Das erste Mal "abgeben"

    • (1) 19.11.17 - 21:24

      Hallo Forumsnutzer, ich habe eine Frage uns erhoffe mir eure Meinung daraus.

      Mein Sohn ist 6 1/2 Monate alt und wurde bisher von niemand anderem betreut als von uns. Bisher war einfach kein Bedarf da.

      Nun wollte ich morgen gerne zum Sport gehen, ich habe nun in einem neuen Team wieder Teamsport begonnen. Allerdings ist das Training abends und mein Mann hat Spätschicht. Da seine Eltern auch Spätschicht haben und ich mich auch nicht wohl fühle wenn diese auf unseren Sohn aufpassen, da vieles Vorgefallen ist von Beleidigen bis Hintergehen etc., habe ich meine beste Freundin gebeten. Meine Eltern wohnen leider sehr weit weg und jemand anderen habe ich hier sonst nicht.

      Nun sagt mein Mann, dass wenn ich "es zulasse" dass meine beste Freundin auf den Kleinen aufpasst er dann im Gegenzug unseren Sohn morgens zu seinen Eltern bringt. Schließlich wären die ja sonst beleidigt wenn sie nicht aufpassen dürften (geht ja aber auch nicht wenn diese auch abends arbeiten).
      Habe nun das Training abgesagt, da ich mich ziemlich unter Druck gesetzt fühle. Wenn ich ihn das erste Mal abgebe möchte ich mich wohl fühlen ... ich würde keine ruhige Minute haben wenn Zwerg bei Schwiegereltern ist (die geben ihm Schokolade wenn man nicht aufpasst etc.)

      Uff...wie seht ihr mein persönliches Drama?

      • (2) 19.11.17 - 21:31

        Ich finde, man sollte lange bevor man in die Lage kommt, jemanden zur Betreuung zu brauchen schon das Kind stundenweise von andern betreuen lassen. Denn ohne das je zwischendurch geübt zu haben, wird das nur Streß. Egal, wer die betreuende Person ist. Deshalb finden ich es schon merkwürdig, dass dir spontan einfällt zum Sport zu gehen und du erst an diesem Tag über fremdbetreuung nachdenkst. Das macht man bevor ein Termin ansteht, damit das Kind und auch msn selbst als Eltern wissen, wie es läuft und msn das üben kann und im Fall, dass es nicht funktioniert gleich wieder da sein kann. Aber doch nicht gleich das erste mal fremd betreuen lassen wenn man eintn Termin hat. Was macht man denn, wenn es gar nicht klappt und man eben nicht gleich da sein kann? Etwas voraus schauender denken wäre besser.

            • (5) 19.11.17 - 21:36

              Und trotzdem ändert es nichts an dem Umstand, daß du schon vor Wochen oder Monaten hättest üben könnrn, dein Kind stundenweise mal abzugeben.

              • Vor Monaten? Das Kind ist doch erst 6 Monate... mach mal halblang. Man übt doch nicht mit 12 Wochen das Fremdbetreuen, damit es mit 6 Monaten dann klappt.

                Ich gebe dir allerdings recht, dass ich es auch überraschend finde, dass dieses Thema offenbar so plötzlich und kurzfristig aufkommt. Da haben wohl zwei Partner nicht miteinander geredet - kann ja vorkommen, wenn man annimmt, in einer Sache derselben Meinung zu sein.

                • Msn kann aber ein 12 wochrn altes baby mal 1-2 Stunden mit Oma oder Opa spazieren gehen schicken im Kinderwagen. Damit man mal schlafen kann oder zum Friseur oder so. Das meine ich. Das auch andere das Baby versorgen könnten im Notfall. Das sollte man im Hinterkopf behalten und es tut einem selbst ja auch gut, wenn man mal 2 Stunden schlafen kann oder etwas für sich mschrn kann ind weiß, daß baby ist in guten Händen, weil andere von Anfang an mit einbezogen wurden in die Versorgung.

