Familienleben-Hausbau-Prestige

    • (1) 03.01.18 - 13:44

      Hallo zusammen :)
      Ich würde gerne mit euch ein wenig diskutieren :)
      Hoffentlich bleibt es konstruktiv und artet nicht aus. Ich finde es ist ein sehr heikles Thema...
      Es kam bei uns letzt im Freundeskreis auf und geht um das Thema "Neubau"-"Neubausiedlungen/Prestige".
      Zudem gab es letzt in einem anderen Forum die Frage, "wie machen das andere-Eigenheim"?
      Ich finde es zudem spannend, da es bei uns auch Thema ist, was denn wohnlich für uns in Frage kommt...

      Und zwar erlebe ich persönlich es so, dass grade sehr viel gebaut wird. Neu.
      Grade "junge Familien" entscheiden sich scheinbar oft diesen Weg zu gehen.
      Ich persönlich finde die Preise aktuell immens. Und frage mich auch, wie viele das machen... bzw.was sie dafür "aufgeben" müssen...bereit sind aufzugeben.
      Damit meine ich z.B.dass ja viele Kinder in die Ganztagsbetreuung gehen. Da dann beide Elternteile Vollzeit arbeiten müssen, um es zu bewältigen. Zumindest sind das so meine "Erfahrungen" aus dem Bekanntenkreis...

      Dann kam es in kleiner Runde zum Thema "Prestige", also, dass viele sich "überbieten" wollen, bzw.wer nicht neu baut, hat "nix".
      So erlebte es meine Freundin bei ihrer Schwester, bzw.in deren Neubaugebiet.

      Jeder muss wissen wie er leben möchte und wo seine Prioritäten sind.
      Mich würde einfach mal interessieren, was eure Erfahrungen dazu sind.
      Wie ihr es erlebt.
      Was seid ihr bereit "aufzugeben"? Oder seid ihr in der glücklichen Lage, dass ihr es gar nicht müsst...
      Wie ist euer Familienleben? Kinderbetreuung? Wie erlebt ihr es im Bekanntenkreis?
      Was sagt ihr zu der Aussage "Früher konnte ein Vater eine ganze Familie ernähren, ein Haus halten und zwei Autos nebenbei", "Heute MÜSSEN beide Parteien arbeiten"

      Wie gesagt, mich interessiert einfach nur eure Meinung dazu. Es soll keine Lebensweise angreifen!

      Ich freue mich über eure Antworten und danke euch für den Meinungsaustausch :)

      LG Mery

      • (2) 03.01.18 - 13:57

        Kenne ich nicht... kenne auch kaum jemanden der gebaut hat und wenn wird das nicht groß thematisiert.

        "Was sagt ihr zu der Aussage "Früher konnte ein Vater eine ganze Familie ernähren, ein Haus halten und zwei Autos nebenbei""

        Halte ich für ein Gerücht... kenne ich auch nicht. Ich komme aus dem Osten, meine Eltern habe schon immer beide gearbeitet.

        Ich selbst bin alleine.. Sohnemann geht in die Ganztagsbetreuung, ich arbeite voll und Gedanken über bauen und Co. mach ich mir gar nicht.

        Hallo

        Mir geht sowas am arsch vorbei.

        Ich hatte gestern die rede mit meiner Freundin. Wir beide sind mit dem zufrieden was wir haben.

        Wir wohnen zur Miete und da ändert sich auch nichts dran.

        Wir brauchen auch keine zwei Autos.

        Eine andere Freundin ist auf alles und jeden neidisch. Und das ist nicht schön. Dabei hat sie echt das schönere haus.

        Mein Kind ist in der Ganztagsschule weil als ich sie angemeldet habe gearbeitet habe. Nun bin ich krank und darf in dem Beruf nicht mehr arbeiten. Tja dafür geht es nächste Woche zur Kur. Mal gucken wie es beruflich weiter geht. Aber erstmal steht die Gesundheit an erster Stelle.

        S.

        (4) 03.01.18 - 14:08

        Ehrlich gesagt kenne ich keine Hausbesitzer, die sich sehr abstrampeln, um das zu bezahlen.
        Bei Bekannten von mir arbeitet nur der Mann, der dafür aber einen Bombenjob hat. Die haben ein Riesenhaus,

        Außerdem kenne ich 2 Familien, in denen die Mutter 30 Stunden und der Mann VZ arbeitet.
        Trotzdem fahren alle noch in den Urlaub usw.

