Hilfe: Meine Schwiegermutter hat Demenz

    • (1) 30.11.17 - 10:48

      Hallo zusammen, #gruebel

      ich wende mich in meiner Verzweiflung an Euch, da ich aktuell nicht mehr so recht weiterweiß…
      Zur Vorgeschichte: Bei meiner Schwiegermutter (70 Jahre alt) wurde vor etwa einem Jahre Demenz festgestellt. Am Anfang war das noch nicht allzu schlimm, aber seit ein paar Wochen wird Ihr Gesundheitszustand immer schlechter. Ihre „schlechten Tage“ nehmen zu, wo hingegen ihre „guten Tage“ immer mehr abnehmen. Vor kurzem wurde meinem Mann und mir aus ärztlicher Sicht und auch vom Freundeskreis nahe gelegt uns in naher Zukunft Gedanken darüber zu machen, sie zukünftig nicht mehr alleine Zuhause Wohnen zu lassen, da sich Ihr Gesundheitsbild aktuell eben zunehmend schnell verschlechtert. Die Sorge ist auch nicht ganz unbegründet. An besonders schlechten Tagen kann es schon mal vorkommen, dass sie eine brennende Kerze auf dem Küchentisch vergisst, den Ofen anlässt oder die Haustüre über Nacht offen hat. Seit neuestem vergisst sie auch immer, in welchem Jahr wir leben und kann sich nicht daran erinnern, dass wir schon seit etwas Längerem nicht mehr mit der deutschen Mark bezahlen...
      Darauf angesprochen, sagt sie, dass sie unsere und die ärztliche Sorge nicht verstehen kann, da bisher, Gott sei Dank, ja noch nichts Schlimmes passiert sei. Auf die Frage, was sie von einer ambulanten Pflege halten würde, bekommen wir nur die schnippische Antwort „Wer will schon fremde Leute in seinem Haus?“. Dies kommt für sie also keinesfalls in Frage. Den einzigen Kompromiss, den sie uns bis dato angeboten hat, ist Folgender: Wenn wir Sie zu uns holen würden. Dabei stellt sie sich eine 24 Stunden rund-um-Betreuung von uns vor, was so natürlich nicht funktioniert. Trotz allem hatten mein Mann und ich vorerst überlegt sie tatsächlich bei uns aufzunehmen. Aus beruflichen und Wohnungs technischen Gründen ist dies aber einfach nicht möglich. Daher hatten wir uns alternativ überlegt sie in ein Seniorendomizil „zu geben“, welches bei uns in der Nähe ist damit wir sie häufig besuchen können und sie gut betreut wird. Nach einer ausführlichen Internetrecherche sind wir dann auf folgendes Seniorendomizil gestoßen: https://www.augustinum.de/ . Besonders das speziell auf Demenz Erkrankte ausgerichtete Pflegekonzept hat uns dort sehr angesprochen. Aber wir wären natürlich auch für andere Seniorendomizile dieser Art offen.
      Ich nehme die (berechtigte) Frage von Euch gleich einmal vorweg: Meine Schwiegermutter weiß diesbezüglich noch nichts von Ihrem Glück. Wir dachten uns, dass wir uns zuerst überlegen, welches Seniorendomizil für uns für sie in Frage käme und sie anschließend dann in den Entscheidungsprozess einbinden. Sonst würde sie – auch irgendwie nachvollziehbar – sowieso gleich nein sagen, wenn wir uns nicht einmal sicher sind, was wir uns da genau für sie vorstellen…
      Hier kommt Ihr nun ins Spiel: Könntet Ihr uns bitte von Euren Erfahrungsberichten mit dem Augustinum erzählen, oder uns mitteilen, was Ihr allgemein von Seniorendomizilen haltet, die speziell auf Demenzerkranke ausgelegt sind? Vielleicht habt Ihr auch Tipps für uns, wie wir Ihr diese Thematik näherbringen können? Habt Ihr vielleicht schon mal eine ähnliche Situation mit Euren Eltern/Schwiegereltern erlebt?
      Wir sind wirklich für jede Hilfe, Auskunft und jeden Hinweis dankbar!

