Wie verändert man sich nach dem Erleben....

    • (1) 27.10.17 - 23:57

      eines bestimmten Ereignisses ?

      Hallo,

      Ich weiß noch nicht mal, wie ich die o.g. Diskussion nenen soll. Praktisch geht es mir darum, dass wir vor ??? einem Monat diesen tollen Sturm erlebt haben. So etwas ist mir in meinen vielen Jahren nocn nie passiert. Man fährt dann durch die Gegegend, Bäume purzelten eins nach dem anderen. Viele Angehörige/Kollegen/Bekannten waren direkt betroffen. Und man hat wirklich hautnah das Leiden erfshren.

      Jetzt ist es so, dass wir eigentlich am Sonntag mehrere Stunden durch ein Gebiet fahren sollten, bei dem jetzt ähnliche Unwetterwwrnung herausgegeben wurde. Bis zu diesem Sturm war ich wahrwcheinlich leichtsinnig. Es berührte mich nie.
      Jetzt ist es anders. Mein Mann schaute mich nicht wohlwollend an. Ähm.

      Als vor 3 Wochen unser Hort aufgrund einer Sturmwarnung abgelehnt hatte, die Kinder nach Hause zu schicken, s haute ich mir die Wetterdaten an und sah die Hysterie. Jetzt ist es abef so, dass die Wetterwarnung wirklich schlecht ausssieht.

      Frsge an euch: Habt ihr andere Sachen, die euch passiert sind und die eich geprägt haben:
      Was passierte dann ? Sagt ihr euch. Mein Gott, einmal in 40+ Jahren. Seid ihr eeitdem reflektierter ? Sind eure Partner dann gleicher Meinung ?

      Wenn wir keine Kinder hätten, hätte ich noch sagen können: tja, unser Risiko. Mit der ganzen Familie tue ich es mir schwer und es wundert mich eigentlich, dass mein Partner so gleichgültig ist.

      Ich würde mich über Erfwhrungsaustausch freuen.

      Danke

      #winke

      • Ich könnte deine Lage nachvollziehen, wenn es um das Überleben eines Flugzeug Absturzes, eines Erdbebens oder eines tsunamies ginge. Aber der Sturm neulich war zwar heftig aber nicht annähernd so heftig wie damals kyril. Das war jetzt nichts dramatisches wie das Hochwasser in Dresden damals 2002 oder 9/11. Von daher verstehe ich deine Panik absolut nicht. Du hast einen Sturm erlebt. Jährlich gibt es in 4eztschlqnd mindestens eintn dieser Stürmer. Nichts dramatisches und nichts lebensveränderndes. Von daher glaube ich, dass du ziemlich übertreibst.

        (7) 28.10.17 - 12:32

        Xavier hat insgesamt sieben Menschenleben gefordert.
        Deren Angehörige sind traumatisiert und geprägt von dieser furchtbaren Erfahrung.

        Ab wann darf man den deiner Meinung nach besorgt sein?
        Ab atomarer Katastrophe und aufwärts?

        Es gibt ein Form von selbsgefälliger Abgeklärtheit, die extrem unsympathisch rüberkommt.
        Selbstverständlich wird dich das nicht tangieren, der obig erwähnten Charaktereigenschaft sei Dank!:-)

        • in usnerem Dorf ist damals beim Orkan "Kyril" ein bekannter gestorben, aber trotzdem muß ich doch nicht jetzt jedesmal volelr panik sein.

          Ich jedenfalls fühle mich erwachsen genug, einschätzen können, ob ich raus gehe/fahre bei starkem Sturm. Wenn es sehr gefährlich ist, dann bleib ich halt zuhause; und wenn es besser für die Kinder ist, bei dem Wetter im Kiga zu bleiben, dann ist das ok. (ich habe DEN Teil des Threads der TE nicht wirklich verstanden).

          • (9) 28.10.17 - 18:09

            Naja,
            man entscheidet nicht alleine, sondern als Familie.

            Dass bei einer Unwetterwarnung unsicher wird und nicht genau einschätzen kann, wie man sich nun verhalten soll, kann ich nachvollziehen.

            Wenn es nur um mich geht, bin ich recht arglos und gehe immer davon aus, dass schon alles gutgehen wird.
            Muß ich aber meine Verantwortung, die ich als Mutter habe, in meine Entscheidung mit einbeziehen, finde ich manche Entscheidungen auch nicht so einfach zu treffen.:-(

            Dafür ist ein Forum doch optimal.
            Man kann kurz mal prüfen, ob die eigene Sicht sehr ungewöhnlich ist oder doch mit der Mehrheit konform geht.
            Letzteres muß ja nicht ausschlaggebend sein, kann einem aber eine Sicherheit geben.

