Klappt das noch mit der Schwiegermutter?

    • (1) 19.12.17 - 15:31

      Nachdem ich hier einige Posts zu Problemen mit der Schwiegermutter/tochter gelesen habe, dachte ich, ich melde mich hier auch mal an um Rat zu bekommen-

      Kurzes zur vorgeschichte;
      Mein Mann und ich kennen uns noch schon seit wir 13 sind, bis zum 18. Lebensjahr war ich seine Beste Freundin und regelmäßig bei ihm zuhause.
      Seine mutter und sein Stiefvater haben mich also in gewisser Weise aufwachsen sehen.
      Während sein Stiefvater immer recht kühl wirkte und wir bis heute ein sehr neutrales und stilles Verhältnis pflegen war seine Mutter immer sehr offen und herzlich.
      Wir haben uns gut verstanden und wie ich älter wurde auch immer besser.
      Sie ist Krankenschwester, weswegen sie oft auch am Wochenende früh raus musste, während ich da war.
      Da kam es nicht selten vor, dass wir um 5 uhr morgens bei einer Tasse Kaffee lange geredet haben und auch sonst hatten wir nie Probleme und haben uns super verstanden.
      Was mir damals nicht auffiel, war wie sie über jede Freundin ihres Sohnes gelästert hat, ich sah dies als willkommenes Ventil, da ich sie selbst so gut wie nie mochte und sie alle sehr eifersüchtig auf mich reagiert haben.

      Es änderte sich schlagartig als wir mit 19 zusammen kamen, auf einmal wurde sie kühler.
      Wir sprachen kaum noch, saß ich beim Familienessen dabei, fanden am Tisch eigentlich nur Themen statt bei denen ich mich nicht anschließen konnte, weswegen jedes gemeinsame essen zur tortur wurde, da ich eigentlich nur noch schweigend dabei saß.
      Als ihr Sohn ausziehen wollte wurde es noch schlimmer, sie mäkelte wann immer wir uns treffen wollten, weil sie ihren sohn ja bald verliert.
      Dazu, er will ebenfalls Krankenpfleger werden und macht diese ausbildung nicht nur in dem Krankenhaus in dem sie auch arbeitet, sondern wohnt auch noch dort, es ist also nicht so als wäre er weg von der Bildfläche.

      Nun ist er ausgezogen, wohnt im Krankenhaus in seiner kleinen Wohnung und ich verbringe meine freien Tage (Freitag bis Montag Mittag) meistens bei ihm.
      Die Beziehung ist durch den Auszug definitiv entspannter geworden, doch das Verhältnis zu seiner Mutter scheint auf Eis zu liegen.
      wann immer sie Bereitschaft hat und ihn besucht, wird hauptsächlich gefachsimpelt über den Pflege beruf und ich tue meistens in der Zeit so, als wäre ich mit irgendwas beschäftigt.

      An sich wäre es mir willkommen später einfach mit ihm weg zu ziehen, doch ihm ist seine Familie sehr wichtig und grade weil ich mich mal so gut mit ihr verstanden habe, wäre es mir doch um einiges lieber wenn ich das irgendwie kitten könnte.

      Habt ihr Tipps? nun steht ja auch wieder weihnachten an und am 24. essen wir gemeinsam mit seiner Familie, ich hab offen gesagt wirklich Angst davor, da es mir vor kommt als würde ich im besten Fall 4-5h schweigend vor mich hin starren oder es kommt sogar mal wieder zum Streit, dass sie mich anschrie und mir Vorwürfe machte kam nämlich auch schon vor.

      Da beide Seiten wichtig sind, hier ein paar Dinge die sie mir in einem After-Streit gespräch gesagt hat:
      Ich hätte mich total verändert seit wir ein Paar sind
      Ich würde mich und dadurch auch ihn von der Familie isolieren
      Sie findet es respektlos, dass ich bei allen gemeinsamen Aktivitäten (essen, fußballgucken, whatever) versuche früher abzuhauen und ihn mitzunehmen.

      • Ach schön, ein SchwiMu Thema...hab schon im Archiv geschaut vor Langeweile 🙈

        Ne, mal Spaß beiseite. Ich kann immer nur sagen, dass nur sprechenden Menschen geholfen wird.

