziehungsdramas, wohnt bei Eltern, welche sie finanzieren. Es besteht wohl bis auf ihre Eltern kein soziales Nezzwerk.

      Aufgrund einer Panikattacke/Psychoso/Depression/was auch immer...würde sie mithilfe des RTW und meines Mannes in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Vor der Einlieferung wirkte sie zur eigenen Person, zeitlich und räumlich desorientiert.

      Soweit so gut/schlecht.

      Wir selber (Schwägerin und ich) haben gar keine Bindung zu einander. Da sie wohl den Zusammenzug, Schwangerschaft und Hochzeit ihres Bruders negativ gegenüber stand und während diesem Zeitraum Funkstille zwischen den Geschwistern herrsche.

      Ich bekam während eines Telefonats nur beiläufig mit, dass mein Mann ihr gegenüber meinte, dass seine erste Priorität seine "Lieblinge" (Frau und Baby) sind, die es zu schützen gilt. Ihre Aussage darauf: "... aber ich war doch dein Liebling..."
      Oft erwähnt sie vor Bekannten, männlichen "Affären", mir und ihrem Bruder selbst, dass die ihn liebt, er der schönste, intelligenteste und beste wäre...

      Theoretisch würde ich das ja als besondere Schwester-Bruder-Bindung abtun, aber mein Mann rastet jedem mal aus, wenn sie vor mir Aussagen tätigt, dass sie nur ihm vertraut und ihn so sehr liebt.
      Ich denke es ist ihm unangenehm, dass ich etwas falsches da rein interpretieren könnte, da sogar aus seinem Bekanntenkreis einige zu mir meinten, dass sie den Verdacht gegen, sie könne mehr als nur eine normale Schwester-Bruder-Gefühle hegen.

      Zur Info, sie ist 34 und er 37. Grund für den Kontaktabbruch war wohl, dass mein Mann sie nicht zu einer Behörde gefahren hat, weil unser Kind 2 Wochen alt war und ich seine Hilfe dabei benötigte. (Schreibaby)

      Während ihrer Arbeitslosigkeit hat er sie auch für 3 Jahre bei sich umsonst bei sich wohnen lassen, was leider durch unsere Familiengründung beendet werden musste..

      Bitte teilt mir eure Sichtweise mit, ob ich wirklich was fehlinterpretiere...
      Danke

            • (5) 15.10.17 - 22:53

              das Problem ist, dass mein Mann und ihr Bekanntenkreis der Meinung sind, dass sie diese Depression erfindet, damit sie von ihm Aufmerksamkeit bekommt.

              Wie gesagt, herrschte Funksstille. bis zu ihrem "Absturz". Seine Eltern haben ihn weinend um Hilfe gebeten. Nachdem er unser Baby schlafen legte, ist er mit ihr und RTW eben in besagte Klinik, wo er bis 5 Uhr morgens eingespannt war. Auch die Tage danach musste er täglich vor und nach der Arbeit in die Klinik für Besorgungen für sie, Bürokratie etc. Abends ist er dann um 20:00 Uhr da.

              Er selber möchte sich nicht um sie kümmern, nur ich dränge ihn dazu.. Dazu tun mir/uns seine überforderten Eltern leid, die eh kaum Deutsch verstehen.

              Also muss ich mich damit auseinandersetzen... (habe einen med. Beruf und vermittel quasi zwischen meinem Berufstand, Psychologen und ihrer Familie...)

              • (6) 15.10.17 - 23:01

                >>>das Problem ist, dass mein Mann und ihr Bekanntenkreis der Meinung sind, dass sie diese Depression erfindet, damit sie von ihm Aufmerksamkeit bekommt.<<<

                Wieso ist das für dich ein Problem?

                Und wenn du deinen Mann dazu drängst, sich um seine Schwester zu kümmern, womit musst du dich dann großartig auseinandersetzen?

                WO genau ist dein Problem?

                • (7) 15.10.17 - 23:13

                  mein Problem ist, dass mein Mann sich nicht um seine Schwester kümmern möchte

                  Vlt weiß ich wirklich nicht wo und ob ich ein Problem habe. Soll sie doch in ihn verliebt sein, bringt ihr ja eh nichts.

