Sorge um Tochter (Vorsicht lang)

    • (1) 07.12.17 - 08:33

      Hallo ich habe lange überlegt, ob ich überhaupt schreiben soll, aber langsam weiß ich mir keinen Rat mehr. Es geht um meine zehnjährige Tochter....getrennt vom Papa bin ich seit 6 Jahren und es besteht inzwischen regelmäßiger Kontakt. Anfangs lief noch alles harmonisch ab, dh wir sprachen über Probleme die sie betrafen usw. Dann lernte er seine jetztige Partnerin kennen und die Probleme fingen an. Zuerst durfte er nicht mehr mit mir reden...naja ich dachte, dass sich das von alleine beruhigen wird, wenn sie sieht das ich keine Konkurenz bin. Nachdem die Beiden circa 1 Jahr zusammen waren, viel unsere Tochter immer mehr auch in der Schule auf....nicht mit negativen Verhalten sondern kleineren Ticks. Zusätzlich fing sie wieder an einzunäßen, sodass uns eine Therapie empfohlen wurde, die sie dann auch machte. Beim Elterngespräch dort, ermahnte die Therapeutin meinen Ex, dass er mit mir reden muss, weil diese "Wurfübergabe" dem Kind schadet und dass er bitte nicht seine Freundin über seine Tochter stellen soll (ab ihrem Einzug durfte der Papa nichts mehr mit dem Kind alleine machen usw). Die Situation beruhigte sich scheinbar, auch wenn die ersten Tage nach Umgangswochenenden immer der Horror für mich waren, da meine Tochter ihren angesammelten Frust an mir ausließ. Seit Mitte des Jahres aber wird es wieder schlimmer....die Freundin beleidigt sie, dass sie genauso dämlich redet und ist, wie ihre Mutter....es gibt grundsätzlich an jedem Umgangswochenende Essen, von dem sie weiß, dass die Große es nicht ist und sie muss so lange am Tisch bleiben, bis sie was gegessen hat....egal was sie zu ihrem Papa sagt, sobald er es der Freundin sagt, zählt nur noch deren Meinung z.b. meinte unser Kind zum Papa es möchte aufs Gymnasium und er fand es gut....als er das aber seiner Freundin erzöhlte, meinte die dass das Kind zu blöd dafür sei und seitdem will der Papa auch, dass sie nicht aufs Gymnasium geht....und so geht das immer und immer wieder

      Heute früh aber der Hammer ...meine Tochter saß beim Frühstück und sagte, dass sie Papas Freundin doch einfach aus dem Fenster schmeißen kann, denn dann ist sie weg und Papa ist wieder lieb! Ich hab ihr natürlich sofort gesagt, dass ich sowas nie wieder hören will und das überhaupt nicht geht. Was soll ich aber machen? Das ist doch nicht normal so zu denken....wieder Therapie? Mit meinem Ex reden bringt leider nichts.

      • Guten Morgen #tasse

        das Problem ist hier vor allem Dein Exmann und seine Freundin.
        Er scheint keine eigene Meinung und Rückgrat zu haben, wenn es um SEIN(!) Kind geht.

        Warum lässt er es zu, dass seine Freundin sein Kind beleidigt, als dumm betitelt?
        Wieso darf die Tante beurteilen, ob das Mädel aufs Gymnasium geht oder nicht?
        Was erlaubt sie sich eigentlich, das Kind zu piesacken und zu quälen?
        Und Dein Ex schaut sich das Ganze an.

        Eins weiß ich: wäre ich getrennt, dann dürfte kein neuer Lebenspartner derart mit unseren Kindern umspringen.
        Sowohl bei meinem Mann als auch bei mir.
        Mein Mann würde so einer Tussi derart über den Mund fahren, dass die nicht einmal mehr im Traumdaran denkt, das Kind runterzumachen.
        Und wenn sie sich nicht zusammenreißen kann, dann wird ihr gezeigt, wo der Maurer das Loch gelassen hat.

        Versuche mit Deinem Exmann ein Gespräch zu finden und mache ihm klar, dass Dir die Beziehung zwischen ihm und der Tusse egal ist, aber dass Du Dir nicht länger ansiehst, wie das Kind hier gedemütigt und gequält wird.
        Und er soll auch mal an seine Vater-Tochter-Beziehung denken.
        Will er unbedingt, dass da ein Knacks zwischen ihm und seinem Kind entsteht?

