Keine Freude am Familienleben.. (Depression)

    • (1) 16.12.17 - 21:58

      Hallo ihr Lieben,

      Ich bin 21 Jahre alt und Mutter eines 2 jährigen Kindes. Seitdem ich 12 bin, bin ich an Depressionen erkrankt mit denen Essstörungen einhergegangen sind.
      Vor 4 Jahren lernte ich meinen Partner und Vater meines Kindes kennen. Er brachte zudem noch ein Kind mit in die Beziehung welches inzwischen 8 Jahre alt ist. Sein Kind lebt im Wochenwechsel bei der Mutter und bei uns. Unser Kind war nicht geplant und kam durch einen mißlungenen Pillenwechsel (trotz Versicherung des Arztes) zustande.
      Meine Kindheit war sehr hart und ich durfte weder Kind sein noch Jugendlicher also habe ich zigtausende Erfahrungen nie gemacht welche jedes andere Kind/Jugendlicher machen konnte. Ich denke das ist das große Problem.
      Ich bitte euch nicht schlecht davon zu denken oder mich zu verurteilen, doch mir macht das alles keine Freude. Die Partnerschaft ist quasi im Eimer (Vorallem da ich nurnoch unglücklich bin) und Vorallem habe ich null Freude daran Mutter zu sein.
      Ich kümmere mich sehr um mein Kind und auch um seines, da er jeden Tag lange arbeiten ist. Aber ich finde es grausam.
      Ich lasse es die Kinder nicht spüren, unternehme viel mit Ihnen, helfe bei allen Problemen, kümmere mich um den Haushalt und ihre Wünsche. Doch sobald ich endlich alleine bin Brech ich zusammen. Am liebsten würde ich einfach nur weglaufen. Alle Erinnerungen löschen und neu anfangen.
      Meine Jugend leben, mein Abitur machen, studieren, reisen, feiern, neue Dinge kennenlernen. Doch Das ist alles vorbei. Und ich kann mich mit diesem ganzen Muttersein einfach nicht anfreunden. Alle sagen mir immer wie toll ich das doch mache und was für eine gute Mutter ich doch bin und was ich doch nicht alles schaffe für mein Alter.
      Aber das will ich alles nicht.
      Sicher kann man jetzt sagen: hättest du dir ja vorher überlegen können, jetzt ist das Kind nunmal da.. usw. aber das bringt mich auch nicht weiter. Die Umstände können sich nunmal auch drastisch ändern.
      Doch weiß ich nicht was ich tun soll. Wenn ich denn mal alleine weg bin mit Freunden geht es mir wirklich gut. Ich vergesse alle sorgen und Probleme, habe Spaß und bin glücklich. Doch komme ich meinem Zuhause näher schwindet das Lächeln und ich bekomme Panik. Sofort ist die Laune im Keller, denn ich weiß jetzt geht der Marathon wieder von vorne los. Das kann doch nicht richtig sein? So sollte man sich doch nicht als Mutter fühlen? Als Partnerin?
      Ich kann der Mutter/Hausfrauenrolle absolut nichts positives abgewinnen. Von mir selbst ist seit langem nichts mehr übrig und ich weiß nicht wie ich da raus kommen soll..

      Tut mir leid wenn der Text etwas länger geworden ist.
      Ich würde sehr gerne eure konstruktiven Gedanken/Ideen/Vorschläge dazu hören!
      Ich bin wirklich verzweifelt..

          • Dann mach das doch. Falls du noch keinen Ganztagsplatz für deinen Kleinen hast, dann kannst du dich ja für die Zeit von 9-14 Uhr um einen Job bemühen. Einen Schritt nach dem Anderen... du bist noch so jung, dein Kleiner wird älter, du kannst noch viel erreichen.
            Alles Gute

            ...dann schreib nicht nur was du alles könntest und tätest und erreichen würdest ohne kids - sondern organisier das mit kindern.
            Nicht alle sind glücklich in der mutterrolle. Tu dein bestes, damit deine zwei davon nichts merken, so wie bisher, und bau dir was eigenes auf.
            Und auf dem wünsche-fest sind wir alle nicht. Wenn das studium jetzt nicht klappt, die bildung nicht reicht - dann arbeite halt. Viele erreichen mit fleiss, konstanter weiterbildung neben dem beruf und persönlichem einsatz mehr als uni-Abgäner..

