lossagen Eltern

    • (1) 10.11.17 - 18:05

      Ich bin froh hier zu sein. Bin jetzt mit 51 in einer wichtigen Entscheidung mich von meinen Eltern loszusagen. Vieles ist bei uns vorgefallen. Es hat mich meine Ehe gekostet, meine Tochter mit Mann leiden schon unter den Verhältnis zu meinen Eltern. Aber nun werde uch im Jan. 2018 Oma und meine Eltern haben kein Interesse an Enkelin und ungeborenen Urenkel. Hatte deswegen heute eine heftige Aussprache und kann diese schwierigen Themen ( schwarzes Schaf - Einzelkind) einfach nicht mehr. Man hat ja noch genug andere Sorgen im Leben. Muss ja schon seit Jahren Antidepressiva behmen, um halbwegs über die Runden zu kommen. Ich würde mich freuen, wenn ich von euch Nachricht bekomme. Viele Grüße

      • Hallo Du Liebe, ich wünsche Dir viel Kraft für die anstehenden Entscheidungen und Freude mit Deinem Enkel. Aber in welcher Form möchtest Du Hilfe oder Rat.
        VlG AndreA

        • Ja wie der schmerz leichter wird.Wie ihr diese Zeit bzw. du geschafft hast. Ich habe erst März 2018 die Möglichkeit therapeutische Hilfe durch einen Psychologen. Hast du sowas wie ich durchgestanden? Ich brauche jemanden zum reden.

          • Nein. Habe ich nicht. Aber es ist wichtig, dass Du auf Dich achtest und Dinge und Menschen, die Dir nicht gut tun, auf Distanz hälst oder aus Deinem Leben streichst. Dein Therapeut wird Dir helfen. Du schaffst das. Alles Liebe

      (5) 10.11.17 - 19:46

      Eine sehr weise Entscheidung. Beziehungen zu Menschen, die Dir nicht gut tun, solltest Du nicht aufrecht erhalten. Entweder eine gesunde Distanz oder kompletter Kontaktabbruch sind die richtige Konsequenz.

      Der Schmerz wird leichter, wenn Du in der Therapie erkennst, dass jeder Mensch für sein Denken und Handeln selbst verantwortlich ist. Daraus resultiert auch, dass Du das Verhalten Deiner Eltern selbst mit bestem Willen nicht ändern kannst. Und dass Du keine Schuld trägst, wenn Du jetzt beschliesst, dass es Dir einfach reicht.

      Eine Freundin von mir hat dasselbe Problem und kann jetzt, nach erfolgreicher Therapie und emotionaler Stärkung ihren Eltern anders gegenüber treten. Sie hat gelernt, sie ist nicht dafür geboren worden, deren Wünsche und Forderungen zu erfüllen und dass sie ihr Leben so leben darf, wie sie will.

      • (6) 10.11.17 - 20:05

        Danke für deine Worte. Tun erstmal gut. Vielleicht komm ich durch meine Psychiaterin eher an die Therapie. Habe nächste Woche Termin. Mal sehn. Irgendwas muss ja mmal gelingen und nicht ewig das myrphische Gesetz zuschlagen.

        • (7) 11.11.17 - 07:51

          Bei uns gibt es auch Notdienste für Krisensituationen u.A. auch telefonisch, falls es jemandem richtig schlecht geht. Und wir haben eine psychotherapeutische Ambulanz, in der man oft schneller einen Termin bekommt, weil dort (aktuell) 70 Psychotherapeuten in Ausbildung arbeiten.

          D.h. frag auch nach Anlaufstellen, die Du bis zur ersten Therapiesitzung nutzen kannst.

    (8) 10.11.17 - 20:01

    Hi,

    Ich hab mich jetzt nicht losgesagt, aber meine Eltern interessieren sich auch nicht wirklich für mich oder ihren Enkel.

    Sie wohnen 10 Minuten Autofahrt entfernt.
    Als der Große geboren war kamen sie natürlich vorbei, aber selten. Zu der Zeit hat mein Vater noch im 3 Schichtsystem gearbeitet.
    Ich wollte nicht, dass sich meine Eltern zurückgesetzt gmfühlen, da meine Schwiegereltern jeden Tag Kontakt jmhatten, da wir im selben Haus wohnen.