              Aber sie ist doch nur ein/zwei Stunden weg.

              warum sollte sie für diese Stunde stundenweises abgeben trainieren?

              • Weil das Baby bis jetzt noch nie von jemand anderem als ihr und maximal ihrem Mann betreut wurde. Nicht mal 1-2 Stunden spazieren im Kinderwagen war jemand anderes als sie oder ihr Mann je mit dem Baby. Und genau sowas würde ich übrigens. Denn aus 1 Stunde wegen Training könnrn auch mal 2-4 Stunden wegen wichtigen Terminen werden. Und wenn das Baby bis dato noch nie von jemand anderem betrug wurde als den Eltern, wird es schwierig. Wickeln, füttern, beruhigen, all das kennt das Baby nur von Mama und Papa. Wenn beide nicht da sind und es nie jemand anders gemacht hat, wird das Baby darauf (überhaupt auf eine Trennung von Mama) mit weinen reagieren. Man übt halt schon, dass das Baby auch andere bezugspersonen als die Eltern kennt. Das erleichtert einem ein abgeben im Fall von Terminen sehr.

                • (10) 19.11.17 - 23:08

                  Naja, das Baby kennt die Freundin, und jetzt ist sie mal eine Stunde mit dem Kind alleine. Es ist ja nciht so, dass das Kind den ganzen tag nun ohne Eltern ist.

                  Wo ist denn nun der Unterschied, ob die Freundin sich eine Stunde mit dem Kind beschäftigt um zu üben oder nun bei Bedarf.

                  und damit ist der Grundstopck gelegt für viele weiter Stunden und dann mal länger bei wichtigen terminen.

                  ich erkenne das Problem gerade nicht.

        (11) 19.11.17 - 21:35

        Gut, das mag für diesmal ja sein . Aber bei jedem anderen Termin der nicht innerhalb 2 Minuten erreichbar ist, wirds trotzdem problematisch.

        • (12) 19.11.17 - 21:38

          Ich möchte ja aber eure Meinung zu diesem Fall wissen und nicht zu irgendwelchen Eventualitäten die ungeplant in der Zukunft liegen

          • (13) 19.11.17 - 21:42

            Das ist keine Eventualitäten sondern eine logische Sache. Ein Baby muss sich erst an die andere Person, die es betreut, gewöhnen. Und auch die betreuungsperson muss sich an das Kind gewöhnen. Daher brauchen beide vorher zeit miteinander. Und genau das sollte man üben lange bevor man jemanden für den Ernstfall braucht..Denn im Ernstfall muss es eben klappen.

            • (14) 19.11.17 - 21:49

              ...mein Baby kennt meine beste Freundin 😐 er sieht sie öfter als seine Großeltern

              Aber ok - das ist dein Standpunkt und den verstehe ich ja auch! Nur nicht auf morgen bezogen. Danke dir trotzdem für deine offene Meinung

              (15) 20.11.17 - 08:58

              Wieso ist eine Sportstunde/Trainingseinheit ein Ernstfall? Nur darum geht es in diesem Thread und nicht " hätte, könnte, wäre"......

              • (16) 20.11.17 - 13:49

                Wunderbar Ernstfall wäre, sie hat nun Unfall oder muss spontan mal mehrere Tage im Krankenhaus bleiben. Sowas ist ein Ernstfall. Und das kann schneller passieren als man denkt.

      Hallo,

      ich sehe da kein Problem.

