Streit innerhalb der Familie- wie verhalten?

    • (1) 24.11.17 - 10:33

      Hallo,

      ich grübele seit Tagen über den oben genannten Streit und würde mich über neutrale "Denkanstöße" freuen, die uns vielleicht weiter helfen können.

      Auslöser (ganz sicher nicht Grund) ist das Thema "Grabpflege". Eine meiner Schwestern wohnt in unserem Heimatort und pflegt dort seit mehr als zwanzig Jahren das Grab unserer Mutter. Überwiegend allein, gelegentlich haben eine Schwägerin sowie einer unserer Brüder geholfen, die im gleichen Ort bzw. nur wenige Kilometer entfernt leben. Auch die "professionelle" Pflege durch einen Gärtner wäre kein Problem, war mehrfach Thema, wurde jedoch von meiner Schwester vehement abgelehnt.

      Viel zu tun ist dort meines Wissens nicht, es ist eine kleine Grabstätte. Also kein wöchentlicher Aufwand, sondern eher im Frühjahr und Herbst etwas pflanzen, gelegentlich Unkraut jäten, harken. Meine andere Schwester (lebt knapp 200 Kilometer entfernt) und ich (60 Kilometer) haben von Anfang an gesagt (bzw. ich, seit ich erwachsen bin), dass wir jederzeit diese Aufgabe übernehmen/sie uns selbstverständlich teilen können, aufgrund der Entfernung jedoch die Info brauchen, wenn dort aktuell etwas zu tun ist. Wir haben grundsätzlich ein überwiegend gutes Verhältnis zueinander, schon viel miteinander erlebt/durchgestanden. Entsprechend auch regelmäßig zumindest telefonischen Kontakt. In meinem Heimatort bin ich allerdings nur sehr selten, da meine Schwester meist uns besucht (sie ist zeitlich etwas flexibler und möchte das selbst gern so) und sich das "umgekehrt" nicht oft ergibt (die Gründe würden hier den Rahmen sprengen, liegt aber definitiv nicht an meiner/unserer Bereitschaft, hinzufahren und für unsere Kinder ist es DAS Highlight, wenn sie Tante und Onkel auch MAL besuchen dürfen). Entsprechend sehe ich den Friedhof/das Grab nicht oft und nur deshalb hinzufahren um dann fest zu stellen, es ist nichts zu tun, fände ich absolut übertrieben bei der Entfernung.

      Jedenfalls "läuft" meine Schwester zurzeit "am Limit", da vor wenigen Wochen eine unserer Tanten nach schwerer Krankheit verstorben ist. Um diese hat sie sich in den letzten Monaten viel gekümmert, da sie in unmittelbarer Nachbarschaft wohnen. Dazu kommt, dass die Situation offensichtlich "alte Wunden aufgerissen" hat (Tod unserer Eltern vor über dreißig bzw. über zwanzig Jahren). Das ist für mich in ihrer Situation absolut nachvollziehbar- auch mir fällt das alles Andere als leicht. Angebote zu entlasten und zu unterstützen (sei es mit der Tante oder eben der Grabpflege) wurden nie angenommen (mit Ausnahme der Vorbereitungen für die Trauerfeier kürzlich), das wäre der Tante dann (angeblich) alles zu viel geworden #gruebel (Besuch und damit verbunden Hilfe durch meine andere Schwester oder mich).

      Am Samstag waren meine Schwestern bei mir zu Besuch, wir wollten einen schönen "Mädelsabend" mit meinen Kindern machen (mein Mann war nicht da). Begann alles nett und entspannt wie immer, als die Situation zwischen meinen Schwestern plötzlich insofern eskalierte (den Auslöser kann ich immer noch nicht erfassen), dass meine älteste Schwester meiner anderen Schwester Dinge "an den Kopf geknallt" hat, die sich scheinbar über Jahre aufgestaut hatten (die beiden sind fast gleich alt). Zugegeben ist meine "andere Schwester" nicht immer ganz "einfach". Zwar herzensgut, aber ihre Ratschläge kann man durchaus schnell als Einmischung empfinden, sie ist in vielen Dingen irgendwie "kompliziert", oft pessimistisch, aber auch super-lieb und wenn man sie braucht immer für Einen da. Außerdem hat meiner Meinung nach Jeder seine persönlichen "Baustellen" und gerade unter Geschwistern weiß man davon und sollte entsprechend damit umgehen können.

