Männer und ihre Krankheiten - Arzt unerwünscht!

    • (1) 16.11.17 - 19:07

      Hallo liebe Community,
      das ist mein erster Post hier und er soll nicht die Krankheitsgeschichte meines Mannes auflisten, aber manchmal sind Männer / mein Mann echt unmöglich.
      1. Fall: Mein Mann haut sich beim Stall ausmisten die Mistgabel durch den Fuß. Er hat sich sozusagen selbst am Boden festgenagelt. Zum Arzt, beileibe nicht, das heilt schon irgendwie. Fazit: nach drei Wochen Chirurg der die Wunde säubern musste und Antibiotikum.
      2.Fall: Irgendwie zieht es am toten Zahn, ja geh doch mal zum Zahnarzt, ach das heilt schon irgendwie. Am nächsten Morgen dicke Wange bis zum Auge. Fazit: Wurzelbehandlung und Antibiotikum
      3.Fall: Er bekommt einen Metallsplitter ins Auge. Ich wollte sofort in die Klinik, er, ach das wird schon. Fazit: nach zwei Tagen hat der Metallsplitter angefangen zu rosten und musste rausgefräst werden, weil er schon so fest saß.
      4.Fall: Bremsenstich. Erstmal nicht weiter schlimm, aber der Stich hat sich so dermaßen entzündet, das ein Laie erkennen konnte, dass das eine Wundrose ist. Zum Arzt braucht der gnädige Herr natürlich erstmal nicht. Erst als er nicht mehr laufen konnte, weil sein Bein so dick war. Fazit: Antibiotikum.

      Ach man, manchmal kann er mich wirklich in den Wahnsinn treiben. Ich kenne einige solche Exemplare die erst zum Arzt gehen, wenn das Bein halb ab und der Kopf unterm Arm ist.

      #winke

      • Ich kenne einen, der genießt es zum Arzt zu rennen und sucht nach Gründen.

        Auch nicht besser ;).

        Oh je...! Mein Mann hat sich früher auch mit Infekt zur Arbeit geschleppt. Jetzt ist er schlauer, bleibt einen Tag im Bett und ist ganz schnell wieder fit. Solche Unfälle wie bei deinem Mann hatte meiner zum Glück noch nie. Ach ja, Bremsenstich schon, aber da wir wissen, dass er da allergisch reagiert, behandeln wir das sofort.
        Alles Gute!

        Da fällt mir der Spruh meines Vaters ein
        "Ich gehe nicht zum Arzt, der macht aus einem Gesunden einen kranken."

        Antwort des Arztes
        "Es gibt keinen Gesunden, man findet bei jedem was wenn man nur lang genug sucht."

        lg lene

      • Hallo
        Mmh, wir sind ehrlich gesagt auch eher so. Gut, bei sowas wie mit dem Metallsplitter oder der Mistgabel würden wir uns zeitnah auf den Weg machen. Aber generell rennen wir nicht gleich zum Arzt. Mich wundert es nicht wenn es dort und in der Notaufnahme immer so voll ist, so schnell wie manche kleinste Kleinigkeiten sofort "abklären lassen".

        LG

        • Abklären von Notfällen ja.
          "Ich habe seit einer Woche Rückenschmerzen" am Sonntag Mittag um 16 Uhr, oder die vielen Schwangeren "Notfälle" die wegen eines US Bildchens in der Notaufnahme auftauchen, weil der böse Frauenarzt ja nur 3 mal Ultraschall macht.
          Schön sind auch die Verwandten, die nach 30 Minuten Wartezeit das Personal verbal und danach tätlich angreifen.
          Dazu noch der Sonnenbrand und der eingerissene Fingernagel...

          Die sitzen alle samt im Wartebereich und schimpfen, während im Schockraum seit 20 Minuten um das Leben eines Unfallopfers gekämpft wird, das Telefon klingelt und kündigt einen Herzinfarkt an der in 3 Minuten per Rettungsdienst gebracht wird.
          Die beiden Ärzte und die Kollegen haben seit dem morgen nur einen Kaffee getrunken, das Essen steht kalt und unberührt im leeren Personalraum.

