Schwiegereltern und die Beziehung zum Partner

    • (1) 03.11.17 - 13:59

      Ihr Lieben!
      Ich hoffe ihr könnt mir helfen...bin echt völlig am Ende!! Achtung, langer Text!!
      Meine Tochter wird bald 2 Jahre alt und seit der SS geht alles nur noch bergab zwischen meinem Partner und mir und den Schwiegereltern. Meine Schwiegereltern kommen aus den Süden und haben eine ganz andere Familienkultur, andere Vorstellungen und Wünsche und auch noch ein anderes Temperament als ich. Bei meinem Partner ist es ähnlich.
      In der SS fing es an mit der SchwiMu und den unguten Ratschlägen, Einmuschungen und der extremen Vorfreude die ich kaum ausgehalten habe. Ohne Fragen an den Bauch greifen (was ich von niemandem außer meinem Partner mochte) etc. Damals hatte ich meinem Partner schon versucht zu erklären das ich das nicht möchte und mir das Zuviel wäre. Er reagierte mit Lachen und hat mich absolut nicht ernst genommen, geschweige denn "beschützt". Abgesehen von den unterschiedlichen Vorstellungen und den eigenen familiären Unterschieden hat da warscheinlich auch dieser "Machtkampf" begonnen der bis heute anhält. Ich hatte in der SS meinen Mut zusammengenommen und um eine Aussprache gebeten. Ich habe mich bei ihr entschuldigt und habe mich erklärt. Tja, die Aussprache hatte für mich leider nicht den ersehnten Erfolg.
      Seit einem Dreivierteljahr sehe ich meine Schwiegereltern nun nicht mehr und hätte am liebsten, dass mein Freund die Besuche mit unserer Tochter bei Ihnen einschränkt. Ich ertrage es nicht wie meine SchwieMu meine Tochter abbusselt und mit ihr umgeht. Ich hatte immer dieses irrationale Gefühl sie würde mir mein Kind wegnehmen wollen und mein Freund hat in unseren etlichen Streitigkeiten und Diskussionen immer zu ihnen gehalten und mir das Gefühl vermittelt, dass er mehr hinter ihnen als hinter mir steht. Tut er ja auch irgendwie weil er es gut heißt was seine Eltern wollen und wie sie mit ihr umgehen. Ich weiß auch, dass meine Reaktionen zT überspitzt sind und waren aber ich hatte immer das Gefühl, dass man mich übergeht, mir mein Kind weggenommen wird und man mich und meine Wünsche nicht akzeptiert. Es wurde schlecht über mich gesprochen und versucht den zweiten Enkel (vom Bruder meines Partners) als Druckmittel gegen meinen Partner einzubringen. Als meine Tochter 9 Monate alt war habe ich sie sogar mal eine zeitlang (ich hatte das Gefühl ich müsste das tun) jede Woche für 1 1/2 Stunden meiner SchwiMu gebracht. Aber beim zweiten Enkel ist alles besser weil man da abschmußen, den Kleinen Baden darf etc. Meine SchwiMu ist eine sehr stolze und fordernde Frau und hat mich immer zur Weißglut gebracht weil sie immer alles besser wusste. Mein Partner meinte immer dass die alles nur aus Liebe machen...aber ist es denn Liebe wenn sie genau wissen wie mich ihre Art verletzt??
      Nun bin ich bereits seit Monaten mit meinem Partner bei einer Psychologin und er versteht nicht, dass ich die Vergangenheit nicht vergessen kann. Ich hab ständig Kopfkino wenn er mit der Kleinen geht, sodass ich mir sogar schon dachte das es wohl wieder besser wäre bei den Treffen dabei zu sein um zu sehen, dass es in Wahrheit garnicht so schlimm ist wie ich es mir immer ausmale. Kurzum..mein Partner und ich stehen kurz vor der Trennung und ich kann einfach langsam nicht mehr..es ist kaum mehr Liebe, Vertrauen und ruhige Zeit da um uns mal zu erholen. Vielleicht habt ihr einen Tipp wie ich besser damit umgehen kann denn ich möchte die Beziehung doch irgendwie retten!!! 😔 Ich hoffe ihr konntet ein klein wenig Einblick bekommen obwohl es soviel zu Schreiben gäbe!!!