      Jedenfalls wurde es zwischendurch etwas lauter, unsere beiden älteren Kinder saßen quasi daneben (die Kleine war zum Glück schon im Bett). Ich habe kaum etwas zu dem Streit gesagt, lediglich versucht, ruhig zu bleiben und (vor allem im Interesse der Kinder, die völlig erschrocken waren, weil sie das von ihren beiden "Lieblingstanten" so gar nicht kannten (klar gibt es auch bei uns mal Streit- aber das hatte so etwas "massives", ich kann das gar nicht richtig beschreiben :-() zu deeskalieren. Hatte mit der Situation eigentlich nichts zu tun, habe dann aber auch noch "einen Hieb abbekommen" zum Thema Grabpflege. Dass ich mich ja genauso wenig kümmern würde, etc. . Ich habe sehr ruhig und sachlich gesagt, dass sie weiß, dass ich das ohne Frage JEDERZEIT tun würde, aber eben eine kurze Info brauche, DASS etwas zu tun ist. Meine Schwester beharrte darauf, dass sie nicht "darum betteln" würde, dass Jemand hilft (braucht sie auch gar nicht #kratz).

      Also: die Situation zwischen den Beiden völlig eskaliert, ich habe am Rande etwas "abbekommen", meine Schwester ist dann aufgestanden und gegangen mit den Worten, "Tschüss- dass es hier heute schön war, kann ich nicht behaupten!" #schock. Meine beiden "großen" Mädels (11 und bald 9 Jahre alt) waren völlig traurig, haben das natürlich auch auf sich bezogen (das konnte ich aber schnell er-klären). Seitdem ist absolute "Funkstille" und ich weiß absolut nicht, wie ich mich verhalten kann/soll meiner Schwester gegenüber. Hatte ihr noch eine kurze Nachricht geschickt um sicher zu gehen, dass sie in ihrer Aufregung gut zu Hause angekommen ist (wie gesagt eine längere Fahrt). Unsere mittlere Tochter hat vor zwei, drei Tagen Geburtstags-Einladungen verschickt (sie hat Anfang Dezember Geburtstag)- auch darauf kam keine Reaktion. Dabei können ja die Kinder nun überhaupt nichts dafür und wir wissen jetzt nicht einmal, ob sie zur Feier kommt oder nicht. Dabei sind meine Mädels ihren Tanten "eigentlich" sehr "ans Herz gewachsen", ebenso wie deren (inzwischen erwachsenen bzw. im Teenie-Alter befindlichen) Kinder uns "umgekehrt" auch.

      So- und da stehe ich nun und bin wirklich ratlos, wie ich mich nun meiner Schwester gegenüber verhalten sollte #gruebel? Bitte nicht falsch verstehen: wir sind eine relativ große Familie und es gibt immer mal irgendwo Unstimmigkeiten oder Jemand ist mal vom Anderen genervt. Damit kann ich gut umgehen, da geht es mir nicht um "immerwährende Harmonie". Aber die Situation und wie sie entstanden ist, war dann doch irgendwie "skurril". Ich weiß wie gesagt auch um die hohe emotionale Belastung meiner Schwester, da bin ich ganz bei ihr und wir haben in den letzten Wochen auch darüber ein Stück weit gesprochen (sie macht allerdings Vieles mit sich selbst aus und lenkt das Gespräch dann bewusst auf andere Themen). Ich erwarte bestimmt keine "Frohsinn-Heuchelei", empfinde die Situation jedoch vor allem unseren Kindern gegenüber als ungerecht und vor allem hinsichtlich des bevor stehenden Geburtstages schwierig. Meine Schwester ist durchaus nachtragend, meine andere Schwester kann mit der Situation überhaupt nicht umgehen und ist am Boden zerstört. Wichtig ist in dem Zusammenhang noch zu wissen, dass meine älteste Schwester nach meinem Mann und mir die wichtigste Bezugsperson unserer Kinder ist und es mir da nicht um geheuchelte Harmonie am Kindergeburtstag geht. Für unsere Tochter würde "eine Welt untergehen", wenn ihre Tante an ihrem Tag nicht bei ihr wäre und das weiß meine Schwester auch.