    Ich habe meinen Eltern gesagt, dass sie jederzeit vorbeikommen können und sie nur 2 Stunden vimorher Bescheid sagen sollen, damit ich zu Hause bin.
    Ich hab mir den Mund fusslig geredet. Hab angerufen und meine Mutter gefragt, wann mein Vater mal frei hat, oder eben Spätschicht.
    Der Kleine mochte die Babyschale nicht und hat viel gebrüllt, so dass ich, wenn ich schon gefahren bin, auch wollte das mein Papa dann auch da ist.
    Da kam immer nur, "ach weiß ich grad nicht, muss ich dann mal im Kalender nachschaun" aber Termine genannt hat sie mir nie.
    Dann kam die Fremdelphase und die war bei uns schon stärker ausgeprägt und Zwerg wollte natürlich nicht zu meinen Eltern, kannte sie ja nicht.
    Zudem durfte ich mir dann bei den seltenen Besuchen ab dem 3. Monat anhören, dass er uns ja schon gut im Griff hat usw.
    Mit 1 1/2 Jahren war es dann die Einschlafbegleitung, die ja falsch wäre. Dann weint er halt mal, wäre ja nicht so schlimm.
    Naja.
    Inzwischen, der Zwerg wird bald 3 sehen wir uns nur noch zu offiziellen Terminen. Geburtstage und Feiertage.
    Der Zwerg ignoriert meine Eltern und spielt mit den anderen Gästen.

    Mir ist es inzwischen egal. Es ist ihre Verantwortung, ich hab alles getan, was mir möglich war und habe mir nichts vorzuwerfen.
    Nächstes Jahr kommt wieder Nachwuchs und ich renne ihnen nicht mehr hinterher.
    Meine Schwiegis sind super Großeltern, reicht mir. Der Zwerg liebt Oma und Opa und hat mich letztens heim geschickt 😉.

    Ich glaube das wichtigste ist, dass man sich von seinen Wunschvorstellungen verabschiedet. Also" ich bin ihr Kind, sie müsste es doch interessieren, mich interessiert es bei meinem doch auch"

    Jeder Mensch tickt anders und manches kann man nachvollziehen und manches nicht.

    Aber sich darüber aufzuregen bringt nichts, außer dass man sich selbst wertvolle Lebenszeit klaut.

    Du wirst deine Eltern nicht ändern können, und das musst du lernen zu akzeptieren. Es ist nicht einfach und wenn es dir eh schon nicht gut geht, dann ist es noch schwerer, aber du bist ja schon i Behandlung und hast Therapie in Aussicht.
    Bis dahin würde ich an deiner Stelle einfach den Kontakt stark einschränken.

    Vielleicht hilft es dir, wenn du dir mal alles aufschreibst, was dich nervt und warum. So findest du vielleicht schon Mal den Kernpunkt und kannst selbst schon etwas damit abschließen.

    Sonst such dir auf jeden Fall Hilfe, man kann nicht immer alles alleine schaffen, gerade, wenn es so lange schon andauert.

    Ich wünsche dir alles Gute.
    😊

    • (9) 10.11.17 - 20:13

      Danke. Für deine Geschichte. Die kommt mir in grossen Zügen sehr bekannt vor. Besonders die Passage mit dem Kalender und den bitteln. Nur bei mir ist jetzt ausser meiner Tocjter auch bald die 2. Generation betroffen.LG Gritti66

      • (10) 10.11.17 - 21:20

        Hi,

        Kann es sein, dass evt. gerade das auch der Grund ist, warum es bei dir im Moment noch Mal hochkocht?

        Also dass du eben schon sauer bist, dass es bei dir so war und sie es jetzt bei deiner Tochter auch wieder so machen und du das deiner Tochter ersparen willst?

        Falls ja, dann wäre es für dich gut, vielleicht Mal mit deiner Tochter zu sprechen wie sie es empfindet. Für sie ist es evt. gar nicht so schlimm.

        Ich kenn das von meiner Schwiegermutter. Sie regt sich über das Verhalten meiner Eltern viel mehr auf als ich. Eben weil sie es niemals so machen würde. Sie ist liebevolle Glucke 😄.
        Inzwischen geht es, weil sie merkt, dass es mir trotzdem gut geht,aber gerade am Anfang, war es für sie schwieriger als für mich, die ja schon Jahre daran gewöhnt war.

        • (11) 11.11.17 - 08:59

          Nein. Meine Tochter sind schon seit Jahren meine Eltern egal. Wie sollte sie es anders sehen. Sie ist abwechselnd wütend, verzweifelt und sprachlos. Normalerweise sollten Eltern stolz auf ihre Kinder, Enkel und Urenkel. Aber das ist nicht so. Meine Tochter bekommt die ganze Spannung seit ihrer Kindheit mit.

          • (12) 11.11.17 - 09:25

            Ja, im Normalfall sollte das so sein.

            Aber wie heißt es so schön, keine Regel ohne Ausnahme 😔

            Es ist traurig aber nicht änderbar und dafür bekommen deine Enkel jetzt eine tolle Oma und deine Tochter hat eine tolle Mutter.
            Klar sind Urgroßeltern auch toll, aber ich finde Oma und Opa wichtiger. Im Normalfall sind die Urgroßeltern ja auch schon älter, wenn es sie überhaupt noch gibt.