        Ich denke, wenn man sich zu sehr krum legen muss, sollte man es auch lassen.
        Da braucht nur mal jemand krank, arbeitslos oder sonstwas zu werden.

        • Stimmt, viele unterschätzen die Risiken. Unser Haus ist so gut wie abbezahlt (haben groß renoviert) und wir haben zwei Mercedes und fliegen zweimal im Jahr nach Dubai. Trotzdem zahlen wir hohe Beiträge in die Berufsunfähigkeit, falls doch was passiert. Bauen wäre mir zu Riskant.

          • Es kommt halt auch auf das Alter an. Wieviel Jahre hat man noch, es abzuzahlen. Ich werde Ende des Jahres 50, wenn ich mal geerbt habe, kauf ich mir eine kleine Eigentumswohnung.
            Dann brauche ich im Alter keine Miete mehr zahlen.

            Auch zu bedenken bleibt, dass viele Ehen gar nicht halten. Dann steht man auch irgendwann da.

      (7) 03.01.18 - 14:09

      Also ich habe das Problem nicht, da wir mit den Schwiegereltern im Haus wohnen, uns gehört oben 160 qm und ihnen unten. Bauen könnten wir uns nicht leisten, obwohl wir einen gut laufenden Handwerksbetrieb haben. Ich arbeite nach Bedarf 3-4 Stunden täglich im Büro. Bei uns kostet ein Doppelhaus 750.000€ (Flughafen München), wer soll das zahlen? Neidisch ist niemand, mein Mann arbeitet hart und unsere Mitarbeiter bekommen immer was Extra.

      • (8) 03.01.18 - 14:53

        Genau das meinte ich quasi...750000 Euro. Wer kann und will sich sowas leisten?
        Aber gut, die Menschen gibt es auch...vollkommen ok.

        Wir sind aktuell auch am überlegen, ob wir im Elternhaus bleiben. Haben allerdings nur 90qm :(
        Also bleibt nur ein Anbau...Oder wir "begnügen" uns damit, dass meine Eltern uns ein Zimmer im EG abgeben.
        Wir schauen mal, wo uns der Weg hin führt...

        Danke auch dir für deine Meinung!

    (9) 03.01.18 - 14:15

    Ich habe ab dem Kindergartenalter meiner Jungs nicht mehr gerne in einer engen Stadtwohnung gewohnt. Davor war es aber spitze.
    Wir sind dann in mein Heimatort (Speckgürtel) gezogen, in dem ich auch arbeite. Somit hat nur noch mein Mann einen wirklichen Arbeitsweg, der genauso lang ist wie vorher.
    Da hier die Kitagebühren das 3fache kosten und die Hausrate sowie Nebenkosten höher sind, brauchen wir seitdem ca 1500€ monatlich mehr zum Leben. Für uns bedeutet das, dass wir einfach weniger zum Sparen oder zum Verprassen haben. Gearbeitet hätte ich in einem ähnlichen Umfang auch in der Stadt. Die Kinder sind genauso lange betreut wie vorher (bis 15Uhr). Für den Alltag haben wir alles, was mir wichtig ist. Unser Ort hat alle nötigen Infrastrukturen (Kiga, Schule, Ärzte, Läden, Bücherhalle, notfalls Busanbindung an die Stadt) aber im Vergleich haben wir ein tolles verwildertes Grundstück direkt am Wald und sehr viel Platz, so dass auch ein 3. Kind nicht mehr ausgeschlossen ist.#verliebt
    Wir haben ein Haus aus den 70gern gekauft und komplett saniert/renoviert. Auch wenn hier keine anderen kleinen Kinder sind, finde ich es so besser als ein 300qm Grundstück in einem zugebauten Neubaugebiet. Ich frage mich auch, was mit all den "Energieverpackungen" der Neubauten passiert, wenn die mal verrotten. Das muss doch riesige neue Müllberge hervorbringen.#schock Da fand ich unsere Variante gleichzeitig nachhaltiger.
    Generell gibt es in unserem freundeskreis kein "Höher, schneller, weiter" Gerede. Jeder macht es für sich passend. da wird einfach gar nicht viel drüber geredet. Wir freuen uns dann, wenn jeder seine Variante verwirklicht hat.
    #winke

    • (10) 03.01.18 - 14:47

      Schön; dass ihr euren Weg gefunden habt :)
      Wir hanen uns auch gegen einen Neubau entschieden (aufgrund des Preises und der für uns beengten Wohnverhältnisse) und sind in der Findung, ob wir hier im Elternhaus bleiben oder eine Bestandsimmobilie kaufen.
      Da hätte ich grade eine Frage an dich direkt.
      Wie ist denn dein Empfinden, dass keine Kinder bei euch in der direkten Umgebung wohnen? Das ist nämlich bei uns auch so ein Punkt :) der uns in der Entscheidungsfindung helfen soll...
      Danke!

