Kommunion trotz Kirchenaustritt der Eltern?

    • (1) 22.10.17 - 20:58

      Hallo, ich würde gerne wissen, ob meine Tochter (getauft) zur Kommunion gehen darf auch wenn ich aus der Kirche austrete?

            • (5) 22.10.17 - 21:21

              glauben hat doch nichts mit steuern zu tun!
              Ich bin gläubig, aber das hat nichts mit meinem Geld zu tun.

              • (6) 22.10.17 - 21:30

                Das habe ich schon verstanden, aber man kann ja auch ohne Taufe oder Kommunion gläubig sein.

                Ich bin der Meinung, wenn man Mitglied in einem Verein sein möchte, sollte man auch den "Mitgliedsbeitrag" zahlen, um die Leistungen/Vorzüge des Vereins in Anspruch nehmen zu können.
                Oder sollte der Pfarrer, der die Kommunion durchführt, kein Gehalt bekommen? Die Kirche, in der die Kommunion stattfindet - sollte die gepflegt und geheizt sein? Ich nehme an, ja. Aber wovon soll das finanziert werden, wenn keiner Kirchensteuer zahlen will?

                • (7) 22.10.17 - 21:33

                  meine Tochter möchte selber zur Kommunion gehen und da sie getauft ist, wollte ich mir wissen ob es bei Korchenaustritt der Eltern noch möglich ist.
                  Im übrigen wird der Pfarrer nicht von der Kirchensteuer bezahlt.
                  Aber meine Frahe hat sich geklärt, danke

                  • (8) 23.10.17 - 07:19

                    "Im übrigen wird der Pfarrer nicht von der Kirchensteuer bezahlt."

                    Wie denn dann? Sogar auf dieser Kirchen (-steuer)feindlichen Seite heißt es,

                    "Zur Erinnerung: Rund zwei Drittel der Kirchensteuern werden für die Bezahlung von Pfarrern und anderem Kirchenpersonal (ohne Caritas bzw. Diakonie) ausgegeben! "

                    http://www.spart-euch-die-kirche.de/besucherfragen/neueste-zahlen-zur-besoldung-von-priestern/

                    (9) 23.10.17 - 08:48

                    Ja, dein Kind kann und darf zur Kommunion gehen, auch wenn du oder beide Eltern nicht röm. kath. bzw. ausgetreten sind.
                    Mich würde jedoch interessieren, wovon EUER Pfarrer denn bezahlt wird, wenn nicht von den Kirchensteuern?
                    Kein Pfarrer arbeitet nur für Gottes Lohn, sie werden ganz normal, wie jeder Angestellte dafür entlohnt. Selbst wenn er dies als Mitglied eines Klosterordens tut, bekommt er sein monatliches Gehalt dafür.
                    Die KOmmunion ist, wie die Taufe, für dich kostenfrei - außer was halt an üblichen Ausgaben (wie Blumenschmuck etc.) zu bestreiten ist. Jedenfalls musst du (wie auch die anderen Kommunioneltern) nichts bezahlen für Pfarrer, Mesner, Organist beim Gottesdienst, oder auch Sekretärin für den damit verbundenen anfallenden Bürokram. Diese werden allesamt von der Diözese entlohnt - und zwar aus Einnahmen wie Kirchensteuern.
                    Du hast natürlich recht - Glaube und Kirche bzw. Kirchensteuer muss nicht in unmittelbarem Zusammenhang stehen. Persönlich bin ich über die Kirchensteuer auch nicht nur hocherfreut - aber ich bin der Meinung, solang ich die Dienste der Kirche in Anspruch nehme (und wenn es nur der gelegentliche Besuch einer Messe ist) werde ich diese weiterhin zahlen.
                    Man sollte halt auch immer im Hinterkopf behalten, was täglich an Seelsorge geleistet wird - im Krankenhaus, auf den Straßen bei Unfällen... usw. Wenn sich die dafür zur Verfügung stehenden dezimieren, bricht mehr weg, als nur der Sonntagsgottesdienst, den viele Leute in Bezug auf Kirchensteuer im Fokus haben.
                    Klar - wenn man bedenkt, wie prunkvoll sich die kath. Kirche teilweise, dank der Gelder, präsentiert - dem kann man nicht nur dankend zustimmen.
                    LG

                Andere Konfessionen und ihre Institutionen und Orga kommen doch auch ohne eine Zwangssteuer aus.

                Für mich sind Christentum und Institution Kirche 2 völlig verschiedene Paar Schuhe.

                • Für mich ja auch. Aber bei Taufe, Kommunion etc. handelt es sich nunmal um Dienstleistungen der Kirche. Und ich finde es schäbig, diese kostenlos in Anspruch nehmen zu wollen.