            Wichtig fände ich es nur, dass vor allem du einen Schlussstrich ziehst und deine Tochter am besten auch.
            Denn sonst üverträgt sich die Spannung nur weiter auf die nächste Generation.

(13) 10.11.17 - 20:21

Hallo Gritti,

ich bin 3 Jahre älter als du und stand vor über einem Jahr auch vor dieser Entscheidung.
Ich habe mehrere Monate versucht Aussprachen herbeizuführen, habe versucht was mir möglich war, aber es gibt keine Möglichkeit mit meiner Mutter in Frieden zu leben - es sei denn, man fügt sich ihrem Willen....und das ist keine Option mehr für mich.
Also haben wir keinerlei Kontakt mehr.

Die ersten Monate waren schlimm, ich habe viel geweint, innerlich getobt, war wütend und habe mich sehr hilflos und ohnmächtig gefühlt. Aber ich habe alle Gefühle zugelassen, mich abgelenkt wenn die Grübelei zu schlimm wurde und mir viel Gutes getan. Spaziergänge, Gartenarbeit, Unternehmungen mit Freundinnen.
Mein Mann und ich hatten endlose Gespräche (seine Geduld ist bewundernswert), was mir sehr geholfen hat.
Was mir auch geholfen hat: Tagebuch führen. Alles rauslassen, alles vollkommen unreflektiert aufschreiben, mich regelrecht "auskotzen", auch die unerwünschten und "verbotenen" Gedanken und Gefühle - und dazu gehörten durchaus auch Gewaltphantasien! (es liest ja niemand).
Reden, reden, reden hat mir geholfen, mit meinem Mann, einigen Freundinnen.
Aber wirklich nur mit Menschen von denen ich sicher wusste, ich stosse auf Verständnis. In dieser Zeit hätte ich Vorwürfe nicht gebraucht und mich auch nicht rechtfertigen wollen.
Mittlerweile werden die Gedanken an sie und die damit verbundenen schmerzhaften Gefühle immer seltener, mein Leben verläuft wieder "normal".

Aber Anfangs musst du wahrscheinlich durch den Schmerz durch, das dürfte nicht vermeidbar sein und keiner kann dir das abnehmen.
Aber es wird besser mit der Zeit, sicher. :-)

Alles Gute

  • (14) 11.11.17 - 08:23

    Danke. Ich bin allein mit der Problematik. Meine Ehe hat die Auseinandersetzung schon gekostet. Damals war ich noch nicht so stark. Jetzt werde ich Oma und der ganze Stress überträgt sich jetzt auf die Ehe meiner Tochter. Hatte schon mit ihr viele Gespräche darüber. Am schlimmsten ist, dass meine Eltern mir meine Trennung vorwerfen und damit ist es ihnen nicht mehr möglich Kontakt zu meiner Tochter zu haben. Sie hat ja Gene von ihrem Vater. Zahlreiche Gespräche wurden darüber geführt ihne Ergebnis. Jetzt ist meine Tochter schwanger und auch das interessiert sie nicht. Jeder hat seine Probleme. Damit ist dann Schluss bei denen. Demzufolge werden sie ihren Urenkel sehen. Ist das nicht traurig. Mir zerreisst das Herz dabei.

    (15) 11.11.17 - 08:27

    Ach gestern abend habe ich angefangen Sichpunkte von einem Besuch bei ihnen zu machen. Das hat gut getan, konnte danach endlich schlafen.

Hi du! Also ich hab mich vor gut 14 Jahren von meinen Eltern losgesagt und anfangs wars zwar komisch aber fühlte sich richtig an! Und das tut es auch noch bis heute. Diese sogenannten Eltern haben zwar Storys in ihrem Umfeld erzählt uns später noch versucht das Leben schwer zu machen aber das juckt mich bis heute nicht. Zwischen uns liegen außerdem schon lange 300 km was die Sache einfacher machen. Könnte auch gerne ein wenig mehr an Kilometern sein.
Wie auch immer aber hab ich hinterher noch Dinge mitbekommen die mich bis heute in meiner Entscheidung bestätigen. Allerdings weiß ich natürlich nicht was bei euch vorgefallen ist. Die Frage ist an dich aber auch, wie schwer fiele es dir? Wir geht dein Umfeld damit um ( die können es einem auch schwer machen weil es viele nicht verstehen). Was würde geschehen würde deine Mutter oder ein Elternteil heute sterben? Würdest du dir Vorwürfe machen ( ich nicht aber dazu gehört eben auch eine Geschichte.

Gruß Ela

Hallo,

lies Dir das Buch "Vergiftete Kindheit" durch. Dort stehen viele hilfreiche Tipps.

LG
Mistel

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