        Hast du sie denn mal gefragt, Bzw ihr gesagt, in Ruhe, dass du ihr Verhalten auch seltsam findest, Bzw dass sie sich in deinen Augen auch verändert hat?

        Und bzgl dem früher abhauen von Veranstaltungen, finde ich persönlich auch respektlos. Wenn du gehen möchtest, geh. Wenn dein Mann bleiben möchte, lass ihn bleiben.

        Was das Thema Gespräche angeht, bring doch selbst mal etwas an oder sage, dass du gerne auch etwas anderes hören möchtest außer Arbeit/Medizin.

        Bei uns ist es anders. Mein Mann quasselt immer mit meinen Eltern über Pflege, weil er über sie zu dem Job gekommen ist. Ich sitze dann auch immer daneben und höre halt zu oder werfe irgendwann auch ein, dass man bitte mal das Thema wechseln könnte.

        Ich wünsche dir Bzw euch trotzdem entspannte Weihnachten 🎄

        Alles Gute 🤗

        • Ja, wirklich ein übliches Problem, ich weiß.

          JA, als sie mir das erste mal sagte, sie wäre der meinung ich hätte mich so geändert, sagte ich ihr das ich den selben eindruck bei ihr hatte, doch dabei blieb es.

          Für mich wirkte jedes Gespräch dieser Art nur leider als wollte sie sich nur in die Opferrolle stellen und im nachhinein ist ihr auch nie irgendein Fehlverhalten bewusst.
          z.b. hatte sie mal streit mit ihrem Sohn, welchem es irgendwann zu bunt wurde und aus dem Raum floh, anschließend schrie sie mich über 15 minuten an, vor der gesammten restlichen Familie.
          Als mein Mann das mitbekam und dazwischen ging, meinte sie jedoch nur, dass sie ja nur ganz ruhig und sachlich gesagt hätte was sie stört.

          • Hallo, ich kenne so ein Verhalten auch aus der Familie, es ging damals um meine Schwägerin. Meine Mutter hatte bei meinem Bruder auch sehr die Hände in den Beziehungen und kam mit der, die jetzt seine Frau ist, nicht aus. Zum einen, weil sie ihre Macht etwas eingebüßt hatte, dann, weil sie ihre neue Rolle als Schwiegermutter nicht möchte und sich sehr mit dem Älterwerden auseinander setzen musste. Mit der Frau selber hatte das ganz wenig zu tun. Vielleicht spielen solche Aspekte ja auch bei euch eine Rolle?

            LG Judith

            • Als ich meinen Vater um Rat bat, eine Mutter dafür hab ich leider nicht mehr, meinte er nur das meine Oma auch eine schreckliche Schwiegermutter war.
              Er ist der meinung, das mütter von söhnen oft so sind.
              Ich könnte aussehen wie Angelina Jolie, gut wie Mutter theresa sein und 4 verschiedene Doktortitel haben, ich wäre nicht gut genug für ihr 'Goldstück'
              Als ich das meinem Partner erzählte, meinte er, dass er sich das wirklich gut bei seiner mutter vorstellen könnte.

              • Na, dann hast du doch eine Erklärung und weißt, dass es mit dir als Person nichts zu tun hat, sondern ein Positionsproblem ist... Es müssen sich die meisten Eltern von selbstständigen und erwachsenen Kindern damit abfinden, dass sie irgendwann nicht mehr die Rolle spielen, die sie gerne spielen wollen. Leicht ist das für die meisten ja nicht...
                LG Judith

                • An sich könnte ich es einfach so akzeptieren, aber mein PArtner ist nun mal ein Familienmensch und hat im Gegensatz zu mir davon auch sehr viel.
                  Er schätzt engen Kontakt, welcher so weit geht, dass er immer noch mehrmals im Jahr mit ihnen Urlaub macht, und das ohne mich.
                  Zum Geburtstag schenken sie ihm nämlich sehr gerne reisen. juhu.
                  Natürlich will ich keinen Keil dazwischen treiben, aber ich hab halt auch Angst um die Beziehung wenn wir immer in ihrem Umfeld bleiben.

                  • Da stellt sich mir die Frage, ob das langfristig "euer" Familienmodell sein soll. Schenken sie ihm Reisen für "Mama, Papa, Kind" oder für "Sohn und Schwiegertochter" oder für alle zusammen und du willst nicht mit? Riesenfragezeichen!!