      • Hallo,
        wie genau geht deine SM denn mit der Kleinen um? Küssen, Knuddeln - viel mehr schreibst du nicht. Ich kann daran nichts Verwerfliches sehen. Kann es sein, dass du schlicht und ergreifend eifersüchtig bist?
        Finde klare Worte für das, was dir wirklich wichtig ist. Du bist erwachsen und da kann man "Lass das bitte" sagen, wenn man den Babybauch nicht berührt haben möchte von einem Familienmitglied.
        Du machst dich ein Stück weit selbst klein und unmündig.
        Kannst du Positives an deinen SE sehen? Mag deine Kleine sie gerne?
        VG

        • Hallo! Danke schonmal für deine Rückmeldung! Ich weiß, dass an Küssen und Knuddeln grundsätzlich nichts verwerfliches ist aber ich mag das eben nicht..schon garnicht von ihr wegen der ganzen Vorgeschichte! Ich bin so auch nicht aufgewachsen und kenne das so nicht. Meine Mutter geht anders mit ihr um..total lieb aber eben ohne die ganze Zeit Körperkontakt zu haben. Meine Tochter mag meine Sm, ja. Das mit dem Bauch angreifen hab ich ihr auch gesagt...allerdings irgendwann etwas lauter weil sie nicht begriffen hat. Und dann war ich die Böse..auch bei meinem Partner. Eifersucht..kann auch sein, dass das mitspielt. Ich gebe dir Recht, dass ich mich sicherlich selbst kleiner mache eben weil sie so eine stolze und sich nehmende Frau ist..eben anderst wie ich bin. Hm. 😏

          • Okay...es scheint deine Tochter aber bis jetzt nicht zu stören. Ich finde an dem Körperkontakt zur Oma - jetzt mal von außen betrachtet - nichts Schlimmes, im Gegenteil. Sie scheint ihre Enkelin sehr lieb zu haben. Kannst du dem etwas Gutes abgewinnen?
            Klar ist sie nicht deine Mutter, sie ist eine andere Person mit anderem Verhalten - das ist aber doch nichts Schlechtes :-).
            Ich vermute, du wärst gerne ein kleines bisschen wie deine SM, gestehst dir das aber nicht so ein. Vielleicht kannst du daran arbeiten?
            Probier, ein bisschen lockerer zu werden. Wenn die Busselei deiner Tochter irgendwann zuviel wird, wird sie's sagen.
            Alles Gute für euch!

      Also ganz ehrlich? Die Menschen zeigen Liebe auf unterschiedliche Arten. Die einen körperlicher die anderen weniger. Keine Weise ist falsch - es sei den der gegenüber möchte es nicht. Solange deine Tochter also gerne bei deiner Schwiegermutter ist sehe ich keinen Grund es zu verbieten. Nur weil du diese körperliche Liebe nicht magst musst du sie deiner Tochter nicht verbieten. Ich glaube du solltest lernen deine Gefühle und Meinungen ein bisschen zurückzustellen und auch mal die deines Mannes oder eben deiner Schwiegermutter zu akzeptieren. Nicht nur der eine Weg ist richtig - auch wenn Mütter häufig denken dass nur sie wissen was das beste für ihr Kind ist.

      Was sagt den die Psychologin dazu?

      Hey..
      Sry aber ich wünsche niemanden eine Schwiegertochter wie dich...es gibt omas denen ihre enkel scheiss egal sind und du beschwerst dich über knuddeln usw du bist sogar so in deinem wahn verfallen das du glaubst man versucht dir das kind weg zu nehmen..komm mal klar sry aber bei solchen Schwiegertöchtern bin ich heil froh Mädchen zu haben da muss ich mich nicht mit so was rum schlagen...

      • Dir geht es echt zu gut, kann das sein? Deine Art ist unterste Schublade, sei froh das du scheinbar mit einer brauchbaren Schwiegerfamilie gesegnet bist.

        • Meine schwiegereltern sund LEIDER tot,im übrigen weiß ich nicht was du jetzt von mir willst..is halt meine meinung obs dir passt oder nicht ;)

          • "Ich wünsche keinem eine Schwiegertochter wie dich..." ist keine Meinung sondern unverschämtes gesabbel von jemandem der das Glück hat keine Ahnung zu haben wie solche südländischen Schwiegermonster sind.
            Du hast keine Ahnung wie viel Glück du hast.

            Natürlich ist es schade, das deine Schwiegereltern nicht mehr leben. Vielleicht wären sie ja ganz tolle Großeltern gewesen. Aber es ist Fakt das nicht alle Großeltern gute Menschen und gute Großeltern sind. Es gibt Dinge die man nicht beurteilen kann wenn man sie nicht am eigenen Leib erlebt hat. Und sich dann rauszunehmen andere runter zu putzen ohne eine Situation zu verstehen ist unverschämt und ziemlich asozial.