        Schreib auch diese Erlebnisse auf, führe so eine Art Tagebuch. sicher ist sicher.
        Vielleicht lässt sich auch ein Gespräch mit einer dritten Person finden (z.B. einem Lehrer), so dass Deinem Exmann mal der Ernst der Lage bewusst wird.

        LG

        • Gemeinsame Gespräche gehen, wenn dann nur heimlich telefonieren, wenn er auf Arbeit ist....dann heißt es immer "ja stimmt da reden wir mal drüber"....sobald er Zuhause ist, ist das alles wieder vergessen. Gespräche in der Schule verweigert er....unser letztes Gespräch hatten wir damals bei der Psychologin, die ihn genau vor dieser Situation warnte, aber auch da hat die Einsicht nur bis daheim gehalten. Letzten Monat hatten die Beiden einen großen Streit mit dem Ergebnis, dass nicht nur Möbel zu Bruch gingen, sondern sie ihn samt Tochter mitten in der Nacht rausgeschmissen hat und Beide im Hotel schlafen mussten. Mein Problem ist, dass mich unsere Tochter gebeten hat, nichts mehr zu sagen, denn sobald ich was anspreche, bekommt sie beim nächsten Wochenende noch mehr Ärger. Sie liebt Papa und ich denke sie will ihn teilweise auch schützen, weil sie das Gefühl hat die Freundin ist auch zu ihm gemein.

          • Oha, diese Frau klingt aber nach Psychotante.

            Ist es ihre Wohnung/Haus in der Dein Exmann lebt?
            Dein Ex lässt sich von der Frau sehr unterbuttern.

            Hier knallt auch mal eine Tür im Streit.
            Aber Möbel zertrümmern und einen Mann plus ein Kind nachts rausschmeissen? Das geht nicht.
            Dein Ex soll sich eine eigene Wohnung suchen. Das ist ja nicht zu fassen.
            Mir tut das Kind leid.

      Hallo,
      vorweg, mit dem Thema "Umgang und Besuch regeln" kenne ich mich nicht aus und es gibt bestimmt andere die dir dazu mehr sagen können.

      Aber: Die Äußerung deiner Tochter mit dem Aus dem Fenster werfen würde ich sehr ernst nehmen und nicht abwiegeln dass du sowas nicht mehr hören willst (klar, dass man niemand aus dem Fenster schmeißt etc muss man besprechen). Deine Tochter hat dir damit das Ausmaß ihrer Verzweiflung dargelegt und bei einer solchen drastische Aussage ist eine andere Reaktion vll hilfreicher für deine Tochter. Ich vermute stark, dass sie keine Mordabsichten hat, sondern dir begreiflich machen will, wie schrecklich die Situation für sie ist. Du bist ihr letzter Halt gerade und sie sollte dir alles sagen können, auch wenn es erstmal sehr drastisch ist. Besteht der Kontakt zur Therapeutin noch? Dann geht zusammen zu einem Termin und du selbst alleine auch, sodass sie dir helfen kann, wie du in dem Moment umgehen kannst.
      Die Freundin deines Mannes ist auf jeden Fall das Letzte. Dass dein Mann sich das bieten lässt, dass die Gute seine eigene Tochter so niedermacht ist mir schleierhaft. Wer regelt denn den Umgang mit dem Vater? Sonst mit dem Jugendamt sprechen, dass deine Tochter Schaden nimmt aufgrund der Freundin des Vaters. Dokumentieren was vorfällt, mit der Schule sprechen seit wann die Probleme vorliegen.
      Ich würde mich einen Scheiss kümmern was die Freundin will, wenn sie mein Kind psychisch unter Druck setzt und mit dem Ex Mann ein ernstes privates Wort sprechen, wie er sich so gängeln lassen kann zur Last eurer Tochter.
      Es gibt bestimmt Bestimmungen, in welchen Fällen der Umgang anders geregelt werden kann und mit 10 Jahren kann sie bestimmt auch schon selbst was dazu sagen wie es dort läuft. Das kenne ich mich aber null aus und würde das Jugendamt und die Therapeutin als Ansprechpartner empfehlen.
      Auf jeden Fall alles Gute für euch