            Du kannst nicht die nächsten 10 jahre darauf warten dass sich das problem oder die umstände lösen. Tun sie nicht. Die kinder werden bleiben, deine krankheit, der fehlende ausbildungs-zustand, die fehlende freude am mutter sein. Also packs an, geh arbeiten, mach daneben die ausbildung.

          • Dankeschön für eure zahlreichen Antworten!!
            Es ist wirklich schön seine Sorgen mal mitteilen zu können und auf Verständnis zu stoßen! Ich glaube ich könnte es nicht übers Herz bringen mein Kind quasi abzugeben..
            auch wenn ich darüber schon viel nachgedacht habe. Doch davor habe ich sehr große Angst, da der Vater das niemals zulassen würde und ich auch sonst bei meiner restlichen Familie/Freunden unten durch wäre und letztendlich komplett alleine dastehen würde.
            Ich werde mich mal informieren ob es auch Betreuungsmöglichkeiten für den abend gibt damit ich an die Abendschule gehen kann für mein Abitur. Sollte ich da am besten zum Jugendamt?

            Mach das doch. Ich bin 36, habe 3 Kinder und vor einem halben Jahr noch ein Studium angefangen. Du hättest die Möglichkeit einer schulischen Ausbildung wenn es momentan mit der Betreuung noch nicht klappt und machst dann Praktika um Berufspraxis zu bekommen. Du bist noch verdammt jung und hast das Leben noch vor dir. Du kannst dein Leben auch mit Kind genießen. Ich habe 3 und tue es. Du kannst weg gehen, Spaß haben, feiern und dir steht auch beruflich noch alles offen. Was du nicht machen darfst, trauern, dass du was verpasst hast. Das was war, kannst du nicht aufholen. Aber du kannst das Beste aus dem Jetzt und der Zukunft machen. Hol dir deinen Partner ins Boot, besprich mit ihm deine Pläne und macht einen Plan für die Zukunft. Ein Kind zu haben bedeutet nicht zwangsweise, dass das Leben ist. Vielleicht scheint es dir so, weil deine Freunde noch ungebunden sind und du hast Panik, dass du noch mehr verpasst.

      Das Kind deines Partners, dafür bist du nicht verantwortlich. Bitte mach da keinen Finger mehr krumm. Das muss dein Partner ganz alleine machen. Rufe zur Not beim Jugendamt an und sag, dass dein Partner sich nicht richtig um sein Kind kümmert und es auf dich abwälzt.

      Ich bitte dich, du bist noch so jung, du musst dich doch nicht um ein achtjähriges Kind kümmern! Es ist auch nicht dein Kind. Du hast kein Sorgerecht und auch keine Sorgepflicht.

      Dein Kind kannst du in die Kita tun. Und dann kümmere dich um dein Leben. Um deine berufliche Zukunft.

      Du bist noch so jung und kannst noch so viel erleben.

      Ich finde es ziemlich normal, dass du in dem Alter keine Freude am Mutter Dasein hast. Ich hätte es im Alter auch nicht gehabt. Ich war doppelt so alt wie du als ich Mutter wurde.

      Sobald du dich um dich gekümmert hast, kannst du auch wieder mehr Freude mit deinem Kind haben.

      Und bitte hör auf Hausarbeit zu machen! Wir leben nicht in den 50er Jahren. Keine Frau sollte Hausfrau sein, wenn sie es nicht absolut als ihre Erfüllung sieht.

      Hallo,

      ich bin selbst nach einer schlimmen, furchtbaren und gewalttätigen Kindheit jung Mutter geworden.

      In den ersten Jahren als Mutter hatte ich ebenfalls schlimmer mit Depressionen zu kämpfen (hatte auch Depressionen seit ich 11 bin, dazu Magersucht und später Bulimie).

      Ich habe damals da durchgearbeitet - das hat aber (natürlich) nicht geholfen. Letztlich habe ich mich in eine Therapie begeben. Das hat mir sehr geholfen, mein eigenes Ich zu finden, mit dem ich mich als Mensch (nicht als Mutter, nicht als misshandeltes Kind) identifizieren konnte.