      Hoffnungsvoll und dankbar,
      Teresa

      • Also erstmal der Reihe nach:
        Ich würde einen Demenzkranken auf gar keinen Fall zuhause aufnehmen - die Belastung ist mörderisch, selbst gelernte Pflegekräfte mit der nötigen Distanz brechen da zusammen, wenn sie im 1:1 Kontakt in der häuslichen Dauerpflege angestellt sind.

        Generell ist es möglich, einen dementen Menschen entmündigen zu lassen (heisst jetzt anders) und dann quasi zu bestimmen, wo er lebt, sofern man als Vormund bestimmt wird. Meistens muss dafür aber erst was passieren, leider. Solange wird es vermutlich schwer bis unmöglich, da etwas gegen den Willen des Dementen zu machen und dessen Willen ist meist sehr stur und kontraproduktiv...

        Mein Tipp: Schaut euch in Frage kommende Häuser an. Klärt bei Demenz ab, ob es geschützte Wohnbereiche gibt (heisst: geschlossen), weil Demente ja dazu neigen wegzulaufen und es schade wäre, wenn man nur deshalb das Heim wechseln muss. Geht in Selbsthilfegruppen für Demenzangehörige, dort bekommt ihr auch gute Tipps bzgl, des Umgangs und natürlich auch guten Häusern in eurer Nähe.
        Wir haben damals bei meiner Oma den Einstieg über Kurzzeitpflege bekommen - ihr haben wir das als Kurlaub verkauft und da sie damals schon kein Zeitgefühl mehr hatte, ist sie dann einfach dort geblieben - aber ihre Demenz war da auch schon deutlich weiter fortgeschritten.

        (3) 30.11.17 - 11:41

        Hallo Teresa,

        zum von dir verlinkten Haus bzw. den Häusern kann ich nichts sagen.
        Im Netz hören sich viele Häuser gut an, stellen sich gut dar.
        Beurteilen kann man das aber erst nach einer persönlichen Besichtigung.

        Ich habe im stationären Bereich in der Dementenbetreuung gearbeitet, mache es jetzt ambulant, sprich im häuslichen Bereich. Und ich kann dir sagen: wenn ihr das nicht auf viele!! - und ich meine wirklich VIELE! Schultern verteilen könnt...nehmt sie nicht bei euch auf. Es gibt Demente die gut zu "händeln" sind, aber irgendwann kommt immer der Zeitpunkt wo ihr sie nicht mehr 1 Minute alleine lassen könnt (auch Nachts!).
        Das geht an die Substanz und muss perfekt durchorganisiert sein.

        Hat deine SM einen Pflegegrad? Den gibt es auch ohne körperliche Einschränkungen wenn Demenz vorliegt. Aber dazu muss sie vom MDK begutachtet werden.
        Steht sie schon unter Betreuung? Wenn letzteres nicht der Fall ist könnt ihr sie nicht gegen ihren Willen in einem Heim unterbringen.
        Lasst euch am besten von einem Pflegedienst beraten, oder noch besser von einem Pflegestützpunkt.
        Und wartet nicht mehr zu lange mit allem, auch wenn deine SM sich "querstellt".
        Besser wird das nicht mehr und sie wird auch in Zukunft kaum "Einsicht" zeigen.
        Ich zumindest haben das in noch keinem Fall erlebt.

        Alles Gute

        Alles Gute

        Ich würde an Deiner Stelle mit der Heimleitung des ausgesuchten Heims sprechen, wie man solche "Fälle" überzeugen kann, hierhin umzuziehen, wenn sie es selber nicht einsehen. Ich bin sicher, die Leute dort haben Erfahrung damit, denn kaum ein alter Mensch wird Hurra rufend dort freiwillig einziehen.
        Aber einen Dementen zuhause pflegen, ist fast ein Ding der Unmöglichkeit, kenne ich aus der Bekanntschaft. Da braucht es mehrere Leute dazu und kann trotzdem schiefgehen, trotz aller Sicherheitsvorkehrungen.
        Am wichtigsten ist die Beantragung eines Pflegegrads, die Demenz ist diagnostiziert, der Arzt kann es bestätigen. Das spielt ja u.a. auch eine Rolle bei der Zuzahlung für das Heim usw. Auch hier kann Dir die Heimleitung raten. Alles Gute.
        LG Moni