      Danke, dass Ihr bis hierher gelesen habt (ich hoffe, es ist irgendwie verständlich geschildert #gruebel)! Wie würdet Ihr Euch an meiner/unserer Stelle verhalten? Wie seht Ihr das mit der Grabpflege? Was denkt Ihr könnte meiner Schwester aktuell zumindest ein wenig weiter helfen? Abstand/in Ruhe lassen? Das Gespräch suchen? Ich kenne sie jetzt seit 39 Jahren mit durchaus vielen Höhen und Tiefen- aber die Situation verunsichert mich dennoch sehr.

      Liebe Grüße,

      Kathrin

      • Über den Streit muss ich glatt noch nachdenken. Ich denke, da ist was tiefer im Argen.

        Aber zur Grabpflege - ich meine das nicht vorwurfsvoll, aber da finde ich dein Verhalten auch komisch: Du schreibst selber "es ist nicht viel zu tun, ab und zu jäten und Frühjahr, Herbst pflanzen".
        Wofür erwartest du dann eine Anweisung deiner Schwester? Warum nimmst du dir nicht einen Termin alle sechs Wochen, alle zwei Monate oder so, wo du hinfährst jätest und im Frühjahr/ Herbst neu einpflanzt? Warum soll deine Schwester erst hinfahren, schauen was zu tun ist, dich anrufen, damit du dann angefahren kommst?

        Andererseits kenne ich auch Menschen, die immer alles machen, nichts an Arbeit abgeben können und DANN jammern, dass niemand ihnen hilft. Und wenn man dann einfach was macht, wird man angemault, dass es nicht richtig ist und man sie übergangen hat.
        Wenn deine Schwester so jemand ist, dann kannst du ihr nicht wirklich helfen. Dann musst du dir ein dickes Fell zulegen.

        Als erster Rat: Nimm es dir nicht zu sehr zu Herzen. Es ist die Vorweihnachtszeit. Da kommen manchmal die Emotionen hoch, die lange unterdrückt wurden. Gib ihnen etwas Zeit und sag jeder einzeln wie wichtig sie dir ist. Vielleicht ergibt sich daraus was. Lass aber nicht zu, dass jede einzeln über die andere herzieht. Da würde ich sagen "ich höre gerne zu und helfe euch es zu klären, aber Vorwürfe bitte nur an die betreffende Person". Das gibt sonst schnell böses Blut, weil die eine meint du würdest mit der anderen eine Front gegen sie machen.

        Alles Liebe - das wird schon wieder!

        • Vielen Dank für Deine liebe und konstruktive Antwort #hicks!

          "Andererseits kenne ich auch Menschen, die immer alles machen, nichts an Arbeit abgeben können und DANN jammern, dass niemand ihnen hilft. Und wenn man dann einfach was macht, wird man angemault, dass es nicht richtig ist und man sie übergangen hat.
          Wenn deine Schwester so jemand ist, dann kannst du ihr nicht wirklich helfen. Dann musst du dir ein dickes Fell zulegen."

          Das trifft den berühmten Nagel genau auf den Kopf- leider. Du beschreibst original meine Schwester. Dass auch das tiefer gehende Ursachen hat, ist mir bewusst. Dass ich daran nichts ändern kann, fällt mir dennoch schwer zu akzeptieren.