      Ich würde Dir dringend dazu raten, Dich sofort in ärztliche Behandlung zu begeben. Unterstützend kann ein Antidepressivum gegeben werden - manchmal braucht man das einfach.

      Nach wenigen Wochen wird es Dir damit schon mal weit besser gehen und Du kannst neu überlegen, wie Du weiter vorgehen willst. Denn IN EINER DEPRESSION sein ganzes Leben wegzuschmeißen, kann das dümmste sein, was Du je tust.

      Ich bin heute fast 34, verheiratet mit meiner Jugendliebe (seit 15 Jahren zusammen), unser Sohn ist 11,5 und ich bin trotz Depressionen glücklich. Ganz weg sind sie nicht und werden sie wohl nie sein. Aber ich lebe (nach einem missglückten Selbstmordversuch mit 17) und das ist gut so.

      Suche Dir auf jeden Fall unbedingt Hilfe durch einen Psychiater und am besten eine begleitende psychologische Behandlung. Und ja, es WIRD Dir viel bringen, es WIRD besser werden. Du kannst glücklich werden.

      Klar stehen damit auch ein paar Veränderungen im Leben an, aber die solltest Du erst treffen, wenn Du so weit bist, dass es Dir etwas besser geht. Jetzt, aus Angst und Verzweiflung, solltest Du keine Entscheidung treffen, die Du später bereust.

      Ich habe genau so gedacht, als mein Sohn ca. 3 Jahre alt war. Und ich bin jeden Tag glücklich, dass ich mein Kind nicht verlassen habe #zitter. Ich hätte mir das nie verzeihen können und kann heute nicht mehr wirklich nachvollziehen, wie ich jemals so denken konnte.

      Ich wünsch Dir alles Gute!

      Liebe Grüße
      nebelschnee

      Hallo leylany ,


      ich denke du leidest heute noch sehr unter dem was du in deiner Kindheit und Jugend ertragen musstet. Diese Erlebnisse wirken immer noch nach. Wenn ich richtig verstehe, hattest du sozusagen keine Kindheit und Jugend. Du vermisst es jetzt sehr. Möchtest die fehlenden Erfahrungen gern nachholen. Durch dein Kind und durch das Kind deines Partners bist du sehr gebunden. Kannst dich nicht entfalten wie du möchtest. Trotz allem bist du für beide Kinder da und opferst dich für sie auf. Ich möchte sagen im Moment lebst du nicht, sondern du funktionierst. Dieser Zustand raubt dir deine Kräfte und es wird dir zu viel.

      Versuch dir Stück für Stück Freiräume zu schaffen. Sprich mit deinem Partner darüber wie du dich fühlst. Versuch deine Vergangenheit zu verarbeiten.

      Nebelschnee hat dir sehr gut beschrieben wie sie damals eine ähnliche Situation erlebt hat und sie hat dir auch Wege aufgezeigt. Ich denke in ihrem Beitrag sind sehr gute Lösungsansätze für dich enthalten.

      Versuch auch jemand zu finden dem du dich mit deinen Problemen und Sorgen anvertrauen kannst, damit du nicht alles in dich hinein " frisst" . Ganz wichtig ist in meinen Augen das du für das was du in deiner Kindheit und Jugend ertragen musstest nicht die Schuld bei dir suchst.

      Ich wünsche dir ganz viel Kraft und hoffe das du die notwendige Unterstützung bekommst.


      Freundliche Grüße

      blaue-Rose

      (12) 17.12.17 - 10:27

      Hallo leylany,

      deine sehr traurige Geschichte erinnert mich sehr an die Geschichte der Mutter meines kleinen Enkels. Sie war auch sehr jung als das Kind kam (auch ungeplant), 19 Jahre, hatte eine furchtbare Kindheit und Jugend hinter sich und ständig mit Depressionen und Selbstverletzungen zu kämpfen. Sie zog damals zu uns, war also nicht so alleine mit der ganzen Verantwortung wie du jetzt.
      Sie hat auch alles versucht, aber es war am Ende weder gut für sie noch für ihr Kind.
      Sie hat dann den härtesten Schritt gewählt und ist ausgezogen. Der Kleine blieb bei uns.
      Da auch die Umgangskontakte für beide nicht gut waren, hat sie sich dann entschlosssen erstmal ihr Leben in den Griff zu bekommen und keinen Umgang mehr zu pflegen.
      Ich habe aber weiterhin Kontakt mit ihr und schicke ihr Fotos und erzähle wie der Kleine sich macht usw. Da ist keine Bitternis, es gibt keine Vorwürfe, denn ich kann sie verstehen. Sie wollte in der Situation nur das Beste für das Kind. Das hat nichts mit schlechter Mutter zu tun, sondern war eine Entscheidung aus Liebe zu dem Kind und Einsicht in die eigenen Schwierigkeiten.