                  Meinetwegen kann man auch ohne kirchliche Sakramente oder Gottesdienstbesuche gläubig sein. Aber man kann doch nicht hinrennen und Kommunion feiern, obwohl man mit der Kirche nichts am Hut haben will.

                  Ja, die Tochter will Kommunion feiern. Aber Reitstunden, Ballettunterricht oder die Mitgliedschaft im Turnverein würden ja auch die Eltern für sie zahlen.

                  • (12) 23.10.17 - 15:59

                    Die Erstkommunion ist ein Sakrament. In den Sakramenten sollen die Gläubigen Jesus Christus begegnen. Betrachtest Du das tatsächlich als kostenpflichtige Dienstleistungen?

                    Ja, für einen Turnverein und Reitunterricht zahle ich den geforderten Beitrag, aber das kann man doch nicht ernsthaft vergleichen

                    Deiner Argumentation folgend, wäre die Kirche nichts weiter als ein Verein. Dann dürfte man zwar glauben, aber nur für sich zuhause und erst indem die Kirchensteuer gezahlt wird, habe ich das Recht auf Teilnahme am Gemeindeleben? Wenn das so sein soll, dann hat Kirche wirklich nichts mehr mit Glauben zu tun, so wie ich ihn verstehe.

                    Und die TE hat nicht gesagt, daß sie mit Kirche nichts am Hut hat. Sie möchte nicht auch noch neben den Steuergeldern, die ohnehin für die Kirche aufgewendet werden eine Kirchensteuer bezahlen und das ist ihr gutes Recht.

                    • (13) 23.10.17 - 16:54

                      Richtig. Für mich ist die Kirche mit einem Verein vergleichbar. Was aber gar nicht negativ gemeint ist.

                      Ich betrachte die Sakramente selber nicht als kostenpflichtig. Und dennoch muss doch irgendwie das Gebäude instand gehalten werden. Muss die Gemeindesekretärin bezahlt werden, die Putzfrau, der Blumenschmuck, die Kerzen, die Gesangsbücher. Meinst Du, das schickt der liebe Gott einfach so vom Himmel?

                      • (14) 23.10.17 - 17:54

                        Sofern es einen gibt, schickt er eine Menge Eigenartiges vom Himmel, aber sicher keine der von Dir genannten Dinge.

                        Ich bestreite nicht, daß der Apparat laufen muss und das dafür nunmal Geld da sein muss, ich lehne es nur ab, Menschen, die es wagen, trotz Einstellung Ihrer Zahlungen einen Fuß in die Kirche zu setzen, als Schmarotzer, schäbig, dreist oder sonstwie zu betitelt werden.

                        JEDER auch überzeugte Atheisten, Muslime, oder Mitglieder anderer Glaubensrichtungen finanzieren diese Kirchen über Ihre normalen Steuergelder mit und hier wird so getan, als ob die TE sich komplett verweigert. Dabei bezahlt sie anteilig jeden Monat und es weiß auch niemand, ob sie nicht im Rahmen der Kommunion die Kollekte großzügig auffüllt.

                        • (15) 23.10.17 - 18:14

                          Na gut, sollen doch einfach alle aus der Kirche austreten. Die Finanzierung über die anderen Steuern und Spenden wird sicher ausreichen. ;-)

                          Ich rede nicht davon, mal einen Fuß in die Kirche zu setzen. Ich rede davon, die Sakramente zu empfangen (und ein schönes Fest zu feiern) und dann aktiv und regelmäßig am Gemeindeleben teilzunehmen (korrigiere mich, wenn ich falsch liege - ich bin evangelisch - aber das ist doch der Sinn der Kommunion, oder?).

                          • (16) 23.10.17 - 18:55

                            Bei den Überschüssen, die die Kirche (insbesondere die katholische) hat, werden sie sich nicht von Ihren Oblaten ernähren müssen. Vielmehr sollten sich die Kirchen lieber fragen, weshalb so viele Menschen austreten möchten.

                            Ich kenne weder die TE noch Ihre Tochter, aber ob und wie sie am Gemeindeleben teilnehmen, mache ich nicht an der Kirchensteuer fest. Im Zweifel ist es aber die Tochter, die sich einbringen möchte und die ist eben auch nicht steuerpflichtig.

                            Ich will Deine Meinung garnicht kritisieren. Wir haben eben unterschiedliche Ansichten und ich denke, wir werden uns da gegenseitig nicht überzeugen können. Ich bedanke mich auf jeden Fall für diese sehr sachlich geführte Diskussion - ist hier bei urbia ja nicht immer der Fall.

                            (17) 23.10.17 - 19:17

                            Vielen Dank, das Kompliment gebe ich gerne zurück!

              (18) 23.10.17 - 11:55

              Hallo

              Dir ist aber schon klar, daß z.B. die Gehälter der Bischöfe, Erz- und Weihbischöfe, von Vikaren und Priestern nicht aus den Kirchensteuern bezahlt werden?