    Da fällt mir noch etwas ein. Vor etwa 3 Jahren wurde unsere postfiliale überfallen. An einem stink normalen Wochentag, ein vormittag. Zu der Zeit war ich häufiger dort, weil ich virl bei mamikreisel verkauft habe. Oft mit meinem damals 2 jährigen Sohn im Kinderwagen. An dem Tag war ich nicht dort. Aber ich hatte in dem wochrn danach ein mulmiges Gefühl, wenn ich zur Post ging. Was, wenn ich an dem Tag dort gewesen wäre mit meinem Sohn? Was, wenn er angefangen hätte zu weinen? Die Täter waren bewaffnet. Hätten Sie uns etwas angetan, weil ein schreienden Kind sie aus der Fassung gebracht hätte? Nach einigen Wochen ging ich ohne mulmiges Gefühl zur Post. Und das tue ich seitdem immer noch.
    Andere Geschichte ist, das etwa in dem gleichen Jahr ein Vater sein Kind in der einfahrt überfahren hat, weil er es nicht gesehen hat. Das Kind war im gleichen alter wie mein Sohn. Das Kind starb. Seitdem achte ich verstärkt darauf, wo Autos aus einer einfahrt heraus fahren, wenn ich mit meinem Sohn unterwegs bin. Ich weiß nicht, wie die Familie das überstanden hat. Ob die Mutter des Kindes das ihrem Mann verzeihen konnte und wie der Mann je wieder seines Lebens froh werden könnte. Wir könnten die Familie nicht. Aber das Erlebnis, das bei uns im Ort stattfand, hat mich dahin gehend geprägt, dass ich jede einfahrt auf unseren wegen nun genausestens im Blick haben. Bis heute. Aber letztlich macht man weiter wie zuvor. Man achtet verstärkt auf gefahren Situationen aber das tägliche Leben wird davon nicht berührt. Es geht alles seinen gewohnten Gang.

    • ... Du wurdest durch ein Ereignis in Deiner Nähe geprägt, das Dich nicht selbst betroffen hat und hast darauf hin Dein Verhalten geändert (Einfahrten genauer checken als früher).

      Die TE macht es genau so, aber ihr sprichst Du ab, dass das in Ordnung ist und sie reagiert in Deinen Augen übertrieben?

      Dein zweierlei Maß geht mir immer mehr auf den Sender #aerger.

      mari

      • Es ist weitaus wahrscheinlicher, dass man vom Auto überfahren wird (gerade wenn man ein Kind ist) als bei einem Sturm von einem Baum erschlagen zu werden. Ich wohne in Niedersachsen, der Sturm hat mich auch erwischt, ich saß im Zug fest, es ging gar nichts mehr und der Strom viel auch aus. Na und? Ich müsste viel mehr Angst hsbrn, wenn ich in ein Auto steige. Autounfälle sind die häufigste Unfall Quelle neben den Unfällen im eigenen Haus. Ich müsste jedes mal angst im mein lebrn hsbrn, wenn ich in ein Auto steige. Wenn auch nur irgendein Idiot eintn Fehler beim fahren macht, könnte ich dabei drauf gehen. Diese Angst ist aber irrational und mam vertraut einfach drauf, dass andere eben genauso defensiv fahren wie man selbst oder wie der, der einen fährt. Es müsste jeden beeinträchtigen, wenn man darüber nachdenkt, was passieren könnte, wenn der vorder- oder hintermann im Straßenverkehr plötzlich eintn Fehler macht. Tut es aber nicht. Man vertraut einfach drauf, dass jeder sich fair verhält. Ansonsten würde ja kein Mensch mehr Auto fahren, weil man andere nicht einschätzen kann und ihnen einfach vertrauen muss, ohne sie zu kennen. Deshalb finde ich die Angst der te ziemlich übertrieben, denn ein Sturm oder Orkan ist nur dann gefährlich, wenn man sich falsch verhält. Und sich seitdem vor jedem Wind zu fürchten ist schon ein wenig lächerlich, da man ja nun nicht zum ersten Mal in seinem lebrn einen Orkan oder Sturm erlebt hat. Das sind entnehmen fast tägliche Dinge, ein Überfall, eine richtige Naturkatastrophe oder ein Unfall wären Dinge, bei der ich angst in den nächsten Wochen nachvollziehen könnte. Aber ein Sturm wie neulich? Nee, da habe ich schon heftiger Dinge erlebt als das für mich nachvollziehbar wäre.

        • Du musst noch viel mehr Angst haben, wenn Du so dämlich bist, mit dem Auto in ein Sturmgebiet zu fahren.

          Da liegt doch der wesentliche Unterschied zu normalem Auto fahren #aha.

          Ich find das was du schreibst ja irgendwie ein bisschen naiv... #kratz

          • Inwiefern? Das mit dem Auto fahren? Ist doch aber so. Man könnte täglich in jeder Situation sterben. Beim Auto fahren geht man davon aus, dass alle anderen auch defensiv fahren. Tun sie das nicht, könntest du auch sterben. Weil irgendein Idiot dir die vorfahrt nimmt, plötzlich stark bremst usw. Auto fahren ist gefährlicher als ein Sturm. Deshalb müsste man eher angst vor der Unzuverlässigkeit anderer Verkehrsteilnehmer haben als vor einem Sturm.

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