          Natürlich könnte ich gelegentlich hinfahren- dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass nichts zu tun und alles bereits erledigt ist, jedoch groß. Und zwei Stunden Fahrt für "nichts" empfinde ich durchaus als viel mit drei Kindern. Muss ja neben Arbeit und Terminen auch irgendwie passen. Meine Schwester muss nicht fahren, wohnt im Ort und kann beim Sport machen (Walken, Rad fahren), Spazieren gehen oder auf dem Weg zum Einkaufen jederzeit "einen Blick auf den Friedhof werfen". Da wir regelmäßig im Kontakt sind, bräuchte es dann wie gesagt nur zwei, drei Worte und ich wäre da. Aber, wie Du schreibst: sie WILL bzw. KANN das irgendwie nicht "abgeben".

          In den Streit der Beiden "hänge" ich mich keinesfalls "rein"- sie sind mir beide gleichermaßen lieb und wichtig. Das wissen aber auch beide, auch, wenn es vor allem der jüngeren von ihnen oft schwer fällt zu akzeptieren. Da spielen auch noch andere Faktoren wie Neid (leider) eine Rolle- sowas liegt mir selbst zum Glück völlig fern.

          Vielen Dank nochmal & liebe Grüße!

      Hallo

      zum Streit einen Tip geben kann ich dir jetzt auch nicht. Ist ja immer schwierig wenn man keinen davon kennt und weiß wie wer wirklich reagiert oder was wer jetzt vom anderen erwartet.

      Zum Thema Grabpflege: Ich weiß ja nicht was ihr da angesetzt habt, sind das dann Plastikblumen oder warum machts noch nicht mal einen wöchentlichen Aufwand? Am Grab meiner Mama & Oma sind die Planzen zumindest den Sommer über dann jeden Tag zu gießen, wenn´s nicht grade regnet und das sind dann doch einige Monate. Der Aufwand ist dann also täglich, zwar nur paar Minuten aber trotzdem jeden Tag. Abgeblühte Blüten weg zupfen reicht dann sicherlich alle paar Tage, je nachdem, zumindest wenn´s sauber ausschauen soll, oder mal einen Blumenstrauß in die Vase stellen. Eine Kerze oder eine Öllampe wird möglicherweise auch brennen, die man erneuert oder auffüllt.

      Da könntest du wirklich nur das Ansetzten im Frühjahr und Herbst anbieten, alles andere wär ja Blödsinn für 5 Min. 60 km hin- und her zu fahren. Ich weiß ja nicht wie oft oder wann du ans Grab deiner Mutter kommst, sonst könntest du evtl. auch dann gleich Unkraut jäten/Blüten zupfen an dem Tag übernehmen. Du könntest vorher deiner Schwester Bescheid geben, dass du eh vorbei kommst und bei der Gelegenheit das gleich mit übernimmst.

      Kinderüberraschung

      • Hallo Kinderüberraschung,

        auch Dir lieben Dank für Deine Antwort!

        Nein, es sind keine Plastikblumen auf dem Grab, sondern neben der "Laterne" einige "grüne" Pflanzen, die beständig sind und nicht so schnell welken. Frische Blumen müssen natürlich nach kurzer Zeit entsorgt werden und wenn es im Sommer richtig heiß ist, muss auch gegossen werden, aber nicht wochenlang täglich. Und da schaut meine Schwägerin auch gelegentlich mal.

        Ich bin wie gesagt- leider- eher selten dort. Vielleicht alle zwei, drei Monate mal, öfter nicht.Ich werde mal schauen, ob ich zumindest dann wirklich einfach das mache, was ich für richtig und notwendig halte.

        Danke Dir, liebe Grüße!

    Hallo,
    vielleicht wurde es deiner Schwester in letzter Zeit alles einfach viel - Pflege der Tante, dann die Beerdigung... und jetzt kehrt langsam wieder Alltag ein und da kommt vielleicht manches hoch, was sie teilweise halt geschluckt hat.
    Ich will damit nun keineswegs sagen, daß ihr euch falsch verhalten habt - ich denke eher, sie kann schlecht aus ihrer eigenen Haut. Sie weiß zwar, daß sie dich anrufen könnte wegen der Grabpflege - aber andererseits weiß sie ja auch, daß es "Schwachsinn" ist, dich nun wegen 15 minuten Unkrautjäten anzurufen - also macht sie es halt doch selber. Und ganz so wenig, wie du denkst, ist es vielleicht ja doch nicht. Hier haben manche ihre Gräber wirklich auf Zack - d. h. die gehen im Sommer auch zwei- dreimal die Woche auf den Friedhof zum Gießen. Das ist aber kein Akt, um jemanden dafür eine Stunde oder mehr Fahrtzeit zuzumuten, aber es braucht halt eben machen.