      Ich will dir nicht sagen, dass du diesen Weg auch gehen sollst, möchte dir nur zeigen, es gibt immer Wege aus einer Krise heraus. Die abwesende Mutter macht jetzt eine Therapie und sucht eine Ausbildungsstelle, sie hat eine eigene kleine Wohnung und es geht ihr deutlich besser.

      Bitte lasse es nicht einfach so weiterlaufen, wie bisher. Daran wirst du irgendwann zerbrechen. Egal wie viel Mühe du dir gibst, die Kinder spüren, dass alles was du tust, nicht von Herzen kommt, sondern pure Anstrengung für dich ist.

      Deinem Partner solltest du mal gründlich den Kopf waschen, für sein Kind ist er verantwortlich und nicht du. Auch der Haushalt sollte partnerschaftlich aufgeteilt werden. Ich vernute mal, dass du mit dem Wort "Nein" so deine Probleme hast ;-)

      Bitte suche dir professionelle Hilfe. Alleine kommst du aus diesem Teufelskreis nicht heraus. Beantrage einen Ganztagsplatz für dein Kind oder suche nach einer guten Tagesmutter (je nach deinen finanziellen Möglichkeiten bekommst du vom Jugendamt auch Zuschüsse oder komplette Übernahme der Kosten) und schaue nach vorn.
      Verfolge deine Ziele und Wünsche. Mutter zu sein, bedeutet nicht, dein Leben aufzugeben. Eine unzufriedene und leidende Mutter ist schlechter für ein Kind als eine erfüllte und glückliche Mutter. Es misst sich nicht an der Zeit die du mit deinem Kind verbringst, sondern an der Qualität dieser Zeit. Lieber nur zwei, drei Stunden am Tag und das mit ganzem Herzen, als sich den ganzen Tag durchzuquälen und das gar nicht zu wollen.

      Liebe Grüße

      omamufu

      (13) 17.12.17 - 13:23

      Jeder ist seines Glückes eigener Schmied.

      Wenn du nichts machst, dann wird auch nichts passieren.

      Das mit der Depression solltest du ganz klar mit einem Psychiater/Psychologen klären und ggf. Auch in eine ganz-Tags-Therapie gehen.

      Aber das ist ja nur eine Baustelle. Die andere ist dein Leben an sich.

      Was hindert dich an Ausbildung und Studium? Meine Güte. Das trägt dir niemand nach. Dein Kind hat nichts davon wenn du unglücklich bist. Ich wäre auch keine Hausfrau. Meine Kinder seit dem 1lj. In die Kita. Und das Volltags. Anders geht es nicht wenn man was erreichen will im
      Leben. Die Zeit mit meinen Kindern ist sicherlich weniger, aber dafür bin ich keine verbitterte Hausfrau und bemitleide mein Leben.
      such dir doch einen Ausbildungsplätze oder was auch immer und dann eine passende Betreuung dazu. Du bist doch noch jung. Keine Frau wird mit der klobürste in der Hand geboren. Oder geh studieren. Sicherlich ist mit Kindern alles organisatorisch schwieriger, aber trotzdem machbar.
      Auch dein Kind wird nicht in 30 Jahren zu dir sagen... danke dass du dein Leben für mich aufgegeben hast. Ich denke. Deine Depression in Verbindung mit der allgemeinen Unzufriedenheit über verpasste Ziele sind eine sehr gefährliche Mischung. Das mit dem Stiefsohn im übrigen ist zwar sehr toll von dir... aber hier besteht wohl Klärungsbedarf mit dem Vater. Wenn er nicht kann, dann muss das wechselmodell eben für gescheitert erklärt werden. Du bist jedenfalls nicht die Mutter und kannst nicht wegen deinem Stiefkind auf deine Ausbildung verzichten.