      LG

(19) 19.11.17 - 21:40

Hallo,
unabhängig von der morgigen Situation würde ich mich mit meinem Mann zusammen setzen und klären was euch wichtig ist und was ein No-Go ist, wenn seine Eltern aufpassen. Schokolade in dem Alter muss tatsächlich noch nicht sein, ggf typische Meinungen der Generation "Schreien stärkt die Lungen" usw wären mir da allerdings wichtiger (ohne deinen Schwiegis irgendwas in die Richtung unterstellen zu wollen-sollte nur ein Beispiel sein).
Solange ihr euch nicht einig seid, was euch als Eltern im Umgang mit eurem Kind wichtig ist, wird es immer wieder Reibungspunkte geben.
Trotziges "Wenn du dieses machst, mache ich jenes" klingt für mich nicht danach, als hättet ihr schon grundlegendes geklärt. Zumal mir auch nicht einleuchtet, was es dem Kleinen bringen soll, 2x am Tag "fremdbetreut" zu werden, nur damit keiner der Erwachsenen heult. Soweit ich dich verstanden habe, bist du tagsüber ja da und nur abends ist das Problem. Vll könnt ihr euch ja auf einen Kompromiss einigen: morgen deine Freundin, nach eurem Gespräch bei der nächsten Gelegenheit die Schwiegis.
Liebe Grüße und alles Gute

(20) 19.11.17 - 21:43

Mit den "heulenden Erwachsenen" meinte ich deinen Mann und die Schwiegis :-).
Kommt nicht so klar rüber, sorry. Es klang für mich nicht so, als hätte dein Mann in dem Moment daran gedacht, was dein Kleiner dazu "sagt"...

  • (21) 19.11.17 - 21:47

    Danke für deine offene und freundlich formulierte Frage ☺

    Ja ich denke auch, dass es da noch Klärungsbedarf gibt ... und so ganz hat mir dieses Fremdbetreuen am morgen obwohl ich ja eh zuhaus bin nicht eingeleuchtet...

    Aber manchmal versteht man auch einfach nicht den Sinn dahinter, den der Partner verfolgt ...

    • (22) 19.11.17 - 22:04

      Ich vermute stark, deinem Partner ist einfach noch nicht klar, warum dir die Betreuung durch die Schwiegis Kopfschmerzen bereitet.
      Vermutlich denkt er, du lehnst es grundsätzlich ab und interpretiert es als Ablehnung seiner Eltern anstatt als Problem mit dem "Wie". Da kann der ein oder andere dann vll unverständlich reagieren.
      Großeltern dürfen und sollen einen eigenen Stil haben, gerne auch die Enkel verwöhnen :-) nur sollte klar sein, was absolut nicht geht. Wenn dein Mann drüber nachdenkt, wird er Schokolade mit einem halben Jahr ja wohl auch nicht hitverdächtig finden...
      :-)

(23) 19.11.17 - 21:56

Und wenn Deine Schwiegereltern beleidigt sind, dann passiert was?

Lass sie doch beleidigt sein. Ich würde mein Kind nicht jemandem anvertrauen, nur damit derjenige nicht beleidigt ist.

Wenn allerdings das Füttern von Schokolade schon das Schlimmste ist, was Du ihnen zutraust, verstehe ich auch nicht ganz, warum der Zwerg nicht mal zu Oma und Opa darf.

Letztlich würde ich Dir nur raten, mal mit Deinem Partner ein offenes Gespräch über Eure Ängste zu führen. Du hast Angst vor Schokolade, er hat Angst vorm Beleidigtsein. Klingt jetzt beides nicht so dramatisch für mich. Schön wäre es allerdings, wenn Ihr Euch gegenseitig versteht und nicht irgendwelche Fremden in einem Forum. Deshalb: reden, reden, reden!

  • Das Füttern von Schokolade ist für mich nicht das Schlimmste vergehen welches gesteinigt wird.
    Das Problem auf welches ich nicht weiter eingehen mag wegen der ganzen Schwiegereltern Threads sind nun mal die Beleidigungen und das Hintergehen. Wenn es doch NUR die Schokolade wäre ...

(25) 19.11.17 - 22:18

Naja... es gibt die Möglichkeit, wenn das Kind gut schläft es ins Bett zu bringen und dann jemanden da zu haben, der im Notfall reagieren kann.
Alles andere muss man üben und langsam angehen. Unabhängig jetzt wer es macht.
Die Reaktion deines Partners finde ich albern. Mal abgesehen davon, dass es deine Schwiegerelten nicht wissen müssen, sehe ich bei euch Klärungsbedarf.

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