      • Meine Eltern sind beide demenzkrank. Meine Mutter befindet sich seit über fünf Jahren in einem Pflegeheim für Demenzkranke, mein Vater ist noch zu Hause (bei ihm ist es noch nicht so schlimm). Mein Vater ist seit über 30 Jahren in zweiter Ehe verheiratet und seine Frau kümmert sich um ihn,

        Meine Mutter lebte, wie Deine Schwiegermutter allein. Sie zeigte enormes Abwehrverhalten gegenüber allen "Fremden". Sie hatte da schon eine Pflegestufe, ein Pflegedienst kam, um Tabletten zu stellen (was zum Schluß gar nicht mehr möglich war, weil sie niemanden rein ließ).

        Um sie gegen ihren Willen unterzubringen, muss eine Eigen- oder Fremdgefährdung vorliegen. Meine Schwester übernahm dann irgendwann die Betreuung übers Gericht und so haben wir sie dann unterbringen können.

        Ich wünsche Euch viel Kraft, es wird noch einiges auf Euch zukommen, zumal Deine SM ja noch zu Hause lebt.

        Schwerig.
        Meine Mutter hat auch demenz u auf der suche nach einer Tages -/kurzzeirpflege haben wir auch viel recherchiert u um Internet hörte sich immer alles top an.
        Die Realität sieht leider meistens anders aus
        Es fehlen nunmal überall Fachkräfte.

        Mein Vater wird meine Mutter daheim lassen, bis es wirklich gar nicht mehr geht.

        Schwierig in eurem fall.
        Ich würde ihr einfach sagen, daß es vom Platz und von euren Arbeitszeiten nicht geht, .daß sie zu euch kommt u sie muß sich auf Dauer für eine betreuungsskraft bei ihr daheim oder ein heim entscheiden.
        Ich würde eine liebevolle betreuungsskraft bevorzugen und sie auch ab und zu im tobt tagespflege geben

      • (7) 30.11.17 - 14:28

        Hallo!
        Bei meinem Vater ging es vor ca. 5-6 Jahren los mit Demenz und er hat sehr schnell abgebaut. Meine Mutter war sehr tapfer und hatte ihn noch lange zu Hause behalten, zuletzt mit Unterstützung eines 24-h-Pflegers, der im Haus gewohnt hat, aber irgendwann ging das einfach nicht mehr. Meine Mutter war schon körperlich am Ende. Die ganze Putzerei wegen der Inkontinenz meines Vaters. Kaum mehr Schlaf wegen seiner ständigen Unruhe. Die Mühe, ihn zum Essen, Trinken, Hinlegen, wenigstens minimaler Körperpflege zu bringen ... es war der Wahnsinn. So ähnlich wie ein Baby, aber 1.90 m groß und 80 kg schwer.
        Jetzt ist mein Vater in einem Pflegeheim, das auf Demenz spezialisiert ist. Es ist ein sehr gut geführtes Haus. Hat seinen Preis, klar. Zum Glück ist mein Vater gut versichert (Beamter, und dann noch eine private Pflegeversicherung). Meiner Mutter geht es wieder viel besser. Die Vormundschaft oder wie das heißt hat mein Bruder übernommen. Ich wohne nicht in der Gegend und besuche meine Eltern alle paar Wochen, daher habe ich vieles mehr aus der Ferne mitbekommen, aber ich kann nur sagen, anders ging es nicht. Sucht nach einem guten Pflegeheim. Irgendwann erreicht Deine Schwiegermutter ein Stadium, in dem sie nicht mehr anders kann bzw. in dem Ihr für sie die Entscheidungen treffen müsst.
        Demenz ist nicht schön. Es gibt halt keine Hoffnung auf die nächste Operation, oder die nächste Therapie. Es geht einfach abwärts mit den Menschen, schneller oder langsamer. Aber, auch wenn das komisch klingt, das macht die Sache planbar. Ich wünsche Euch viel Kraft.

        J.

        Hey, ich würde euch erst einmal raten eine Betreuung bei Gericht anzuregen (Entmündigung gibt es seit Jahrzehnten nicht mehr und Vormundschaft ist für Minderjährige). Ihr könnt euch dort oder bei eurer Kreisverwaltung erstmal über einen Infoabend Auskünfte einholen.