      • (11) 03.01.18 - 21:17

        Hey!
        Also bisher haben meine Jungs (3 und 5) keine Nachbarskinder vermisst. Generell habe ich das Gefühl, dass ihnen Kita bis 15Uhr völlig reicht. Dann spielen sie erstmal zusammen mit ihren Spielsachen und ich beschäftige mich ja auch noch mit ihnen. Wenn mal Spielbesuch gefragt ist, nehmen wir ein Kind direkt aus dem Kindergarten mit und die Mutter holt es dann abends ab oder anders herum.
        Ich persönlich finde es total ok so. Es kann ja richtig super sein, so eine Wohngebietsbande. Aber wenn nicht, kann es ja auch richtig furchtbar sein. Wenn dann fremde Kinder, die deine Kinder vielleicht nicht mögen, ständig klingeln o.ä. Vor allem genieße ich aber, dass hier nicht Haus an Haus steht bzw. viel Grün dazwischen ist.
        Euch viel Erfolg bei der Findung!#winke

(12) 03.01.18 - 14:17

Ach so: Wir sehen uns als Mieter der Bank und haben nicht den Anspruch alles abzubezahlen. Wenn es klappt - super! Wenn nicht, wohnen wir irgendwann eben wieder in einer Wohnung. Alles hat seine Zeit.

Wir werden oft gefragt, warum wir nicht bauen.

Ich sag immer weil wir ' schisser' sind.
Ja wir zahlen viel Miete für 3 Zimmer , aber ich möchte nicht ewig abzahlen, wie hier schon jemand schrieb..es muss nur mal jemand krank werden. So riesig sind unsere Rücklagen nicht. In der Familie sind einige Häuser die irgendwann auf Nachfolge warten.

Wir haben Durchschnittliche jobs sind zufrieden mit dem was wir haben.

Wir haben auch zu viel von baupfusch und Co mitbekommen.

Neid auf andere? Nein :) eher Respekt das viele sich dieser Aufgabe annehmen.

(14) 03.01.18 - 14:43

Wir wohnen im Eigenheim und ich bin froh drum. Zur Miete haben wir uns nicht wohl gefühlt, man war immer nicht wirklich „frei“ in dem was man tut. Wirklich angekommen sind wir erst im Haus.

Allerdings kein Neubau, sondern eine Bestandsimmobilie. Alles andere ist wäre unbezahlbar geworden. Es ist auch kein riesiges Haus wie manch bauen, sondern rund 120qm auf 4 Zimmer und Keller.

Ich bleibe bei beiden Kindern 3 Jahre zu Hause und werde dann wieder Teilzeit arbeiten müssen. Verzichten müssen wir zur Zeit auf ein zweites Auto, größere Urlaubsreisen und regelmäßiges Essengehen (machen wir nur ohne Kinder 1-2x im Monat).

Ich wäre nicht bereit wie mein Schwager das 4fache von uns zu zahlen und auch aus dem Grund die Kinder ab 1 in die Betreuung zu geben. Aber die beiden sind zb so zufrieden und haben dafür ihr Traumhaus bauen können.

(15) 03.01.18 - 14:47

Wir bauen grade - die meisten unserer Freunde habe in den letzten Jahren auch gebaut oder gekauft. Insbesondere mit Kindern kam der Wunsch nach einem Eigenheim. Wir haben das Für und Wider abgewägt. Aktuell wohnen wir im Außenbezirk einer größeren Stadt uns zahlen für unsere Wohnung recht viel Miete. Es war klar, dass wir uns in der Gegend kein haus leisten können (und auch gar nicht wollen). Ein bisschen weiter außerhalb im Grünen soll es sein. Mit Hund ist das deutlich praktischer. Dafür dann eben einen etwas weiteren Anfahrtsweg zur Arbeit (aber immer noch im Öffentlichen machbar).