                    Familienmensch kann man auf sehr unterschiedliche Art und Weise sein, ich finde erwachsene Männer mit Sinn für Familie toll, allerdings nicht, wenn sich der Familienmensch als "Söhnchen" entpuppt... Dann wird es schwer mit einer eigenen Familie, wenn man selber eher autark und längerfristig selbstbestimmt sein will. Meine Erfahrung...

                    Wenn du Angst um eure Beziehung hast, musst du mit ihm Klartext reden und rausfinden, wie "erwachsen" er ist und ob er Söhnchen ist oder erwachsener Partner, nämlich deiner. Denke ich 😉

                    Kann sein, dass du dann wirklich zur "bösen" Schwiegertochter wirst und Schuld bist an seinen Veränderungen. Nicht, dass du dazu irgendwie böse werden müsstest... Da reicht die Existenz...

                    LG Judith

                    Meine Schwiegereltern schenken auch gerne reisen, aber für meinen Mann, mich und jetzt auch unsere Tochter. Sie kämen nie auf die Idee mitzukommen, es sei denn, ich bitte sie drum. Ich würde ganz ruhig und sachlich mit ihr reden. Grad an deiner Stelle eben sagen, dass du sie sehr gerne hast und da du keine Mutter hast, sie auch gerne als eine Art Mutterersatz siehst. Und das es dich sehr traurig macht, dass du merkst, dass sich an eurer Beziehung etwas verändert hat. Gefühle zeigen und über diese reden, wäre für mich der Schlüssel.

      Guten Morgen.

      Das liest sich wirklich sehr unangenehm.

      Offenbar sieht sie jede Partnerin ihres Sohnes als Konkurrentin bzw sieht sie einfach generell als störend.

      Hast du geschrieben, wie alt du bist? Ich weiß ja nicht, ob ihr gemeinsame Zukunfstpläne habt. Falls ja, solltest du mal deinen Mut zusammen nehmen und ein klärendes Gespräch führen. Halte ihr vor, dass sie das Problem ist und sich bei allen Verflossenen bereits genauso Verhalten hat. Wenn Sie absolut uneinsichtig ist, könntest du sie mal deutlich fragen, ob sie sich mal darüber Gedanken gemacht hat, wo das für sie hinführen kann. Ob sie wohl möchte, dass falls sie mal Oma wird, du dich genauso zwischen sie und das Enkelkind zu stellen versuchen wirst.

      Zeige ihr deutlich, dass du dir wirklich wünschst, den Keil zu begraben. Mach ihr deutlich, dass es ihr auch besser geht, wenn sie dich akzeptiert und sie sich für euch freut, dann verbringt ihr ja auch ggf mehr Zeit dort. Vielleicht bringt es auch etwas, wenn ihr Sohn ihr auch mal sagt, dass er erwachsen nun eh nicht mehr in sein Kinderzimmer zurückkehren wird, ganz unabhängig von dir.

      Viel Erfolg

      • Wir sind 22, reden allerdings schon sehr viel übers heiraten und es hat sich auch ein Kinderwunsch gebildet den wir beide eigentlich nie hatten.
        Wie ernst wir die beziehung empfinden, scheint seine familie aber auch gar nicht zu sehen.
        Während mein Vater schon für die Hochzeit spart und regelmäßig was mit ihm alleine unternimmt, werde ich von seiner Familie scheinbar immer noch als 'pubertäre Schwärmerei' behandelt.
        Ich wurde ja sogar von dem Weihnachtsessen mit der ganzen Familie (Großeltern, Onkel, tanten, etc) ausgeladen.

        • Hallo!

          Da kannst du jetzt echt schön anfangen, für das ganze weitere Leben zu üben😊 und herauszufinden, was du dir wünschst, selbst bereit bist, zu geben, zu akzeptieren und was für eine Persönlichkeit dein Partner ist (derzeit). Bei eurem Alter ist noch alles drin an Entwicklung, das ist eigentlich toll!
          Wie stellt sich denn dein Partner neben dich? Akzeptiert er einfach so, dass du nicht dabei bist? Setzt er sich gegenüber seiner Familie denn überzeugt und erkennbar für eure Beziehung ein? Ich finde, das darfst du ohne schlechtes Gewissen von ihm erwarten und einfordern. Wenn du weißt, was du möchtest und erwartest, sag es ihm deutlich!
          LG Judith

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