            • Was willst du eigentlich jetzt?ich werd ganz bestimmt nicht anfangen mit dir über einen tread zu diskutieren den ich schon fast vergessen hatte...Übrigens bin ich hier in de geboren aber bin selbst südländerin und mein Partner(deutscher)ist dankbar eine Schwiegermutter wie meine ma zu haben die sich über ihre enkel freut ,jederzeit sehen und knuddeln und bespaßen kann und die sich nicht in die Erziehung einmischt..oder “südländischen schwiegermonster“ wie du es gern benennst,scheinst auch nicht grad besser als die te zu sein..klar gibt es viele Schwiegermüttern die man am liebsten auf dem mond schießen würde aber vieles ist nunmal übertrieben von den damen..wie auch immer schönen tag noch,werd nichtmehr mit dir diskutieren ..
              Lg

    Ich glaub ich weiß was du meinst ubd worum es dir geht. Bin selbst halbe Südländerin, aber in D aufgewachsen und selbst für mich ist es befremdlich (und war es damals als Kind schon), wie die einen fast erdrücken und abschnullen. Ich glaube dir auch, dass du es ihr gegenüber angesprochen hast was dich stört, und sie es aber trotzdem weiterhin tut. Es ist sicher nicht böse gemeint von deiner SM, dennoch kann ich verstehen dass es dich stört. Was ich nicht in Ordnung finde ist, dass der andere Enkel als Druckmittel eingesetzt wird. Weil wenn du den Spieß mal umdrehen solltest und sie die Kleine nicht mehr sehen würden, würden sie dumm aus der Wäsche gucken und auf Dauer ist nur der andere Enkel auch "langweilig". Deshalb lieben sie deine Kleine auch nicht weniger und ihn auch nicht mehr. Aber das ist nunmal typisch für Südländer, dass die Familie so familienfixiert ist. Aber (und das musste ich am eigenen Leib erfahren) die Familie kann sich immer nur so einmischen/einbringen, wie ihr (in dem Fall dein Partner) das zulasst. Ich würde vielleicht bei der Psychologin da ansetzen, dass er euch als kleine Familie zu sehen hat. Er ist nicht mehr nur Sohn sondern auch Papa. Ich finde, er könnte, nein sollte, zu euch als Familie stehen! Wenn du nicht mehr mit möchtest zu deinen SE ist das ok. Aber wenn etwas grenzüberschreitendes und körperliches dazukommt, sollte auch er was sagen! Ich finde es frech von ihm, über deine Argumente zu lachen. Klar kann er seine Mutter nicht fernsteuern aber er kann es ihr sagen, dass ihr gewisse Dinge einfach nicht möchtet. Da ist nichts dabei, es ist euer gutes Recht als Eltern und man kann das diplomatisch lösen. Muss ja nicht gleich ein Familienstreit daraus resultieren. Für den Anfang wäre einfach ein Statement an dich als Mutter bzw euch als Familie wünschenswert.

    • Warum soll ihr Freund denn gegen seine Überzeugung seine Mutter der Tochter bzw ihrer Enkelin gegenüber ausbremsen?
      Die TE hat mittels Kontaktabbruch ihre Grenzen gezeigt und durchgesetzt und er und die Kleine haben doch gar kein Problem mit der Art der Großmutter.

      Gruß
      W

(13) 03.11.17 - 15:31

Du hast Deine klaren Grenzen gesetzt, indem Du den Kontakt zu Deiner Schwiegermutter abgebrochen hast und Deinen Mann allein mit Deiner Tochter dorthin geht. Tja... - einen Tod muß man sterben.

Du kannst für Dich Grenzen setzen, nicht für Deinen Mann und .... auch nicht für Eure Tochter - jedenfalls nicht diesbezüglich. Sollte Deine Tochter sich durch den körperlich, intensiven Kontakt gestört fühlen, ist sie mit nahezu 2 Jahren durchaus in der Lage dies kundzutun.