Dann stellte sich die Frage ob Kaufen oder Bauen. Nach der Suche stellte sich fest, dass die Baupreise die letzten Jahre um die üblichen Prozentpunkte gestiegen sind, während die Preise für Bestandsimmobilien exorbitant gestiegend sind, seit die Zinsen so niedrig sind / waren. Also haben wir uns für das Bauen entschieden. Hier haben wir das Gefühl mehr für unser Geld "zu bekommen".

Durch die günstige Zinslage haben natürlich viele Leute - die es sich vorher nicht leisten konnten - bauen oder kaufen können. Eine Immobilie ist schließlich auch immer eine gute Geldanlage.

Aufgeben müssen wir dafür nicht sonderlich viel. Das Haus wird zwar etwas mehr als die Wohnung kosten (Uns ist es wichtig einen sauberen Finanzierungsplan zu haben und bis spätestens zum Renteneintrittsalter abbezahlt zu haben) aber das ist stemmbar. Natürlich ist ein Maledivenurlaub in den ersten Jahren - insbesondere während des Baus nicht drin - aber man weiß ja wofür. Nach Einzug und wenn alles fertig ist, wäre auch wieder Urlaub drin.

(16) 03.01.18 - 15:03

Sehr spannendes Thema

Wir sind gerade auch am dem Thema dran. Im Prinzip ist es uns egal ob bauen oder kaufen. Hauptsache raus aus unserer derzeitigen Wohnsituation. Wir sind typische Schwaben "schaffa, schaffa, häusle bauen". Leider hier sehr schwierig. Der Markt ist leer, Häuser/ Wohnungen/ Grundstücke die auf dem Markt kommen, egal ob zu kaufen oder Mieten sind enorm überteuert. Nur mal so ein Beispiel. Ein RMH ohne Tageslichtbad und ohne Garage/ Stellplatz/ Keller mit ca 2ar Grundstück aus den 60/70ern kostet locker 350TEUR. Das allein plus Makler und anstehende Renovierungsarbeiten sind schlichtweg ein Hammer. Trotzdem wird alles sofort weg gekauft. Kenne einige die nun so "spitz auf Knopf" finanzieren, dass ganz klar ist Urlaub max alle zwei Jahre. Keine größeren Anschaffungen wie Auto etc die nächsten Jahre. das ist nichts für uns. Ich hätte gerne Eigentum, aber nicht um jeden Preis.

Dafür ist mir Familie/Gesundheit zu wichtig.

Anger darf ja jeder machen wie er will.
Kenne in der Zwischenzeit leider auch mindestens 6! Paare/Ehen die die Phase des Hausbaus/ Renovierung nicht überlebt haben. Das ist schon ein großes Projekt und wenn du jeden Monat abfragt haben muss dass dein (finanzielles) Konstrukt über dir hereinbricht lässt der Schlaf und damit irgendwann die Laune sicher zu wünschen übrig. Meine liebe Kollegin bettelt jeden Monat bei jeder Kollegin (wir arbeiten im Krankenhaus) um jede zusätzliche Schicht damit sie über die runden kommen, da ihr Sohn (14) auch immer mehr fordert; damit hatten sie vor Jahren nicht gerechnet 😓. Auch wird das Leben generell ja nicht günstiger. Und ihre Reserven sind aufgebraucht, sowohl die finanziellen als auch die mentalen/ körperlichen. Sie ist einfach nur fertig. Aber es muss ja weiter gehen.

  • (17) 03.01.18 - 15:14

    Danke auch dir für deine Meinung!
    Ja. Das passiert auch häufig mit den Trennungen.
    Oder eben zum späteren Zeitpunkt und dann sind die Neubauten wieder leer.
    Oder die Finanzierung nach 10 Jahren klappt nicht mehr.. Alles schon erlebt im entfernten Kreise...

    Wir sind auch eher Kopfmäßig unterwegs.
    Ich möchte auf keinen Fall über den Verhältnissen leben, bzw.für mich ist weniger mehr.
    Ich genieße es eher 2 Jahre ElternZeit machen zu können und verzichte dann auf einen Neubau.
    Wie gesagt, muss jeder selbst wissen und es muss individuell passen.

    Wir hätten hier für einen Neubau "nur" 300000-350000 Euro bezahlen müssen. Waren wir auch nicht bereut zu, zumal es dann beengt gewesen wäre. Nix für uns.

    Ich finde es einfach spannend wElchen Weg andere gehen und was die Beweggründe sind. Es hilft einfach auch bei der Entscheidungsfindung!

    Danke nochmal!