    An deiner Stelle würde ich sie wohl anrufen - am besten abends mal wenn die Kinder schlafen, oder wenn sie sonst irgendwie aus dem Haus sind. Einfach anrufen, fragen wie es geht und ihr sagen, daß dich das alles irgendwie beschäftigt und auch leid tut, aber du halt nicht weißt, ob bzw. was du beitragen könntest. Vielleicht fängt sie dann auch einfach an zu reden... dann lass sie reden. Manchmal hilft es schon, manches einfach mal "loszuwerden"... mehr braucht es da vielleicht gar nicht.

    Wie alt ist denn deine Schwester? Evlt. beginnende Wechseljahre? Da können manche auch empfindlicher sein als zuvor.

    Und wenn sie ein Problem anspricht: in ruhigem Ton drauf eingehen und einfach vielleicht gemeinsam Lösungen überdenken.
    Bzgl. Grab - Gib ihr den Denkanstoß, ob ihr vielleicht eine Platte drauf machen lassen sollt (oder eine Teil-Platte) ? Hat sie jetzt das Grab deiner Tante auch noch zu pflegen, oder handelt es sich dabei um dasselbe?

    Wegen deiner Kinder: Erklär ihnen einfach, daß das eben vorkommen kann im Leben, daß man mal streitet, bzw. ungerecht wird - auch wenn man erwachsen ist. So ist halt das Leben.

    Ich bin mir sicher, ihr bekommt das wieder hin!

    Ich kenn das übrigens auch mit der Grabpflege - meine Mutter jammert immer, weil sie es nicht mehr machen kann, meine Schwägerin macht´s ihr nicht recht genug; meine Schwägerin merkt das und jammert, weil sie es eh nicht richtig macht. Ich habe ein paar Mal den Vorschlag gemacht: Wenn es neu bepflanzen braucht, ruft mich an - ich mach es. (Habe auch eine Stunde Fahrtzeit einfach) Aber das tun sie nicht - tja, da kann ich leider auch nicht helfen.
    LG

    • Vielen Dank für Deine nette und ausführliche Antwort #danke!

      Ja, ich denke, das trifft auf jeden Fall zu, dass in letzter Zeit alles viel war und auch "alte" Sachen "hoch kommen". Auch Wechseljahre verbunden mit einigen gesundheitlichen Einschränkungen (zum Glück nichts Schlimmes, aber alles zusammen schon lästig und teils quälend) spielen da sicherlich eine Rolle. Ich bemühe mich da um ein "offenes Ohr" und richte mich mit Treffen fast immer nach ihr (Zeit, Befindlichkeit), das ist für mich völlig okay. Werde mal vorsichtig anfragen, ob sie in den nächsten Tagen mal "einen Kaffee mit mir trinken mag". Für den Geburtstag hat sie unserer Tochter heute zugesagt, was mich natürlich sehr erleichtert und für die Kleine freut.

      Meine Tante hat ein Urnengrab auf dem gleichen Friedhof. Das ist dann ja nicht zu pflegen, man darf lediglich ein kleineres Blümchen hinstellen o.ä. . Das Grab meiner Mutter wird nur noch etwa sechs Jahre bleiben, ich hoffe, da wird sich eine "Lösung"/Einigung finden.

      Schön, dass Du unsere Situation nachempfinden kannst- das allein tut irgendwie schon gut (auch, wenn man diesen "Hickhack" um Grabpflege o.ä. natürlich Niemandem wünscht).

      Liebe Grüße & ein schönes Wochenende!