              Diese Gehälter werden direkt von Staat gezahlt und haben mit der Kirchensteuer nichts zu tun. Es ist also jeder durch seine normalen Steuern ohnehin an den Gehältern beteiligt. Darüber hinaus, wird die Kirche in so vielen Bereichen staatlich bezuschusst wie z.B. bei Kindergärten, Altenpflege sowie Diakonien und Caritas. Dazu kommen steuerliche Vergünstigungen oder sogar vollständige Befreiung, so daß die TE auch so ihren "Mitgliedsbeitrag" zahlt und sich auch mit einem Austritt diese Zeremonie jeden Monat "erkauft".

              Die Kirchensteuer wird darüber hinaus erhoben und wird tatsächlich auch für Gehälter der Pfarrer eingesetzt, aber in welchem Umfang ist schwer einzuschätzen, denn das Finanzierungssystem der Kirchen ist komplex und die Verantwortlichen sind auch eher zurückhaltend, wenn es um die Offenlegung geht. Im Zweifel glaube ich nicht das die Reinigung oder die Heizkosten der Gebäude aus dem Topf bezahlt werden.

              Ganz abgesehen davon geht es um die Tochter und die hat mit Ihrer Taufe das Recht in dieser Gemeinde aufgenommen zu werden. Das soll nur durch Zahlung eines gesonderten Beitrag legitim sein? Das ist mir in der Gesamtbetrachtung zu einfach.

              Dann würde ich mich an Deiner Stelle damit beschäftigen, WER die Kirchensteuer eingeführt hat.:-[

              Dann würde ich mich damit beschäftigen, wo in der Bibel steht, dass man nur in der Kirche sein kann, wenn man eine Kirchensteuer zahlt.

              Und wenn es noch nicht mal reicht, würde ich darüber nachdenken, wie jemand ein Verein mit einef Kirche vergleichen kann#schock

              Deutschland ist, soweit ich weiß, das einzige Land auf der Welt, in dem man eine Kirchensteuer zahlt.#klatsch

              d.h. Es müssen auch andere Finanzierungsysysteme funtkonieren. Wie es mit der Moral ist, ist eine andere Sache.

              Und gläubig sein und in der katholischen Kirche zu sein, ist schon ein Unterschied.

              • Ja, natürlich gibt es viele Gründe, gegen die Kirchensteuer zu sein, das ist ganz sicher kein Konzept, welches ich befürworte.

                ABER: So läuft es nun mal heutzutage in Deutschland. Das kann man doof finden. Man kann auch die Konsequenzen ziehen und austreten, kein Problem. Und man kann trotzdem gläubig sein und nach Christlichen Werten leben. Nur, solange das Finanzierungskonzept der Kirche zu einem Teil auf der Kirchensteuer beruht, finde ich ganz persönlich es nun mal schäbig, fein in die gut geheizte und geputzte Kirche zu gehen, die Sakramente zu empfangen und dann aber nicht bereit zu sein, etwas dafür zu zahlen.

      Ok.
      Es ist aber so das es in der Vorbereitungszeit viele Gottesdienste gibt mit Eltern.
      In denen die kommunionskinder zB etwas vorstellen.
      Ich könnte mir vorstellen, dass deine Tochter nicht so begeistert wäre wenn ihre Eltern da nie dabei sein können.

    Ich möchte euch allerdings noch sagen, dass die Vorbereitungszeit eine sehr schöne Zeit für mein Kind und uns war.

    Ich bin zwar jetzt auch nicht die kirchengängerin außer zu den Feiertagen da ich möchte das meine kinder wissen warum wir diese feiern.

    Aber diese Gottesdienste die die kinder da gestalten hat uns wirklich gut getan.

    1. Weil wir gesehen haben wie sehr unser Sohn aufging bei zb Fürbitten Vortragen.
    Er hat sich da sehr engagiert.

    2. Sie waren eine kleine Auszeit aus dem oft so stressigen Alltag.
    Wir kamen einfach mal runter.
    Man konzentriert sich nochmal auf die wesentlichen dinge

    (25) 23.10.17 - 09:05

    find ich auch scheinheilig...

    Wer bezahlt denn die Gruppenstunden für die Kommunion, die Räumlichkeiten, hält die Kirche instand, damit es ne schöne Feier wird? Der liebe Gott, der dich auch ohne Dein Geld liebt, sicher nicht...

    Sorry - da bin ich ganz klar der Meinung, dass man natürlich auch ohne Kirche glauben kann, das sei jedem unbenommen. Aber die Dienstleistungen der Kirche in Anspruch zu nehmen, wenn man gerade ausgetreten ist, finde ich ziemlich dreist...

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