(18) 03.01.18 - 15:08

Es gibt halt Leute, die Leben "mehr Schein als sein"... leben, bauen, urlauben...je höher, weiter, teurer....egal ob sie es sich leisten können oder nicht.

Darüber kann ich nur müde lächeln, denn die haben ganz andere Probleme, die ich zum Glück nicht habe.

Heute ist das Leben viel teurer...siehe DM zum Euro, da waren kaum Automodelle auf dem Markt, kein Interntshopping, keine grossen Malls, das Leben und somit die Ansprüche haben sich geändert.. .und in 30 Jahren schaut es wieder ganz anders aus.

lg
lisa

Hallo!

Ich finde es total egal, ob jemand neu baut oder ein Haus kauft und dann verändert. Egal wie - ich finde es immer toll, wenn andere ein Haus besitzen.

Wir bauen nur neu, weil zum einen ein geeignetes Grundstück vorhanden ist (kann innerhalb der Familie übernommen werden) und zweitens, weil wir bestimmte Vorstellungen haben wie wir wohnen wollen. Achja und da selbst auch bereits bestehende Häuser bei uns ziemlich teuer sind (Stadtrand ab 400.00€ für paar qm), erübrigt sich bei uns die Diskussion. Allerdings wäre ich auch nicht abgeneigt ein bereits bestehendes Haus zu kaufen - mir Wurst, Hauptsache keine nervigen Nachbarn mehr im Haus 😂

Genauso wenig ist es mir egal, was meine Freunde für ein Auto fahren.... Wichtig ist doch, dass man selbst sein Leben lebt und sich wohl fühlt dabei.

(20) 03.01.18 - 15:34

Hi du! Also ich würde dir jetzt nicht in allen Punkten Recht geben, aber ich denke auf manche Leute mag das auch immer wieder zutreffen. Es wird ja auch geraten das man sich für das, was man in eine Wohnung investiert auch gleich die Hausraten leisten kann. Doch hier wird kaum geschrieben das man eben noch die Nebenkosten für Notar, Grundbucheintragung und und und hat. Nebenbei ist dann eben auch nicht mehr der Vermieter sondern man selbst für die Kosten von Anschaffungen und Reparaturen zuständig. Diese Kosten müsste man monatlich dazu beiseite legen!
So gesehen ist eine Wohnung unkomplizierter als ein Haus sofern der Vermieter kein Depp ist.
Ob man nun für ein Haus bereit ist was aufzugeben muss jeder selbst wissen.
Ok wir haben ein eignes Haus, aber nicht selbst gebaut. Was aber für mich von Anfang an klar war ich will nicht auf ein Päckchen Schinken verzichten müssen nur weil ich nun ein Haus habe. Viele Ansprüche hab ich nicht und in den Feinkostladen muss ich auch nicht. Da bin ich schon immer recht sparsam. Aber dieses Niveau will ich schon noch halten können mit einem Haus. Sollte das nicht mehr möglich sein wäre ein Haus nichts für mich.

Ela#winke

(21) 03.01.18 - 15:40

Wir wollten bauen, hatten schon die Pläne und waren am Grundstück dran....und dann stolperten wir über unsere wunderschöne alte Villa, Baujahr 1873, 300 qm Wohnfläche, 9 Zimmer, Hof und Garten mit altem Baumbestand,zum Teil Rundbogen- und Bullaugen- Fenster, die zum Verkauf stand und sehr wenig kostete, weil die Leute selber nicht drin gewohnt haben und sie loswerden wollten, vor 8 Jahren hatte auch gerade keiner Geld. ;-)

Arbeiten oder nicht stand bei mir als
verbeamtete Frau mit Studium nie zur Debatte, hier im Dorf haben wir auch einen sehr tollen und bezahlbaren Kindergarten, aber habe seit der Elternzeit immer sehr, sehr Teilzeit gearbeitet (18 h) und habe sehr viel Zeit mit meinen Kindern.

Hätten wir neu gebaut, hätte ich bestimmt Vollzeit arbeiten müssen, das ist dann noch ne andere Hausnummer, wir hatten auch damals ne ziemliche Villa geplant, das hätte mit Grundstück bestimmt auch so 700 000 Euro gekostet.

Mit unserem "gebrauchten" Haus mussten wir viel weniger zahlen, auch wenn es total protzig aussieht und unter Denkmalschutz steht, mussten natürlich viel drinnen renovieren.