    • Frage: Will Deine Tochter unter diesen Umständen eigentlich noch gerne zum Vater? Ich bin wirklich nur ungerne dafür, dass man solche Besuche abbricht, aber wenn ein solcher Erzeuger sich derart mies benimmt und diese dumme Partnerin noch dazu, dann ist ein Gespräch mit dem Kind die erste Maßnahme und das Gespräch mit dem Jugendamt die zweite. Hallo? Das Kind nässte ein und möchte am liebsten diese dumme Person aus dem Fenster werfen...was muss noch an Hilfeschreien kommen? Ich würde zu meiner Tochter sagen, dass sie dort VORÜBERGEHEND nicht mehr hingehen braucht. Wenn dem Vater was an seinem Kind liegt, darf er gerne diese Zustände abstellen, ansonsten....Garantiert würde ich das Kind nicht zur Therapie schleppen, damit es diese unzumutbaren Besuche aushält bzw. aushalten muss ?!?!? Hat der Vater überhaupt ein Mitspracherecht wegen des Gymnasiums? Ich bin sicher, Du und Deine Tochte brauchen eine laaaaange Pause von diesen Vaterbesuchen. LG Moni

      • Ja sie will....sie sagt, dass sie Angst um Papa hat (besonders nach dem Wochenende wo die Möbel flogen und er mit ihr rausgeschmissen wurde).
        Genau das ist auch die Antwort der Therapeutin, dass sie nicht jährlich therapieren kann, damit ein Kind Umgang wahrnimmt.
        Ja wir havwb

        • Ja wir haben das gemeinsame Sorgerecht (waren ja verheiratet) und er darf mit entscheiden

          • Ja dann ab aufs Jugendamt und die neue Lage vortragen - das geht so doch nicht. Er kann doch dem Kind nicht "offiziell genehmigt" die Zukunft verbauen.
            Mein Gott, stell Dich auf die Hinterbeine - bei so einem Typen würde ich zur Hyäne - und auch dem Kind würde ich mit aller Liebe und Geduld erklären, dass es nun eben eine Weile NICHT mehr zum Papa geht, die Gründe begreift sie in dem Alter auch schon. Soviel Einfluß wirst Du auf das Mädel doch haben.
            LG Moni

        Dieses Vorkommniss, was du schilderst fällt unter häusliche Gewalt. Im einem solchen Fall würde die Polizei (zumindest in NRW) sogar gegen den Wunsch der Geschädigten vorgehen und den Beschuldigten der Wohnung verweisen. Was du schilderst sind Straftaten. An deiner Stelle würde ich vehement vorgehen und mein Kind nicht mehr in diese Wohnung und die Nähe der neuen Partnerin lassen. Dann soll der Vater einen anderen Weg für Umgang finden. Zur Not sogar nur vom JA begleitet.

        Wie gesagt, aus polizeilicher Sicht fällt das alles unter häusliche Gewalt. Es gibt ja Auch bereits offizielle Stellen, die die negative Entwicklung deiner Tochter bemerken. Auch die alltägliche psychische Gewalt, die auf dein Kind einwirkt fällt unter das Thema häusliche Gewalt. Ich würde einen Anwalt befragen in Sachen Gewaltschutzgesetz. Damit sollte sogar ein gerichtlicher Beschluss zur Änderung des Umgangs realistisch sein.

        Wie grausam. Eure Tochter tut mir so leid. Bitte mach dich wirklich stark für sie.

        LG

        (12) 07.12.17 - 10:08

        Schreckliche Situation für Deine Tochter. Sie liebt ihren Vater, will ihn beschützen und ist ihm gegenüber loyal. Gleichzeitig erlebt sie, dass ihr Vater sie nicht beschützen kann oder will, dass er selbst illoyal ist und das lässt sie vermutlich an seiner Liebe zu ihr zweifeln.

        Ich halte es auch für falsch, das "Problem" bei Deiner Tochter beheben zu wollen und sie so zu therapieren, dass sie den Umgang erträgt. Im Zweifel müsst Ihr mit Hilfe des Jungendamtes eine für alle Seiten tragbare Lösung finden.

        • Wir hatten schonmal Gespräche beim Jugendamt....das Ergebis war, dass ich dafür sorgen muss, dass sie den Umgang wahr nimmt. Außerdem bleibt ja das Problem, dass sie es niemanden erzählen will aus Angst dann wieder noch mehr Ärger zu bekommen. Vielleicht sollte man auch dazu sagen, dass unser Jugendamt heillos überfüllt ist....eine Umgangsbetreuung für ca. 30000 Einwohner.. sie meinte die einzige Möglichkeit wäre betreuter Umgang, aber da sind keine freien Kapazitäten, weil es schlimmere Fälle gäbe.

          Ich hatte auch schonmal vorgeschlagen man trifft sich zu viert (Ex mit Partnerin und ich mit Mann) damit sie mich kennenlernt und weiß, dass keiner was Böses will....aber das wurde mehrfach abgesagt.

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