      Ich hoffe du bekommst die Kurve. Geh zum Arzt und denk daran, dass dein Kind dafür nichts kann.

      (14) 17.12.17 - 20:06

      Hallo leylany,

      zuallerst: Such dir professionelle Hilfe!
      Als nächstes: Bau dir ein Netzwerk auf, nimm dir Zeit für dich und das nicht nur irgendwann mal, sonder tu jeden Tag etwas für dich!
      Eine Freundin hat auch Depressionen, ebenfalls zwei Kinder. Sie räumt sich jeden Tag eine Stunde Zeit nur für sich ein. Das klappt natürlich nicht immer zusammenhängend, aber es klappt. Sie hat es mir mal erzählt, wie ihr Plan ist: Zwei- bis dreimal wöchentlich geht sie ins Fitnessstudio, jeden Nachmittag um 15 Uhr trinkt sie eine Tasse Tee und schaltet für 10 Minuten ab. An den anderen Tagen geht sie baden oder ihrem Hobby nach (Handarbeiten). Sie hat zwei kleine Kinder (5 und 3) und ihr Mann arbeitet in Schichten. Es ist nicht immer einfach, aber es klappt. Seitdem sie sich Zeit für sich selbst nimmt, geht es ihr schon viel besser.

      Wenn du dein Abi machen möchtest, was hält dich davon ab? Es gibt in vielen deutschen Städten Abendgymnasien oder Volkshochschulen, die sowas anbieten. Studieren kannst du auch mit Kind. Ja, das wird alles nicht einfach, aber es ist möglich.

      Wieviel verdient dein Mann? Wieviel arbeitet er? Würdet ihr es finanziell schaffen, eine Putzhilfe einzustellen oder hat dein mann Zeit, Pflichten im Haushalt zu übernehmen?
      Mir hat im Haushalt sehr das Putzsystem von Marla Cilley ("Die magische Küchenspüle") geholfen. Das ist auch für berufstätige Menschen umsetzbar.

      Meine Gedanken: Wenn du dich besser organisierst und ein- oder zweimal pro Woche zur Therapie (oder Behandlung) gehst und vorallem jeden Tag etwas für dich tust, dann wird es dir schon besser gehen. Dann kannst du allein und mit deinem Mann zusammen Bilanz ziehen. Vielleicht ergibt sich ja ein Teil dann schon von allein (z.B. diese Panikattacke, wenn du nach Hause kommst) und du kannst es entspannter angehen.

      Jetzt versuchen alles grundsätzlich zu ändern wird definitiv nach hinten losgehen. Wenn du dauerhaft Besserung erreichen möchtest, nimm dir eines nach dem anderen vor und lass es zur Gewohnheit werden.

      Vielleicht kannst du zum Anfang eine Kur machen, aber wenn du Zuhause bist, bist du wieder in diesen Gefühlen gefangen. Also ändere es in deinem jetzigen Zustand.

      LG und alles Gute!
      Py #winke

      Ich versteh Dich. Ich war auch mal in der Situation mit drei kleinen Kindern zu Hause zu sitzen und trotz 2 abgeschlossener Studien täglich nur noch Wäsche zu waschen, Windeln zu wechseln und angetrocknetes Essen vom Boden zu kratzen.

      Ich war todunglücklich und mit Sicherheit auch depressiv. Meine Familie hat unter meiner Stimmung gelitten. Sehr.

      Besser wurde es erst als ich mir einen anspruchsvollen Job mit 70% der Arbeitszeit geholt habe. Seitdem geht es mir super, demnächst gehe ich auf Vollzeit (Kinder schon älter jetzt). Ich unternehme Dienstreisen, bin jetzt auch ab und an mal weg. Das erfordert Organisation hat aber den netten Nebeneffekt das ich viel mehr geschätzt werde wenn ich dann wieder nach Hause komme. Naja, ist halt dann mal spürbar was Mama noch alles so im Hintergrund erledigt. :-)

      Such Dir einen Job, ein Studium, eine Ausbildung. Mach was Du machen möchtest! JETZT!

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