Ich kenne mich tatsächlich auch damit aus, wenn man den Eindruck hat, die Enkel würden gegeneinander ausgespielt. Dazu kann ich nur sagen: manches bildet man sich auch ein. - und wenn nicht, dann sollte man dadrüber stehen. Beispiel: Meine Tochter ist als Erstgeborene Enkelin mit 5,5 Jahren Alleinherrschaft die absolute Prinzessin. 3 darauf folgende Jungs könnten sich 6 Beine ausreißen... - bei meinen Schwiegereltern werden sie niemals diesen Fuss in die Tür bekommen. Das ist nichts persönliches und auch keine Erpressung. Es ist ganz einfach so. Auch Eltern und Schwiegereltern darf man Sympathien nicht vorschreiben. Es ist übrigens auch nicht einfach, Mutter eines bevorzugten Enkelkindes zu sein, das kannst Du mir glauben. Da werden einem mitunter sogar Terminierungen für nen Arzt- oder Frieseurbesuch abgenommen #rofl. Man gewöhnt sich dran.

ich empfehle also: Gelassenheit.

(14) 03.11.17 - 17:04

tja, wenn die Kinder kommen, dann lernt man die Familien erst kenne. Und aus welchem "Stall" der Partner kommt. Und da sind immer grössere Barrieren, als vorher.

"Aus dem Süden"... wie weit den? Baden-Würtenberg wirst du nicht meinen, oder? In eine andere Kultur zu heiraten setzt voraus, dass man sie kennt und abmacht, wie man damit umgeht. Welche Kultur ist es denn? Gehört dort z.B. das Kind rechtlich zum Vater (das bringt ein anderes Selbstverständnis mit sich...) aber bevor ich hier zu texten beginne müsste man Klarheit haben darüber, was "Süden" bedeutet. Italien? Nordafrika?

Je nach Religion und Kutlur brüskierst du die SFamilie damit, ihnen das Kind nicht mit Haut und Haar zur pflege, Liebe und anfassen zu geben. Und klar werden sie das Kind bevorzugen, welche sie nicht nur distanziert vom Stuhl aus auf deinem Arm ansehen dürfen. Denn erst mit der Berührung kommt die Nähe.
Weisst du, warum wir küssen? Wir nehmen den Geruch auf.. , nehmen jemanden in die Herde auf... wir sind Säugetiere.
Und einige Kulturen leben das viel näher als andere.

Die Trennung als Ausweg? Bist du sicher? Vlt. wäre es für dich einfacher, lockerer zu werden. Davon auszugehen, dass sie deinen Mann mit dem abbusserln auch nicht ermordeten und ihn auch gross bekamen. Willst du diese Leute gegen dich? Sie werden das arme Kind kaum weniger anfassen, wenn du endlich aus dem Weg bist. Und dein Mann wird noch viel mehr Zeit mit dem Kind bei der SM verbringen. Es wird dort gehütet, gepflegt, die Nacht verbringen wenn er wieder eine Beziehung hat. Das kannst du nicht verbieten.
Ich will nicht fies wirken. Ich will es nur überzeichnen damit du siehst, dass die Trennung am Zustand am Kind (busserln) nichts ändern wird. Hingegen wird es was ändern, wenn du akzeptierst, dass sie das Kind anfassen dürfen. Blöd gesagt: Krieg noch weitere Kinder - dann wird dich das alles nicht mehr so stören. Beim ersten sieht man wirklich vieles zu eng.

Du wirst es jedenfalls nicht schaffen, denn Mann un die Mutter zu entzweien. Und das Kind und den Vater kannst du rein rechtlich nicht. Trennen kannst du dich und den Mann , dich und die Schwiegerfamilie... aber das Kind wird immer auch zu ihnen gehören.

  • (15) 03.11.17 - 18:35

    Gut geschrieben - es hilft manchmal auch einfach zu lesen, wie es bei anderen war und was für die jeweilige Kultur so typisch ist ...

    Einfach versuchen manche Hintergründe zu verstehen und so manches im Gespräch verdeutlichen zu können. Meine eigene Mutter verbindet Essen mit Liebe ... und ist tatsächlich sauer/gekränkt/persönlich schwer getroffen (je nach Tagesstimmung), wenn ich nicht unbedingt etwas ab haben möchte ... 30 Jahre reden haben bisher nicht geholfen, dass es nicht so gemeint ist und dass Sie bitte doch auch mich verstehen möge ;). Ganz profanes was für manche aber die Welt bedeutet ... auch wenn man sich in- und auswenig kennt,sich gegenseitig liebt, "kulturell" verankertes kann schon zu Missverständnissen führen.


    Literaturtipps, spontane:
    Maria, ihm schmeckt's nicht
    Viva polonia
    ...
    Einfach versuchen auch allgemeine Bücher zu Kultur zu bekommen. Bin grad ein bisschen auf dem Völkerverständigungspfad und Wissen für alle ;).

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