                  Ich wollte nur anhand meiner Schilderung wissen, ob Außenstehende dies als intakte Bruder-Schwester Beziehung betrachten würden, weniger wie ich zu dieser Situation stehe.

                  Wenn dem so wäre, würde ich ihn darin bekräftigen mehr Kontakt zu ihr aufzubauen... hätte sogar überlegt, sie bei uns wohnen zu lassen... er versperrt dich, weil er Angst vor ihren Gefühlen hat.

                  • (8) 16.10.17 - 10:21

                    Ich habe eine ganz einfache frage:

                    Wie würdest du es finden, wenn dein Mann dich drängen würde, etwas zu tun,was du nicht möchtest?,

                    Denn das machst du doch. und warum machst du das? das verstehe ich nicht, dass du dich da so bestimmend einmischt.

                    Mitfahren im RTW ist ok, aber Klamotten kannst du ihr doch vorbeibringen oder für so was können doch auch die Eltern eingespannt werden. Warum muß dein mann alles machen,was unangenehm ist? Können die Eltern auch, die können ja nach 10 min. gehen.

                    Ich würde die Entscheidung wieviel er sich kümmert, wirklich deinem Mann als Bruder entscheiden lassen. und ihr kümmert euch alle (Eltern, Mann, du) gemeinsam um das nötigste. Man muß ja z.B. nicht jeden Tag in Krankenhaus, Wäsche gibt man auch für einige Tage mit.

                    • (9) 16.10.17 - 10:25

                      Hab noch was vergessen:

                      Dräng bitte nicht, dass deine Schwägerin bei euch wohnt, wenn dein Mann das nicht möchtest. Denn du möchtest ja sicher nicht, dass dein Mann sich in seinem Daheim täglich unwohl fühlt,

                      Mach dir klar, es ist die Schwester deines Mannes, nicht deine!

                      (10) 16.10.17 - 11:13

                      seine Eltern haben kein Auto und fahren nicht mit Öffis, da sie kein Deutsch verstehen. Wieso ich mich bislang "gekümmert" habe, da diese von Diagnostik und med. Fachbegriffen vorallem in Deutsch nicht viel verstehen. Sprachbarriere... Deswegen bat mich mein Mann unter Ärzten zu kommunizieren und den Therapieverlauf seinen Eltern über ihn zu vermitteln.

                      • (11) 16.10.17 - 11:15

                        es ist nicht so dass wir uns nahe stehen ^^ prinzipiell ist sie mir egal, deswegen versuche ich eben mein Handeln eben durch das Forum zu reflektieren.

                        (12) 16.10.17 - 12:57

                        Eine Sprachbarriere bleibt, wenn man nicht spricht! Wenn man sprechen muss wird sie kleiner.
                        Von daher ist keine direkte Hilfe von euch die bessere Hilfe für deine Schwiegereltern.
                        Und einem Depressiven sollte man NIE die Verantwortung abnehmen.

                        Gruß Sol

                  Muss man das verstehen?
                  Deinem Mann ist dieses fast krankhafte Klammern seiner Schwester unangenehm und DU drängst ihn zum Kümmern? Du denkst sogar, die Frau bei euch aufzunehmen? Aber sonst ist alles paletti oder? Lass Deinen Mann endlich das tun, was er für richtig hält und konstruiere nicht noch Probleme. Wenn ihm das Ganze unangenehm ist, hat er einen Grund dafür. LG Moni

                  Ich finde, dass du sehr sozial aber auch verquere Gedankengänge hast...

            Hallo,
            Welche Staatsangehörigkeit haben denn die Eltern Deines Mannes? In manchen Ländern ist der Bruder für das Wohlergehen der Schwester verantwortlich.
            Wenn beide so erzogen wurden, könnte Deine Schwägerin es versuchen einzufordern und Dein Mann es als Quatsch ansehen und nichts damit zu tun haben wollen. Gerade weil er Dich und Euer Kind schützen will.

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