        Erst danach würde ich mich mit dem besagten Pflegeheim in Verbindung setzen, da dann durch die Betreuung auch entsprechende Punkte wie Finanzen, Wohnen etc. abgedeckt sind, sonst könnt ihr euch da stark in die Nesseln setzen. Demenz hin oder her, sie gilt dennoch als selbständige und mündige Person.

        Ich wünsche euch auf jeden Fall viel Kraft für die kommende Zeit, ich weiß wie schwer so etwas noch werden kann, vor allem, wenn die SM eher zu den „aggressiven“ Dementen gehört. Mein Großvater war ein „passiver“ Dementer.

        Alles Gute

        Hallo,

        wir haben das mit meinem Opa durch. Er wurde 88 und hatte die letzten 3-4 Jahre seines Lebens Demenz. Er wurde zu Hause gepflegt, aber da war auch noch meine Oma, die zwar selbst nicht viel tun konnte, aber zumindest per Telefon Hilfe holen konnte, wenn was war, und meine Tante wohnte oben im gleichen Haus, und war am Abend und in der Nacht stets erreichbar.

        Zu Beginn hielt es sich ja noch in Grenzen, und meine Cousinen und ich schauten mittags abwechselnd vorbei und machten Essen. Morgens kam ein Pflegedienst. Vor drei Jahren ging dann meine Mutter in Vorruhestand. Sie übernahm dann mittags das Essen kochen. Später fuhr sie auch morgens hin, und brachte Opa abends zusammen mit meiner Tante ins Bett. Am Ende war sie mindestens vier Stunden am Tag dort, verteilt auf morgens, mittags und abends.

        Alleine leben mit Demenz geht eigentlich ab einem bestimmten Punkt nicht mehr, und ich glaube diesen Punkt habt ihr bereits erreicht. Es wird einfach zu gefährlich. Wenn ihr eine Pflege zu Hause nicht stemmen könnt oder wollt, wäre ein Heim natürlich eine gute Lösung. Aber sofern sie nicht entmündigt ist, werdet ihr sie glaube ich auch nicht gegen ihren Willen in so eine Einrichtung bringen können, egal was sie so anstellt.

        Wäre es möglich den Hausarzt ins Boot zu holen und mit ihm die Möglichkeiten zu besprechen?

        Viele Grüße, gute Nerven und ein ordentliche Portion Galgenhumor!
        Angel08

        (10) 01.12.17 - 17:28

        Hallo,

        Es tut mir sehr leid. Die Demenz ist eine sehr heimtückische Krankheit....
        Meine Oma hat ziemlich genau 10 Jahre damit gelebt.
        Sie konnte bis zum Schluss zuhause bleiben.
        Aber auch nur weil mein Opa da war, der sehr fit ist.
        Meine Mutter ist wieder zuhause eingezogen, die erste und zweite Etage wurde extra dafür umgebaut. Zusätzlich kam zweimal am Tag der ambulante Pflegedienst und die letzten 2 Jahre war noch eine 24 Stunden Pflege anwesend, meine Mutter konnte wegen der Arbeit nicht permanent anwesend sein, auch ihre Geschwister mussten voll arbeiten und ich hatte Arbeit und zwei kleine Kinder, wir haben es so gut wie möglich unter uns aufgeteilt, bis es eben nicht mehr anders ging und die 24 Stunden Pflege kam.

        Es wird eine Zeit kommen da wird deine Schwiegermutter, so schlimm es sich auch anhört zu einer Belastung werden. Leider geht es mir dieser Krankheit nur bergab....

        Ich arbeite in einer Seniorenresidenz mit Demenz Bereich, aber es sind mittlerweile so viele Demente das diese auch auf andere Wohnbereiche aufgeteilt werden.
        Unser wb wird nach und nach zum zweiten Demenz Bereich.
        All unsere Dementen tragen eine "Uhr", ein Armband welches alarm schlägt sobald sie auch nur in die Nähe einer Ausgangstür kommen.
        Bisher ist uns noch keiner entwischt, außerdem können wir genau sehen von welchem Bewohner und wo im Haus der Alarm ausgeht.
        Allerdings muss ich dazu sagen das unsere Dementen eine enorme Ehrfurcht vor der Tür zum Treppenhaus oder dem Aufzug haben. Weshalb nur ganz selten einer den WB verlässt.