          In dem Moment öffnet sich die Tür und ein weiterer Notfall betritt die Notaufnahme.
          Der Mann wirkt bleich, schwankt und fällt fast.
          Dabei sagt er zu seiner Frau die ihn sanft stützt "das ist doch total übertrieben Sabine, mir ist doch nur ein bisschen schummerig"

          .....

          Alltag in jeder Notaufnahme.

      Da hat er aber Glück, dass er noch lebt und noch alle seine Körperteile hat #aerger.

      Das Verhalten Deines Mannes ist einfach strunzdämlich!

      (8) 16.11.17 - 20:27

      Meine Mutter ist aber genau so...
      Die geht auch erst zum Arzt, wenn es fast zu spät ist oder wenn der Krankenwagen sie abtransportieren muss.

      Könnte mein Vater sein ;)

      Er ist jetzt 56, Handwerker und arbeitet seit 41 Jahren (mit 2 Jahren Unterbrechung bei der Bundeswehr). In der Zeit war er nur dreimal krank. Einmal, weil er etwas ins Auge bekommen hat. Dann als ich ihn mit Windpocken angesteckt habe und jetzt, weil ein Teil seines Fingers fehlt und genäht wuede. Aber da würde er am liebsten auch nächste Woche (4 Wochen später), wieder arbeiten gehen und wird es wahrscheinlich auch :D
      In der Notaufnahme waren sie ganz erstaunt, dass er noch nie da bzw im Krankenhaus war. Sein Hausarzt ist vor kurzem verstorben und war vorher bestimmt 10-15 Jahre in Rente, aber er hat ihn trotzdem im KH angegeben. Der Blick war wohl unbezahlbar :D

      Hallo,

      das sind aber Einzelfälle, meine Mann ist nicht so, meine Oma jedoch schon. Sie hat sich vor 2 Jahren den Fuß gebrochen und es mit Franzbranntwein ausheilen lassen. Natürlich ist der Fuß hinüber und total schief und krumm #schwitz
      Wunden werden mit Ringelblumensalbe behandelt, Tabletten gab es bis vor kurzem auch nicht, selbst eine Angina wurde mit Zitrone behandelt.
      Als sie vor einem Jahr in KH kam, Krebsdiagnose, haben sich die Ärzte gewundert, daß sie in ihren 78 Jahren nicht einmal im KH lag.

      LG

      (11) 17.11.17 - 13:42

      Hallo,
      Dir ist schon klar, dass das Männerbild, das Du hier darstellst, das krasse Gegenteil dessen ist, was hier sonst üblicherweise auf Urbia verbreitet wird: Männer sind notorische Hypochonder, die bei jeder Kleinigkeit nach der letzten Ölung rufen, während Frauen standhaft und ohne zu Murren noch ihren Aufgaben nachgehen, solange der Kopf noch auf der Schulter sitzt, Stichwort "Männergrippe" ;-)

      Du scheinst aber auch ein besonderes Exemplar erwischt zu haben, das das Unglück sprichwörtlich anzieht, so ein Exemplar habe ich in der Verwandtschaft auch, Metallsplitter im Auge, Hand aufgespießt und solche Sachen hat mein Schwager auch schon gehabt, nur dass dieser aufgrund seiner Tätigkeit beim Roten Kreuz weiß, wie schnell sich aus offenen Wunden Infektionen entwickeln können. Du solltest Deinem Mann klarmachen, dass das Immunsystem des Menschen nicht unendlich belastbar ist, und dass sich aus Verletzungen schlimme Krankheiten ergeben können. Wenn er nicht ganz dumm ist, wird er aufgrund der von Dir angeführten Beispiele einsehen müssen, dass ein Gang zum Arzt manchmal gar nicht so verkehrt sein kann.

      LG

Top Diskussionen anzeigen