Bei uns im Neubauviertel arbeiten alle Frauen, aber alle versuchen, den Spagat zwischen arbeiten und Kindern gut hinzukriegen. Die Kinder sind den Leuten am wichtigsten, das merkt man auch.

Natürlich hat jede Familie ihren eigenen Stil und andere Prioritäten.

(22) 03.01.18 - 15:44

Hallo!

Mich persönlich betrifft das zum Glück nicht, unser Anwesen ist seit 50 Jahren im Familienbesitz und bietet mit der Größe von 3 Einfamilienhäusern genügend Platz für 4 Generationen.

Wäre ich nicht in dieser glücklichen Lage, würde ich dennoch niemals neu bauen. Ich finde, Neubauten fehlt es an jeglichem Charme. Würde immer "alt" kaufen und renovieren.

In meinem Umfeld (Österreich, sehr ländlich) hat bauen gar nichts mit Prestige zu tun. Viele leben ohnehin mit mehreren Generationen unter einem (alten) Dach.
Und manche bauen oder renovieren eben. Immer hauptsächlich in Eigenleistung, da helfen Familie und Freunde zusammen.

Bei allen Familien in meinem Umfeld arbeiten die Männer Vollzeit, bzw. 30 Stunden Teilzeit. Und die Frauen arbeiten irgendwas zwischen geringfügig und 30 Stunden.
Für ein sorgenfreies Leben, 2 Autos und ein, zwei Urlaube im Jahr reicht das bei allen.

LG Claudi

Wer nicht „neu“ baut, hat nix....ich lach mich tot 😂😂😂....typisch Dorfleben bzw Landleben.

Wir (Mann, 3 Kinder und ich) wohnen in München in einem schönen, alten Stadtteil und haben ein altes Schätzchen aus dem Jahre 1911 wieder zum Leben erweckt 😍😍. Dabei gingen wir behutsam vor, um den Charme des Hauses mit seinem Eichenholzparkett, den hohen Decken (leider ohne Stuck 😪), den alten Treppen und den Kasettentüren zu erhalten (natürlich auch mit Hilfe von Fachfirmen). Unsere Möbel sind größtenteils selbst aufgearbeitete Antiquitäten (im Shabby Chic-Stil), die ich zum Schnäppchenpreis immer wieder ergattere 😍😍😍.
Der Vorteil von alten Häusern sind meiner Meinung nach die großen Grundstücke. Unsere Kinder haben 700qm Garten zum Spielen/Toben....ein Paradies 😍😍.

Allerdings muss an unserem Haus noch immer was getan werden, aber dafür haben wir uns nicht so verschuldet wie manch andere, die „nur“ eine konfektionierte Schuhschachtel mit Handtuchgarten haben.
Natürlich kam hin und wieder der Gedanke, dass ein Haus in diesen riesigen Neubaugebieten in und um München besser gewesen wäre. Man zahlt die Summe X und alles ist fix und fertig.....ABER halt Einheitsbrei 😜 (Alle Häuser sehen gleich aus) von irgendwelchen Bauunternehmen. So haben wir was individuelles und können stolz darauf sein, selbst mitgearbeitet zu haben.
Mein Mann arbeitet VZ, ich bin seit 2015 in EZ und wir leben sehr gut 😊.

Protzerei im Freundes-/Bekanntenkreis kennen wir nicht. Man hilft sich, tauscht sich aus, jede Meinung wird akzeptiert.

  • klar und mitten in München 700qm zu haben, hat sicherlich nix gekostet.
    Kann man jetzt eigentlich sagen "Grossstädler" protzen nur rum #rofl, wenn Dörfler angeblich nur in Einheitsbrei Schuhschachteln leben....

    Typisch München würde ich dazu sagen #gaehn

    lisa

    • Du hast mich nicht verstanden 😀. Ich habe nicht gesagt, dass Dörfler in Einheits-Häusern wohnen, sondern dieses Getue, wer nicht neu baut, hat nix...typisch Dorf ist 😜. Man kann auch als alt wunderbar neu machen.
      Und ja, hier am Stadtrand von München (in den Randgemeinden) kosten diese Einheitshäuser ein wahres Vermögen und wir kennen einige, die sich dafür bis zur Halskrause verschuldet haben, weil sie unbedingt ein neues und v.a. schlüsselfertiges Haus wollten....verstehe ich auch irgendwie, da wir noch viel Arbeit vor uns haben und die anderen schon fertig sind.
      ABER trotzdem mussten sie mehr bezahlen als wir und so hoch verschulden wollten wir uns nicht.

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