        Nun ja, um nicht abzuschweifen, mittlerweile habe ich sehr viele Bewohner kommen und gehen sehen und es waren genau 2 Bewohner dabei die freiwillig zu uns kamen.
        Davon eine Bewohnerin mit der Diagnose Demenz, sie war noch sehr orientiert als sie ihrer Familie sagte das sie Angst hat, dass sie sich später stark verletzen oder gar umbringen könnte, aufgrund ihrer Krankheit und das sie in ein Seniorenheim möchte.
        Sie kam in einem sehr orientierten Zustand zu uns.
        Sie und auch die anderen Demenz erkrankten die relativ orientiert zu uns kamen, hatten im späteren, stark verschlechterten, Krankheitsverlauf deutlich weniger Probleme damit, sich bei uns zuhause zu fühlen als Bewohner die erst kamen, als es nicht mehr anders ging.
        Diese Bewohner waren später davon überzeugt schon immer bei uns gewohnt zu haben und waren deutlich entspannter, als die Bewohner die in einem deutlich schlechteren Zustand zu uns kamen, diese hatten dann auch deutlich mehr weglauftendenz, haben immer wieder ihre Tasche gepackt um heim zu gehen und waren/sind auch viel aggressiver jedem Mitmenschen gegenüber. Einfach weil sie angst haben und sich nicht mehr zu helfen wissen.
        Auch langjährige Angehörige können dort nicht mehr helfen, weil die erkrankten ihre Angehörigen schlichtweg nicht mehr kennen.
        Da wird man als Sohn ausgelacht, "sie sind doch nicht mein Sohn, ich habe doch gar keine Kinder".....

        Versucht euch so viel und so früh wie möglich, Hilfe von außerhalb, ins Boot zu nehmen.
        Deine Schwiegermutter wird vielleicht die Anfangszeit böse sein, das sie in einem "Heim" ist, aber es ist das beste für sie und ihre ganze Familie. Je früher sie könnt, je besser lernt sie damit umzugehen.

        Unser Opa war auch dement. Aber zum Glück immer lieb dabei und ohne Weglauftendenzen. Er hatte die letzten Jahre eine polnische Pflegekraft bei sich im Haus und ging 2x pro Woche in die Tagespflege. Das ging aber nur weil er eben sehr "pflegeleicht" war, wenn die Pflegerin sagt "Opa setz dich da hin und warte" dann machte Opa das. Und wenn sie sagte "So, jetzt duschen" kam höchstens mal "schon wieder?" aber er hat mit gemacht. Wir sind eine große Familie, er hatte 5 Töchter die alle 2-3 Kinder haben, die Enkel sind auch fast alle verheiratet und haben schon wieder Kinder. Vielleicht war es gut das er immer viele Leute um sich gehabt hat. Man merkte zwar das er uns nicht mehr erkennt (am Schluss erkannte er nur noch seine beiden ältesten Töchter, die waren allerdings auch am häufigsten bei ihm weil sie schon in Rente sind und daher mehr Zeit hatten) aber er war immer lieb und ließ jeden rein. Er hatte eher so einen Blick dann wie "Ich weiß zwar nicht wer du bist, aber wird wohl ok sein"
        Ansonsten wende dich an eine Pflegeberatung oder schaut euch Einrichtungen an wo sie leben könnte und fragt dort nach Hilfe bei dem ganzen bürokratischen kram. Normalerweise haben die auch Leute die extra dafür da sind.
        Schaut euch die Einrichtungen an. Aber seid nicht geschockt danach. Viele demente Menschen auf einen Haufen ist doch nochmal was anderes als einer. Und manche von denen sind auch.....sagen wir mal Verhaltenskreativ.
        Wichtig ist das es geschützte Unterbringung ist das sie nicht weglaufen kann. Es muss genug Bewegungsmöglichkeiten geben weil viele Demente Bewegungsdrang haben und laufen wollen. Andererseits muss es genug Ruhebereiche geben, es muss klar strukturiert und übersichtlich gestaltet sein.

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