      • Ich denke, ich würde noch einmal mit ihr sprechen und ihr anbieten, doch die professionelle Grabpflege anzuheuern. Es geht ihr schlecht, vllt. sogar sehr schlecht und sie hat in dem Kontext blöd reagiert, aber ich glaube, mir würde es super viel geben, wenn meine Schwester mir signalisieren würde. Ich sehe es geht dir schlecht. Ich versuche dir zu helfen und meinen Ausbruch einfach mal übergehen würde. verstehst du?

        • Hallo & danke für Deine Antwort!

          Wir konnten das Thema Grabpflege inzwischen klären, mein Bruder wird diese nun dauerhaft übernehmen. Er wohnt nur wenige Kilometer entfernt.

          Viele Grüße,

          Kathrin

          • Hat sich sonst auch alles wieder normalisiert?

            • Danke der Nachfrage :-)!

              Zwischen meiner ältesten Schwester und mir ja. Ich wusste zunächst nicht, "woran" ich bei ihr "war", wir hatten aber ein sehr konstruktives Gespräch und konnten alles offen ansprechen/klären.

              Meine Schwestern konnten bisher allerdings noch nicht wieder "zueinander finden", da hat auch ein fast zweistündiges Telefonat noch keine Annäherung gebracht. Dazu tragen m.E. beide ihren Teil bei, wobei die Jüngere wie gesagt auch nicht ganz "unkompliziert" ist #schein. Das wird jetzt Zeit brauchen, damit kann ich aber gut umgehen.

Hallo.

Nun, übe den Streit kann man so als Außenstehender nicht urteilen, nachdem nicht mal du den genauen Grund kennst....
Aber zum Thema Grab möchte ich anmerken: Es ist nicht das Bepflanzen das Aufwändige - sondern eher das (im Sommer TÄGLICHE Gießen!!). Ist schon klar, dass deine Schwester nicht von euch verlangen will/kann, dass ihr mehrere km anfahrt, um das Grab zu gießen.

Klar, hätte sie wohl nie etwas von euch verlangt. Aber ihr hätte es evtl. auch mal gut getan, ne kleine Aufmerksamkeit von euch zu kriegen - so als kleine "Anerkennung". Findest du nicht?:-)

Ruf sie doch einfach an und bitte sie auf ne Runde Kaffee vorbei und versuch in Ruhe mit ihr zu reden. Vielleicht ist sie mit den Nerven einfach komplett runter und der kleinste Auslöser hat gereicht, das Fass überlaufen zu lassen.

Alles Gute!

  • Vielen Dank für Deine Antwort!

    Ja, womöglich ist es auch die "Anerkennung", die ihr diesbezüglich fehlt. Grundsätzlich ist es in unserer Familie aber schon ein "Geben und Nehmen". Das heißt, Jeder hilft Jedem bei Bedarf, man macht sich zwischendurch sowie auch zu Geburtstagen und Weihnachten eine Freude. Nur kann meine Schwester irgendwie nicht gut Hilfe annehmen #gruebel.

    Ich werde auf jeden Fall das Gespräch suchen, sehe es auch so, dass die Situation am Samstag der berühmte "Tropfen" war.

    Liebe Grüße & ein schönes Wochenende!

(14) 24.11.17 - 19:29

Jetzt bin ich mir nicht so recht sicher ob mein Tip ankommt, aber man kann so ein Grab auch mit Marmor oder Stein abdecken lassen. Dann bräuchte man es gar nicht groß pflegen.

Liebe Grüße

  • Hallo & danke für den Vorschlag.

    Das Grab wird in der Form nur noch wenige Jahre bestehen bleiben. Ich denke, dass meine Schwester das irgendwie nicht "über's Herz bringen" würde und das kann ich durchaus nachvollziehen. Von der Pflege durch einen Gärtner/eine Firma möchte sie jedoch ebenfalls nichts wissen.

    Mal sehen, wie sich das Ganze weiterhin entwickelt #gruebel.

    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende, liebe Grüße!

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